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Handwerk und Wohnen - Geldern 20.09.2017

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HANDWERK & WOHNEN 7

HANDWERK & WOHNEN 7 Marquina sagt, dass sich das Image eines Teppichs durch die Verknüpfung mit einem großen Namen auflädt. Einen Teppich kann man, wenn er mit einem bekannten Designer in Verbindung gebracht wird, besser verkaufen“, erklärt sie. „Schließlich bekommt man dafür größere Aufmerksamkeit. Und Türen, die sonst geschlossen bleiben, öffnen sich plötzlich. Aber allein der Name reicht nicht, der Entwurf und die Qualität müssen natürlich stimmen.“ Auch das Label Danskina setzt auf die kreativen Fähigkeiten der Bouroullec-Brüder. In Mailand wurde ihr Entwurf namens Semis aus handgesponnener tibetanischer Wolle präsentiert. Zwei Jahre haben die Designer an dem Textilbelag gearbeitet, bei dem es um ein harmonisches Miteinander von Punkten und Haptik geht. Die Punkte sind geometrisch angeordnet. Durch Variationen in Dichte und Tiefe der geknoteten Oberfläche entstehen unterschiedliche Rhythmen. Das Ganze ähnelt Luftbildaufnahmen von Pflanzen auf einem Feld. Die niederländische Designerin Hella Jongerius gestaltet ebenfalls Teppiche für Danskina. Bei der Cross Collection ist die Oberfläche perforiert – eine besondere Herausforderung für Kreative. Eine Kombination von Wolle und Viskose wurde extra ausgetüftelt, diese schimmert und lässt die Oberfläche lebhafter erscheinen. Zusätzlich wurde für die Rückseite aus Filz ein spezielles Anti- Rutsch-Spray entwickelt. „Was wir machen, ist schon fast eine kleine Ingenieursleistung“, findet Jongerius. „Für uns selbst ist es fast nicht zu glauben, wie oft wir einen Entwurf bearbeiten müssen, bevor er wirklich ein fertiges Produkt ist.“ Vor allem bei handgeknüpften Teppichen ging es stets darum, nicht nur zu schmücken, sondern auch Geschichten zu erzählen. Tiere und Pflanzen finden sich ebenso auf den edlen Stücken wie historische Ornamente. Auch hier tut sich was – ohne dass Traditionen verloren gehen. Zum Beispiel der Berliner Teppichdesigner Jürgen Dahlmanns und sein Label Rug Star lassen Koi-Karpfen über den Boden schwimmen. Oder sie lassen sich von 400 Jahre alten indischen Zeichnungen inspirieren. Fast zu einem Kunstwerk wird ein Teppich durch die Technik Tufting, der sich Dahlmann auch widmet. Auf seinem New Classic Mughal heben sich dadurch florale Motive dreidimensional vom dunklen Hintergrund ab. Die Modelle von Hossein Rezvani mit ungewöhnlichen Farbkombinationen und geometrischen Linien hingegen stehen für modernes Design aus dem Iran. Entworfen werden sie am Computer am Fir- Die handgeknüpften Teppiche von Hossein Rezvani stehen für modernes Design aus dem Iran. Foto: Rezvani mensitz in Hamburg, werden dann übermittelt an Teppichzeichner imIran. Sie skalieren die wie Pixel aufgebauten Bilder auf die jeweils gewünschte Teppichgröße. Knapp dreieinhalb Monate brauchen Knüpfer anschließend für einen circa sechs Quadratmeter großen Teppich aus persischer Hochlandwolle und Seide mit mehr als 400.000 Knoten pro Quadratmeter. ANZEIGE PORTRÄT Fliesen Zwanziger Ein neues Zeitalter beginnt Im Oktober will Fliesen Hüning seinen neuen Standort in Goch eröffnen. Seit Ende August läuft der Komplettumbau von Fliesen Zwanziger auch Hochtouren. Die Partnerschaft bringt viele Vorteile für die Kunden. Wer in den vergangenen Wochen über die Borsigstraße durch das Gocher Gewerbegebiet West gefahren ist, dem wird das geschäftige Treiben bei Fliesen Zwanziger nicht entgangen „Der richtige Partner, um den steigenden Kundenansprüchen an Qualität, Auswahl, Service und Leistung gerecht zu werden.“ Jürgen Zwanziger sein. Seit Ende August läuft der Komplettumbau auf Hochtouren, vieles ist bereits fertig. „Nichts bleibt beim alten, die Ausstellung ist von Grund auf eu“, berichtet Jürgen Zwanziger, der sein allseits bekanntes Fliesenfachgeschäft für die Zukunft rüsten will. Aus einer Vielzahl interessanter Ideen nd Konzepte entschied er sich für die Kooperation mit einem starken Partner, Fliesen Hüning aus dem nahen Bocholt. „Mit Fliesen Hüning habe ich den Partner gefunden, der es mir ermöglicht, den steigenden Kundenansprüchen an Qualität, Auswahl, Service und Leistung jetzt und in Zukunft gerecht werden zu können“, resümiert Jürgen Zwanziger seine Entscheidung. Und tatsächlich erfüllt Fliesen Hüning die hoch Seit 50 Jahren erfolgreich am Markt: Hier das Fliesen Hüning Stammhaus in Bocholt mit großem Logistikzentrum. gesteckten Anforderungen des Gocher Fliesenspezialisten in fast idealer Weise. Vom Stammsitz Bocholt aus steuert Jürgen Zwanziger (rechts) mit Lichtexperte Dirk Elskamp bei der Planung der neuen Verkaufsraumbeleuchtung. Fliesen Hüning erfolgreich seine modernen Ausstellungen in Düsseldorf, Mülheim und Bocholt. Seit über 50 Jahren am Markt, hat Hüning sich einen hervorragenden Ruf als Partner zahlloser Endverbraucher, Fliesenleger, Bauträger sowie Architektenbüros gemacht. „Wir freuen uns, vom neuen Standort Goch aus unseren zahlreichen Kunden vom linken Niederrhein noch näher zu kommen“, strahlt Roland Hüning, Geschäftsführer des Bocholter Traditionsunternehmens. „Und mit Jürgen Zwanziger konnten wir einen versierten Fliesen- Fachmann gewinnen, der unsere Unternehmensphilosophie optimal umsetzt und aus zahlreichen Kunden echte Hüning- Fans macht.“ Läuft alles nach Plan, kann Jürgen Zwanziger mit seinem Team schon Anfang Oktober das neu gestaltete Fliesenhaus eröffnen. Dann zwar unter dem neuem Namen Fliesen Hüning, aber mit altbewährtem Elan, Einsatz und Engagement. Kontakt Fliesen Hüning OHG Dinxperloer Straße 331 46399 Bocholt Spork Telefon: 02871/27820 Ab Oktober auch: Borsigstraße 20-22, 47574 Goch Telefon: 02823 3794 info@fliesen-huening.de www.fliesen-huening.de

8 HANDWERK & WOHNEN Ausstellung – Beratung – Verlegung www.fliesenzentrum-Lang.de Spielen, toben, glücklich sein: Kinder sollen sich in ihren Zimmern wohlfühlen – und Eltern sollten keine Sorgen um deren Gesundheit haben müssen. Foto: DGM Gute Materialien für das Kinderzimmer Selbst im eigenen Haus gibt es die ein oder andere Gefahrenquelle für den Nachwuchs – so die Möbel im Kinderzimmer. Sind die Sorgen berechtigt? Was ist gut? VON JULIANE MATTHEY Kleine Kinder verbringen 90 Prozent des Tages in Innenräumen, einen großen Teil davon in ihrem Zimmer. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sie dort weder schädlichen Stoffen noch vermeidbaren Gefahren ausgesetzt sind. Mit den richtigen Materialien für Möbel, Böden und Wände können Eltern beidem vorbeugen und dafür sorgen, dass alles möglichst lange dem Spielen und Toben standhält. „Schadstoffe sind für kleine Kinder besonders problematisch, weil sie viel mehr davon aufnehmen als Erwachsene“, sagt Johanna Hausmann, Projektmanagerin beim Umweltnetzwerk Women in Europe for a Common Future. Denn kleine Kinder atmen schneller, ihre Haut ist dünner und durchlässiger. Und sie nehmen vieles in den Mund. Doch wie findet man heraus, ob ein Möbelstück, eine Wandfarbe oder ein Bodenbelag schadstoffarm ist? Man kann sich an groben Richtwerten zu den verwendeten Materialien orientieren. Bei Möbeln ist eine grundlegende Entscheidung: Massivholz oder Pressspan? Bei Pressspan sei die Gefahr, dass Formaldehyd enthalten ist, größer als bei Vollholz ohne Klebemittel, sagt Chemikalienexpertin Hausmann. Vollholz könne aber mit Bioziden belastet sein, auch auf den Lack müsse man schauen. Eine gute Wahl seien Second- Hand-Möbel, da bei ihnen eventuelle Belastungen schon verflogen sind. Wandfarben sollten möglichst wenig Lösungsmittel enthalten. Ganz ohne kommen viele mineralische Silikatfarben auf Mineralbasis aus. Susanne Woelk von der Aktion Das Sichere Haus empfiehlt als Alternative ungestrichene Papiertapeten. Beim Boden gibt es ein absolutes No-Go: PVC enthält viele Weichmacher wie Phthalate, warnt Hausmann. Bestimmte Phthalate stehen im Verdacht, die Fortpflanzung zu gefährden. Linoleum dagegen sei weitgehend unbedenklich, da es aus natürlichen Materialien wie Leinöl, Kork und Jute besteht, sagt Woelk. „Allerdings riecht es am Anfang stark.“ Hausmanns Favoriten sind Holzdielen oder Teppichböden aus zertifizierter Wolle. Auch viele Sicherheitsrisiken und Abnutzungserscheinungen können Eltern minimieren, wenn sie die richtigen Materialien wählen. Beim Bodenbelag gibt es hierzu nicht die eine ideale Lösung, in puncto Sicherheit und Belastbarkeit hat alles seine Vorund Nachteile: Jörg Schriever, Kinderarzt und Unfallexperte beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, plädiert für einen weichen, federnden Boden. Kork etwa sei geeignet, aber auch Teppichboden. Bei Teppichen sollte man darauf achten, dass hohe Kanten Stolperfallen sind. In puncto Brandgefahr sei Polyester besser als schnell brennende Baumwolle, ergänzt Sicherheitsexpertin Woelk. Teppiche als Staubfänger sehen beide nicht als Problem an. Ein Kinderzimmer sollte nicht zu steril sein, damit die Abwehrkräfte gestärkt werden. Anders ist das allerdings bei Kindern mit Hausstauballergie: Für sie seien die leicht zu pflegenden Materialien Parkett und Laminat ideal, sagt Woelk. Und unlackiertes Holz verzeiht zudem auch beim Boden so manche Schramme. Ein großer Vorteil von Möbeln aus naturbelassenem Massivholz ist, dass man sie unkompliziert abschleifen kann. Nicht nur hässliche Macken und gefährliche Splitter verschwinden so unkomplizierter als bei Spanplatten. Auch könne man die Ecken und Kanten von Holzmöbeln so abschleifen, dass sich die Kinder nicht an ihnen

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