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Handwerk und Wohnen -ET 16.08.2017 KEM-

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Handwerk & Wohnen EINRICHTEN MIT FLIESEN Ein Bodenbelag auch für Allergiker Keramische Fliesen bestehen aus natürlichen ineralischen Rohstoffen wie Ton und Kaolin. (djd) Natürlich und wohngesund: So wünschen sich viele Menschen ihr Wohnumfeld. Doch welche Materialien zur Innenraumgestaltung erfüllen diese Wünsche verlässlich und dauerhaft? Bei Wand- und Bodenbelägen etwa lohnt es sich, neben ästhetischen Gesichtspunkten auch ihren Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden unter die Lupe zu nehmen. Keramische Fliesen beispielsweise verhalten sich zur Raumluft komplett neutral. Sie bestehen aus natürlichen mineralischen Rohstoffen wie Ton und Kaolin und dünsten keine schädlichen Substanzen aus. Fliesen sind eine gute Wahl für alle, die auf eine allergikerfreundliche Wohnumgebung achten müssen. Auf ihrer dicht geschlossenen keramischen Oberfläche können sich weder Allergene wie Hausstaubmilben oder Pollen noch Bakterien oder Schimmelpilze festsetzen. Zudem sind Fliesen mit etwas Wasser und normalem Haushaltsreiniger leicht sauber zu halten – ohne aggressive Reinigungsmittel. INFO Lange Haltbarkeit Fliesen deutscher Markenhersteller werden aus regional gewonnenen mineralischen Rohstoffen hergestellt: Ton, Feldspat und Kaolin. Sowohl in der Rohstoffgewinnung als auch der Produktion gelten hohe Umweltstandards: Mit moderner Brenntechnik, effizienten Luftfiltern und geschlossenen Wasserkreisläufen tragen die Hersteller in Verbindung mit kurzen Transportwegen zur weiteren Verbesserung der Umweltbilanz bei. Besonders nachhaltig sind Fliesen aber aufgrund ihrer langen Nutzungsdauer mit bis zu 50 Jahren und noch länger. Vorteilhaft für Menschen mit einer Hausstauballergie ist die Kombination von Fußbodenheizung und Fliese. Durch die gleichmäßige und flächige Beheizung mit vergleichsweise geringen Oberflächentemperaturen um 24 Grad wird wenig Staub aufgewirbelt. Das Institut Bauen und Umwelt (IBU) hat die wohngesunden Eigenschaften der keramischen Boden- und Wandbeläge deutscher Markenhersteller unabhängig überprüft. Laut IBU-Zertifizierung dünsten die Produkte aus den Werken der Mitgliedsunternehmen des Bundesverbands Keramische Fliesen keine umweltund gesundheitsgefährdenden Stoffe aus. Die Nachhaltigkeitszertifizierung des Instituts Bauen Aufgrund ihrer wohngesunden Eigenschaften sind Fliesen ein immer beliebterer Bodenbelag auch im Schlafzimmer. FOTO: DJD/DEUT- SCHE-FLIESE.DE und Umwelt wurde vom Bundesverband Die Verbraucher Initiative mit der Bestnote „Empfehlenswert“ ausgezeichnet. Energieausweise sorgen für Transparenz Den fünfseitigen Ausweis gibt es in zwei Arten: als Bedarfs- und Verbrauchsausweis. (djd) Er soll über die Energieeffizienz von Gebäuden Auskunft geben und ist seit 2007 gesetzliche Pflicht für die Neuvermietung und den Verkauf von Gebäuden: der Energieausweis. Die wichtigsten Kenndaten dieses Dokuments müssen bereits in der Immobilienanzeige genannt werden. Außerdem muss er bei einer Besichtigung vom Eigentümer vorgelegt und bei Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrags im Original oder in Kopie übergeben werden. Den fünfseitigen Energieausweis gibt es in zwei unterschiedlichen Arten: Als bedarfsorientierte Variante enthält er Daten über den Energiebedarf eines Gebäudes. Dabei spielen Gebäudeeigenschaften wie die Geometrie, Charakteristika der Heizungsanlage oder wärmetechnische Details der Gebäudehülle unter Annahme von standardisierten Rahmenbedingungen (Klimadaten, Nutzerverhalten, Raumtemperatur) eine wichtige Rolle. Mit dem Energieausweis lässt sich die Energieeffizienz von Immobilien besser vergleichen. FOTO: TECHEM ENERGY SERVICES Im Gegensatz zu diesem Bedarfsausweis basiert der Verbrauchsausweis auf dem klimabereinigten Energieverbrauch der Hausbewohner für die Warmwasser- und Wärmeerzeugung durch Erdgas, Heizöl, Fernwärme, Strom oder andere verwendete Energieträger in den zurückliegenden drei Jahren. Als Grundlage dienen die entsprechenden Heizkostenabrechnungen. Aus dem verbrauchsorientierten Ausweis lässt sich daher der klimabereinigte Energieverbrauch eines Gebäudes von mindestens drei zurückliegenden Jahren erkennen, während der bedarfsorientierte Energieausweis die Immobilie nach der energetischen Qualität der Gebäudehülle und der Anlagentechnik beurteilt. Gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind die Anzahl der Wohnungen, das Baualter und der Sanierungszustand eines Gebäudes dafür entscheidend, ob ein Verbrauchsausweis ausreicht oder doch ein Bedarfsausweis erstellt werden muss. Für Neubauten ist ein Bedarfsausweis nötig. Dies gilt auch für Bestandsgebäude, die weniger als fünf Wohnungen haben, deren Bauantrag vor dem Stichtag 1. November 1977 gestellt wurde und die seitdem nicht umfassend energetisch saniert worden sind. Die Kosten für diesen Bedarfsausweis sind in der Regel deutlich höher als für den Verbrauchsausweis, der in allen anderen Fällen möglich ist. Energieausweise haben eine Gültigkeit von zehn Jahren. Es lohnt sich jedoch, den Ausweis schon vor Ende der Laufzeit erneuern zu lassen, denn neue Gesetzesvorhaben wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG) könnten in Zukunft die Auflagen für die Ausstellung des Dokuments nochmals deutlich erhöhen.

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