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Handwerk und Wohnen

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Handwerk & Wohnen VIELE MÖGLICHKEITEN BEI DER SICHERUNG DER HAUSTÜR Einbrechern das Leben schwer machen Mechanische Sicherungen sind auch bei der Haustür nach wie vor der wirksamste Einbruchschutz. VON CARSTEN HÖFER „Mein Haus ist mein Schloss“: Angesichts gestiegener Einbruchzahlen nehmen viele Hausbesitzer diesen Spruch inzwischen wörtlich. Eigenheime werden mit professionellen Sicherheitsmaßnahmen aufgerüstet – bis zum Fingerabdrucksensor für die Haustür. „Einbruchhemmung ist das Thema Nummer eins“, sagt Frank Horhäuser, Produktmanager beim hessischen Türund Fenstergriffhersteller Hoppe – eines von mehreren Unternehmen, die Fingerscanner für die Haustür anbieten. Verbreitung für den privaten Hausgebrauch finden somit auch Technologien, die bis vor einigen Jahren ausschließlich in Hochsicherheitsbereichen von Firmen, Behörden und Forschungsinstituten zu finden waren. Polizei und Versicherungen allerdings legen weniger Wert auf Hightech als auf solide mechanische Sicherung – etwa einbruchhemmendes Fensterglas und Türbeschläge oder zusätzliche Schlösser für die Fenster. Denn die polizeiliche Erfahrung lehrt, dass es Einbrecher eilig haben. Gelingt es ihnen nicht, innerhalb kurzer Zeit in ein Haus oder eine Wohnung einzudringen, ziehen viele wieder ab. Eine Haustür lässt sich vielfältig gegen Einbrecher schützen. Schönheitskur für die Parketthaut (rps) Ein Parkettboden sollte in regelmäßigen Abständen mit einer passenden Schönheitskur wiederbelebt werden. „Je nach ursprünglicher Beschaffenheit der Parkettoberfläche kann jeder noch so alte Parkettboden mit einer neuen Lack- oder Ölschicht in einen nahezu neuwertigen Zustand versetzt werden“, erklärt der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Parkettindustrie, Michael Schmid. Um die Oberfläche möglichst gut vor Beschädigungen zu schützen, sollten das Saugen mit entsprechendem Aufsatz und das vorsichtige Wischen mit einem nebelfeuchten, feinen Wischmop zum regelmäßigen Reinigungsalltag zählen. Denn: Jedes noch so kleine Steinchen kann wie Schmirgelpapier auf die Fußbodenoberfläche einwirken, und es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Parkettdielen Schäden davontragen. Dann kommt es auf die Frage an, ob der Parkettboden werk- oder bauseitig mit einer Ob Lack oder Öl: Richtig behandelt wird ein Parkettboden zu einem sehr langlebigen Bodenbelag. FOTO: VDP Lack- oder Ölschicht versehen ist. In ersterem Fall wird die abgenutzte Lackschicht angeschliffen und mit neuem Lack versiegelt. Hierbei gehen nur ein paar Zehntelmillimeter der Holzschicht verloren. Der Vorteil: Ein mit Lack versiegelter Parkettboden ist dauerhaft vor eindringender Feuchtigkeit GRAFIK: DPA und Abrieb geschützt. „Das ist vor allem in Bereichen mit Spritzwasser wie im Badezimmer oder in der Küche von Vorteil“, erklärt Michael Schmid. Der Lack bildet eine geschlossene und widerstandsfähige Schicht, jedoch kann das Holz auch durch die Lackschicht noch atmen. INFO Unterstützung Staatliche Hilfe Für den Einbau von Sicherheitstechnik gibt es staatliche Hilfe. Die öffentliche KfW-Bank fördert diese Maßnahmen mit bis zu 1500 Euro Zuschuss – jeweils abhängig von der Investitionssumme. Bevorzugte Einbruchmethode ist nach wie vor das Aufhebeln von Fenster oder Tür – das lässt sich durch ein gutes Schloss oft verhindern. Bei der Haustür empfehlen Experten Zylinder- oder Einsteckschlösser mit Mehrpunktverriegelung, deren Riegel mindestens 20 Millimeter tief in das Schließblech greifen. Das Schloss soll sich weder durch Gewalt noch durch falsche Schlüssel öffnen lassen. Schutz vor nachgemachten Schlüsseln bietet ein Schließzylinder mit Sicherungskarte. Wirkungsvoll ist eine Systemeinheit aus Schloss, Schließzylinder, einbruchhemmendem Schutzbeschlag und Schließblech. Ein zusätzliches Schloss mit Mauerverankerung sowie ein Querriegelschloss, das rund 30 Zentimeter unterhalb des Hauptschlosses installiert ist, können sinnvoll sein. Das Versiegeln der Parkettoberfläche mit einem hierfür geeigneten Parkettlack sollte möglichst von einem Fachmann ausgeführt werden. „Für die Versiegelung ist der bei Parkett beliebte Wasserlack empfehlenswert. Er enthält wenig oder keine Lösemittel und ist leicht zu verarbeiten“, so der Parkettexperte. Wer einen geölten Parkettboden besitzt, kann auch einzelne Stellen selbst nachölen. So können relativ einfach stark benutzte Abschnitte, wie etwa der Flur, der Durchgangsbereich im Wohnzimmer oder der Bereich rund um den Schreibtischstuhl im Büro separat erneuert werden, ohne die gesamte Bodenfläche behandeln zu müssen. „Das Ölen verhindert, dass andere Flüssigkeiten in die Holzoberfläche einsickern können, bildet darauf aber keinen Film wie das Versiegeln“, erklärt Schmid. Die offenen Poren des Holzes können Luftfeuchtigkeit ungehindert aufnehmen und abgeben.

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