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Hilfe im Trauerfall -07.08.2018-

Hilfe im Trauerfall

Hilfe im Trauerfall WAS DER STEINMETZ WISSEN MUSS VERSTEHEN . . BEGLEITEN STÄRKEN Gemeinsam einen würdigen Abschied gestalten Die Auswahl des Grabmals wirkt auf viele Angehörige oft wie ein Abschluss der bewussten Trauerphase. FOTO: ANDREA WARNECKE Kriterien für die Wahl des Grabmals Am Ende erinnert oft nur ein Grabstein oder ein Kreuz an ein Leben. Daher legen viele Angehörige großen Wert auf die Auswahl und die Gestaltung des Grabmals. Ein Überblick zum Vorgehen. VON SIMONE ANDREA MAYER Für viele Angehörige beginnt das eigentliche Trauern erst nach der Beerdigung. Einen Abschluss kann Wochen und Monate später, vielleicht sogar erst in ein paar Jahren das Setzen des Grabmals bilden. Daher sagt Hermann Rudolph, stellvertretender Bundesinnungsmeister des Bundesverbands Deutscher Steinmetze: „Erst wenn man in der Lage ist, mit etwas Abstand über Persönliches zu sprechen, sollte man zum Steinmetz gehen.“ Fragen und Antworten: www.bestattungen-hessling.de Wanheimer Straße 289 Tel. 0203 / 77 04 21 www.bestattungen-simon.de Alfred Buschmann GmbH · Dr.-Wilhelm-Roelen-Straße 330 · 47179 Duisburg Telefon: 0203 / 491244 · www.buschmann-bestattungen.de Gibt es Vorschriften, wann ein Grabmal stehen muss? Nein, Eile ist nicht geboten. Es gibt keine Vorschriften, wann ein Stein, eine Platte oder ein festes Kreuz auf dem Grab gesetzt sein müssen, erklärt Rudolph. Aber es gibt in einigen Friedhofssatzungen zum Beispiel eine grobe Vorgabe, dass nach sechs Monaten das Grab „würdevoll hergerichtet sein muss“ – „was auch immer das bedeuten mag“, ergänzt Hermann Rudolph. Eigentlich sei dafür nur nötig, den Erdhaufen einzuebnen und eine Holzumrandung zu ziehen. „Die meisten Friedhofsträger wollen verhindern, dass die Grabhügel lange bleiben, dann vielleicht sogar zusammenbrechen oder sich Löcher bilden.“ Wann kann ein Grabmal frühestens gesetzt werden? Bei Bestattungen von Särgen warten Steinmetze mindestens sechs Monate, damit sich die Erde ausreichend setzen kann. Bei Urnenbestattungen ist dies Anja Heßling-Heiß Wir beraten zum Walsumer Kolumbarium. Hermann Rudolph ist stellvertretender Bundesinnungsmeister des Bundesverbands Deutscher Steinmetze. FOTO: TMN nicht nötig. Eines gibt Rudolph dabei zu bedenken: „Wenn der Stein einmal steht, ist das für viele etwas Endgültiges – und das fällt vielen emotional schwer.“ Er rät daher, sich erst mal so viel Zeit wie eben nötig für die Trauer zu geben. Gibt es Vorgaben, wie ein Grabmal aussehen muss? In den meisten Fällen nicht. Ausnahmen betreffen unter Umständen Gemeinschaftsanlagen für Urnen. Hier ist laut dem Steinmetz oft der Typ und die Größe der Beschriftung vorgegeben, damit das Erscheinungsbild einheitlich bleibt. „Aber das ist auch Sinn und Zweck einer solch pflegearmen Lösung“, erläutert Rudolph. „Wer etwas Individuelles will, muss ein einzelnes Grab wählen.“ Es kann auch sein, dass es für einzelne Bereiche eines Friedhofs Regelungen gibt – dass zum Beispiel nur Holzkreuze auf einem Sockel oder nur heimische Steinarten gesetzt werden dürfen. „Aber das erfährt man schon bei der Auswahl des Grabs.“ Was bringe ich zum Beratungsgespräch mit dem Steinmetz mit? Der Grabbrief und die Liegenummer helfen dem Steinmetz bei der Vorbereitung eines Beratungsgesprächs und der Ideenfindung. Er kann sich die Lage und Umgebung anschauen, was in den Entwurf eines Grabmals einfließen kann. Oder die Grabbesitzer bringen entsprechende Fotos mit. Dazu braucht der Steinmetz die Lebensdaten – „und ein bisschen Zeit, damit ich etwas zur Lebensgeschichte des Verstorbenen fragen kann“, ergänzt Rudolph. Grabsteine werden heute oft so gestaltet, dass sie in Form und Gestaltung an den Verstorbenen erinnern. Gibt es Trends bei Grabsteinen? „Es geht im zunehmenden Maße um Individualität und um Vielfalt“, berichtet Rudolph, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Grabmal ist. Konkrete Trends in Form, Farbe und Stil kann er aber nicht ausmachen. Allerdings gibt es eine Tendenz zu heimischen Steinen. „Kunden fragen verstärkt nach der Herkunft des Materials“, so der Steinmetz. „Früher hat man auch Materialien aus der Region verwendet. Die passen deswegen gut in die Gegend.“ Die Steinmetze selbst arbeiten derzeit gerne mit einer Kombination von Materialien, etwa Steine mit Holz-, Glas- oder Steineinsätzen. Bei Testamenten auf präzise Formulierungen achten (tmn) Bei der Abfassung eines Testaments kommt es auf eine sehr genaue Ausdrucksweise an. Das gilt insbesondere für Eingangsformeln. Heißt es etwa am Anfang „Für den Fall, dass ich heute tödlich verunglücke“ stellt sich die Frage, ob das Testament auch gültig sein soll, wenn die Erblasser zu einem anderen Zeitpunkt sterben. In diesem Fall muss der Text ausgelegt werden, wie ein Fall vor dem Kammergericht Berlin zeigt (Az.: 6 W 10/18), auf den die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist. In dem verhandelten Fall hatte die Erblasserin geschrieben: „Testament! Für den Fall, das ich heute, am 26.11.1999, tödlich verunglücke, fällt mein gesamter Nachlass (Haus, Auto, Konto und persönliche Sachen) zu gleichen Teilen an: ... Aufgesetzt bei bester Gesundheit und vollem Bewusstsein.“ Die Frau starb aber erst Jahre später. Nach ihrem Tod stritten die gesetzlichen Erben mit den im Testament genannten Erben darüber, ob der letzte Wille gültig ist. Nach Ansicht des Kammergerichts hat das Testament in diesem Fall Bestand: Die Eingangsformulierung enthalte keine Bedingung, von deren Eintritt die Wirksamkeit des Testamentes abhängen sollte. Gerade die Eingangsformel eines Testaments sollte zur Vermeidung von Streitigkeiten sehr genau formuliert sein. FOTO: DJEDZURA In ihr werde lediglich der Anlass für die Testamentserrichtung mitgeteilt. Es ging der Erblasserin nur um die allgemein bestehende Möglichkeit, einen Unfalltod auch am besagten Tag zu haben. Es sei auch kein Grund ersichtlich, warum sie die verfügte Abweichung von der gesetzlichen Erbfolge nur an diesem einen Tag vornehmen wollte. Traueranzeigen stehen in Ihrer Zeitung und bei RP Online. Inh. Susanne Schlüter e.K. Bahnhofstraße 181 47137 Duisburg Tel. 0203 - 44 58 09 Fax 0203 - 44 69 88 info@schlueter-bestattungen.de www.schlueter-bestattungen.de GESCHÄFTSFÜHRER JOACHIM MROZEK BESTATTER VOM HANDWEK GEPRÜFT Peters Bestattungsvorsorge Sterbegeldversicherung Erd-, Feuer- und Seebestattungen Trauerfeiern individuell gestalten Wir beraten Sie gerne und umfassend M. KOCH Bestattungen 24 Stunden für Sie erreichbar, auch an Sonn- und Feiertagen. Fachkundige Beratung und Hilfe bei einem Sterbefall. Telefon (02 03) 720103 www.bestattungen-koch.de Rüsternstraße 46 · 47279 Duisburg Burs & Kummer Duisburg – Buchholz BURS Bestattungen Düsseldorfer Landstraße 151 Telefon: 0203 /7011 69 www.burs-bestattungen.de seit 1910 in Duisburg-Neudorf GmbH Bestattungen in der Nähe des Alten Friedhofs Sternbuschweg 251 47057 Duisburg-Neudorf www.bestattungen-peters.de Stadtteilbüro: 47059 DU-Neuenkamp Dillinger Straße 2 (nur nach tel. Vereinbarung) ✆ (02 03) 35 36 26 Tag und Nacht Bestattungen In Würde Abschied nehmen. Mit dem Wissen, dass alles in Ihrem Sinn geregelt ist. Duisburg – Wanheim KUMMER Bestattungen Wanheimer Straße 584 Telefon: 02 03/7016 24

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