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Handwerk und Wohnen

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Handwerk & Wohnen FÜR HEIZUNGSANLAGEN MIT ERNEUERBAREN ENERGIEN GIBT ES STAATLICHE ZUSCHÜSSE Regenerative Energiequellen fürs Zuhause: ein Überblick Der zuletzt niedrige Öl- und Gaspreis beeinflusst den Gerätekauf: Viele Hausbesitzer greifen wieder zum Gewohnten. Was können die Alternativen? VON KATJA FISCHER Regenerative Energien sorgen für ein gutes Gewissen der Umwelt gegenüber. Wer sie nutzt, leistet einen Beitrag für den Klimaschutz. Außerdem werden sie staatlich gefördert. Aber rechnen sie sich aktuell für Bauherren und Sanierer? Ein Überblick: Pelletöfen werden mit Holzschnipseln betrieben. FOTO: KJER Vier Tipps gegen Unfälle beim Heimwerken (tmn) Mal schnell einen Nagel einschlagen, ein Brett zusägen oder gar die Metallstreben zusammenschweißen: Heimwerker unterschätzen oft die Gefahren ihres Hobbys. Diese vier Punkte sollten sie laut der Heimwerkerschule DIY-Academy in Köln beachten: Ein Beitrag zum Klimaschutz: Die Nutzung regenerativer Energien ist auch für Hausbesitzer möglich – wenn es hier auch vor allem um Solarenergie geht. FOTO: DANIEL REINHARDT Welche erneuerbaren Energien stehen Privatleuten zur Verfügung? Ausgereifte Technik gibt es für verschiedene regenerative Energien. „Weit verbreitet ist die Nutzung der Sonnenenergie“, erklärt Martin Brandis, Energieexperte des Bundesverbands der Verbraucherzentrale. Über Photovoltaik- Anlagen lässt sich Sonnenenergie in Strom umwandeln, mit Solarthermie Energie für Heizung und Warmwasser gewinnen. Oder Hausbesitzer ersetzen ihre Öl- oder Gasheizung durch Pelletöfen. „Das ist eine zukunftsträchtige Entscheidung, denn die Preise für Pellets und andere Brennstoffe aus Holz sind seit Jahren relativ stabil und günstig“, findet Alexander Knebel von der Agentur für Erneuerbare Energien. Aber es ist ein Lagerraum für Pellets nötig. Erdwärme lässt sich mit Hilfe einer Wärmepumpe nutzen. „Das lohnt sich besonders in gut gedämmten Häusern mit einem niedrigen Wärmebedarf“, erklärt Brandis. Für den Einsatz von Wärmepumpen sollte das Heizsystem auf eine niedrige Vorlauftemperatur ausgelegt sein, was bei Fußboden- oder Wandheizungen der Fall ist. Und Windräder im Garten? „Kleinwindkraftanlagen sind in Deutschland aktuell nur selten vertreten“, sagt Brandis. 1. Schutzausrüstung Profis nennen ihre persönliche Schutzausrüstung einfach PSA. Dazu gehören klassischerweise Sicht-, Atem- und Gehörschutz, die je nach Arbeit zum Einsatz kommen. Oftmals gibt es ganze Sets im Baumarkt. Für besondere Arbeiten wie das Schweißen muss aber eine Spezialausrüstung her. 2. Geräte checken Vor Beginn müssen die Geräte auf ihre Sicherheit überprüft werden. Sind Kabel und Stecker intakt? Sind die Akkus geladen? Sind alle Zubehörteile vorhanden? Ist das Werkzeug gut geschärft? 3. Vom Körper weg Geräte müssen immer vom Körper weggeführt werden, um Verletzungen zu vermeiden. Außerdem dürfen Bohrmaschinen nicht einhändig bedient werden. Bohrer und Sägeblätter an Wovon hängt die Entscheidung für eine bestimmte Energiequelle ab? „Oft ersetzen Hausbesitzer ihre alte Gas- oder Ölheizung gegen ein neues Modell, weil ihnen das ihr Heizungsbauer empfohlen hat“, sagt Brandis. Er empfiehlt, sich vor der Investition auch noch von einem unabhängigen Fachmann mit Blick auf alle Heiztechnologien beraten zu lassen. „In vielen Fällen ist es sinnvoll, erneuerbare Energien in die Überlegungen einzubeziehen. Aber nicht jede eignet sich für jeden Einzelfall“, erklärt er. Erreicht zum Beispiel zu wenig Sonnenschein das Haus, kommt eine Solaranlage nicht in Frage. Häufig gibt es nicht nur eine Lösung, sondern die Kombination verschiedener Energiequellen bietet sich an. Für Arbeiten wie Schweißen muss eine Spezialausrüstung angeschafft werden. FOTO: WÜSTNECK Welche regenerativen Energien lassen sich gut kombinieren? Die Sonneneinstrahlung in unseren Breiten allein reicht zum Beispiel nicht aus, um das ganze Jahr über ausreichend Energie für Heizung und Warmwasser zu erzeugen. Deshalb werden Solarthermieanlagen in der Regel mit anderen Heizsystemen gekoppelt. Ist das eine Holzheizung, kann man vollständig auf fossile Energiequellen verzichten. Ein Nachteil: Man muss zwei miteinander verbundene Heizsysteme kaufen. Ein Vorteil ist dagegen, dass die Solaranlage die relativ geringe Energienachfrage für Warmwasser fast allein abdecken kann, erklärt Knebel. So kann der Heizkessel im Sommer meist ausgeschaltet bleiben. „In der kalten Jahreszeit kann die Solaranlage die Biomasseheizung dann unterstützen“, sagt der Experte. So lasse sich der Holzbedarf verringern. Das schone auch die Komponenten und verlängere die Lebensdauer des Kessels. „Interessant ist auch die Kombination von Wärmepumpe und Solarstrom“, sagt Knebel. So muss der für die Wärmepumpe benötigte Strom nicht aus dem öffentlichen Netz bezogen werden, sondern er kommt vom eigenen Dach. Akku-Schraubern, Schlagbohrmaschinen und Stichsägen müssen richtig eingespannt sein. Stromkabel sollten nie im Weg liegen, sonst stolpert man darüber. Wird die Arbeit unterbrochen, sollte der Netzstecker aus der Dose gezogen werden. 4. Geeignete Unterlage Küchentische oder eine improvisierte Arbeitsplatte aus Bierkästen sind keine gute Unterlage zum Bohren, Sägen und Schleifen. Die Unterlage muss wirklich stabil sein. Wer keinen Platz für eine richtige Werkbank hat, kann sich einen klappbaren Werktisch zulegen. Wichtig ist, dass sich das Werkzeug fest einspannen lässt. Die Kosten dieses Stroms sind geringer als der Preis des erworbenen Stroms. Kann man durch regenerative Energien auf längere Sicht Geld sparen? Das ist pauschal nicht zu beantworten. „Es hängt stark davon ab, wie viel Energie zum Beispiel durch Wind, Sonne oder Erdwärme erzeugt und für den eigenen Bedarf verwendet wird“, erklärt Brandis. Je höher der Eigenverbrauch, desto besser rechnet sich aktuell das Investment. Auch die künftige Preisentwicklung für fossile und nachwachsende Rohstoffe spielt eine Rolle. Brandis sagt daher: „Wer sich heute für erneuerbare Energie entscheidet, hat zu einem großen Teil nicht nur ökonomische Gründe, sondern auch eine Portion Idealismus.“ Wobei er aber auch betont: „Starke Schwankungen wie beim Ölpreis sind im Bereich der Erneuerbaren Energien unbekannt.“

Handwerk & Wohnen TIPPS VON EINEM EXPERTEN ZUR WOHNRAUMGESTALTUNG Geeignete Materialien für den Innenausbau Auch für die Gestaltung einer Wand stehen unterschiedliche Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften zur Auswahl. Franz Georg Kahlen, Stuckateurmeister im uhestand aus Viersen, erläutert, welche Mateialien beim Innenausau für welche Stellen geeignet sind. (rps) Nicht jedes Material ist beim Innenaus- oder -umbau für jede Form geeignet. Hier eine Übersicht: Gips Von allen Baustoffen ist Gips für den Innenbereich der idealste. Da Gips wasserlöslich ist, kann er nur in Küchen und Bädern, nicht aber im Außenbereich oder in Feuchträumen verwendet werden. Gips hat hervorragende baubiologische Eigenschaften. Er fühlt sich warm an, weil überflüssige Feuchtigkeit aufgenommen wird und im Bedarfsfall nach der Nutzung wieder abgegeben wird, was das große Porenvolumen des Gipses ermöglicht. Dadurch ist eine geringe Wärme-Leitfähigkeit möglich. Das gute Raumklima entsteht dadurch, dass der Wärmeverlust des Raumes sehr gering ist. Gips eignet sich gegenüber vielen anderen Baustoffen auch als Brandschutz. Die Erhärtung des Gipsputzes ist nach zehn bis 14 Tagen abgeschlossen, und es kann auf Gipsputzen wesentlich schneller weitergearbeitet werden – zum Beispiel tapeziert werden. Anhydrit ist wie Gips ein schwefelsaurer Kalk, aber ohne die Einbindung von Wasser. Er eignet sich insbesondere als Fließestrich (Estrich in flüssiger Form), der unter Zusatz von Wasser-Rückhaltemittel gut geeignet ist und als Estrich eine gute Wärmedämm-Eigenschaft besitzt, da der Gipsanteil die Wärmeleitfähigkeit des Materials verringert. Die Fußwärme ist wesentlich besser als beim Zementestrich. Zwar ist das Material für diesen Estrich etwas teurer, aber Fließestrich ist schneller und mit weniger Zeitaufwand zu erreichen. Anhydrit kann zudem Gips als Verzögerungsmittel beigefügt werden, ohne dass die Festigkeit des Materials dadurch beeinflusst wird. Kalk kann als Putz alleine nicht verwertet werden. Er wird mit Zement oder mit Gips vermischt. Er ist nur geeignet für den Außen- und Kellerbereich sowie in Nassräumen, gewerblichen Küchen und Bädern mit Zement. Gelöschter Kalk kann als Kalkmilch verdünnt für den Anstrich in Kellerräumen, Garagen, Tierställen und Ähnlichem verwendet werden. Je mehr Zement beigemischt wird, umso härter und wasserabweisender ist dieser Mörtel – und umso ungeeigneter für den normalen Wohnbereich. Reiner Zementmörtel kann sehr schlecht auf einen Putzträger aufgebracht werden. Erst Kalkbeifügung macht ihn geschmeidiger, so dass die mechanische Anbindung beim Anwerfen oder Auftragen gewährleistet ist. Zudem ist reiner Zementmörtel sehr hart, man muss den Untergrund gründlich prüfen, ob er hart genug ist und keine Oberflächenspannung entsteht, die ein Abplatzen des härteren Mörtels zur Folge hat. Zement kann aus Gründen der chemischen Unverträglichkeit nicht mit Gips zusammen verarbeitet werden. In Gips ist Schwefelsäure enthalten und in Zement Kieselsäure, die sich nur bedingt vertragen. Reiner Zementmörtel wird in Beton und betonartigen Bauteilen und im Estrich als Bodenbelag verwendet. Auch für die Dämmung stehen einige Materialien zur Verfügung – mit unterschiedlichen Eigenschaften. Hier die wichtigsten: Hartschaum (Styropor) ist nur zur Wärmedämmung geeignet. Dieser Baustoff hat eine geringere Wärmeleitfähigkeit als die folgenden Baustoffe, ist aber bei weitem nicht für den Brandschutz geeignet. Glasfaser Dämmwolle, als Platten oder in Bahnen, eignet sich für Wärme- und Schallschutz. Für den Brandschutz aber nur bedingt verwendbar. Steinwolle als Platten oder in Bahnen ist das beste Brandschutzmaterial, dafür aber nur bedingt als Wärme- und Schallschutz geeignet. Vorsatzschalen (Außenwandverkleidung) Bei Vorsatzschalen im Trockenbau mit Gipskartonplatten oder ähnlichem Material, ebenso bei Deckenkonstruktionen in dieser Ausführung sind Dampfsperren erforderlich – ein Bauteil, das die Bildung von schädlichem Kondenswasser verhindert. Das heißt, vor den Gipskartonplatten muss eine spezielle Folie aufgebracht werden. Ist im Außenbereich eine Wärmedämmung angebracht, ist diese bis Unterkante Kellersole auszuführen, wobei im Erdbereich eine druckfeste und wasserdichte Konstruktion erforderlich ist. Franz-Georg Kahlen FOTO: RGTIMELINE FOTO: PRIVAT

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