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Handwerk & Wohnen -18.10.2017-

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KEM-SV02

KEM-SV02 Handwerk & Wohnen TRENDS BEI ÖFEN UND KAMINEN RHEINISCHE POST MITTWOCH, 18. OKTOBER 2017 E2 Das Comeback des Kachelofens Öfen bringen angenehme Wärme. Ihr schöner Schein und das Knacken der Flammen sorgen außerdem für Gemütlichkeit. Welche Möglichkeiten gibt es eigentlich – und welche Ofenart ist derzeit besonders beliebt? VON KATJA FISCHER Die Ofenbank war schon zu Großmutters Zeiten ein beliebter Platz in Wohnzimmer oder Küche. Jeden Morgen wurde der Kachelofen mit Holz und Briketts geheizt und gab dann den Tag über eine angenehme Wärme ab. Das Befüllen und Reinigen des Ofens war damals allerdings eine anstrengende und schmutzige Angelegenheit. Jetzt liegen diese Öfen wieder im Trend. Sie kommen gut an, weil sie Ruhe und Behaglichkeit ausstrahlen. Auch als Ergänzung zur modernen Heizungsanlage sind sie gefragt. Aber es gibt eine gute Nachricht: Die modernen Öfen sind wesentlich bedienungs- und umweltfreundlicher als ihre Vorgänger. Und sie haben einen viel höheren Wirkungsgrad. „Der Kachelofen, auch Grundofen oder Speicherofen genannt, ist wegen seiner langanhaltenden, gleichmäßigen Heizleistung als Dauerheizung geeignet“, erläutert Tim Froitzheim, Referent für Ofen- und Luftheizungsbau beim Zentralverband Sanitär, Heizung Klima. „Sein hoher Wirkungsgrad macht ihn ideal für Niedrigenergiehäuser.“ Charakteristisch sind der zweischalig gemauerte Feuerraum und das ausgeklügelte System an steigenden, fallenden und liegenden Heizgaszügen aus hochwertigen Schamottesteinen. „Kachelöfen werden entweder als Bausatz geliefert oder in aufwendiger Handarbeit gefertigt“, erklärt Frank Kienle, Geschäftsführer des Industrieverbands Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI). „Meist handelt es sich um liebevoll gearbeitete Einzelstücke, die eine klare Handschrift ihres Besitzers tragen.“ Je nach Größe und Beschaffenheit des Gebäudes kann der Kachelofen ein ganzes Haus beheizen. Aber der Kachelofen ist nur eine Ofenform, die Hausbesitzer wählen können. Auch viele Materialien, Farben und Formen sind möglich. „Die Optik ist schon wichtig. Entscheidend für den Kauf ist aber, wo der Kamin im Raum stehen wird, und welche Aufgaben er im Haus erfüllen soll“, betont Alexis Gula vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. Die weiteren Optionen im Überblick: Der Kachelofen ist wegen seiner langanhaltenden, gleichmäßigen Heizleistung als Dauerheizung geeignet. Dazu verströmt er im Wohnraum traditionelles Flair – auch in moderner Optik. FOTOS (3): HKI Ein Kaminofen (l.) ist eine Feuerstätte aus Stahl oder Gusseisen. Für einen Gaskamin (r.) muss kein Brennstoffvorrat angelegt werden. Kaminofen „Kaminöfen sind Feuerstätten aus Stahl oder Gusseisen“, erläutert HKI-Experte Kienle. „Verkleidet mit Stahlblech, Naturstein oder Keramik heizen sie sich schnell auf und spenden schon nach kurzer Zeit eine angenehme Wärme.“ Solche Öfen lassen sich in praktisch jeder Wohnung aufstellen. Um einen Kaminofen zu installieren, muss ein geeigneter Schornstein vorhanden sein. „Art und Länge des Schornsteins richten sich danach, wo der Kaminofen später im Raum stehen wird“, erklärt Gula. Die meisten stehen an der Wand, aber ein Kamin lässt sich auch mitten im Raum aufstellen. Wird ein Schornstein nachgerüstet, ist ein Durchbruch durch die Wand nötig, und der Schornstein wird an der Außenwand entlang geführt. Es gibt auch die Möglichkeit, ihn durch das Dach zu verlegen. Sonderformen der Kaminöfen sind wasserführende Modelle, mit denen nicht nur ein Zimmer, sondern weitere Räume beheizt und warmes Wasser bereitet werden kann. Es gibt auch Speicheröfen, die die Kraft des Feuers speichern und über viele Stunden als Strahlungswärme abgeben. „Diese Arten eignen sich für alle, die den Kaminofen als zusätzliche Heizung nutzen möchten“, erklärt Kienle. Heizkamin Er ist eine Weiterentwicklung des klassischen offenen Kamins. Von seinem Vorläufer unterscheidet er sich vor allem darin, dass er mit einem modernen Heizeinsatz – einem geschlossenen Feuerraum – ausgestattet ist. Das macht ihn viel effizienter. Aber der Heizkamin verfügt noch über eine Sichtscheibe, die den Blick auf die Flammen freigibt. „Diese Kaminart zeichnet sich durch wenig Emissionen und geringen Wärmeverlust aus und schont damit die Umwelt und den Geldbeutel gleichermaßen“, sagt Kienle. Falls im Haus ein offener Kamin vorhanden ist, empfiehlt er, ihn mit einer Heizkassette nachzurüsten. Gaskamin Besitzer von Gaskaminen müssen nicht auf die züngelnden Flammen hinter der Glastür verzichten, obwohl der Brennstoff aus der Erdoder Flüssiggasleitung kommt. „Gaskamine gelten als besonders schadstoffarm und sind durch öffentliche Anbindung an das Netz fast überall einsetzbar“, erklärt Kienle. „Sie werden gerne in Stadtwohnungen eingebaut, da für sie kein Brennstoffvorrat angelegt werden muss.“ Pelletöfen Pelletöfen erreichen nicht selten einen Wirkungsgrad von 90 Prozent und eignen sich somit besonders für ein effektives Heizen. Die gesamte Verbrennung wird elektronisch gesteuert. Gezündet wird auf Knopfdruck. „Pelletöfen mit Wassertechnik können auch das Herzstück eines modularen Heizsystems für das Haus bilden“, erklärt Tim Froitzheim. „Diese Heizsysteme eignen sich besonders für Häuser mit geringem Wärmebedarf wie Niedrigenergiehäuser.“ Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst den Kauf von Pelletöfen mit Wassertasche. Wer ein Bestandsgebäude – keinen Neubau – mit einem solchen Gerät nachrüstet, erhält dafür 2000 Euro als Basisförderung. Wer zudem den wasserführenden Pelletofen mit einer Solaranlage kombiniert, erhält einen extra Bonus von 500 Euro, wobei die Kollektoren zusätzlich gefördert werden. Rohbau Ausbau Gartenbau Ökologie Fachmarkt www.schnaebler.de info@schnaebler.de Natürlich Holzfenster. Langlebige Fenster von Orths – für Ambiente im Haus. Schöner wohnen. Innenausbau von Orths – so individuell wie Sie. Einfach (aus-)bauen. Wand- und Deckensysteme – damit Sie flexibel bleiben. Tel. 02162/52037 • Infos: www.orths.de GESCHENKE // DEKO // KLEINMÖBEL Freiheitsstraße 200, 41747 Viersen Tel.: 02162. 81 71 878 www.niehues.eu/styleroom Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-17 Uhr, Sa 10-13 Uhr SERVICESTARK! 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KEM-SV03 Handwerk & Wohnen WORAUF ELTERN ACHTEN SOLLTEN RHEINISCHE POST MITTWOCH, 18. OKTOBER 2017 E3 Gute Materialien für das Kinderzimmer Selbst im eigenen Haus gibt es die ein oder andere Gefahrenquelle für den Nachwuchs – so die Möbel im Kinderzimmer. VON JULIANE MATTHEY Kleine Kinder verbringen 90 Prozent des Tages in Innenräumen, einen großen Teil davon in ihrem Zimmer. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sie dort weder schädlichen Stoffen noch vermeidbaren Gefahren ausgesetzt sind. Mit den richtigen Materialien für Möbel, Böden und Wände können Eltern beidem vorbeugen und dafür sorgen, dass alles möglichst lange dem Spielen und Toben standhält. „Schadstoffe sind für kleine Kinder besonders problematisch, weil sie viel mehr davon aufnehmen als Erwachsene“, sagt Johanna Hausmann, Projektmanagerin beim Umweltnetzwerk Women in Europe for a Common Future. Denn kleine Kinder atmen schneller, ihre Haut ist dünner und durchlässiger. Und sie nehmen vieles in den Mund. Doch wie findet man heraus, ob ein Möbelstück, eine Wandfarbe oder „Schadstoffe sind für kleine Kinder besonders problematisch“ Johanna Hausmann Chemikalienexpertin ein Bodenbelag schadstoffarm ist? Man kann sich an groben Richtwerten zu den verwendeten Materialien orientieren. Bei Möbeln gibt es diese grundlegende Entscheidung: Massivholz oder Pressspan? Bei Pressspan sei die Gefahr, dass Formaldehyd enthalten ist, größer als bei Vollholz ohne Klebemittel, sagt Chemikalienexpertin Hausmann. Vollholz könne aber mit Bioziden belastet sein, auch auf den Lack müsse man schauen. Eine gute Wahl seien Second-Hand-Möbel, da bei ihnen eventuelle Belastungen schon verflogen sind. Wandfarben sollten möglichst wenig Lösungsmittel enthalten. Ganz ohne kommen viele mineralische Silikatfarben auf Mineralbasis aus. Susanne Woelk von der Aktion Das Sichere Haus empfiehlt als Alternative ungestrichene Papiertapeten. Beim Boden gibt es ein absolutes No-Go: PVC enthält viele Weichmacher wie Phthalate, warnt Hausmann. Bestimmte Phthalate stehen im Verdacht, die Fortpflanzung zu gefährden. Linoleum dagegen sei weitgehend unbedenklich, da es aus natürlichen Materialien wie Leinöl, Kork und Jute besteht, sagt Woelk. „Allerdings riecht es am Anfang stark.“ Hausmanns Favoriten sind Holzdielen oder Teppichböden aus zertifizierter Wolle. Kinder sollten sich in ihren Zimmern wohlfühlen – und Eltern keine Sorgen um deren Gesundheit haben müssen. FOTO: DGM Auch viele Sicherheitsrisiken und Abnutzungserscheinungen können Eltern minimieren, wenn sie die richtigen Materialien wählen. Beim Bodenbelag gibt es hierzu nicht die eine ideale Lösung, in puncto Sicherheit und Belastbarkeit hat alles seine Vor- und Nachteile: Jörg Schriever, Kinderarzt und Unfallexperte beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, plädiert für einen weichen, federnden Boden. Kork etwa sei geeignet, aber auch Teppichboden. Bei Teppichen sollte man darauf achten, dass hohe Kanten Stolperfallen sind. In puncto Brandgefahr sei Polyester besser als schnell brennende Baumwolle, ergänzt Sicherheitsexpertin Woelk. Teppiche als Staubfänger sehen beide nicht als Problem an. Ein Kinderzimmer sollte nicht zu steril sein, damit die Abwehrkräfte gestärkt werden. Anders ist das allerdings bei Kindern mit Hausstauballergie: Für sie seien die leicht zu pflegenden Materialien Parkett und Laminat ideal, sagt Woelk. Und unlackiertes Holz verzeiht zudem auch beim Boden so manche Schramme. Ein großer Vorteil von Möbeln aus naturbelassenem Massivholz ist, dass man sie unkompliziert abschleifen kann.

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