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Handwerker in Ihrer Nähe

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MG-L6 C6 Lokale Kultur RHEINISCHE POST DIENSTAG, 7. FEBRUAR 2017 MELDUNGEN Ausstellung im Foyer der NEW wird verlängert (isch) Die Ausstellung „Fließende Konturen“ im Foyer der NEW- Hauptverwaltung an der Odenkirchener Straße 201 wird um einen Monat bis zum 1. März verlängert. Der Künstler Heinz Lanser präsentiert im Rahmen der „Linie Kunst“ einige seiner Malereien, für die er die „Dripping-Technik“ verwendet. Die Leinwand beträufelt er zunächst mit schwarzer Acrylfarbe und schafft so Konturen, die mal zart, mal kräftig sind, sie bilden Rundungen, spitze Winkel oder Kleckse. Nach dem Auftragen der Konturen fügt Lanser farbige Flächen hinzu, die in sich wiederum Farbverläufe zeigen. Lanser schafft so Profile von Gesichtern, aber auch abstrakte Formen. Die Ausstellung kann montags bis donnerstags jeweils von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 13 Uhr besichtigt werden. Chor St. Vitus feiert Neuaufnahme mit Messe (isch) Vor zehn Jahren wurde der Gemeinschaftschor St. Vitus durch den Zusammenschluss mehrerer Chöre gegründet. Er gestaltete lange Zeit viele Gottesdienste in der Pfarre St. Vitus. Am 25. Januar ist auch der Kirchenchor St. Cäcilia Eicken dem Gemeinschaftschor beigetreten. Dieser Zusammenschluss wird am Sonntag, 12. Februar, ab 12.15 Uhr in St. Barbara mit einer Festmesse gefeiert. Es erklingt die „Kleine Orgelsolo-Messe“ von Joseph Haydn mit Orchesterbegleitung und Willi Hütz an der Orgel. Die Gesamtleitung hat Heinz-Josef Clemens. Freiwilliges Soziales Jahr beim Theaterfotografen (isch) Seit zwei Jahren haben Interessenten die Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr am Gemeinschaftstheater zu absolvieren. In der Spielzeit 2017/18 hat Theaterfotograf Matthias Stutte wieder einen Platz zu vergeben. Wer ausgiebig Theaterluft schnuppern, den Alltag an einem Drei-Sparten-Haus kennenlernen und in einem kreativen Team arbeiten möchte, kann sich ab sofort unter www.freiwilligendienste-kultur-bildung.de und bei Matthias Stutte unter 02151 805-191, oder matthias.stutte@theater-krmg.de bewerben. Das FSJ-Kultur in der Theaterfotografie beginnt am Donnerstag, 31. August. Torbau Dachdecker Türen ANZEIGE Die Wise Guys im Kunstwerk Wickrath: Die fünf Jungs sind auf Abschiedstour, und ich sehe sie zum ersten Mal live auf der Bühne. Hammer! Eine sehr persönliche Konzertkritik. VON INGE SCHNETTLER Weltmusik zum Tanzen und Träumen Die originellen Sounds von Laboum und The Hempolics versetzen das Publikum im BIS-Zentrum in beste Laune. VON SOPHIA FIRGAU Das ungemütliche Februarwetter lud eigentlich dazu ein, den Samstagabend auf der Couch zu verbringen, doch das hinderte die Besucher des ersten Mönchengladbacher Polstereien Verliebt in die Besserwisser Nils Olfert, Dän Dickopf, Marc Sahr (Sari), Björn Sterzenbach und Eddi Hüneke (v.r.) sind die Wise Guys. Ich habe mich verliebt. In Dän, Eddi, Björn, Nils und Sari. Ich fand die Jungs immer schon gut, ihre Musik sowieso, aber jetzt ist es um mich geschehen. Restlos. Und viel zu spät. Denn die Wise Guys, diese formidable A-Capella-Truppe, die ich zum ersten Mal in meinem Leben live erlebe, sind, 25 Jahre nach ihrer Gründung, auf Abschiedstour. Und die führt sie auf die Bühne des Wickrather Kunstwerks. Glücklicherweise. Zum Abschluss der Wintermusik, die der Organisator der Sommermusik, Günter vom Dorp, erstmals präsentiert, begeistern die fünf Sänger 1000 Gäste im ausverkauften Haus. Spätestens ab dem Song „Mädchen, lach doch mal“ haben sie mich. Wer mag dieser Aufforderung nicht folgen? Zumal, wenn sie so charmant und so mitreißend fröhlich vorgetragen wird. Nicht nur die Mädchen lachen. Den ganzen Abend habe ich das Gefühl, dass ich gemeint bin, ich persönlich. Tatsächlich nehmen die Jungs da oben Augenkontakt auf zum Publikum. Zumindest zu den ersten Reihen. Da hält es die ersten Fans auch schon nicht mehr auf den Stühlen. Wer Platz hat, tanzt. Spätestens bei „Jetzt ist Sommer“, auch bei „Wo der Pfeffer wächst“ und „Powerfrau“. Wenn die Schlaumeier, bzw. Besserwisser, so übersetzen die fünf Sänger selbst den Namen Wise Guys, über die Alltagshelden singen, über die Pfleger, Krankenschwestern, die alleinerziehenden Mütter, all die stillen Fleißigen, die für viel zu wenig Geld und kaum beachtet, noch weniger anerkannt, anderen Gutes tun, dann wird es ganz still in der Halle. Und der Applaus setzt erst mit Verzögerung ein. Der Text geht unter die Haut, Gefühle werden tief. Aber es darf dann auch schnellstens wieder gelacht werden. Die auf Kölsch vorgetragene Geschichte vom kleinen dicken Dieter, der sich ein Rollbrett (historisch für Skateboard) wünscht, der „Ohrwurm“, auch die Persiflage auf Michael Jacksons „Thriller“. Da besingen die Wise Guys den ollen Schiller – echt abgefahren. Dem Neuzugang Björn („fast noch ein Kind“) hat Dän ein Lied auf den (kleinen) Leib geschrieben: „Kleine Männer“. Das singt der komplett rot gekleidete Bass mit Bravour und ganz viel Selbstironie. Die Kollegen hätscheln ihn dafür. Björn hat seinen Platz bei den Wise Guys gefunden. Er ist aber auch verdammt gut. Seine supertiefe Stimme bildet bei vielen Songs einen samtweichen Klangteppich, „Worldmusic Carnivals“ nicht daran, zahlreich ins BIS-Zentrum für offene Kulturarbeit zu strömen. Mit den lebendigen und originellen Sounds der Bands Laboum (Mönchengladbach/Köln) und The Hempolics (London) ließ sich das Regenwetter ganz schnell vergessen. Mal verträumt, mal rhythmisch schnell – mit einer abwechslungsreichen Palette aus Pop, Jazz, Elektro- und Weltmusik brachte Laboum das Publikum in Stimmung. Neben Gitarre (Lennard Merkl) und Schlagzeug Handwerker in Ihrer Nähe Schreinereien (Felix Horstmann) wurden durch Kazoo – eine Art Metalltröte, die durch eine Membran die Stimme verzerrt – und Loops interessante Sounds produziert. Besonders der unglaubliche Stimmumfang der Sängerin Melody Awuah begeisterte die Gäste. Spätestens mit dem ersten Song der zweiten Band The Hempolics hielt es niemand mehr im Sitzen aus. „Musik mit der organischen Stimmung des Roots, freundlichen Hooks, dicken Bässen und einer Prise Fernweh versetzt“ – hinter dieser Ankündigung musste sich die siebenköpfige Truppe wahrlich nicht verstecken – und holte den Sommer mit Reggae, Jazz und HipHop ins BIS-Zentrum. Gesungen wurde Solo, im Duo oder Trio (Grippa Laybpurne, Nubiya Brandon und Daniel Collier) – begleitet durch Schlagzeug und Gitarren, aber auch Instrumente wie Melodica und Schellenkranz kamen zum Einsatz. Die Spielfreude von Lorenzo, Leon King, Craig Boormann und Harry Collier verwandelte sich in Tanzfreude beim Publikum, das gar nicht genug bekommen konnte. Es feierte die Band mit ohrenbetäubendem Applaus, Jubelschreien und begeisterten Pfiffen. Dieses minutenlange Durchhalten wurde dann schließlich mit einer zweiten Zugabe belohnt, die den großartigen Auftritt ausklingen ließ. Das Konzert war Teil des vom Verein Kulturkram organisierten Weltmusik-Festivals, das noch bis zum 24. Februar läuft. „Das Projekt folgt dem Gedanken, eine vielfältige Alternative zum klassischen rheinischen Karneval zu bieten und so die Kommunikation und das Verständnis verschiedener Kulturen in Mönchengladbach zu fördern“, so die Veranstalter. Die nächste Gelegenheit dazu bietet ein Konzert mit der von den Komoren stammenden Künstlerin Nawal Mlanao, die am Donnerstag, 9. Februar, um 19.30 Uhr im Ladenlokal an der Eickener Straße 14 Afro- Sufi-Songs präsentiert. Mlanao wird dabei außergewöhnliche Instrumente wie die jemenitische banjoähnliche Gambusi, das afrikanische Daumenklavier Mbira, die iranische Rahmentrommel Daf sowie weitere Percussioninstrumente zum Klingen bringen. Weitere Informationen auf www.worldmusic-carnival.de“ Neun besondere Postkarten mit Motiven aus der Altstadt Die Karten gibt es kostenfrei in mehreren Geschäften, Restaurants, in der Kulturküche und in der Vinyl Garage. (isch) Zum Thema subjektive Fotografie hat sich im vergangenen Herbst eine Workshopgruppe zum „Fotowalk Altstadt“ aufgemacht. Das Quartier und seinen versteckten Charme wurden mit der Fotokamera festgehalten. Die schönsten Motive sind jetzt als Postkartenserie veröffentlicht worden und liegen an verschiedenen Orten der Altstadt kostenlos zum Sammeln und Verschicken aus. Der Fotowalk Altstadt RP-FOTO: JÖRG KNAPPE seine Beatbox-Parts sind rekordverdächtig. Und dann marschieren die fünf in die Tiefen der Halle, sie legen ihre Mikros beiseite und singen „Get up and try try try“ von Pink. Ganz leise ist es im Kunstwerk, atemlos lauschen die 1000 Menschen. Frenetischer Jubel dann. Was diese fünf Stimmen können, wie sie die riesige Halle füllen, welche Harmonien sie entfalten – Gänsehaut pur! Aber sie können nicht nur singen, sie sind zudem sozial engagiert und politisch. Sie fordern auf, sie bei ihrer Hilfsaktion für Misereor zu unterstützen, und sie richten den Appell an die Gäste, am 24 September zur Bundestagswahl zu gehen – und eine demokratische Partei zu wählen, keine, die Ängste schürt und Menschen ausgrenzt. Sie sind echt, sie sind bodenständig, sie haben Lust am Lachen, am Denken, am Handeln. Sie können singen, sie können begeistern, sie sind einfach gut. Ich habe mich verliebt. In Dän, Eddi, Björn, Nils und Sari. Die am Ende singen „Wir werden euch vermissen“. Wir euch auch. Die gute Nachricht. Dän, Nils und Björn kommen als „Alte Bekannte“ mit zwei Neuen wieder – am 18. Februar 2018. Ins Kunstwerk. wurde von der an der Waldhausener Straße beheimateten Kulturküche organisiert und von den c/o Künstlern Link & Kress geleitet. Die neun Postkarten sind ab sofort an folgenden Orten umsonst und für jeden erhältlich: Kulturküche, Vinyl Garage, Soanhs Garküche, Schuhreparaturen Am Grünewald, Tante LeMi, Terstappen Raumausstattung, Furu Sushi, Antiquariat am St. Vith und Eine-Welt-Laden.

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