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Hildener Jazztage

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14 HILDENER JAZZTAGE

14 HILDENER JAZZTAGE Bill Evans Candy Dulfer Götz Alsmann Tingvall Trio schlechter wurde, blieben ihr am Ende gerade noch drei Minuten im letzten Tageslicht. Der Zeitdruck, erklärt Steingießer, beschere ihr manchmal die besten Motive, weil der Gesichtsausdruck der abgelichteten Personen dann meist natürlicher wirke, weniger gekünstelt. Die Ausstellung im Fabry- Museum lädt die Besucher zum Entdecken solcher Details und zur eigenen Interpretation des im Foto Festgehalansonsten verhallt alles im Schwarz des Bühnenhintergrunds und der Kleidung. Die Bilder wirken wie eine Pantomime, die in die Psychologie des Verhältnisses der beiden blicken lässt. Ihre Bilder, sagt die Journalistin dazu, sollen ihren Texten etwas hinzufügen, das sich mit Worten nicht sagen lässt. Die Interviewfotos der Ausstellung entstanden meist im Rahmen von Presseterminen. Bei einem ihrer frühesten Bilder führte sie das Gespräch mit dem Saxophonisten Bill Evans in dessen Hotelzimmer, und als sie keinen passenden Hintergrund fand, entschied sie, ihn vor die Wand aus Glasbausteinen zu stellen, die sein Zimmer von der Nasszelle trennte. Das Tingvall Trio wollte sie vor Thomas Schüttes Skulptur „Großer Geist“ vor der Essener Philharmonie ablichten. Als sich der Soundcheck immer weiter hinzog und die Lichtsituation immer Ausstellung Portraits of Jazz. Musikerfotografien von Barbara Steingießer Ort: Wilhelm-Fabry-Museum, Benrather Str. 32a Dauer: bis 18. Juni Öffnungszeiten: Di., Mi., Fr. 15-17 Uhr, Do. 15-20 Uhr, Sa. 14-17 Uhr, So./Feiertage 11-13 und 14-18 Uhr Eintritt: 3 Euro/1,50 Euro tenen ein. Man meint Sonny Rollins Saxophon spielen zu hören; man ahnt den Groove der Band hinter Trombone Shorty; man macht sich Gedanken über die Ernsthaftigkeit des Pianisten Vijay Iyer; man sieht den Schalk im Nacken von Götz Alsmann; man ist amüsiert über zwei Markenzeichen Andy Warhols „Velvet Underground“-Banane in der Interpretation des Bananensprayers Thomas Baumgärtel und David Helbocks Pianotasten- Mütze. In vielen der Bilder bleiben die Künstler dabei seltsam einsam, obwohl die Fotografin ja direkt vor ihnen steht, sie im Fokus hat. Und auch diese Erkenntnis sagt etwas über die Abgebildeten aus. Sie sind ja durchaus gewohnt, abgelichtet zu werden, und die Pose, die sie einnehmen, ist genau die, in der sie nachdenklich oder Schalk im Nacken, Zähne zeigen oder lieber Instrument. Steingießer sieht sich dabei nicht als Regisseurin, sondern will die Künstler genauso ablichten, wie sie sich geben wollen. Ihre Aufgabe ist die Auswahl und die Rahmung des Motivs im Sucher ihrer Kamera. Die Interpretation überlässt sie dem nebeneinander: gesehen werden wollen: Betrachter. Konzert Lühning & Nendza Besetzung: Inga Lühning (Gesang), André Nendza (Kontrabass, Bass-Schlitztrommel) Termin: Sonntag, 18. Juni, 18.45 Uhr Ort: Wilhelm-Fabry-Museum, Benrather Str. 32a

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