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Handwerk und Wohnen

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HANDWERK & WOHNEN 3 Den

HANDWERK & WOHNEN 3 Den passenden Boden finden Wer einen Bodenbelag für sein Zuhause sucht, hat ganz verschiedene Mögichkeiten. Die Vor- und Nachteile von aminat, Kork, Fliesen, Parkett und Viylboden im Überblick. VON MELANIE ÖHLENBACH Bunte Fliesen, flauschige Teppichböden und edles Parkett verleihen Räumen ein bestimmtes Ambiente. Doch nicht nur der Einrichtungsstil und persönliche Vorlieben sollten bei der Wahl des Bodenbelags eine Rolle spielen. Auch Nutzung, Allergien und bautechnische Besonderheiten wie Untergrund und Fußbodenheizung gilt es zu berücksichtigen. Eine Übersicht. Fliesen Keramikfliesen gehören zu den ältesten und vielseitigsten Bodenbelägen. Bereits die Römer gestalteten damit Bodenmosaike und verwendeten sie als Belag auf Bodenheizungen. Ohne eine Wärmequelle von unten sind Fliesen allerdings recht fußkalt. Ihr Vorteil gegenüber anderen Bodenbelägen: Sie gelten als robust und leicht zu reinigen. Parkett Edles Parkett aus Massivholz ist nicht der günstigste Fußboden und sollte vom Fachmann verlegt werden. Die circa zwei bis drei Zentimeter dicken Parkettelemente müssen von Hand zusammengesetzt, verklebt, abgeschliffen und versiegelt werden. Neben Eiche, Buche, Kastanie, Nussbaum und Kirsche lassen sich auch exotische Hölzer wie Teak oder Afzelia für individuelle Muster verwenden. Mit der richtigen Pflege – feucht wischen und bei Bedarf schleifen und frisch versiegeln – kann Parkett viele Jahrzehnte halten. Laminat Dieser Belag kann je nach Qualität wie echtes Parkett aussehen, besteht aber aus einer Trägerschicht und einem darauf laminierten, dünnen Holzdekor. Anders als Parkett muss Laminat nicht verleimt werden, sondern lässt sich schwimmend verlegen. Das macht es in der Regel nicht nur preiswert, sondern auch leicht von Heimwerkern zu verarbeiten. Kork Der natürliche und schalldämmende Bodenbelag wirkt sich positiv auf das Raumklima aus. Daher eignet sich Kork nicht nur für den Wohnbereich, sondern auch fürs Badezimmer. Kork lässt sich sowohl schwimmend verlegen als auch mit dem Untergrund verkleben. Als warmer und weicher Boden ist er im Kinderzimmer eine Alternative zu Teppich. Diese Stärke ist allerdings auch seine Schwäche: Schwere Möbel können Parkett wird von Hand zusammengesetzt, verklebt, abgeschliffen und versiegelt – es sollte daher vom Profi verlegt werden. Foto: Markus Scholz die Kork-Oberfläche beschädigen. Anders als bei Holz oder Laminat ist das Naturprodukt aber elastisch. Luxury Vinyl Tiles LVT gehören inzwischen zu den beliebtesten Bodenbelägen. Das liegt nicht zuletzt an den vielseitigen Dekoren und Farben der Kunststoffböden. Durch besondere Drucktechniken imitieren sie optisch auch Holz oder Fliesen. Ganz neu sind sie aber nicht: Die Designbeläge sind im Allgemeinen Bodenbeläge auf PVC-Basis. Die Kunststoffböden gibt es wie Laminat auf einem Trägermaterial, aber auch komplett aus PVC sowie zum Klicken und Kleben als modulare, mehrschichtige Fußbodenbeläge. LVT-Böden eignen sich für Wohnbereiche. Sie sollten aber maximal nebelfeucht gewischt werden. Diese Bodenbeläge lassen sich auch recyceln – biologisch abbaubar sind sie aber nicht.

4 HANDWERK & WOHNEN Es gibt noch Reserven: So spart man Wasser Das Thema ist stets aktuell: Wasser sparen. Das geht nicht nur beim Gießen im Garten, sondern auch im Haushalt sind noch Reserven drin. Der Verbraucher büßt dabei keinen Komfort ein. Aber er schont den Geldbeutel. VON KATJA FISCHER Wasser ist in Deutschland kein knappes Gut. Aber man sollte vernünftig damit umgehen – der Umwelt und dem Geldbeutel zuliebe. Gerade Trinkwasser ist wertvoll, betont Sebastian Schönauer vom Arbeitskreis Wasser beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). In Haushalten sind die Möglichkeiten, den Verbrauch zu optimieren, seiner Meinung nach aber fast ausgereizt. „Mit technischen Mitteln wie sparsamen Duschköpfen und Perlatoren an den Wasserhähnen wurde schon viel erreicht“, sagt er. „Damit sinkt der Wasserverbrauch erheblich – und das ohne Komfortverlust.“ Trotzdem gibt es noch Reserven. Für die Körperpflege wird im Haushalt das meiste Wasser gebraucht, fand die Vereinigung der Sanitärwirtschaft (VDS) heraus. Danach folgen die Toilettenspülung, das Wäschewaschen und Geschirrspülen. „Hier setzt die Industrie an, um den Wasserverbrauch weiter systematisch zu senken“, erklärt VDS- Geschäftsführer Jens Wischmann. In Waschtischarmaturen werden etwa Durchflussbegrenzer eingebaut. Sie lassen bis zu sechs Liter weniger Wasser passieren – in der Minute. Einhebelmischer sind sparsamer als Mischbatterien mit einem Warm- und Kaltwasserhahn, bei denen viel Wasser ungenutzt abfließt, ehe die Wunschtemperatur erreicht ist. „Besonders effektiv sind Modelle mit einer Durchflussmenge von sechs Litern und weniger pro Minute“, so Wischmann. Neue Hand- und Kopfbrausen verbrauchen bis zu 60 Prozent weniger, weil sie dem Wasser mit einer Verwirbelungstechnik Luft beimischen. „Das gute Duschgefühl bleibt dabei erhalten.“ Allerdings kann die Technik nicht eingeschliffene Gewohnheiten ändern. „Es muss nicht sein, dass jedes Familienmitglied täglich zehn Minuten unter der Dusche steht“, sagt Schönauer. „Mit durch- schnittlich etwa 500 Euro pro Jahr oder mehr als 100 Kubikmeter Verbrauch für eine vierköpfige Familie sind die Wasserkosten ein großer Posten im Budget“, betont er. „Da lohnt es sich schon, darüber nachzudenken, wie der kleiner werden kann.“ Besonders ins Geld geht der Verbrauch von warmem Wasser. „Wer den reduziert, spart zusätzlich noch Energie“, sagt Birgit Holfert, Energieberaterin der Verbraucherzentralen in Berlin. Im Alltag gibt es viele Wasserschlucker: Ein Wannenbad verbraucht so viel Wasser wie fünf Duschen. Beim Zähneputzen wird der Wasserhahn verschlossen und der Abwasch nicht unter fließendem Wasser erledigt. „Mit dem Bewusstsein, dass Wasser eine wertvolle Ressource ist, die auch ihren Preis hat, kann man viel an Info Wird zu viel Wasser gespart, werden die Rohre nicht ordentlich durchgespült und sie können verstopfen. Um dem vorzubeugen, sollte einmal im Monat etwas Essigessenz in den Abfluss gegossen werden, rät Hartmut Müller von der Verbraucherzentrale Brandenburg. So setzt sich zumindest nicht zu viel Kalk ab. Tropfende Wasserhähne verschwenden teures Nass: Selbst das Sparen kleinster Mengen Wasser kann sich positiv auf die Haushaltskasse auswirken. Foto: Warnecke seinem Verhalten verändern“, sagt Holfert. Öfter mal Duschen statt Baden, Geschirrspüler statt Katzenwäsche unterm Wasserhahn, Waschmaschine vollständig auslasten – alles Schritte, um täglich Wasser zu Selbst kleine Handgriffe haben eine große Wirkung: So stellen Holfert zufolge viele Verbraucher die Einhebelmischer am Waschbecken auf die mittlere Position – wahrscheinlich, weil es ordentlicher aussieht. „Aber in dieser Stellung wird jedes Mal automatisch warmes Wasser beigemischt, auch wenn es, wie beim kurzen Händewaschen, gar nicht unbedingt benötigt wird.“ Wer sich angewöhnt, den Hebel immer auf rechts zu stellen, bekommt zuerst kaltes Wasser und kann dann bei Bedarf warmes dazumischen. Im Sommer kann eine Solardusche im Garten die Dusche im Badezimmer ersetzen. Dann kostet das warme Wasser im besten Fall gar nichts. „Aber auch das ganze Jahr über ist Solarthermie eine gute Idee, um zumindest die Energiekosten bei der Warmwasserbereitung zu sparen“, sagt Holfert. Wichtig ist, das warme Wasser von der Sonne nicht nur für die Körperpflege, sondern auch für Geschirrspüler und der Waschmaschine und Geschirrspüler sparen. Das spart bis zu 30 Euro im Jahr. zu verwenden.

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