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Handwerk & Wohnen -19.09.2018-

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16 HANDWERK & WOHNEN Wer

16 HANDWERK & WOHNEN Wer sein Flachdach begrünen will, muss bei der Planung eine geeignete Tragfähigkeit berücksichtigen. Foto: Frank Rumpenhorst Flachdächer sind meist gar nicht flach – Tipps zur Planung Wenn die örtlichen Bebauungspläne es zulassen, wählen viele Bauherren inzwischen ein Flachdach. Der Vorteil liegt auf der Hand: Darauf kann man zum Beispiel eine Terrasse oder einen Dachgarten errichten. VON KATJA FISCHER Der Trend geht zum Flachdach. Denn es schafft zusätzlichen Raum auf dem Haus. Der lässt sich als Terrasse, Dachgarten oder Parkplatz nutzen. Sogar Swimmingpool und Sportgeräte finden Platz. Mit der wachsenden Beanspruchung steigen allerdings auch die Ansprüche an Planung und Ausführung von Flachdächern. „Das Flachdach gehört zu den am stärksten beanspruchten Bauteilen am Gebäude“, erklärt Dietrich Kabisch, Berater beim Bauherren-Schutzbund. „Entsprechend hoch sind die Ansprüche an die Planung.“ Weil durch das fehlende oder geringe Gefälle das Wasser nicht so leicht ablaufen kann wie bei Steildächern, braucht es eine absolut undurchlässige Abdichtung. „Flachdächer verzeihen nicht die kleinste Unachtsam- Weseler Straße 92 46519 Alpen Fax: (028 02) 76 56 ☎ (028 02) 7654 Energieberatung im Handwerk Bedachung Zimmerei Bauklempnerei Schieferarbeiten Fassadenbau Ziegelarbeiten Isolierung Thermografie Gerüstbau H Heizungsbau Gas- und Wasserinstallation E I S T E R Heizungsmodernisierung u. Wartung Kundendienst aller Art Schornsteinsanierung Badsanierung Jörn Heister Küvenkamp 6 Telefon 0 28 01 / 24 41 Kompetenz rund um Wesels Dächer seit über 100 Jahren Am Blaufuß 20 • 46485 Wesel Ruf (02 81) 96 31 33/34 • Fax (02 81) 96 31 35 info@schnickers-bedachungen.de · www.schnickers-bedachungen.de

HANDWERK & WOHNEN 17 keit“, erläutert Josef Rühle, Geschäftsführer Technik beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks. „Sie müssen bauphysikalisch exakt durchdacht und dann von versierten Spezialisten errichtet werden.“ Der Grund liegt in der Konstruktion. Flachdächer zeichnen sich durch eine flächige fugenlose Abdichtung aus. Und sie überbrücken teilweise große Spannweiten. Dabei sind sie unter Umständen sehr hohen Gewichtsbelastungen durch Nutzflächen mit Belägen, Schnee oder stehendem Wasser ausgesetzt. Flachdächer gibt es als Warm- oder Kaltdächer. „Die eine Version ist nicht per se besser als die andere“, stellt Rühle klar. Beide haben Vorund Nachteile. Die älteste und damit traditionelle Konstruktionsart ist das belüftete Dach, auch Kaltdach genannt. Dieses hat zwei Schalen. Unter der Dachhaut befindet sich ein Freiraum, die sogenannte Hinterlüftung. Dort zirkuliert Luft, was ermöglicht, dass Feuchtigkeit, die aus dem Inneren des Hauses abzieht, abtransportiert wird. So bleibt das Dach trocken. „Typischerweise ist ein Kaltdach in Schichten aus Deckenverkleidung, Dampf- und Luftsperrschicht, Wärmedämmschicht, Luftraum, Holzschalung und Dachabdichtung ausgebaut“, erklärt Rühle. Wegen der fehlenden oder geringen Neigung von Flachdächern bestehe hier aber die Gefahr, dass der Luftaustausch durch Windsog und Winddruck zu gering ist und deshalb die natürliche Lüftung nicht ausreicht. „Dann sollte man über ein Warmdach nachdenken“, empfiehlt der Experte. Das Warmdach, auch nicht belüftetes Dach genannt, wird einschalig ausgeführt. Alle Schichten liegen unmittelbar auf der tragenden Decke auf. Ein typisches Warmdach besteht aus einer Betondecke, einer Schalung „Heute sind Warmdächer die bevorzugte Konstruktionsform beim Flachdachaufbau“ Josef Rühle Dachdeckerverband oder einem Stahlprofilblech mit Dampfsperre, Wärmedämmschicht und Abdichtung. Früher neigten solche Warmdächer mit einer falschen Dampfsperre aber dazu, feucht zu werden durch die ausströmende Raumluft. „Mit der Entwicklung leistungsfähiger Dampfbremsen hat sich das aber geändert“, sagt Rühle. „Heutzutage sind Warmdächer die bevorzugte Konstruktionsform beim Flachdachaufbau.“ Flachdächer sind, anders als ihr Name suggeriert, nicht immer flach. Das sogenannte Wichtige Kriterien für die Dachbegrünung Nullgraddach ohne jegliche Neigung ist sogar die Ausnahme. Die meisten Flachdächer werden mit einer Neigung von mindestens zwei Prozent geplant. „Das sieht auch die Flachdachrichtlinie vor“, erklärt Bauberater Dietrich Kabisch. Er rät auch: „Wo es möglich ist, sollte ein leichtes Gefälle eingeplant werden. Es ist für den Betrachter kaum zu sehen, leistet aber gute Dienste.“ Das Wasser fließt hier besser ab. Auf Nullgraddächern sammelt sich Regenwasser und Schnee. Wenn dann die Dachabdichtung auch nur ein winziges Leck hat, kann das Wasser in die gesamte Konstruktion eindringen und große Schäden verursachen. Und das passiert gar nicht so selten. Solche Schäden entstehen zum Beispiel im Winter schnell, wenn Eis und harter Schnee Risse in der Abdichtung des Daches verursachen. Ob ein Flachdach mit oder ohne Gefälle gebaut wird, hängt maßgeblich von seiner späteren Nutzung ab. Manchmal ist es notwendig, auf das Gefälle zu verzichten, zum Beispiel beim Bau einer barrierefreien Terrasse. „Wer einen Hausgarten auf seinem Dach plant, den er wie einen ebenerdigen Garten nutzen will, sollte idealerweise ein ungeneigtes Dach haben“, ergänzt Wolfgang Ansel, Geschäftsführer des Deutschen Dachgärtner Verbands. Flachdächer gibt es als Warm- oder Kaltdächer, sie unterscheiden sich vor allem durch die Hinterlüftung. Grafik: dpa Wer sein Flachdach begrünen will, muss einige wichtige Kriterien berücksichtigen: „Die Tragfähigkeit spielt eine große Rolle bei der Konstruktion des Daches“, erklärt Wolfgang Ansel vom Deutschen Dachgärtner Verband. Denn der Aufbau, die Erde und die Bepflanzung, die ja noch mit Wasser gesättigt werden, können erhebliches Gewicht haben. Wie hoch die Belastung ist, hängt von der Nutzung des Dachs ab. Ein sogenanntes extensives Gründach braucht als Naturfläche nicht viele Extras. Es muss je nach Höhe des gewählten Gründach-Systemaufbaus lediglich zwischen 60 und 150 Kilogramm pro Quadratmeter verkraften. Die Pflanzen wachsen in einer sechs bis 20 Zentimeter hohen Substratschicht. Ideal sind anspruchslose, niedrigwüchsige Pflanzen, die nur wenig Pflege und keine zusätzliche Wasserversorgung brauchen. Anders ist das bei Dachgärten, die intensiv genutzt werden und in denen sich Personen aufhalten. Hier müssen die Flachdächer für den Begrünungsaufbau 150 bis 500 Kilogramm pro Quadratmeter aushalten. Dazu kommt noch das Gewicht der Menschen. „Wenn man diese Nutzung aber von Beginn an einplant und gut in die Statik einbezieht, ist das problemlos realisierbar“, sagt Ansel. Aber dann lassen sich Dachgärten wie ein normales Gartengrundstück gestalten. Das Pflanzen von Rasen, Stauden, Sträuchern und sogar Bäumen ist möglich. Auch Wege, Sitzplätze, Spielbereiche und Teiche können integriert werden. Ob steil, ob flach, ein Schnickers Dach! 1904 gegründet 1904 gegründet Gerd SCHNICKERS GmbH GmbH Dachdecker-Meisterbetrieb Ausführung sämtl. Dach- und Isolierarbeiten Xantener Straße 31 · 47495 Rheinberg Telefon (02843) 6 0900 · Telefax (0 28 43) 8 05 04 E-Mail: gschnickers@t-online.de www.gschnickers.de Schneider Dachbaustoffe GmbH Bönninghardter Straße 68 h 46519 Alpen Tel.: 02802 /6665 Öffnungszeiten: Mo.–Fr. 7.0–17.00 Uhr Sa. 8.00–12.00 Uhr Heizenergie aus der Natur Wirinformieren über: Erdwärme-Heizung und Lüftwärmepumpen im Gebäudebestand und bei Neubauten •Kombination von Erdwärmepumpenmit herkömmlichen Heizungssystemen ALLES UNTER EINEM DACH Naturschiefer Zink-Kupferrinnen Dämmung Dachziegel Dachfenster Dachanstriche und vieles mehr! www.schneider-dachbaustoffe.de Heizungsbaumeister, Kältetechniker, Heizungsmonteur sowie Facharbeiter für Service/Montage von Wärmepumpen, Lüftungs- u. Klima- anlagen gesucht! • Neu: Staatliche Förderprogramme bis 10.000,- d möglich Mit Wärmepumpen sorgen wir dafür, dass das Thema „Heizkosten“ Ihnen in Zukunft keine Kopfschmerzen bereitet!

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