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Handwerk und Wohnen

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HANDWERK & WOHNEN 5

HANDWERK & WOHNEN 5 Energielabel: „A“ ist nicht immer gut Mittlerweile gibt es eine verwirrende Vielfalt an Kennzeichnungen für den Energieverbrauch. VON KATJA FISCHER Als die Energielabel vor 20 Jahren eingeführt wurden, gab es sieben Effizienzklassen, gekennzeichnet mit den Buchstaben A bis G. „Die technische Weiterentwicklung führte aber recht schnell zu einer Ballung des Angebotes in der besten Klasse A. Für Verbraucher verlor das Energielabel damit an Aussagekraft“, erklärt Werner Scholz vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). „Deshalb wurden bereits 2010 die Klassen A+ bis A+++ eingeführt.“ „Besonders schwer zu verstehen ist für viele Verbraucher, dass A nicht unbedingt eine gute Energieeffizienzklasse ist“, sagt Elke Dünnhoff von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Irritierend sei auch, das die Kennzeichnung für einzelne Produktgruppen nicht einheitlich ist. Für Staubsauger ist A sehr gut, bei Waschmaschinen und Kühlschränken ist A für Neugeräte so schlecht, dass sie gar nicht mehr auf den Markt kommen dürfen.“ Die EU arbeitet daran, wieder zu klaren Effizienzklassen von A bis G zurückkehren. Doch bis das umgesetzt ist, wird es noch dauern. „Vor 2019 wird es keine neuen Energielabel im Markt geben“, prophezeit Scholz. Um den Käufern die Orientierung etwas zu erleichtern, hat die HEA-Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung den aktuellen Stand bei den einzelnen Gerätegruppen zusammengestellt: Waschmaschine Die Hersteller dürfen nur noch Modelle in den höchsten Energieeffizienzklassen A+++ bis A+ auf den Markt bringen. A+++ verbraucht rund ein Viertel weniger Energie als A+. Alle weiteren auf dem Etikett angegebenen Effizienzklassen von A bis D sind zu vernachlässigen, weil diese Geräte nicht mehr neu in den Handel gebracht werden dürfen. Wäschetrockner Hier gelten die Klassen A+++ bis D. In die besten vier Klassen schaffen es nur Geräte mit Wärmepumpen. Sie verbrauchen bis A+++ bei Waschmaschinen bedeutet einen 25 Prozent niedrigeren Energieverbrauch als mit Kennzeichnung A+. Foto: Florian Schuh zu 70 Prozent weniger Energie als herkömmliche Trockner. Geschirrspüler Grundsätzlich dürfen nur noch Modelle mit A+++ bis A+ in den Handel kommen. Zusätzlich zur Energieeffizienzklasse und dem Wasserverbrauch ist auf dem Energielabel von Geschirrspülern die Trocknungswirkung von A bis G angegeben. Staubsauger Sie gibt es in den Klassen A bis G. Da die Geräte aber immer effizienter und sparsamer werden sollen, lässt die EU ab September 2017 nur noch Geräte mit den Klasse A+++ bis D in den Handel. Die Reinigungsklasse ist bei Staubsaugern fast genauso wichtig wie der Energieverbrauch. Diese gibt an, wie gut das Gerät Staub und Schmutzpartikel von Teppichböden und Hartböden, etwa Fliesen, Laminat oder Holzdielen, aufnimmt. Die Staubemissionsklasse bewertet das besonders für Allergiker wichtige Staubrückhaltevermögen, also die Sauberkeit der Ausblasluft. Kühl- und Gefrierschränke Nur die Klassen A+++ bis A+ dürfen neu in den Handel. Geräte mit tieferen Klassen bis D dürfen noch abverkauft werden. Wer ein altes Gerät kauft, muss mit hohen Kosten rechnen. Schon in der oberen Kategorie sind die Unterschiede groß: Ein A+++-Gerät verbraucht etwa halb soviel Energie wie ein A+-Modell. Backofen Seit Januar 2015 reichen die Klassen von A+++ bis D. B ist aber die schlechteste Klasse, die auf den Markt darf. Dunstabzugshauben Sie sind aktuell in die Energieeffizienzklassen A+ bis F eingeteilt. Besonders sparsame Geräte dürfen auch schon mit A++ ausgezeichnet werden. Wichtig sind aber auch Luftführungseffizienz, Beleuchtungseffizienz und Fettabscheidegrad (möglich sind A bis G) sowie die Geräuschentwicklung in Dezibel.

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