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Handwerk und Wohnen -ET 16.08.2017 KEM-

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Handwerk und Wohnen -ET 16.08.2017

Handwerk & Wohnen AB 26. SEPTEMBER 2017 GELTEN SCHÄRFERE REGELN Erhöhte Anforderungen für neue Warmwasser- und Pufferspeicher Warmwasserspeicher speichern warmes Trinkwasser im Haus, bis es gebraucht wird. Da Wärme schnell entweicht, ist ein Qualitätsmerkmal der Speicher ihre Dämmung. VON KATJA FISCHER Es gibt Neuerungen für Bauherren und Sanierer: Ab dem 26. September 2017 gelten verschärfte Mindestanforderungen für Warmwasserspeicher bis zu einem Volumen von 2000 Litern. Sie dürfen nicht mehr so viel Wärme verlieren – daher muss sich die Dämmung der Geräte deutlich verbessern. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erwartet daher, dass die Geräte vermehrt vakuumisoliert werden und die Preise steigen. Künftig wird es auf dem Effizienzlabel für Warmwasserspeicher auch die höhere Klasse A+ geben, sie löst A als Top-Kategorie ab. Die wichtigsten Infos: Was sind Warmwasser- und Pufferspeicher? „Warmwasserspeicher sind ein zentraler Bestandteil einer modernen Heizungs- und Warmwasserversorgung in Wohnund Bürogebäuden“, erklärt Alexander Werner vom Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Die Warmwasserspeicher können unterschiedliche Funktionen erfüllen: In Trinkwarmwasserspeichern wird das im Haushalt benötigte Trinkwasser für das Duschen, Baden oder Kochen erwärmt und vorgehalten. Pufferspeicher gewährleisten die Versorgung mit Warmwasser für die Heizung über einen langen Zeitraum. So kann Wärme aus erneuerbaren Energien und KWK-Anlagen in das System einfließen. Sogenannte Kombispeicher vereinen beide Funktionen. Der Pufferspeicher einer Wärmepumpe hält die Energie für die Gebäudebeheizung vor. Welche Speichergrößen kommen im Privathaushalt vor? Trinkwarmwasserspeicher werden normalerweise in Größen von circa 100 bis 400 Liter installiert. Für die Einbindung einer weiteren Wärmequelle wie Sonnenenergie oder Holz sind größere Speicher mit bis zu 800 Liter Volumen nötig. Pufferspeicher gibt es für den Privatbereich in Größen von rund 400 bis 2000 Litern. Welche Speicher sind von den Neuerungen ab Ende September betroffen? Betroffen davon sind neue Produktionen aller drei Varianten: Puffer-, Kombi- und Trinkwarmwasserspeicher – und zwar mit einem Volumen von bis zu 2000 Liter. Die nun zulässigen Höchstwerte für Wärmeverluste sind abhängig vom Speichervolumen. „Die vorgegebenen Warmhalteverluste sind ambitioniert. Insbesondere bei größeren Speichervolumina werden die Anforderungen zu einer Anhebung des Dämmstandards der marktüblichen Warmwasserspeicher führen“, erwartet Experte Werner. Wichtig: „Die Verschärfung betrifft aber nur die ab „Für bereits in Betrieb befindliche Geräte gibt es keine Nachrüstpflicht“ Frank Ebisch Zentralverband Heizung Klima Sanitär 26. September in Verkehr zu bringenden Produkte. Es besteht keine Nachrüstpflicht“, stellt Frank Ebisch vom Zentralverband Heizung Klima Sanitär klar. Und Lagerware darf noch verkauft werden. Wie kann man eine gute Dämmung bei einem Warmwasserspeicher erkennen? „Ohne Isolierung würde sich der erwärmte Speicher wieder schnell abkühlen“, erklärt BDH-Experte Werner. „Um das zu verhindern, sind Speicher heute mit einer hochwertigen Isolierung aus PU-Schaum, Styropor, Faserflies, Vakuumisolierung oder einer Kombination aus diesen Materialien gedämmt.“ Die Güte der Wärmedämmung kann der Verbraucher auf dem Energielabel für Speichergeräte erkennen: Je kleiner der Wert, desto besser die Isolierung, da der Grad der Wärmedämmung über den sogenannten Wärmeverlustwert definiert wird. Hilft mir bei der Auswahl auch das EU-Energieeffizienzlabel? Ja, das kann einen Hinweis auf Geräte gemäß den neuen Anforderungen bieten. Zur Erläuterung: Das EU-Energieeffizienzlabel gibt es für Wärmespeicher mit bis 500 Liter Volumen seit 2015. „Die Etiketten für Wärmespeicher sind in Klassen von A bis G eingeteilt“, FOTO: BDH berichtet Ebisch. Hier ändert sich nun etwas: Ab Ende September gilt das Label auch für Volumen bis zu 2000 Litern. Die Klasse G entfällt auf dem Etikett, dafür kommt als neue Top-Kategorie A+ hinzu. Doch: Die neuen Mindestanforderungen an die Speicherfähigkeit von Wärme sind so hoch, dass alle Speicher mindestens Klasse C haben müssen. Speicher in den Energieeffizienzklassen D und niedriger sind folglich nicht mehr zulässig. Ist wegen des höheren Dämmaufwands mit höheren Preisen zu rechnen? Davon geht die Verbraucherzentrale NRW aus. BDH-Experte Werner sagt aber: „Der Wettbewerb der Speicherhersteller sorgt dafür, dass die Mehrkosten einer hochwertigeren Dämmung nur unwesentlich an die Kunden weitergegeben werden.“ Frisches Brennholz für den Winter beschaffen Ofenbesitzer sollten ihren Brennholz-Vorrat jetzt aufstocken. Grund: Das Holz muss vor Nutzung erst noch trocknen. VON SIMONE A. MAYER Zur Vorbereitung auf die Heizsaison sollten Ofenbesitzer nun ihre Vorräte an Brennholz aufstocken. Dafür eignen sich fertig zugeschnittene und getrocknete Scheite aus dem Baumarkt und vom Brennholzhändler, erklärt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Wer aber nun selbst das Holz frisch im Wald fällt oder solches erwirbt, sorgt erst für die nächste Heizsaison vor: Die Scheite müssen noch trocknen, bevor sie in den Ofen dürfen. Das kann je nach Größe der Scheite und Holzart etwa zwei Jahre dauern. Bei Holzvorräten, die im Handel erworben werden und in aller Regel nicht mehr frisch sind, empfehlen die Experten ebenfalls, sie noch etwas trocknen zu lassen – daher lohne sich der Kauf rechtzeitig vor der Heizperiode. Feuchtes Holz verbrennt nicht vollständig, was zur Folge hat, dass dabei viele Schadstoffe freigesetzt werden. Diese schaden der Umwelt, aber Brennholz darf einen Feuchtegehalt von maximal 25 Prozent haben. FOTO: MONIQUE WÜSTENHAGEN auch dem Ofen. Vorgeschrieben ist daher ein Feuchtegehalt von maximal 25 Prozent zum Zeitpunkt des Verbrennens. Das entspricht einem Wassergehalt von rund 20 Prozent. Unter dem Wassergehalt versteht man die Masse des Wassers im Holz, bezogen auf die Gesamtmasse. Der Feuchtegehalt steht für die Masse des Wassers, bezogen auf die Trockenmasse des Holzes. Haus & Grund Deutschland empfiehlt sogar einen noch besseren Feuchtegehalt des Holzes von unter 22 Prozent (unter 18 Prozent Wassergehalt), was auch den Voraussetzungen des RAL-Gütezeichens entspreche. Messen lässt sich der Gehalt mit günstigen Geräten aus demBaumarkt. Es gibt aber auch einen Trick, der Ofenbesitzern zumindest einen Anhaltspunkt liefert: Die Probe mit einem Nagel am Holz. Lässt er sich leicht eindrücken, ist das Holz noch feucht. Trocknen sollten die noch frischen Scheite an einem ausreichend großen, luftigen und regengeschützten Platz.

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