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Handwerk und Wohnen -ET 16.08.2017 NGZ-

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Handwerk und Wohnen -ET 16.08.2017

Rommerskirchen NETTESHEIM BUTZHEIM FRIXHEIM ANSTEL EVINGHOVEN HOENINGEN OEKOVEN ECKUM VANIKUM SINSTEDEN GILL C4 ngz MITTWOCH, 16. AUGUST 2017 MELDUNGEN Museum bietet Katalog zur Ausstellung an SINSTEDEN (NGZ) Bei der aktuellen Ausstellung „Rosskastanien und Hundsrosen – Über die Schönheit und Wirkung von Arzneipflanzen“ arbeitet das Kreiskulturzentrum Sinsteden mit dem Städtischen Museum Schloss Rheydt und dem Botanischen Garten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zusammen. Ein gemeinsamer Katalog zum Preis von 15 Euro ist in Sinsteden zu kaufen. „Cologne Silver Beats“ spielen in Frixheim FRIXHEIM (NGZ) Der „Frixheimer Sommer“ geht in die nächste Runde: Kommenden Samstag, 19. August, spielt die Band „Cologne Silver Beats“ im Garten der Kreuzkirche an der Königsberger Straße 13. Das Konzert beginnt um 15.30 Uhr, geöffnet ist der Garten ab 15 Uhr. Die Veranstalter hoffen, dass auch zu der fünften Veranstaltung der Reihe viele Besucher kommen werden. Oekovener Schützen eröffnen ihren Platz OEKOVEN (NGZ) Zwei Tage bevor das Schützenfest am Samstag, 19. August, offiziell beginnt, werden die Mitglieder der St.-Sebastianus-Bruderschaft bereits morgen um 18 Uhr den Schützenplatz seiner Bestimmung übergeben. Bereits im Juli wurde er fertiggestellt, da Mitglieder, Bürger, Firmen und Institutionen großzügig für die Erneuerung gespendet hatten. Der „Killer Shrimp“ ist Vegetarier Der Erftverband schlug 2012 Alarm, weil ein eingewanderter Krebs die Artenvielfalt empfindlich stören könnte. Doch Forschungen ergeben: Das vermeintlich räuberische Tier ernährt sich in der Erft und im Gillbach vegetarisch. VON WILJO PIEL Fischen nach einem vermeintlichen Räuber. Der Höckerflohkrebs hat umfangreiche Untersuchungen in Gang gesetzt – mit einem unerwarteten Ergebnis: Das Tier ernährt sich vegetarisch. FOTOS (2): U. ROSE wehr an der Erprather Mühle in Neuss eine Verbreitung des Krebses in Richtung Mündung verhindern könnte – doch vergebens. Mittlerweile ist das Tier bis nach Grevenbroich vorgedrungen und im Gillbach weiter nach Süden. Doch Grund zu großer Sorge besteht jetzt offenbar nicht mehr. „Mittlerweile ist die Wissenschaft in Sachen Höckerflohkrebs einen Schritt weiter“, sagt Rose. Forschungen – unter anderem der Universität Koblenz-Landau – ergaben, dass der „Killer Shrimp“ so mörde- Der winzige Höckerflohkrebs – auch „Killer Shrimp“ genannt – hat sich in Erft und Gillbach ausgebreitet. ROMMERSKIRCHEN Lange Zeit bereitete ein winziges Tier dem Erftverband große Sorgen. Der gerade einmal 20 Millimeter kleine Höckerflohkrebs stand jahrelang im Verdacht, sich in der Erft auszubreiten und dort seine einheimischen Artgenossen unersättlich zu vertilgen. Das brachte ihm den unrühmlichen Namen „Killer Shrimp“ ein. Mittlerweile wissen die Bergheimer Gewässerexperten: Ein blutrünstiger Mörder ist er nicht, der Höckerflohkrebs. Im Gegenteil. Das ist auch für Rommerskirchen eine gute Nachricht, denn inzwischen ist das Tier auch im Gillbach zu Hause, es hat zudem das Wehr in Langwaden überwunden und ist weiter nach Süden nach Rommerskirchen vorgedrungen. Stellenweise tummeln sich in den Gewässern bis zu 100 Exemplare pro Quadratmeter. Das Tier stammt ursprünglich aus dem kaspischen Raum. In den Ballasttanks von Schiffen ist es vermutlich über die Donau in den Rhein gelangt. Zum Anfang des Jahrtausends machte sich der Krebs allmählich auch in den Nebengewässern des Stroms breit – und Udo Rose vom Erftverband schlug 2012 Alarm. „In einem Neusser Abschnitt des Flusses trat der Höckerflohkrebs massiv auf. Ebenfalls im Gillbach, dort hatte er sich in südlicher Richtung bis Langwaden ausgebreitet. Wir befürchteten, dass er wegen seiner Gefräßigkeit die Artenvielfalt in den beiden Flüssen empfindlich stören könnte“, sagt der Biologe. Die Sorge war gerechtfertigt. Denn der „Killer Shrimp“ – das ergaben Forschungen unter Laborbedingungen – griff in den Aquarien des Erftverbandes hemmungslos heimische Bachflohkrebse, Asseln und andere kleine Wasserlebewesen an. „Er knackte sogar Schnecken und vertilgte sie“, schildert Udo Rose. Damals hatte der Biologe noch die Hoffnung, dass das Erftrisch gar nicht ist. „Der Name wurde ihm in der ersten Aufruhr, in einer Art Hysterie verpasst. Jetzt gehen wir davon aus, dass der Krebs in der Erft nicht als der große Räuber auftritt, sondern hauptsächlich als Vegetarier“, sagt Rose. „Er ernährt sich von verrotteten Blättern und von allem, was im Fluss wächst oder in ihn hineinfällt.“ Da bei den Experimenten in den Aquarien zwar heimische Kleinlebewesen, aber keine Pflanzenreste vorhanden waren, habe sich der Krebs über alles hergemacht, was ihm nicht entwischen konnte. „Er hatte halt Hunger“, sagt Rose. Unter natürlichen Bedingungen lebe das Tier in einer Co-Existenz mit anderen Arten. Das gilt für Erft und Gillbach. Im Rhein verhält sich der „Shrimp“ etwas anders. Dort vertilgt er neben Pflanzenresten hauptsächlich größere Mengen eines anderen eingewanderten Flusskrebses, „Echinogammarus ischnus“. Warum er im Strom als Allesfresser und damit weitaus aggressiver als im Nebenfluss auftritt, ist eine noch offene Frage. „Das könnte mit den unterschiedlichen Strukturen der Gewässer zusammenhängen“, sagt Udo Rose. „Das ist nur eine Vermutung.“ Zum theoretischen Teil der Höckerkrebs-Forschung gehört auch, dass der „Shrimp“ zwar ein Einwanderer ist – aber möglicherweise einer, der wieder nach Hause kommt. „In der Eiszeit sind fast alle Arten ausgestorben, auch die kleinen Flusskrebse“, berichtet Rose. „Es dauert lange, bis dass sie wiederkommen, das ist ein natürlicher Prozess.“ Dass der vegetarische Höckerflusskrebs dafür verantwortlich ist, dass die um sich greifende Muschelblume – eine tropische Pflanze, die sich in der Erft ausbreitet – weniger geworden ist, glaubt Rose jedoch nicht. „Die Erft ist durch die Umverteilung von Sümpfungswässer aus dem Tagebau im Winter um ein, zwei Grad kälter geworden. Vielleicht ist das der Grund.“ Handwerk & Wohnen EINRICHTEN MIT FLIESEN Ein Bodenbelag auch für Allergiker Keramische Fliesen bestehen aus natürlichen mineralischen Rohstoffen wie Ton und Kaolin. (djd) Natürlich und wohngesund: So wünschen sich viele Menschen ihr Wohnumfeld. Doch welche Materialien zur Innenraumgestaltung erfüllen diese Wünsche verlässlich und dauerhaft? Bei Wand- und Bodenbelägen etwa lohnt es sich, neben ästhetischen Gesichtspunkten auch ihren Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden unter die Lupe zu nehmen. Keramische Fliesen beispielsweise verhalten sich zur Raumluft komplett neutral. Sie bestehen aus natürlichen mineralischen Rohstoffen wie Ton und Kaolin und dünsten keine schädlichen Substanzen aus. Fliesen sind eine gute Wahl für alle, die auf eine allergikerfreundliche Wohnumgebung achten müssen. Auf ihrer dicht geschlossenen keramischen Oberfläche können sich weder Allergene wie Hausstaubmilben oder Pollen noch Bakterien oder Schimmelpilze festsetzen. Zudem sind Fliesen mit etwas Wasser und normalem Haushaltsreiniger leicht sauber zu halten – ohne aggressive Reinigungsmittel. INFO Auf der dichten keramischen Oberfläche können sich weder Allergene noch Bakterien festsetzen Lange Haltbarkeit Fliesen deutscher Markenhersteller werden aus regional gewonnenen mineralischen Rohstoffen hergestellt: Ton, Feldspat und Kaolin. Sowohl in der Rohstoffgewinnung als auch der Produktion gelten hohe Umweltstandards: Mit moderner Brenntechnik, effizienten Luftfiltern und geschlossenen Wasserkreisläufen tragen die Hersteller in Verbindung mit kurzen Transportwegen zur weiteren Verbesserung der Umweltbilanz bei. Besonders nachhaltig sind Fliesen aber aufgrund ihrer langen Nutzungsdauer mit bis zu 50 Jahren und noch länger. Vorteilhaft für Menschen mit einer Hausstauballergie ist die Kombination von Fußbodenheizung und Fliese. Durch die gleichmäßige und flächige Beheizung mit vergleichsweise geringen Oberflächentemperaturen um 24 Grad wird wenig Staub aufgewirbelt. Das Institut Bauen und Umwelt (IBU) hat die wohngesunden Eigenschaften der keramischen Boden- und Wandbeläge deutscher Markenhersteller unabhängig überprüft. Laut IBU-Zertifizierung dünsten die Produkte aus den Werken der Mitgliedsunternehmen des Bundesverbands Keramische Fliesen keine umweltund gesundheitsgefährdenden Stoffe aus. Die Nachhaltigkeitszertifizierung des IBU wurde vom Bundesverband Die Verbraucher Initiative mit der Bestnote „Empfehlenswert“ ausgezeichnet. Aufgrund ihrer wohngesunden Eigenschaften sind Fliesen ein immer beliebterer Bodenbelag auch im Schlafzimmer. FOTO: DJD/DEUT- SCHE-FLIESE.DE

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