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Handwerk & Wohnen -21.02.2018-

Handwerk & Wohnen

Handwerk & Wohnen DIE OBERE GEBÄUDEHÜLLE IST VIELEN BELASTUNGEN AUSGESETZT Dach regelmäßig checken lassen Bei Schäden droht im schlimmsten Fall sonst der Versicherungsschutz verloren zu gehen. (rps) Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) rät Hausbesitzern wegen anderenfalls eventuell gravierender Folgen, regelmäßig das Dach auf etwaige Schäden fachgerecht kontrollieren zu lassen. Dazu hat der ZVDH eine eigene Webseite rund um das Thema Dachcheck erstellt. Hier können Hauseigentümer sich informieren, direkt nach einem Dachdeckerunternehmen in der Nähe suchen und „Viele Urteile zeigen, dass der Versicherungsschutz ganz oder teilweise erlöschen kann“ Ulrich Marx ZVDH-Hauptgeschäftsführer gleich eine Anfrage starten. Zahlreiche Innungsbetriebe haben sich dort bereits mit Logo, Adresse und kurzer Beschreibung eingetragen. Ein besonders wichtiges Argument für den Dachcheck: Hausbesitzer sollten ein Augenmerk auf die Bedingungen ihrer Hausversicherungen haben. Denn sowohl bei der Gebäudehaftpflicht- als auch bei der Wohngebäudeversicherung gegen Sturm, Hagel und Brand müssen Hauseigentümer ihr Dach regelmäßig warten lassen. „Die Rechtsprechung hat in vielen Urteilen bestätigt, dass der Versicherungsschutz ganz oder teilweise erlöschen kann. In Extremfällen, zum Beispiel, wenn Personen durch herabfallende Dachteile verletzt oder gar getötet werden, kann diese Rechtslage den wirtschaftlichen Ruin des Hausbesitzers bedeuten“, erklärt ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx. Ein regelmäßiger Dachcheck sollte daher für alle Hauseigentümer ein Muss sein, denn die Gebäudehülle ist zum Teil extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt. So kann es beim Steildach durch Sturm, Hagel, Starkregen und Schnee zu Beschädigungen oder Lockerungen der Dachziegel, Dachsteine oder Schieferplatten kommen. Heftige Temperaturwechsel im Winter zwischen Frost und Tau greifen die Oberfläche, aber auch das Material in der Substanz an. Dies gilt umso mehr, wenn Solaranlagen auf dem Dach installiert sind, die nur bei optimaler Pflege einwandfrei funktionieren. Eine regelmäßige Wartung des Daches schützt vor unangenehmen Überraschungen. FOTO: IG BAU Auch Schäden durch Rissbildungen und Absprengungen sowie Wasserrückstau durch verstopfte Fallrohre beeinträchtigen die Sicherheit des Eigenheims. Die regelmäßige Wartung durch Dachdecker- Innungsbetriebe schützt vor unangenehmen Überraschungen und trägt zum Werterhalt des Hauses bei. Die Website des Dachdeckerhandwerks dazu: www.dachcheck.dachdecker.org Energieausweise: Die ersten laufen in diesem Jahr ab Der Energieausweis wurde schrittweise ab dem Jahr 2008 eingeführt. FOTO: KAI REMMERS (tmn) Die ersten Energieausweise für Wohngebäude werden ungültig. Das Dokument hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Hausbesitzer sollten das im Auge haben, denn wenn sie ein Haus oder einzelne Wohnungen neu vermieten oder verkaufen wollen, müssen sie Interessenten das Dokument bei der Besichtigung vorlegen. Betroffen sind zum einen Dokumente für Gebäude, die vor 1966 errichtet wurden. Für sie ist seit Mitte 2008 ein Energieausweis verpflichtend – folglich betrifft sie das Ablaufen der zehnjährigen Gültigkeit. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin. Die zweite betroffene Gruppe sind Gebäude, die seit 1. Oktober 2007 neu gebaut oder modernisiert wurden. Für sie ist seither ebenfalls ein Energieausweis verpflichtend, und die ersten Dokumente sind also bereits seit Oktober 2017 abgelaufen.

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