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Handwerk und Wohnen - Geldern 20.09.2017

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2 HANDWERK & WOHNEN

2 HANDWERK & WOHNEN Inhalt Bessere Details, mehr Features: Trends von der IFA Hausgeräte können immer mehr................................... 4 Das Bad wird smart Im Bad zieht zunehmend Wellness ein .......................... 5 Softe Kunstwerke für den Boden Teppiche sind neue Stars beim Einrichten ..................... 6 Gute Materialien für das Kinderzimmer So vermeidet man potenzielle Gefahrenquellen ............. 8 Plötzlich cool – rosa Möbel erobern den Markt Die Designer haben diese Farbe wiederentdeckt........... 10 Einbrechern das Leben schwer machen Das Netzwerk „Zuhause sicher“ hilft dabei .................. 11 Wie die Polizei beim Einbruchschutz hilft Ein Kriminalkommissar macht Hausbesuche.............. 12 So findet man den passenden Energieberater Auf dem Markt tummeln sich viele Anbieter ................ 14 Den Kosten den Stecker ziehen Mit ein paar Tricks lässt sich gut Strom sparen ............ 15 Mit Herbstlaub einen Komposthaufen anlegen Wie wertvoller Mulch und Dünger entsteht ................. 16 Gartenaktivitäten im Herbst und Winter So wird der Garten winterfest gemacht ........................ 17 Federborstengras für die kalte Jahreszeit Dieses Herbstgras gibt es in zwei Arten......................... 18 Holzböden schmeicheln auch den Ohren Parkett ist ideal für Musikräume................................. 19 Mut zu Farben Ein Malermeister gibt Tipps ........................................ 20 Schmuckstücke im Rahmen Bei Türen hat sich einiges getan .................................. 21 Tipps zum Küchenkauf Eine Acht-Punkte-Checkliste hilft................................ 22 Kuscheliges für daheim Schon kleine Dinge sorgen für Gemütlichkeit............... 23 Möbel aus Kork Das Material ist für Wohnprodukte sehr gefragt .......... 24 Kleine Sofas feiern Comeback Der Trend geht hier zu kleineren Möbeln..................... 25 Wärme aus der Erde Wärmepumpen müssen zum Haus passen .................. 26 Handwerkerkosten von der Steuer absetzen Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe informiert.................... 27 Außenhülle des Hauses überprüfen Risse im Putz sind gefährlich....................................... 28 Dachrinnen regelmäßig reinigen Gerade im Herbst drohen sonst große Schäden ............ 29 Neue Raumteiler – nicht nur praktisch, auch schön Raumteiler erfüllen mehrere Funktionen .................... 30 Impressum EXTRA Handwerk & Wohnen Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf. Geschäftsführer: Dr. Karl Hans Arnold, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Johannes Werle, Tom Bender (verantwortl. Anzeigen) ruck: Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Anzeigen: Kontakt: Melanie Herfurth, 0211 505 2411, E-Mail: melanie.herfurth@rheinische-post.de edaktion: Rheinland Presse Service GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Mario Emonds Kontakt: Telefon 0211 528018-0, E-Mail: redaktion@rheinland-presse.de itelfoto: Kerkez/Thinkstock Der Heizölkessel sollte möglichst frei von Ruß sein. Der Schornsteinfeger hat das und die Kontrolle der Brennerdüse im Blick. Foto: Schornsteinfegerhandwerk Jetzt die Heizung überprüfen So etwas geschieht gerne am kältesten Wochenende des Jahres oder gar am Weihnachtsabend: Die Heizung fällt aus. Das lässt sich nicht mit Sicherheit vermeiden. Aber so mancher Schwachpunkt könnte bei einer Prüfung der Anlage vor der Heizperiode entdeckt werden. Das ist für Hausbesitzer am besten ein wiederkehrender Termin jedes Jahr: Vor den kalten Tagen sollte die Heizung gewartet und gereinigt werden. Der Grund liegt auf der Hand: Sie darf nicht am kältesten Tag des Jahres ausfallen. Und besonders bei älteren Heizungen ist die Wartung für einen sicheren und energieeffizienten Betrieb notwendig. Schritt 1: Anlage begehen Heizungsanlagen laufen in den meisten Haushalten das ganze Jahr über, weil sie für das Warmwasser genutzt werden. Trotzdem sollten Hausbesitzer vor der Heizperiode die gesamte Anlage einmal gründlich in Augenschein nehmen, auch das verzweigte Rohrsystem. „Es ist darauf zu achten, dass nichts verstellt und zugehängt ist und man im Notfall gut herankommt“, rät Matthias Wagnitz vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Für einen tiefergehenden Heizungscheck sollte dann ein Fachmann herangezogen werden. Schritt 2: Wasserdruck in der Heizung überprüfen Der Druck lässt sich am Manometer der Heizungsanlage ablesen. „Ist er zu gering, weist das auf einen Wasserverlust hin“, erklärt Wagnitz. „Einige Heizkörper im Haus bleiben dann kalt, weil zu wenig warmes Wasser bei ihnen ankommt. Der Unterdruck zieht Luft ins System, was langfristig zu Korrosionsschäden führen kann.“ Eine gewisse Leckage von einem halben Liter Wasser sei normal, sagt Wagnitz. Geht aber viel mehr Wasser verloren, muss ein Fachmann die Ursache ermitteln. Schritt 3: Entlüften und Wasser nachfüllen Auf zu viel Luft weist ein Gluckern in den Heizkörpern hin – oder wenn sich die Wärme am Heizkörper nicht gleichmäßig verteilt. „Dann muss die Luft herausgelassen und Wasser aufgefüllt werden“, erläutert Wagnitz. Um die Luft aus den Heizkörpern zu lassen, wird mit einem Vierkantschlüssel oder einer Zange das Entlüftungsventil am Heizkörper geöffnet. Meist befindet es sich an der Seite. Das Ventil so lange offen lassen, bis Wasser statt Luft entweicht. Die Flüssigkeit mit einer Schüssel auffangen. Um den daraus vielleicht folgenden Wassermangel ausgleichen, ist Trinkwasser nur bedingt geeignet. Besser ist enthärtetes oder entsalztes Wasser. Schritt 4: Reinigen des Heizkessels Der Heizkessel ist das Herzstück der Anlage. Um die Verbrennungsprozesse zu optimieren und die Abgastemperaturen zu senken, muss er möglichst rußfrei sein. „Sonst entweicht die Wärme gleich wieder durch den Schornstein“, erklärt Alexis Gula vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. Wird eine nur ein Millimeter starke Rußschicht entfernt, sinkt die Abgastemperatur schon um 30 bis 40 Grad. Schritt 5: Brennerdüse gegebenenfalls austauschen lassen Neben den Ablagerungen von Ruß hat der Fachmann die Brennerdüse im Blick. Sie ist ein Verschleißteil, das ab und zu ausgetauscht werden muss. Der Fachbetrieb muss die Heizung so einstellen, dass die vorgeschriebenen Abgaswerte eingehalten werden. Temperatur sowie CO 2 - und Sauerstoffgehalt müssen stimmen. „Für die Betriebs- und Brennsicherheit ist besonders bei Gas- und Ölkesseln außerdem der Kohlenmonoxidgehalt des Abgases ein entscheidender Faktor. Der muss passen, sonst kann es zu Vergiftungen kommen“, warnt Gula. Von Katja Fischer

4 HANDWERK & WOHNEN Bessere Details, mehr Features: Trends von der IFA Ob Kühlschrank, Wäschetrockner oder Ofen – Hausgeräte können immer ehr, bringen immer bessere Ergebisse und werden immer schlauer. Auf der Elektronikmesse IFA in Berlin Anfang dieses Monats wurden jede Menge Innovationen vorgestellt. Bosch Hausgeräte gibt nun auch den neuen Herden und Backöfen der Serie 6 die von der Premiumlinie schon bekannten Sonder-Features wie Bratenthermometer, Dampfunterstützung und Assistenzfunktion für das Garen. Foto: Bosch VON SIMONE ANDREA MAYER Kühlschrank und Herd lassen sich nicht neu erfinden. Und doch sind selbst an solchen Alltagsgeräten immer noch Verbesserungen möglich. Hier eine Übersicht: Erweiterungen Viele Innovationen bekommen zuerst die Geräte im teureren Premiumbereich. Aber nach und nach geben Hersteller diese auch an Waschmaschine, Herd und Co. in der mittleren Preisklasse weiter. So hat Bosch Hausgeräte bekanntgegeben, dass künftig auch neue Herde und Backöfen der Serie 6 mit Bratenthermometer, Dampfunterstützung und einer Assistenzfunktion für das Garen ausgestattet sein werden. Auch die Serien 4 und 2 erhalten teilweise die Features. Vernetzung Auch die Vernetzung der Geräte schreitet voran: Nicht nur viele neu in den Handel gebrachte Geräte sind per Smartphone und Tablets steuerbar, inzwischen werden auch bereits erhältliche Gerätelinien entsprechend aufgerüstet. So kündigte Liebherr an, dass sich 120 Kühlgeräte künftig über eine App steuern lassen. Darüber kann der Nutzer Statusinformationen abfragen sowie eine Kamera im Geräte-Inneren steuern. Bilder sollen beim Einkaufen zeigen, was im Kühlschrank aktuell fehlt. „Der geringe Marktanteil der vernetzten Geräte geht auch darauf zurück, dass das bisher den absoluten Premiumbereich betraf“, erläutert Kirk Mangels von der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche. „Vielfach wird nun die Mittelklasse aufgerüstet, teils sogar Einstiegsgeräte.“ Detailarbeit Die Hausgeräte sollen noch besser werden. Daran basteln die Designer von Jahr zu Jahr – und so nehmen sich die Hersteller den verschiedenen Nischen-Problemen bei der Bedienung an. Siemens zum Beispiel verbesserte bei seinem neuen Wäschetrockner der Avantgarde- Reihe die Selbstreinigung des Kondensators. Nach jedem Gang wird das Flusensieb automatisch gespült, und die Fusseln landen komprimiert in einem Depot. Nur noch etwa alle 20 Trocknungszyklen sei das Leeren dadurch nötig. Bauknecht stellte eine neue Waschmaschinen-Linie namens BK 1000 vor. Hier wurde die Steuerung des Motors und dadurch der Trommel präzisiert. Diese beherrscht nun acht verschiedene Bewegungen, was eine Vielzahl von Flecken bei niedrigen Temperaturen entfernen soll. „Wenn man sich das Resultat ansieht – also etwa 120 Kühlgeräte von Liebherr lassen sich künftig über eine App auf Smartphone oder Tablet ansteuern. Foto: Liebherr sauberes Geschirr – dann ist bereits ein sehr hoher Funktionalitätsgrad erreicht“, erläutert Branchenexperte Mangels. „Aber inzwischen können die Maschinen zum Beispiel auch Plastikgeschirr trocknen oder Töpfe mit eingebrannten Resten besser reinigen. Und man muss keine Weingläser mehr mit der Hand spülen.“ Optik Die Branche will weg von den weißen Kästen. Bosch Hausgeräte zum Beispiel stellte für seinen Vario Style Kühlschrank einfach wechselbare Türen in 13 Farben vor, sechs weitere werden folgen. Der Austausch soll ohne Werkzeug und innerhalb von Sekunden möglich sein, kündigte das Unternehmen an. Die Farbpalette erstreckt sich von Bei der Waschmaschine BK 1000 von Bauknecht wurde unter anderem die Steuerung des Motors präzisiert. Foto: Bauknecht Sonnenblumengelb über Kirschrot bis hin zu Cappuccino, Steingrau und Perlnachtblau. „Vor allem Farbe wird nun stärker eingesetzt“, erwartet Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+ für die gesamte Palette der Hausgeräte. Lange Zeit war das eher eine Spielerei. „Jetzt wirkt das viel hochwertiger“, ergänzt Oberascher. Auch wenn nicht alle Designer auf Farbe setzen, kaum eine Firma entzieht sich derzeit der Entwicklung zu einer neuen Optik der Geräte. „Es ist deutlich bemerkbar, dass Wert auf eine eigene Designsprache Mangels. Denn gerade in kleineren Wohnungen und Häusern stehen viele Waschmaschinen und Trockner auch in der Küche – und dürfen hier gerne ein wenig mehr hermachen als in der Wäschekammer. Und in größeren Küchen geraten Backöfen und Co zunehmend ins Blickfeld, da sie nicht mehr im unteren Bereich der Küchenzeile, sondern auf Augenhöhe zu finden die Hersteller zunehmend legen“, berichtet sind.

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