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Handwerk und Wohnen

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Handwerk & Wohnen DIE FENSTERSCHEIBE IST HÄUFIG DIE SCHWACHSTELLE IM HAUS Durchwurfhemmendes Fensterglas erschwert Einbrechern den Einstieg Einbrecher suchen sich meist die schwächste Stelle am Haus aus, um ins Gebäude einzusteigen – zum Beispiel die Fensterscheibe. Bei vielen der in den 1990er Jahren üblichen Isoliergläser steht bald ein Austausch an. Hier kann sich der Umstieg auf Sicherheitsglas lohnen. VON SIMONE A. MAYER Um sich vor Einbrechern zu schützen, sichern viele Hausbesitzer die Beschläge und Rahmen ihrer Fenster inzwischen besser ab. So wird die Scheibe zur schwächsten Stelle – und zur möglichen Eintrittspforte für Kriminelle. Helfen Die Scheiben sind meist die schwächste Stelle eines Fensters – und eine mögliche Eintrittspforte für Kriminelle. FOTO: DANIEL MAURER kann hier ein Umstieg auf Sicherheitsglas. In vielen Fenstern hängen derzeit gut dämmende Isolierglasscheiben. Das sind zwei oder drei Glasscheiben, die über einen Abstandshalter luftdicht verbunden sind. Zwischen ihnen befindet sich zur Wärmeisolation das Gas Argon, bei älteren Scheiben ist es getrocknete Luft, erläutert Peter Birkholz, Ratgeberautor für die Stiftung Warentest. Solche Isolierglasscheiben beschlagen und vereisen im Winter nicht. Und man braucht nur zwei Seiten der Fenster zu putzen – bei Doppelfenstern im Altbau sind es dagegen vier. Der Nachteil von Isoliergläsern besteht aber darin, dass diese Scheiben nicht ewig halten: Nach 20 bis 30 Jahren lässt ihre Dichtheit nach. Das können Hausbesitzer erkennen, wenn die Scheiben beginnen, im Zwischenraum zu beschlagen. „Sie werden blind“, sagt Peter Birkholz. „Auch winzige Beschädigungen wie ein kaum sichtbarer Sprung machen sie dann unbrauchbar, denn ihre Isolierwirkung ist damit dahin.“ Birkholz rät Hausbesitzern, bei einem ohnehin fälligen Austausch abzuwägen, ob eine durchwurfhemmende Verglasung – also eine Art Sicherheitsglas – sinnvoll ist. „Liegt die Wohnung im Erdgeschoss, hat sie von außen leicht erreichbare Fenster, eine zugängliche Balkon- oder Terrassentür, über die Einbrecher leicht eindringen können, so ist der relativ geringe finanzielle Aufwand für eine einbruchhemmende Verglasung durchaus zu rechtfertigen“, findet der Experte. Birkholz rät dazu, im Handel bewusst nach durchwurfhemmender Verglasung zu fragen: „Glasereibetriebe beraten in dieser Hinsicht erfahrungsgemäß erst bei gezielter Anfrage und ersetzen beschädigte Scheiben üblicherweise in der ursprünglichen Standardqualität.“ Doch was genau bedeutet durchwurfhemmend? Das Glas setzt sich aus zwei Scheiben und einer Spezialfolie dazwischen zusammen. Wird eine Scheibe zerstört, haften die Splitter auf der Folie. „Man braucht nicht gleich an Panzerglas zu denken, hinter dem Weniger Einbrüche dank verstärkter Prävention (rps) Der Rückgang von 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist auf verstärkte Präventionsmaßnahmen zurückzuführen, wie die neue Polizeiliche Kriminalstatistik bestätigt. Was können Verbraucher tun, um ihr Heim vor Einbruch zu schützen? Bei Ein- und Mehrfamilienhäusern dringen Einbrecher häufig durch die Fenster oder Terrassentüren ein. „Ein ungesichertes Fenster können die Täter in wenigen Sekunden aufhebeln“, erklärt ein Bankkassierer arbeitet“, sagt Birkholz. Schon die niedrigste Klasse einer Durchwurfhemmung sei aber wirksam, um zu verhindern, dass die Scheibe mit Hilfe eines Steins oder Hammers zertrümmert werden kann, so dass sie in sich zusammenfällt und dem Eindringling Tür und Tor öffnet. Man darf aber auch nicht zu viel erwarten: „Natürlich splittert auch eine einbruchhemmende Verglasung bei einem Hammerschlag“, erklärt der Autor. „Doch eine zähe Folie schützt davor, dass sich der Einbrecher eine ausreichend große Einstiegsöffnung verschafft.“ Die Splitter müssten erst in mühsamer und gefährlicher Arbeit entfernt werden, um diese Folie zerschneiden zu können. Das raube Zeit und berge ein Verletzungsrisiko für den Einbrecher. „Natürlich ist eine durchwurfhemmende Glasscheibe kein alleiniges Mittel, einen Einbruch zu verhindern. Dazu gehören auch solide Verriegelungen an der Schließ- und Bandseite des Fensters sowie der Tür“, betont Birkholz. Nach dem Rekordjahr 2015 ist die Zahl der Einbrüche und Einbruchsversuche im Jahr 2016 erstmals seit Jahren wieder gesunken. Christoph Silber-Bonz, Geschäftsführer des Bundesverbandes Rollladen+Sonnenschutz. „Aus diesem Grund ist es wichtig, sein Eigentum wirksam zu schützen.“ Wenn Fenster und Rollladen gleichermaßen einbruchhemmend ausgelegt werden, wird das größte Maß an Sicherheit erreicht. Bei Fenstern sind das vor allem geprüfte Beschläge und weitere Zusatzeinrichtungen. Auch bei Rollläden gibt es solche einbruchhemmenden Systeme: Unter anderem durch ihre biegefesten Rollladenstäbe aus Aluminium sind einbruchhemmende Rollläden besonders widerstandsfähig und können nicht einfach herausgebrochen werden. Zudem sind sie mit Hochschiebesicherung und verstärkten Führungsschienen ausgestattet, was einen Einbruch erheblich erschwert. Von den bundesweit 151.265 Einbruchsversuchen im Jahr 2016 blieben 43 Prozent erfolglos.

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