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ngz MITTWOCH, 19. APRIL 2017 Korschenbroich C5 NE-L5 Endspurt: Noch 46 Tage bis Unges Pengste Die Sankt-Sebastianus-Schützen und die Sankt-Katharina-Junggesellen sind gut für das Schützen- und Heimatfest zu Pfingsten gerüstet. VON ANGELA WILMS-ADRIANS Sie stehen im Juni bei Unges Pengste im Mittelpunkt, die Könige der beiden Korschenbroicher Bruderschaften mit Gefolge – von links: Bezirksbundesmeister Horst Thoren, Sebastianer-Präsident Peter Schlösser, Minister Ansgar Kirchberg, Sebastianer-König Axel Manns, Minister Herbert Rukes, Minister Andreas Esser, Junggesellen- König Patrick Steffens, Minister Christian Diers und Junggesellen-Präsident Steffen Cremer. FOTO: BRUDERSCHAFT tigen Grund nannte er die deutlich höheren Zelteinnahmen beim Heimatfest. Fünfzig Tage vor Pfingsten war das kommende Unges Pengste wichtigster Punkt der Tagesordnung. Fest steht, dass bei den Paraden die vertrauten Kapellen spielen werden, darunter die Musikkapelle sowie das Bundesschützen-Musikkorps Kleinenbroich und das Bundesschützen-Fanfarencorps Korschenbroich. Im Zelt werden die Bands „Booster“, „Vividd“, „Wallstreet“, „Schröder“ und „Farb Ton“ auftreten. Die Bierpreise werden um zehn Cent erhöht, während die Eintrittspreise unverändert bleiben. Geblieben ist auch der Jugendeintritt für die 16- bis 18-Jährigen, für die ein Sonderpreis von sechs Euro an der Abendkasse gilt. Für den Marschplan kündigte Schlösser eine Veränderung an: Da Minister Ansgar Kirchberg in Raderbroich wohnt und abgeholt werden soll, treffen sich die Sebastianer Pfingstsonntag an der Reha-Klinik, um im Zeitplan zu bleiben. Schlösser INFO Die Schützen feiern fünf Tage lang Heimatfest Vom 3. bis 7. Juni. Veranstalter Das sind die großen Bruderschaften St.-Sebastianus und St.-Katharina-Junggesellen. Beginn Pfingstsamstag mit Fassanstich, Feuerwerk und Tanz. Marschierer Gut 1000 Schützen, 350 Musiker und 150 Ehrengäste. Festzelt Gefeiert wird auf dem Matthias-Hoeren-Platz. KORSCHENBROICH Der Termin hat Tradition: An Ostermontag treffen sich die Bruderschaften St.-Sebastianus und St.-Katharina-Junggesellen nach dem Gottesdienst in der Andreas-Kirche zur gemeinsamen Generalversammlung. Erstmals mussten sie in diesem Jahr auf ihren angestammten Treffpunkt in der seit Herbst geschlossenen Gaststätte Deuss verzichten. Verzichten mochten die Schützen aber nicht auf das verbindende Element der Prozession von der Andreas-Kirche zum Tagungsort. So zogen sie durch den Ort über einen Umweg zum Pfarrheim. Dort begrüßte Sebastianer-Präsident Peter Schlösser insbesondere die Könige Axel Manns und Patrick Steffens mit ihren Ministern sowie Ehrenpräsident Hermann-Josef Kronen. Im Rückblick auf das vergangene Schützenjahr betonte Schlösser die verbindende Kraft des Schützenwesens. Es setze im bruderschaftlichen Miteinander soziale Akzente und sei mehr als „eine Event-Agentur, die zu Unges Pengste Feierlaune und Partystimmung produziert“. Mit Blick auf die christlichen Werte dankte Präses Marc Zimmermann den Schützen für ihre Dienste im Kirchenleben. Kassierer Thomas Siegers stellte fest, dass bei fast konstant gebliebenen Ausgaben die Einnahmen im Vorjahr Jahr höher waren. Als wichsprach auch die Beschlüsse der Bundesversammlung zu Nichtchristen in Bruderschaft und Vorstand an. Hierzu sei jede Bruderschaft aufgefordert, die Verfahrensweise selbst zu entscheiden. Dazu sei eine eigene Versammlung geplant. Bezirksbundesmeister Horst Thoren sprach sich bei der Frage zur Beteiligung von Nicht-Christen für die Klärung im Einzelfall aus. Karl-Heinz Göris warb für die Pfingsttombola und dankte für bisher geleistete Schützenhilfe zugunsten des Kinderzentrums in Bolgatanga. „Die Einnahmen sind so gestiegen, dass das Projekt komplett von uns finanziert werden kann“, sagte Göris. Er verlas die Dankesworte des Bischofs von Bolgatanga, der den Schützen gute Vorbereitungen für das Pfingstfest wünschte. Handwerk & Wohnen SCHWERE, DUNKLE MÖBEL LÖSEN HELLES, LEICHTES UND FUTURISTISCHES MOBILIAR AB Skandinavien-Design in neuem Gewand Eine neue Generation Designer erfindet den Stil neu – und bringt unter anderem Wohnaccessoires mit Materialien wie Eisen, Stahl und Marmor heraus. VON PETER STEINHAUER Skandinavisches Möbeldesign ist weltberühmt und begehrt. Aber eine junge Generation von Gestaltern und Produzenten erfinden es noch einmal grundlegend neu. Nirgendwo sonst findet man derzeit so viele junge Unternehmen, die versuchen, mit neuen Konzepten den Markt für Wohnprodukte zu erobern. So hat sich anfang 2016 Handvärk aus Dänemark gegründet. Inhaber Emil Thorup ist als Designer Autodidakt. Bei Thorups Möbeln bleibt nicht mehr viel übrig vom traditionellen Stil der Skandinavier. Die Nordeuropäer verwenden gerne helle Hölzer und stehen für eine schlichte, zeitlose Gestaltung. Thorup arbeitet konträr mit schweren, teuren Materialien wie Stahl, Eisen, Messing und Marmor. Die Farben sind dunkel, vor allem Schwarz dominiert. „Mein Stil ist international, nicht mehr typisch skandinavisch. Er funktioniert in Asien genauso wie in Europa oder den USA“, erklärt Thorup. Jacob Gubi ist auch ein Vertreter, der weder an der mächtigen Tradition festhält noch Die Möbeldesigner von Friends & Founders setzen auf geometrische und architektonische Formen, wie sich am Sockel dieser Tische zeigt. FOTO: STENMANN auf der New-Nordic-Welle mitschwimmt. Sein Unternehmen ist seit 1967 in Familienbesitz, aber 2010 hat Gubi sich als Design-Marke komplett neu aufgestellt. Der Hersteller arbeitet mit einer jungen Generation internationaler Designer zusammen. Die Interieurs wirken mondän, setzen eine romantische Bohème-Welt in Szene. „Wir wollen emotionaler und luxuriöser sein, als man es sonst von den Skandinaviern gewohnt ist“, sagt Gubi. Dunkle Farben, edle Materialien wie Marmor und Messing, samtige Polsterstoffe – das sind also die Zutaten für den neuen Stil. „Wir wollen etwas Neues ausprobieren, einen luxuriösen Look etablieren“, sagt auch Josefine Hedemann, Projektleiterin bei New Works. Das Unternehmen aus Kopenhagen gibt es seit 2015. Unter den Produkten befindet sich zum Beispiel ein Stuhl, gefertigt aus unterschiedlich gefärbten Betonelementen. Auch das steht für den neuen Stil: Skandinavier sind nicht mehr nüchtern-protestantisch, sondern leisten sich eine experimentelle, künstlerische Note. Vor drei Jahren gegründet haben sich Friends & Founders. Das schwedisch-dänische Unternehmen nennt seine Kollektion „non-iconic“ und wendet sich damit gegen den inflationär gewordenen Klassikerkult. Geometrische und architektonische Formen dominieren ihre Produkte. Es gibt etwa komplett schwarze Stühle aus kantigem Stahl. Die insgesamt raue, harte Anmutung erinnert manchmal an die Düsternis der Krimiserien, mit der die Skandinavier in den vergangenen Jahren ebenfalls sehr erfolgreich waren. Auch Louise Roe aus Kopenhagen geht mit ihren Wohnaccessoires den Weg der neuen Generation. „Die Materialien sind beim Design vergleichbar mit den Zutaten beim Kochen“, findet die erfolgreiche Designerin.

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