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Hilfe im Trauerfall -05.02.2019-

Hilfe im Trauerfall

Hilfe im Trauerfall RHEINISCHE POST WIE MAN SICH EINFÜHLSAM VERHÄLT DIENSTAG, 5. FEBRUAR 2019 Hinter der Trauer wartet die Zukunft: Wenn der Partner früh stirbt Junge Witwer und Witwen haben noch viel Lebensweg vor sich. Irgendwann kommt dann vielleicht der Wunsch nach einem neuen Partner auf. Dabei ist aber viel Fingerspitzengefühl gefragt – von beiden Seiten. VON SABINE MAURER Direkt nach dem Tod des Partners liegt das Thema meist noch in weiter Ferne. Doch irgendwann steht es bei den meisten jüngeren Witwen und Witwern an: Sie wünschen sich wieder einen Partner. Der Schritt ist für viele ein großer, begleitet wird er von Sorgen und Ängsten. Dazu gehören Fragen wie: Bin ich überhaupt schon bereit für eine neue Partnerschaft? Was mag die Familie denken, wenn ich einen neuen Lebensgefährten habe? Und wie wird der Partner in spe reagieren, wenn er von meinem Schicksalsschlag erfährt? Fest steht auf jeden Fall: Die Trauerarbeit um den Verstorbenen sollte abgeschlossen sein, hier sind sich die Experten einig. Wer sich zur Ablenkung auf eine neue Beziehung einlässt, wird aller Wahrscheinlichkeit nach scheitern. „Es gibt Menschen, die schieben ungünstigerweise die Trauer beiseite und gehen schnell zur Tagesordnung über“, sagt Psychologe Hans Onno Röttgers. „Die Trauer kommt dann oft später wie ein Bumerang zurück.“ Wie lange die Trauer dauert, ist unterschiedlich. Wichtig ist, dass der Betroffene sich schon in der Phase der Neuorientierung befindet und sich fragt: Nach dem Tod des Partners ist der Schmerz groß. Vor einer neuen Beziehung sollte die Trauerarbeit abgeschlossen sein. FOTO: CHRISTIN KLOSE Wie soll es weitergehen? Hat er sich für eine neue Partnerschaft entschieden und schon jemanden kennengelernt, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Schließlich ist der frühe Tod des Partners ein wichtiges Thema, das nicht allzu lange ausgeklammert werden sollte. „Es gibt nicht den perfekten Zeitpunkt, um dies mitzuteilen“, erklärt die Psychotherapeutin Corinna Buchholz. Das erste Date sei allerdings in der Regel nicht dafür geeignet, zunächst sollten sich beide gegenseitig etwas kennenlernen und Vertrauen aufbauen. Viele haben Angst, dass sich der neue Partner in spe zurückziehen könnte, wenn er von dem schweren Schicksal hört. Diese Angst ist nicht unbegründet. Tod ist immer noch ein Tabu-Thema, vor allem jüngere Erwachsene kennen sich mit Trauer gar nicht aus. Sie fühlen sich überfordert, ihnen fehlen die Worte. „Es ist daher wichtig, als Betroffener die Gesprächsführung zu übernehmen“, rät Julia Scharnhorst, Psychologin in Wedel. „Man sollte nicht zu schnell vorgeben, den anderen zu verstehen“ Hans Onno Röttgers Psychologe Außerdem hilft es, nicht nur bloße Information zu vermitteln, sondern diese auch zu kommentieren. Denkbar sind hier Sätze wie: „Mein früherer Mann ist leider sehr früh gestorben. Das ist schon drei Jahre her, ich bin jetzt gut darüber hinweg.“ Dies gibt dem Gesprächspartner eine Orientierung, wie er mit dieser für beide Seiten unangenehmen Situation umgehen könnte. Doch es kann durchaus sein, dass der andere sich nach einem solchen Gespräch erst einmal zurückzieht. Röttgers empfiehlt Betroffenen, den anderen dann wieder anzusprechen. Man kann dem Gegenüber zum Beispiel Verständnis für sein Verhalten signalisieren. Allerdings sollte man vorsichtig und behutsam vorgehen, damit er sich nicht in die Ecke gedrängt fühlt. Ein weiterer Tipp von Röttgers für beide: „Man sollte nicht zu schnell vorgeben, den anderen zu verstehen.“ Oder zu wissen glauben, was der andere fühlt. Besser ist es, nachzufragen und sich die Sichtweise des anderen erklären zu lassen. So kann ein gemeinsamer Weg gefunden werden. Einfacher ist es zumindest in diesem Punkt, wenn beide verwitwet sind. „Das kann sehr helfen. Es gibt hier ein gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft, sich zu öffnen“, sagt Buchholz. Auch wenn eine Partnerschaft eingegangen wird, ist die Trauer um den Verstorbenen damit nicht vorbei. Sie wird immer wieder in unterschiedlicher Stärke hochkommen, etwa an Weihnachten oder an Jahrestagen. Hier muss jedes Paar gemeinsam besprechen, wie es mit solchen Tagen umgeht. Vielleicht möchte der betroffene Partner am Todestag zum Friedhof gehen. Ob er dabei von seinem neuen Partner begleitet werden will und ob dieser das überhaupt kann, muss jedes Paar für sich entscheiden. „Man sollte auf keinen Fall etwas wegen falscher Rücksichtnahme machen, was einem zuwider ist“, rät Scharnhorst. Auch unabhängig von Jahrestagen lauern Fallstricke. „Manchmal wird der Partner als Therapeut missbraucht“, erklärt Röttgers. Das ist aber eine zu große Belastung. Wer therapeutische Hilfe benötigt, sollte zu einem Fachmann gehen. Nehmen die Gedanken an den Verstorbenen in der neuen Beziehung zu viel Raum ein, kann dies zu Konflikten führen. So kann sich der neue Partner nicht richtig wertgeschätzt fühlen. „Möglich ist auch, dass so andere Konflikte verdeckt werden“, erklärt Scharnhorst. So wird zum Beispiel dem Partner vorgeworfen, er denke nur an den Verstorbenen und stelle Vergleiche an – obwohl dies gar nicht stimmt und die Probleme in der Beziehung woanders liegen. Auch darüber müssen die Partner miteinander reden. Bestattungen J. Heggen Beratung in allen Stadtteilen Seit über 160 Jahren in Familienbesitz Fachgeprüfter Bestatter für: IM TRAUERFALL Erd-, Feuer-, See- und Anonymbestattungen Bestattungsvorsorge HELFEN WIR Partner der Treuhand AG IHR VERTRAUEN Telefon 0203-82961 UNSERE im Bestattungsfall jederzeit für Sie erreichbar ERFAHRUNG Fürst-Bismarck-Straße 5 · 47119 Duisburg · www.bestattungen-heggen.de GESCHÄFTSFÜHRER JOACHIM MROZEK BESTATTER VOM HANDWEK GEPRÜFT Peters Bestattungsvorsorge Sterbegeldversicherung Erd-, Feuer- und Seebestattungen Trauerfeiern individuell gestalten Wir beraten Sie gerne und umfassend Wanheimer Straße 289 Tel. 0203 / 77 04 21 www.bestattungen-simon.de www.bestattungen-hessling.de seit 1910 in Duisburg-Neudorf GmbH Bestattungen in der Nähe des Alten Friedhofs Sternbuschweg 251 47057 Duisburg-Neudorf www.bestattungen-peters.de Stadtteilbüro: 47059 DU-Neuenkamp Dillinger Straße 2 (nur nach tel. Vereinbarung) ✆ (02 03) 35 36 26 Tag und Nacht Anja Heßling-Heiß VERSTEHEN . . BEGLEITEN STÄRKEN Gemeinsam einen würdigen Abschied gestalten Digitaler Nachlass: In Vollmacht Vertrauensperson angeben Abos und Kaufverträge eines Verstorbenen müssen in der Regel gekündigt werden. Denn die Verträge enden nicht automatisch. Wir beraten zum Walsumer Kolumbarium. Alfred Buschmann GmbH · Dr.-Wilhelm-Roelen-Straße 330 · 47179 Duisburg Telefon: 0203 / 491244 · www.buschmann-bestattungen.de Burs & Kummer Inh. Susanne Schlüter e.K. Bahnhofstraße 181 47137 Duisburg Tel. 0203 - 44 58 09 Fax 0203 - 44 69 88 info@schlueter-bestattungen.de www.schlueter-bestattungen.de Bestattungen Nicht alle Profile müssen nach dem Tod zwangsläufig gelöscht werden. Facebook bietet etwa einen Gedenkzustand an. FOTO: WARNECKE M. KOCH Bestattungen 24 Stunden für Sie erreichbar, auch an Sonn- und Feiertagen. Fachkundige Beratung und Hilfe bei einem Sterbefall. Telefon (02 03) 720103 www.bestattungen-koch.de Rüsternstraße 46 · 47279 Duisburg In Würde Abschied nehmen. Mit dem Wissen, dass alles in Ihrem Sinn geregelt ist. Duisburg – Buchholz BURS Bestattungen Düsseldorfer Landstraße 151 Telefon: 0203 /7011 69 www.burs-bestattungen.de Duisburg – Wanheim KUMMER Bestattungen Wanheimer Straße 584 Telefon: 02 03/7016 24 (tmn) Nachlassempfänger müssen sich auch um den digitalen Nachlass kümmern – also Daten und bestehende Accounts löschen sowie vereinbarte Abos und Kaufverträge kündigen. Denn die Verträge enden nicht automatisch. Da rauf macht die Verbraucherzentrale NRW aufmerksam. Nutzer sollten in einer Vollmacht festlegen, welche Vertrauensperson diese Verantwortung übernehmen soll. Wichtig: Das Dokument sollte über den Tod hinaus gelten. Damit die Vertrauensperson auf die Daten zugreifen kann, erstellen Nutzer idealerweise zu Lebzeiten auch eine Liste mit allen bestehenden Accounts, Verträgen sowie Passwörtern. Bei einigen sozialen Netzwerken wie Facebook kann man auch eine Kontaktperson angeben, die sich im Ernstfall um den Account kümmern kann. Fehlen die Angaben, gibt es kommerzielle Nachlassverwalter, die bei der Suche nach dem digitalen Nachlass helfen. Bevor Erblasser einen Dienst beauftragen, sollten sie Preise und Leistungsumfang genau vergleichen. Nach Auffassung der Verbraucherschützer sollte man Geräte wie Computer, Tablets oder Smartphones sowie Passwörter jedoch auf keinen Fall dem Dienstleister aushändigen.

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