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Handwerk & Wohnen -19.09.2018-

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14 HANDWERK & WOHNEN

14 HANDWERK & WOHNEN Kachelöfen: So vielfältig wie noch nie Michael Hieckmann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Kachelofenwirtschaft, über umweltschonende Heiztechnik, Bedienkomfort und individuelle Gestaltung von Kaminen und Öfen. VON MONIKA KRIEGEL Schon seit jungen Jahren ist Michael Hieckmann in seiner Heimatstadt Kevelaer ehrenamtlich unterwegs. Da lag es für den 42-Jährigen nahe, auch sich auch beruflich über das übliche Maß hinaus zu engagieren. Der Kachelofen- und Luftheizungsbaumeister ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Kachelofenwirtschaft – eine Vereinigung, der 300 Kollegen, aber auch 25 Industrieunternehmen in Verbindung mit diesem feurigen Handwerk angehören. In seiner Funktion als Vorsitzender habe er zum Beispiel die Bundesemissionsschutzverordnung mit auf den Weg gebracht, erzählt Hieckmann. „Wir sehen uns aus fachlicher Sicht als Vermittler, politische Entscheidungen auf den Weg zu bringen. Wir hinterfragen auch einmal kritisch: Ist es machbar, wie die Politik es sich wünscht?“ Hintergrund des Bundesemissionsgesetzes, das seit Jahr 2010 umgesetzt wird, war es, alte Öfen vom Kaminofen bis zum Kachelofen aus dem Verkehr zu ziehen, um langfristig bessere Feinstaubergebnisse zu erreichen. Vom jetzigen Zeitpunkt der Umrüstung her befinden sich diejenigen Ofenbesitzer noch bis Dezember 2020 in der Handlungsphase, deren Feuerstätte vom Januar 1985 bis Dezember 1994 in Betrieb genommen wurde und deren Grenzwerte nicht eingehalten werden. Diese Normen werden in der Regel vom Schornsteinfeger gemessen, der allerdings ebenfalls einen Ermessensspielraum habe. Die letzte Hürde in Sachen Nachrüstung gebe es bis Jahresende 2024 für alle Festbrennstoffgeräte, deren Typenprüfung erstmals von 1995 bis 2010 erfolgte. Michael Hieckmann: „Was die Übergangsfristen betrifft, habe ich beobachtet, dass wir uns bei den Eigentümern nun häufig im Generationswechsel befinden. Für alle Betroffenen gilt es aber zu überdenken, ob der Kachelofen oder Kamin umgerüstet oder ausgetauscht werden sollte. Wer diese individuellen Gegebenheiten überprüfen lassen möchte, wendet sich an den Kachelofenbau-Fachbetrieb.“ Ob Holzpellets, Holz, Braunkohlebrikett, Gas oder Propangas – die Vorlieben vieler Kunden gehe in Richtung Gaskaminofen. Das sei auch eine attraktive, bequeme, sau- Die Bundesemissionsschutzverordnung, die seit 2010 umgesetzt wird, habe er in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Kachelofenwirtschaft mit auf den Weg gebracht, erläutert Michael Hieckmann aus Kevelaer. Foto: Monika Kriegel bere Lösung, mit der im Moment bereits etwa ein Drittel aller Kamine betrieben werden, so Hieckmann. Mit steigender Tendenz: Hieckmann erwartet, dass demnächst etwa die Hälfte auf diese Heizquelle zurückgreifen könnte. Denn so erübrige sich das Beschaffen und Lagern von Brennmaterial, einschließlich der späteren Reinigung der Feuerstätte. Auch der Wirkungsgrad bei Gas sei höher als beim Holzbrandofen, weil eine ausgereifte Technik und eine Voreinstellung beim Gasbetrieb sofort für die gewünschte Wärme sorgten. Beim Thema Technik beobachtet Hieckmann ebenfalls deutliche Fortschritte. Eine effiziente, flexible und umweltschonende Verbrennungstechnik bis hin zur elektronischen Steuer- und Regelung des Abbrandes hätten den Kachelofen und Kamin zu einem sehr verantwortungsvollen Heizgerät gemacht – und zwar von der Einzelraumbeheizung bis hin zur Komplettlösung mit einem wassergeführten Kamin- oder Kachelofen. „Die Feuerräume sind heute anders als vor zehn Jahren. Da hat sich beim Wirkungsgrad sowie der Wärmespeicherfähigkeit sehr viel verbessert. Das Herzstück, der Ofen, bleibt, alles andere wird ganz nach Kundenwunsch angepasst – vergleichbar mit einem individuellen Möbelstück“, so der Fachmann. Bevor sich die Käufer entscheiden, wägen sie ab, ob es ein Grund-, ein Kamin- oder Pelletofen, ein Heizkamin, Kachelherd, Gaskamin oder eine Kombination aus Warmluftund Kachelofen sein soll. Hieckmann empfiehlt eine Checkliste für diejenigen, die mit einem Ofenkauf liebäugeln und sich beraten lassen möchten. Punkte: Grundriss des Hauses, Wahl des Brennstoffes und des Lagerplatzes, Festlegung, was mit welcher kW-Leistung beheizt werden soll, die Frage, ob Rücksicht auf Allergiker genommen werden muss, die Entscheidung zwischen gemauerter Anlage und freistehendem Ofen und die Frage, ob ein Schornstein vorhanden ist. Von Planung bis Fertigstellung kann es bis zu einigen Monaten dauern – je nach Lieferfristen. Die finale Abnahme erfolge durch den Schornsteinfeger – allein, um versicherungsrechtlich auf der sicheren Seite zu sein. „Ohne Abnahme, das bedenken viele Hausbesitzer nicht, kann es Probleme mit dem Versicherungsschutz geben. Nichtwissen schützt da nicht“, betont der Handwerksmeister. Infos zu Kachelofenbauern in der Nähe gibt es auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Kachelofenwirtschaft: www.kachelofenwelt.de

HANDWERK & WOHNEN 15 So wird der Garten winterfest Wenn sich im Herbst Berge von herabgefallenem Laub auftürmen, sind leistungsstarke Laubbläser gefragt. Foto: Hornbach Auch wenn die Tage wieder kürzer werden: Im Garten gibt es auch für Hobbygärtner jetzt noch eine Menge zu tun. Der Sommer 2018 war in Deutschland extrem heiß und trocken und deshalb für jeden rundstücksbesitzer eine Heausforderung. Pflanzenwelt nd Rasen litten unter der engenden Hitze und dem usbleibenden Regen, Garenfreunde hatten alle Hände oll zu tun, um gegenzusteurn. Nun warten hoffentlich och einige goldene Herbsttae mit klarer und frischer Luft nd leuchtend kräftigen Farben. Für Hobbygärtner ist es nun vor allem auch an der Zeit, das Grün winterfest zu machen. Der Rasen etwa sollte den letzten Schliff für die kalte Jahreszeit bekommen. Dazu sollte er noch einmal vertikutiert und von Unkraut befreit werden. Sind kahle Stellen entstanden, kann man sie durch eine Nachsaat ausbessern. Ein kalkhaltiger Dünger versorgt den Rasen ausreichend über den Winter. Vor allem aber sollte auch im Winter nicht zu viel Laub auf dem Rasen liegen. Denn feuchtes Laub kann faulen – und das verursacht Schäden am Grün. Wenn sich im Herbst gerade auf größeren Grundstücken Berge von herabgefallenem Laub auftürmen, sind tüchtige Helfer nötig, um diese zu beseitigen, mit Besen und Rechen kann dies sehr beschwerlich sein. Gefragt sind dann leistungsstarke Laubbläser. Beetrosen, Buchsbäume, Beerensträucher und Bäume müssen gerade auf größeren Grundstücken im Herbst fachgerecht und präzise geschnitten werden, damit der Garten im nächsten Jahr wieder kraftvoll grünen und blühen kann. Pflanzen, die besonders empfindlich sind, wie etwa Buchs, sollten bei bewölktem Wetter geschnitten werden, um einen Sonnenbrand zu vermeiden. Pflanzen, die ihr Blattgrün vor Winterbeginn einziehen oder abwerfen, können auch ohne Schutz durchkommen – der Frost kann hier überirdisch ja nichts angreifen. Auch bleiben Beetpflanzen eher unbeschadet als jene in Töpfen, da in Gefäßen die Erde eher durchfrieren kann. Gefährlich können immergrünen Beetpflanzen aber Kahlfröste werden – dann herrschen Minusgrade, es gibt aber keinen Schnee. Weniger robuste Arten bekommen für diese Zeit am besten eine Decke aus Reisig. Das gilt auch für jene Pflanzen, die im Winter kein Blattgrün mehr, dafür aber grüne Stängel haben – Rosen etwa. In Wärmeperioden im Winter können die Pflanzen wieder ausgepackt werden. Das Material sollte aber griffbereit liegenbleiben, sollte der Frost wiederkommen. Abgedeckt werden sollten Pflanzen niemals mit luft- und lichtundurchlässigen Materialien – darunter schwitzen sie zu sehr und könnten zu früh antreiben. Außerdem benötigen die Immergrünen auch im Winter Luft und Licht zur Photosynthese. Keine Probleme bereitet eine Schneedecke. Im Gegenteil schützt diese die Pflanzen sogar. An die Arbeit gehen sollten Hobbygärtner aber erst mit den ersten Frösten im Herbst. Zuvor sollte die Herbstwitterung noch genutzt werden, um die Pflanzen langsam an die Kälte zu gewöhnen und für den Winter abzuhärten. djd/tmn Gartenmöbel einlagern Der Sommer ist vorbei, die Gartenmöbel werden weggepackt. Keine Gedanken um einen Lagerort müssen sich Besitzer von witterungsbeständigen Kunststoff-Möbeln machen. Sie können auf Balkon und Terrasse bleiben, erklärt Ursula Geismann, Pressesprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie. Allerdings sollten auch sie vor Regen und Sturm geschützt werden, zum Beispiel mit entsprechenden Schutzhüllen für das Winterlager im Freien. Diese bewahren Stühle, Tische und Bänke vor Wasser von außen, lassen aber zugleich Luftfeuchtigkeit hinaus, die sich unter der Hülle sonst aufstaut und zu Schimmelbildung führen kann. Wichtig ist zu wissen: Plastikmöbel aus Polypropylen, kurz PP, sind in der Regel aber anfällig für Frost. Sie werden spröde. Daher kommen diese Möbel den Winter über am besten in ein geschützteres Umfeld, wo kein Frost auf sie einwirken kann. Dazu rät Geismann auch bei Möbeln aus Holz und anderen empfindlichen Materialien. Unbedingt in ein trockenes Winterlager müssen Polster, Kissen und der Sonnenschirm. „Auch wenn die Hersteller sagen, sie seien wasserbeständig, kann ich nicht empfehlen, die Polster im Freien zu lassen“, sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie – und nennt den Grund: „Es zieht immer auch Feuchtigkeit mit hinein.“ Zum Saisonende Der Herbst wird rosig! auf alle Rosenpflanzen 25% aus unserem Rosengarten. Rosen Ruland Grüner Weg 55 47269 Duisburg-Rahm Telefon: 0203 – 76 37 93 www.rosen-ruland.de Lassen Sie sich in unserer 300 m² großen Ausstellung inspirieren! Mo. –Fr. von 8.00 -17.00 und Sa. von 8.30 -12.00 für Sie geöffnet. bezahlbare Qualität in großer Auswahl An der Windmühle /Werftstraße ·46483 Wesel -Rheinhafen Tel. 02 81 -33 98 00 ·www.holz-sander.de

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