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Handwerk ist Zukunft

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Handwerk ist Zukunft LEHRLINGSLOSSPRECHUNG DER KREISHANDWERKERSCHAFT MÖNCHENGLADBACH Ausbildung als Schlüssel der Zukunft Das Mönchengladbacher Handwerk hat nun 253 junge Gesellen mehr. Das Lernen geht aber immer weiter. VON CHRISTIAN LINGEN Als Elyas Arian aus Afghanistan nach Deutschland kam, hatte er den Wunsch, Kraftfahrzeugmechatroniker zu werden. Von überall hörte er, dass er das nicht schaffen werde. Doch der junge Mann biss sich durch, glaubte an seinen Traum und gehört nun den 253 Lehrlingen, die während der Lossprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft in den Räumen der Stadtsparkasse zu Gesellen ernannt wurden. „Mit Willensstärke, Wissen und ein bisschen Glück haben Sie ihr Ziel erreicht. Ihre Ausbildung ist der Schlüssel für die Zukunft“, sagte Gerd Peters, Vizepräsident der Handwerkskammer Düsseldorf. Die Zeit des Lernens ist aber nicht vorbei. Nun gilt es, sich ständig fortzubilden. „Am Anfang ihrer Ausbildung waren viele von euch noch unsicher, ob sie den richtigen Beruf ergriffen haben. Jetzt, drei Jahre später, habt ihr euer Ziel erreicht“, sagte Frank Mund. Der Kreishandwerksmeister kam auf Krücken zum Festakt und zeigte so, dass sich das Handwerk nicht zu verstecken braucht und Schwächen durchaus erlaubt sind. Denn aus ihnen kann man lernen, wie Michael Grosse es in seiner Rede formulierte. Der Generalintendant des Theaters Krefeld und Mönchengladbach rief dazu auf, Mut zu Gefühlen zu haben. Während es in der Wirtschaft ständig um Optimierung gehe, dürfe die Menschlichkeit nicht vergessen werden. Denn in dem, was man macht, solle man aufgehen. Nur so entstehe Leistung – ob im Handwerk oder auf den Brettern des Theaters. „Die Bedeutung des Handwerks ist in unserer Stadt ganz groß“, sagte Sparkassenchef Hartmut Wnuck. Er lobte die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt, zu der das Handwerk einen entscheidenden Teil beitrage. Hans Wilhelm Reiners griff das Thema auf. „Stadtentwicklung hin zu einer attraktiven, wachsenden Stadt geht nur gemeinsam mit dem Handwerk in all seinen Facetten“, sagte der Oberbürgermeister. Er bemängelte den Sie sind die Besten ihres Jahrgangs (cli) Nach der Lossprechung der nun neuen Gesellen ehrte die Kreishandwerkerschaft Mönchengladbach die jeweils besten Absolventen des Jahrgangs. Es sind der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Franz-Simon Lukas (Günter Kloeters), die Bürokauffrau im Handwerk Elcin Sen (H. Schalm GmbH), der Elektroniker für Automatisierungstechnik ZAHLEN UND DATEN Die Absolventen In 20 Berufen haben 253 Lehrlinge ihre Ausbildung absolviert. Am stärksten vertreten sind dabei die Kraftfahrzeugmechatroniker. 44 Absolventen haben in diesem Beruf die Ausbildung geschafft. Bei den Raumausstattern und Zimmerern sind es zwei. Dominik Schmitz (Günter Quade Elektroanlagen GmbH), der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik Marius Hepenstrich (Hepp-Schwamborn GmbH), der Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik Jan Tiskens (GE Grid GmbH), der Informationselektroniker Sven Stevens (Habel Bürotechnik Handelsgesellschaft mbH), der Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker Bei der Lossprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Mönchengladbach standen die Jahrgangsbesten im Mittelpunkt. Für ihre Leistungen wurden sie in besonderer Weise geehrt. FOTO: ISABELLA RAUPOLD Philipp Laars (Reiner Brenner Karosseriebau- und Autolackierungs GmbH), der Kraftfahrzeugmechatroniker Jan Brings (Hermann Lamparter GmbH), der Metallbauer Robert Wittig (Peter Quadflieg), die Raumausstatterin Ricarda Schmidt (Dirk Klomp und Michael Klomp), der Zimmerer Tim Stocks (Udo Peters) und der Tischler Christopher Grumbach (Gert Hochkeppler Ladenbau GmbH). Dritte Kammersiegerin wurde die Tischlerin Carolin Brand (Ulrich Maaßen und Christian Maaßen). Franz-Simon Lukas, der jahrgangsbeste Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, erhielt zudem als Sonderpreis der Schweißtechnischen Kursstätte Mönchengladbach für die beste praktische Leistung bei den Gesellenprüfungen einen hochwertigen Werkzeugkoffer. Fachkräftemangel in vielen Branchen und lobte die Entscheidung der jungen Gesellen, sich für einen Beruf im Handwerk entschieden zu haben. Kreisgesellenwart Markus Bröxkes konnte den Gesellen daher versichern, sich bei der derzeitigen Situation keine Sorgen um die berufliche Zukunft machen zu müssen. Es gibt viele unbesetzte Stellen und in den kommenden Jahren werden immer wieder Unternehmen junge Nachfolger suchen. Musikalisch untermalt wurde die feierliche Lossprechung vom Jugendblasorchester der Musikschule unter der Leistung von John Kikken.

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