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Handwerk & Wohnen -19.09.2018-

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8 HANDWERK & WOHNEN Mehr Durchblick mit neuen Fenstern An Fenster werden hohe Ansprüche gestellt: Sie sollen dafür sorgen, dass die Wärme im Winter drinnen und im Sommer draußen bleibt. Sie müssen vor Einbrechern sicher sein, sich aber auch leicht öffnen lassen. VON EVA NEUMANN Ein Beschlag ist kaputt oder Diebe sind durch das Fenster eingestieen – und plötzlich wird deutich: Die alten Fenster haben chwachstellen. Das trifft uch zu, wenn die Fassade geämmt wurde und durch die enster immer noch viel Wäre aus dem Haus entweichen ann. Dann vor allem lohnt ich der Austausch. Auf diese riterien sollte bei der Auswahl geachtet werden: Wärmedämmung Wer Energie sparen will, hält sich bei der Auswahl an den Wärmedurchgangskoeffizienten, den sogenannten U-Wert. Er besagt, wie viel Wärme bei einem Temperaturgefälle von einem Grad Kelvin zwischen Außen- und Innenraum durch einen Quadratmeter Fensterfläche verloren geht. Der Wärmeverlust wird in Watt pro Quadratmeter Kelvin (W/m2K) gemessen. Je geringer der U-Wert, umso besser ist die Wärmedämmung des Fensters. Dabei ist der U-Wert entscheidend, der sich auf das gesamte Fenster, nicht etwa nur auf die Verglasung oder nur auf den Rahmen bezieht. Er wird Uw-Wert genannt. Die Energieeinsparverordnung schreibt für Veränderungen von Fenstern bei Bestandsimmobilien einen Uw- Wert von 1,3 vor. Es gibt jedoch auch Fenster mit erheblich besserer Dämmwirkung. Gesamtenergiedurchlass Der g-Wert gibt an, wie viel Energie aus der Sonnenstrahlung, Neue Fenster verändern die Optik des Hauses. Sie können aber auch Energie und Geld sparen helfen. Foto: VFF/Bayerwald Fenster & Haustüren eigene Produktion die auf das Fenster trifft, in den Wohnraum gelangt. Bei einem g-Wert von 0,60 sind dies 60 Prozent. Ein hoher g- Wert kann bei Südausrichtung und großen Flächen im Sommer zur Überhitzung der Räume führen. Umgekehrt kommt bei einem niedrigen g- Wert auch an kühlen Tagen nur wenig Sonnenwärme ins Haus. „Das heißt in den Übergangszeiten: Ich muss früher die Heizung einschalten“, erklärt Thomas Weber vom Verband Privater Bauherren. Helligkeit Die Lichtdurchlässigkeit eines Fensters hängt von seiner Dicke und von Zusätzen im Glas ab. Der Wert wird in Prozent angegeben und liegt bei Wärmeschutzgläsern bei etwa 80 Prozent. „Je geringer die Fensterflächen sind, umso höher der Wert, das heißt, umso heller sollte das Glas sein“, sagt Ralf Spiekers vom Bundesverband Tischler Schreiner Deutschland. Sonnenschutz Sonnenschutzgläser haben eine Lichtdurchlässigkeit zwischen 50 und 70 Prozent, sie bieten aber keinen Blendschutz. „Bei Fenstern mit Südausrichtung können Sonnenschutzgläser Sinn machen“, sagt Ulrich Tschorn vom Verband Fenster + Fassade (VFF). Aber das ver- ringert bei jeder Witterung den Lichteinfall. Schallschutz An stark befahrenen Straßen können Schallschutzfenster den Lärm abhalten. „Sehr effektiv und nicht allzu teuer sind asymmetrisch aufgebaute Fenster, bei denen die äußere Scheibe dicker ist als die innere“, erklärt Tschorn. Bei anderen Systemen werden die Zwischenräume der Scheibe gedämmt, manchmal mit Gießharzen gefüllt. Aber: Durch die höhere Dichte werden die Scheiben dicker und schwerer, warnt VPB-Experte Weber. Das habe Auswirkungen auf den Bedienkomfort. Er rät daher, sich gut zu überlegen, wo Schallschutz wirklich sinnvoll ist. „An einer viel befahrenen Straße mag es nötig sein, aber Viele Fenster lassen sich bereits zentral und automatisch steuern. Foto: VFF/Somfy vielleicht auch dort nur in einem Raum.“ Sicherheit Auch Einbruchschutz ist nicht bei allen Fenstern gleich wichtig. „Mitten in der Fassade im zweiten Obergeschoss brauche ich häufig kein einbruchhemmendes Fenster“, sagt Spiekers. „Auf der schwer einsehbaren Rückseite des Hauses im Erdgeschoss macht dies hingegen Sinn.“ Kennzeichen von einbruchhemmenden Fenstern sind unter anderem stabile Pilzkopfzapfen, Fenstergriffe mit Drehhemmung, Anbohrschutz am Fenstergriff und Die Polizeiliche Kriminalitätsprävention und des Bundes empfiehlt im privaten Wohnungsbau Fenster der Widerstandsklasse 2. eventuell Verbundsicherheitsglas. der Länder

HANDWERK & WOHNEN 9 Gut auf dem Trockenen sitzen Bodenbeläge aus nachwachsenden Rohstoffen können die Feuchtigkeit aufnehmen, zwischenspeichern und auch wieder abgeben. Fußböden sind große Flächen, die im direkten Austausch mit der Raumluft stehen. „Deshalb sind sie besonders wichtig für das Raumklima, das heißt die Luftfeuchte, die Temperatur der Oberflächen, den Schallschutz und auch für die Qualität der Luft“, erläutert René Görnhardt, Bauberater bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). In diesem Zusammenhang seien vor allem Bodenbeläge aus nachwachsenden Rohstoffen für ihre schönen und angenehmen Oberflächen bekannt. Beim Wohnen entsteht viel Feuchtigkeit: Kochen, Wäsche trocknen, Zimmerpflanzen gießen, Duschen – und auch die Bewohner selbst produzieren viel Wasserdampf. In immer besser abgedichteten Wohnungen bei immer geringeren Luftwechselraten besteht deshalb Schimmelgefahr. Geeignete Materialien können die Feuchtigkeit aufnehmen, zwischenspeichern und wieder abgeben, wenn die Luftfeuchtigkeit durch Luftwechsel sinkt. Bodenbeläge aus nachwachsenden Rohstoffen haben diese Eigenschaft – ein Sisalteppich etwa nimmt in einer Stunde fast viermal so viel Feuchtigkeit auf wie zum Beispiel Beton. Bodenbeläge aus nachwachsenden Rohstoffen sind fußwarm, strapazierfähig und umweltschonend in Produktion und Entsorgung. Insgesamt umfasst die Palette der biobasierten Bodenbeläge Holzdielen und -parkett, Linoleum, Kork und Teppiche aus Naturfasern oder Tierhaaren wie Wolle und Ziegenhaar. Das Deckhaar von Kashmir-Ziegen wird für Ziegenhaar-Teppiche verwendet. Diese binden auch Feinstaub. Foto: Tretford Teppich Dabei kommen die Beläge heute nicht mehr nur im typischen „Öko-Outfit“ daher, vielmehr bieten moderne Produkte eine breite Auswahl an Farben und Designs. Ihre Alltagstauglichkeit wurde in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt. Durch elektrostatische Aufladung werden Staubpartikel in Innenräumen in der Schwebe gehalten. So können sie vermehrt eingeatmet werden – ein Problem besonders für Hausstauballergiker. Materialien aus Info Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziert und bietet neutrale Fachinformationen zum Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen. In der Mediathek dieser Agentur finden sich viele Materialien zum Bauen – so die Broschüre „Ausbauen und Gestalten mit nachwachsenden Rohstoffen“. Internet: mediathek.fnr.de nachwachsenden Rohstoffen bieten hier Abhilfe, da sie sich kaum statisch aufladen. Wer mehr wissen will zum Thema, kann sich an die Bauberatung der FNR wenden: www.fnr.de. djd Fliesen Hüning ANZEIGE Experten für Böden aus Keramik Fliesen Hüning berät mit fachlich versierten Mitarbeitern an den Standorten in Goch, Bocholt und Mülheim. Führende Hersteller beschäftigen heutzutage ganze Heerscharen kreativer Designer und Produktentwickler, immer auf der Suche nach neuen Techniken und Innovationen. Fokus ihrer Arbeit ist die Bestrebung, das natürliche und seit Jahrhunderten bewährte Produkt Keramik und seine Möglichkeiten noch weiter zu verbessern. Bei der Imitation von Holz-, Naturstein- und Metalloptiken sind ihre Versuche besonders von Erfolg gekrönt. Hier ist die Entwicklung inzwischen so weit, dass sich neue Fliesenmodelle optisch und haptisch vom Original kaum unterscheiden, in Haltbarkeit und Funktionalität dem Original aber haushoch überlegen sind. So steigt die Auswahl unterschiedlicher Fliesenmodelle kontinuierlich In seinen Verkaufshäusern bietet Hüning alles, was führende Fliesenhersteller zu bieten haben. ßenflächen mit aktuellen Outdoor-Fliesen. Gut geschulte Fachberater unterstützen gerne bei der Ideenfindung, geben wertvolle Tipps und helfen bei der Planung der neuen Gestaltung bis ins kleinste Detail. Gerne und bietet beste Chancen, seine persönliche Kreativität voll ausleben zu können und jeder Fläche im Haus und im Garten eine ganz eigene Charakteristik und Atmosphäre zu geben. Will man diese aktuelle Vielfalt komplett präsentieren, bedarf es natürlich einer entsprechenden Größe und eines Teams an fachlich versierten Beratern, das sich bestens in der Welt der Fliesen und seinen Möglichkeiten auskennt. Die Ausstellungen von Fliesen Hüning in Goch, Bocholt und Mülheim erfüllen beide Kriterien in Perfektion. Dekorativ, inspirierend und umfassend präsentieren die Verkaufshäuser, was die führenden Fliesenhersteller zu bieten haben. Ergänzt wird diese umfassende Auswahl an Innenfliesen um attraktiv gestaltete Aunimmt man sich bei Fliesen Hüning Zeit für den Kunden, schließlich soll er rundum glücklich sein mit seinen neuen Fliesen. Natürlich ist die Beratung für den Kunden kostenlos, genauso wie das eine oder andere erfrischende Getränk, wenn es mal etwas länger dauert. Fliesen Hüning findet man dreimal in der Nähe: in Goch (Borsigstr. 20-22), in Bocholt (Dinxperloer Str. 331) und in Mülheim (Weseler Str. 41-45). www.fliesen-huening.de

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