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Handwerk und Wohnen Viersen

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8 HANDWERK & WOHNEN Neue

8 HANDWERK & WOHNEN Neue Helfer in der Küche Das erste Stück der Lasagne ist schwer aus der Form zu bekommen. Und der Strunk von Erdbeeren lässt sich schwer entfernen. Pfiffige Lösungen für kleine Alltagsärgernisse. VON SIMONE A. MAYER Es gibt eigentlich alles auf dem Küchenmarkt – denkt man. Und doch gelingt es Designern von Küchenutensilien, jedes Jahr Produkte für Probleme oder Schwierigkeiten beim Kochen neu zu erfinden. Meist handelt es sich dabei um „sehr einfache, mechanische Dinge, die aber gut durchdacht sind und die dem Verbraucher einen klaren Vorteil bieten“, sagt Industriedesigner Sebastian Bergne. Eine Auswahl pfiffiger Ideen. Fischfilet-Schäler Viele können einen Fisch nicht so filetieren, dass das Überbleibsel in der Pfanne nicht Hackfleisch ähnelt. Und gerade kleine Fische wie Sardellen und Sardinen sind ein Problem. Eine einfache Lösung d hat die Firma Triangle: Filetto sieht aus wie ein simpler Gurkenschäler, doch statt der Klingen ist ein einzelner Edelstahldraht gespannt. Man nutzt das Gerät in gleicher Weise für den Fisch, wie man Gurkenschäler verwendet: Man zieht den Schäler hinter der Kieme beginnend und über der Mittelgräte durch den Fisch und löst somit das Filet so ab, wie man eine Gurkenschale abziehen würde. Soßenverteiler für den Pizzaboden Beim Sauce Roller von Lékué SL handelt es sich um einen Löffel mit einem Loch in der Kelle, in der eine kleine bewegliche Kugel steckt. Dadurch läuft die Soße zwar aus, aber nicht alles auf einmal. Denn die Drehbewegung der Kugel, mit der man über den- Teig rollt, dosiert sie portionsgerecht. Erdbeerstrunk-Entferner Wer drei, vier Kilogramm Erdbeeren auf der Plantage selbst erntet, mag es kennen: Die Blätter der Erdbeeren sind nicht gerade leicht abzurupfen. Und man kann den Strunk nicht abpulen, ohne sich die Hände schmutzig zu machen. Für dieses Problem hat Koziol eine Zange zum Entfernen der Erdbeerblätter erfunden – und diese Bea getauft. Salatwasch-Rassel Drop von Rig-Tig verspricht einfacheres Abwaschen von Salaten, Kräutern und anderen Lebensmitteln. Sie kommen in ein verschließbares Sieb in Rasselform. Beim Herausschütteln des Wassers fällt kein Blatt herunter. Zudem ist der Griff des rasselförmigen Siebes ein Rohr. Dieser lässt sich direkt an den Hahn heben – somit geht auch alles Wasser durch das Sieb. Der Babette Steel von Grip Group hält den Probierlöffel, wenn er nicht gebraucht wird. Der Erdbeerstrunkentferner Bea von Koziol hilft beim Entfernen der Blätter an den Früchten. Fotos: dpa/tmn Der Lasagne-heber der Serie Clever Cooking von Villeroy & Boch wird mitgebacken.Das erste Stück des Auflaufs lässt sich dann problemlos herausheben. Foto: dpa/tmn chen – man muss also warten, bis sie anschmilzt. Abhilfe schafft das Messer Spreadthat Deluxe von That Inventions. Es besteht aus wärmeleitenden Materialien, die die Wärme der Hand über den Griff in die Schneide übertragen. Probierlöffel-Halter Wohin mit Koch- und Probierlöffel oder dem Schneebesen, wenn man sie mal nicht im Topf braucht? Die schmutzigen Teile auf der Arbeitsfläche abzulegen zieht Putzen nach sich. Die Grip Group hat sich mit Babette Steel dafür eine Lösung ausgedacht: Der kleine Löffelhalter wird außen an den Topf gehängt. Lasagne-Heber Das erste Stück eines Nudelauflaufs ist schwierig zu servieren. Abhil- Warmes Buttermesser Kalte Butter lässt sich schlecht streife hat sich Villeroy & Boch mit der neuen Serie Clever Cooking überlegt: Der dazugehörende Lasagneheber wird mitgebacken und dann das erste Stück portionsgerecht einfach herausgehoben. Ei-Pochierer Das Pochieren von Eiern gehört sicherlich zu den schwierigeren Übungen für Hobbyköche. Der Egg Poacher von Oxo International verspricht, da Abhilfe schaffen: Die Silikonform in der Optik einer Sanduhr steht in einem Topf mit Wasser. Das Ei kommt in den oberen Trichter und gleitet durch ein Loch in den unteren Bereich. Hier wird das Ei beim Pochieren in Form gehalten, während das Wasser durch eine perforierte Außenwand zirkulieren kann.

HANDWERK & WOHNEN 9 Holzbalken effektvoll in Szene setzen Sie sind ein Hingucker: Frei stehende Balken in alten Gebäuden sorgen für eine tolle Atmosphäre. Aber Vorsicht: Zu den rustikalen Balken passt keine rustikale Einrichtung – sonst fühlt es sich schnell an wie in einer Jagdhütte. VON LEA SIBBEL Freiliegende Deckenbalken oder ein frei stehendes Ständerwerk geben einem Raum ein ganz besonderes Flair. Und sie bieten einige spezielle Möglichkeiten für die Inneneinrichtung, erklärt Sybille Ronshausen, freischaffende Innenarchitektin im Bund Deutscher Innenarchitekten. Der Trend geht schon seit längerer Zeit zu offenen Grundrissen. Doch manchmal ergeben sich für die Bewohner dadurch auch Schwierigkeiten bei der Einrichtung: Denn niemand sitzt gerne mitten im Raum. Wie also die verschiedenen Wohnbereiche doch wieder ein bisschen voneinander abtrennen? Das Ständerwerk schafft es, dass der Raum leichter in Zonen eingeteilt werden kann. „Man kann trotzdem gut durchblicken“, sagt Ronshausen. Zwischen den alten Balken kann so zum Beispiel eine Nische für das Home Office eingerichtet werden. Einen Raum bis hoch in den First zu öffnen, sieht toll aus. Aber auch hier gilt: Fühlt man sich wie in einer Kathedrale, wird es mit dem Wohlfühlen für manche Menschen schwierig. „Dann bilden die Deckenbalken schon eine horizontale Abgrenzung“, erklärt Ronshausen. Falls die Grundfläche des Raums sehr klein ist, lässt sich Zu alten Balken passt eine moderne, gradlinige Einrichtung. Foto:qbus architektur die Deckenbalkenstruktur auch für einige zusätzliche Quadratmeter nutzen – etwa, indem eine offene Galerie eingezogen wird oder ein kleiner Spielboden für die Kinder. Nun kommt es noch darauf an, die sonstige Einrichtung mit der Balkenstruktur abzustimmen. Ronshausen rät davon ab, wegen der eher rustikal anmutenden Balken auch auf eine rustikale Einrichtung zu setzen. „Sonst habe ich das Gefühl, ich sitze in einer Jagdhütte“, findet die Expertin. „Schön ist es, wenn man Kontraste setzt.“ So passt zu den alten Balken etwa ein gradliniges, modernes Mobiliar. Auch beim Boden kann man bewusst auf einen Bruch setzen und ein anderes Material wählen – statt Parkett kommt etwa Sichtestrich infrage.

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