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Handwerk & Wohnen -19.09.2018-

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22 HANDWERK & WOHNEN

22 HANDWERK & WOHNEN Mehr Sicherheit für Bauherren Im neuen Bauvertragsrecht ist auch die Pflicht zur detaillierten Baubeschreibung verankert. Ein wichtiger Fortschritt ist laut der Verbraucherschutzorganisatin Bauherren-Schutzbund BSB), die im Deutschen Bauerichtstag Interessen von auherren vertritt, die im euen Bauvertragsrecht vernkerte Pflicht zur Baubechreibung, die bislang nur ückenhaft geregelt war. Künfig muss der Bauunternehmer em Verbraucher vor Verragsabschluss eine Baubechreibung übergeben – und uch Mindestanforderungen azu sind im Gesetz veranert. Die Beschreibungspflicht ilt nicht nur für Verträge mit Anbietern schlüsselfertiger Häuser, sondern ebenso für Ausbauhäuser und für Verträge mit Bauträgern. Nur Bauherren, die mit einem Architekten planen, haben keinen Anspruch auf eine Baubeschreibung. In der Vergangenheit waren viele Baubeschreibungen vage, so dass der Bauherr oft nicht genau wusste, „Wir empfehlen Bauherren, eine baubegleitende Qualitätskontrolle durch einen unabhängigen Bauherrenberater durchführen zu lassen“ Florian Becker Bauherren-Schutzbund Anhand einer aussagekräftigen Baubeschreibung lässt sich jetzt besser kontrollieren, ob ein Haus den vertraglich vereinbarten Leistungen entspricht. Fotos: Bauherren-Schutzbund was er für sein Geld bekommt. Mit einer aussagekräftigen Beschreibung des Bauvorhabens gibt es eine gute Grundlage, um Angebote verschiedener Unternehmen zu vergleichen. Zugleich ist es einfacher zu kontrollieren, ob das errichtete Haus den Angaben aus dem Bauvertrag entspricht. „Wir empfehlen Bauherren, während der Bauphase eine baubegleitende Qualitätskontrolle durch einen unabhängigen Bauherrenberater durchführen zu lassen“, erklärt BSB-Geschäftsführer Florian Becker. Für den Baulaien sei es nicht immer einfach zu überprüfen, ob die Bauausführung den Angaben aus der Beschreibung entspreche. Der Gutachter kann Abweichungen und Baumängel frühzeitig feststellen, so dass der Bauherr Zeit und Gelegenheit hat, Nachbesserungen zu verlangen. Diese verbindlichen Angaben muss die Baubeschreibung nun enthalten: • allgemeine Beschreibung des herzustellenden Gebäu- Bauunternehmer müssen dem Bauherren gegenüber nun genauere Angaben zu Haustyp, Materialien und vielen weiteren Details machen. des oder der vorzunehmenden Umbauten, gegebenenfalls Haustyp und Bauweise • Art und Umfang der angebotenen Leistungen, der Planung und der Bauleitung, der Arbeiten am Grundstück und der Baustelleneinrichtung sowie der Ausbaustufe • Gebäudedaten, Pläne mit Raum- und Flächenangaben sowie Ansichten, Grundrisse und Schnitte • gegebenenfalls Angaben zum Energie-, zum Brandschutz- und zum Schallschutzstandard sowie zur Bauphysik • Angaben zur Beschreibung der Baukonstruktionen aller wesentlichen Gewerke • Beschreibung des Innenausbaus • Beschreibung der gebäudetechnischen Anlagen • Angaben zu Qualitätsmerkmalen, denen das Gebäude oder der Umbau genügen muss • gegebenenfalls Beschreibung der Sanitärobjekte, der Armaturen, der Elektroanlage, der Installationen, der Informationstechnologie und der Außenanlage djd Der Gesetzgeber fordert nun detaillierte Baubeschreibungen – gegebenenfalls bis hin zur genauen Benennung der Sanitärkeramiken und Fliesen im Bad. Bauherrenrisiko wird vermindert Nach neuer Rechtslage müssen Verbraucherbauverträge verbindliche Aussagen zum Zeitpunkt der Baufertigstellung machen. Steht der Baubeginn noch nicht fest, ist die Dauer der Baumaßnahme anzugeben. „So bekommen Verbraucher eine bessere Vertragssicherheit für den Hausbau oder den Erwerb einer geplanten Eigentumswohnung“, erläutert Florian Becker, Geschäftsführer des Bauherren- Schutzbund (BSB). So kann man den Einzug ins neu geschaffene Wohneigentum besser planen und hat weniger finanzielle Risiken zum Beispiel durch längere Parallelzahlung von Miete in der alten Wohnung und Raten für den Immobilienkredit. Unter www.bsb-ev.de gibt es dazu mehr Infos und das Ratgeberblatt „Das neue Bauvertragsrecht unter der Lupe“.

524 3 57 59 52 448 www.mündelheimer-höhe.de

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