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Handwerk und Wohnen Wesel 20.09.2017

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6 HANDWERK & WOHNEN

6 HANDWERK & WOHNEN Softe Kunstwerke für den Boden Teppiche sind neue Stars beim Einrichten. Lange galten die Bodenbeläge eher als Notwendigkeit denn als Hingucker. Doch das hat sich geändert. Geholfen hat dabei sicher, dass international bekannte Möbel-Designer sich inzwischen auch dem Bodenbelag widmen. Teppiche werden zum Hingucker, seitdem Designer wie Jürgen Dahlmann und sein Label Rug Star sich dem lange aus dem Fokus geratenen Bodenbelag annehmen. Foto: Michael Tewes/Rug Star VON UTA ABENDROTH Sogenannte „Must haves“ werden in jeder Saison ausgerufen. Das sind die Dinge, die Trendsetter und Fans schöner Dinge haben wollen, um in zu sein. Das gilt für Mode, aber auch für das Wohnen. Auf die Liste dieser Trendartikel hatten Teppiche es nie geschafft – bis jetzt. So wurden bislang Bodenbeläge einem größeren Publikum alljährlich nur auf der Domotex, der Weltleitmesse für Teppiche und Bodenbeläge in Hannover, präsentiert. Aber nun schaffen sie es sogar nach Mailand oder Köln – und damit auf die großen und wichtigen Möbelmessen der Welt. Teppichlabel, aber auch klassische Möbelfirmen präsentieren dort ihre Kreationen für den Boden. Dass der Teppich derzeit eine Trendwende erlebt, hat viel mit der Boden-Grundausstattung von Wohnungen und Häusern zu tun. Hier wie dort liegen inzwischen vor allem Dielenböden oder Parkett, Laminat oder Steinzeug. Und seit Jahren sind offene Räume angesagt, in denen man lebt und arbeitet. Doch auch auf glatten Böden wünscht sich der Bewohner eine gewisse Privatheit – und kuscheligen Komfort. Ein Teppich bietet da optische und akustische Qualitäten, mit denen er einerseits das Ambiente angenehmer machen und andererseits Atmosphäre schaffen kann. Und schließlich braucht jeder Raum gewisse Areale, die sich voneinander abgrenzen. Ein Teppich im offenen Wohnraum kann diese Bereiche bilden. „Ein Teppich strukturiert einen Raum. Er wirkt wie eine Insel im Raum, auf der sich Sofa, Tisch und Lampe zu einem wohnlichen Bereich fügen“, erklärt Stefan Diez, einer der bekanntesten deutschen Designer. Er hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Thema Teppich beschäftigt. Dazu kommen noch die taktilen Aspekte: Seitdem wir ständig in der digitalen Welt unterwegs sind, losgelöst von unserem ursprünglichen Tastsinn, lösen haptische und handwerkliche Qualitäten wieder ein Aha-Erlebnis aus. Eine Wegbereiterin für den Teppich-Boom ist Nani Marquina. Die Spanierin machte sich einen Namen mit handgefertigten Designerteppichen. Neben eigenen Entwürfen lanciert Marquina Dessins von bekannten Möbel-Designern wie Jaime Hayon, Javier Mariscal, Martì Guixé oder von den Brüdern Ronan und Erwan Bouroullec.

HANDWERK & WOHNEN 7 Marquina sagt, dass sich das Image eines Teppichs durch die Verknüpfung mit einem großen Namen auflädt. „Einen Teppich kann man, wenn er mit einem bekannten Designer in Verbindung gebracht wird, besser verkaufen“, erklärt sie. „Schließlich bekommt man dafür größere Aufmerksamkeit. Und Türen, die sonst geschlossen bleiben, öffnen sich plötzlich. Aber allein der Name reicht nicht, der Entwurf und die Qualität müssen natürlich stimmen.“ Auch das Label Danskina setzt auf die kreativen Fähigkeiten der Bouroullec-Brüder. In Mailand wurde ihr Entwurf namens Semis aus handgesponnener tibetanischer Wolle präsentiert. Zwei Jahre haben die Designer an dem Textilbelag gearbeitet, bei dem es um ein harmonisches Miteinander von Punkten und Haptik geht. Die Punkte sind geometrisch angeordnet. Durch Variationen in Dichte und Tiefe der geknoteten Oberfläche entstehen unterschiedliche Rhythmen. Das Ganze ähnelt Luftbildaufnahmen von Pflanzen auf einem Feld. Die niederländische Designerin Hella Jongerius gestaltet ebenfalls Teppiche für Danskina. Bei der Cross Collection ist die Oberfläche perforiert – eine besondere Herausforderung für Kreative. Eine Kombination von Wolle und Viskose wurde extra ausgetüftelt, diese schimmert und lässt die Oberfläche lebhafter erscheinen. Zusätzlich wurde für die Rückseite aus Filz ein spezielles Anti- Rutsch-Spray entwickelt. „Was wir machen, ist schon fast eine kleine Ingenieursleistung“, findet Jongerius. „Für uns selbst ist es fast nicht zu glauben, wie oft wir einen Entwurf bearbeiten müssen, bevor er wirklich ein fertiges Produkt ist.“ Vor allem bei handgeknüpften Teppichen ging es stets darum, nicht nur zu schmücken, sondern auch Geschichten zu erzählen. Tiere und Pflanzen finden sich ebenso auf den edlen Stücken wie historische Ornamente. Auch hier tut sich was – ohne dass Traditionen verloren gehen. Zum Beispiel der Berliner Teppichdesigner Jürgen Dahlmanns und sein Label Rug Star lassen Koi-Karpfen über den Boden schwimmen. Oder sie lassen sich von 400 Jahre alten indischen Zeichnungen inspirieren. Fast zu einem Kunstwerk wird ein Teppich durch die Technik Tufting, der sich Dahlmann auch widmet. Auf seinem New Classic Mughal heben sich dadurch florale Motive dreidimensional vom dunklen Hintergrund ab. Die Modelle von Hossein Rezvani mit ungewöhnlichen Farbkombinationen und geometrischen Linien hingegen stehen für modernes Design aus dem Iran. Entworfen werden sie am Computer am Fir- Die handgeknüpften Teppiche von Hossein Rezvani stehen für modernes Design aus dem Iran. Foto: Rezvani mensitz in Hamburg, werden dann übermittelt an Teppichzeichner imIran. Sie skalieren die wie Pixel aufgebauten Bilder auf die jeweils gewünschte Teppichgröße. Knapp dreieinhalb Monate brauchen Knüpfer anschließend für einen circa sechs Quadratmeter großen Teppich aus persischer Hochlandwolle und Seide mit mehr als 400.000 Knoten pro Quadratmeter. ANZEIGE PORTRÄT Fliesen Zwanziger Ein neues Zeitalter beginnt Im Oktober will Fliesen Hüning seinen neuen Standort in Goch eröffnen. Seit Ende August läuft der Komplettumbau von Fliesen Zwanziger auch Hochtouren. Die Partnerschaft bringt viele Vorteile für die Kunden. Wer in den vergangenen Wochen über die Borsigstraße durch das Gocher Gewerbegebiet West gefahren ist, dem wird das geschäftige Treiben bei Fliesen Zwanziger nicht entgangen „Der richtige Partner, um den steigenden Kundenansprüchen an Qualität, Auswahl, Service und Leistung gerecht zu werden.“ Jürgen Zwanziger sein. Seit Ende August läuft der Komplettumbau auf Hochtouren, vieles ist bereits fertig. „Nichts bleibt beim alten, die Ausstellung ist von Grund auf neu“, berichtet Jürgen Zwanziger, der sein allseits bekanntes Fliesenfachgeschäft für die Zukunft rüsten will. Aus einer Vielzahl interessanter Ideen und Konzepte entschied er sich für die Kooperation mit einem starken Partner, Fliesen Hüning aus dem nahen Bocholt. „Mit Fliesen Hüning habe ich den Partner gefunden, der es mir ermöglicht, den steigenden Kundenansprüchen an Qualität, Auswahl, Service und Leistung jetzt und in Zukunft gerecht werden zu können“, resümiert Jürgen Zwanziger seine Entscheidung. Und tatsächlich erfüllt Fliesen Hüning die hoch Seit 50 Jahren erfolgreich am Markt: Hier das Fliesen Hüning Stammhaus in Bocholt mit großem Logistikzentrum. gesteckten Anforderungen des Gocher Fliesenspezialisten in fast idealer Weise. Vom Stammsitz Bocholt aus steuert Jürgen Zwanziger (rechts) mit Lichtexperte Dirk Elskamp bei der Planung der neuen Verkaufsraumbeleuchtung. Fliesen Hüning erfolgreich seine modernen Ausstellungen in Düsseldorf, Mülheim und Bocholt. Seit über 50 Jahren am Markt, hat Hüning sich einen hervorragenden Ruf als Partner zahlloser Endverbraucher, Fliesenleger, Bauträger sowie Architektenbüros gemacht. „Wir freuen uns, vom neuen Standort Goch aus unseren zahlreichen Kunden vom linken Niederrhein noch näher zu kommen“, strahlt Roland Hüning, Geschäftsführer des Bocholter Traditionsunternehmens. „Und mit Jürgen Zwanziger konnten wir einen versierten Fliesen- Fachmann gewinnen, der unsere Unternehmensphilosophie optimal umsetzt und aus zahlreichen Kunden echte Hüning- Fans macht.“ Läuft alles nach Plan, kann Jürgen Zwanziger mit seinem Team schon Anfang Oktober das neu gestaltete Fliesenhaus eröffnen. Dann zwar unter dem neuem Namen Fliesen Hüning, aber mit altbewährtem Elan, Einsatz und Engagement. Kontakt Fliesen Hüning OHG Dinxperloer Straße 331 46399 Bocholt Spork Telefon: 02871/27820 Ab Oktober auch: Borsigstraße 20-22, 47574 Goch Telefon: 02823 3794 info@fliesen-huening.de www.fliesen-huening.de

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