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Hilfe im Trauerfall -07.11.2017-

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Hilfe im Trauerfall

DU-L4 C4 Stadtpost RHEINISCHE POST DIENSTAG, 7. NOVEMBER 2017 Herzschwäche: vorsorgen und behandeln HUCKINGEN (RPN) Wie jedes Jahr im November finden auch in diesem Jahr wieder die von der Deutschen Herzstiftung initiierten Herzwochen statt. Auch die Klinik für Kardiologie des Malteser-Krankenhauses St. Anna in Huckingen beteiligt sich daran. Am morgigen Mittwoch, 8. November, gibt es im Steinhof Informationen über die Herzschwäche. Im Steinhof, Düsseldorfer Landstraße 347, informieren Chefarzt Dr. Gunnar Plehn und der leitende Oberarzt Dr. Gisbert Voßbeck ab 16 Uhr darüber. Dabei geht es in erster Linie um die Themen Vorsorge, Risikofaktoren und Behandlungsmöglichkeiten. Denn Luftnot, Abgeschlagenheit, Wasseransammlungen in Lunge und Beinen sind typische Symptome einer Herzschwäche und ernstzunehmende Warnsignale einer fortgeschrittenen Herzerkrankung. Noch vor wenigen Jahrzehnten hatten Patienten mit diesen Zeichen noch eher düstere Aussichten, was ihre Lebenserwartung und Möglichkeiten der Krankheitslinderung betraf. Im Anschluss an die beiden Vorträge bieten Oberärztin Dr. Brigitta Sadra und die Mitarbeiter des Herzkatheterlabors die Möglichkeit, die Wiederbelebung an einer Übungspuppe zu trainieren. Ökumenische Andacht HÜTTENHEIM (RPN) Eine kleine Gruppe engagierter Männer und Frauen bietet jeden ersten Mittwoch im Monat im Begegnungsund Beratungszentrum Hüttenheim, Mündelheimer Straße 179, eine ökumenische Andacht an; ein Angebot, das nach Angaben der Veranstalter gut angenommen wird. Die Andacht beginnt jeweils um 14.30 Uhr. Die nächste Andacht findet statt am morgigen Mittwoch, 8. November. Nahversorger wird heller und moderner Der Edeka am Rahmer Bach wird für eine Laufzeit von zwei bis drei Jahren umgebaut. Ende 2019 beginnt voraussichtlich der Bau des neuen Marktes an der Angermunder Straße. VON KATJA BURGSMÜLLER RAHM. Vor und in dem Edeka Markt am Rahmer Bach war in den vergangenen Tagen viel los. Alte Regale standen vor der Tür, die Leuchtreklame wurde abmontiert, das Vordach ausgetauscht. Handwerker sämtlicher Gewerke gingen ein und aus. Im Laden wurde gebohrt, gewischt, geschraubt. Lampen wurden ausgetauscht, alte Schränke abund neue aufgebaut. Böden wurden verlegt, Wände gestrichen. Genau drei Tage hatten die Arbeiter für die Umbaumaßnahme Zeit – gestern sollte die Ware wieder eingeräumt werden. Die Neueröffnung ist am „Andere Läden nehmen sich für einen Umbau auch gerne sechs Wochen Zeit“ Pascal Tonscheidt Inhaber Donnerstag, 10. November, um 7 Uhr. „Die Planungen haben gute drei Monate gedauert, für die Umsetzung haben wir genau eine Woche“, sagte Pascal Tonscheidt, der zusammen mit seiner Mutter Andrea seit Juni neuer Inhaber des rund 550 Quadratmeter großen Marktes ist. Bis Donnerstag soll dann aus einem „alten Tante-Emma-Laden“ ein moderner Nahversorger geworden sein. „Das ist schon eine sportliche Herausforderung für uns alle“, sagte der 27-Jährige. „Andere Läden nehmen sich für einen Umbau auch gerne sechs Wochen Zeit.“ „Als wir den Laden übernommen haben, war sofort klar, dass wir einiges zu tun haben“, sagte Andrea Tonscheidt. Beim genaueren Hinsehen sei die Liste der Maßnahmen auch schnell immer länger geworden. „Wir haben allerdings den Anspruch, dass sowohl unsere Mitarbeiter als auch die Kunden Spaß haben, in unseren Laden zu kommen“, Schweres Gerät im Einsatz. Inhaber Pascal Tonscheidt, Marktleiter Michael Tiegelkamp und Pascals Mutter Andrea Tonscheidt (von links) packen mit an, damit zur Neueröffnung am kommenden Donnerstag der Nahversorger in neuem Glanz erstrahlt. FOTOS: UTE GABRIEL sagte Pascal Tonscheidt. „Auch wenn es nur für zwei, drei Jahre ist.“ Denn spätestens Ende 2019 sollen die Bagger anrücken und nur ein paar hundert Meter weiter an der Nur die Theke im hinteren Teil des Ladens bleibt – vollständig restauriert – erhalten. Angermunder Straße mit dem Bau des neues Edeka-Vollversorgers beginnen. Betreiber des neuen Marktes wird wie im Center am Angerbogen Familie Tonscheidt sein. Mit der Neueröffnung wird auch der Nahversorger am Rahmer Bach schließen. „Hier sollen dann wohl Eigentumswohnungen entstehen“, sagte Tonscheidt. Vor dem Edeka-Markt stehen die neuen Regale. Der Eingangsbereich hat bereits ein neues Vordach erhalten. INFO Unternehmern zählt 40.000 Beschäftigte Unternehmen: Edeka Rhein-Ruhr betreibt im Verbund mit selbstständigen Kaufleuten 677 Vollsortiment-Lebensmittelmärkte unter den Marken Namen Edeka und Marktkauf, 247 Getränke-Märkte (mehrheitlich unter der Marke trinkgut) sowie den Fleischhof Rasting und die Bäckerei Büsch. Zahlen: Das Unternehmen hat für das Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro ausgewiesen und zählt rund 40.000 Beschäftigte. Bis dahin soll das Angebot im neu gestalteten Markt stark aufgestockt werden. „Es wird vor allem ein deutlich größeres Angebot an Obst, Gemüse und Frischwaren geben“, sagte Marktleiter Michael Tiegelkamp. „Außerdem kommt mit der Firma „Es wird vor allem ein deutlich größeres Angebot an Obst, Gemüse und Frischwaren geben“ Michael Tiegelkamp Marktleiter Büsch Edekas Hausbäcker in den Markt“, ergänzte Bernd Völker, Bezirksleiter bei Edeka Rhein-Ruhr. Der Kühlbereich wird vergrößert, die Getränkeabteilung nach vorne verlegt. An einer Service-Kasse wird es Tabakwaren und Lotto geben. „Im großen und ganzen wird der Markt vor allem heller und moderner sein und trotz des größeren Angebotes nicht mehr so eng wirken“, sagte Tonscheidt. „Und wenn unsere Kunden ab Donnerstag nicht wissen, wo der gewünschte Artikel zu finden ist, dann nehmen wir sie halt an die Hand und zeigen es ihnen.“ Hilfe im Trauerfall VOM VERABSCHIEDEN UND LOSLASSEN Wenn ein geliebter Mensch stirbt Plötzlich ist es soweit: Ein nahestehender Mensch stirbt. „Auf eine solche Ausnahmesituation ist kaum jemand vorbereitet“, sagt Jürgen Stahl. Der Vorsitzende des Bundesverbandes Bestattungsbedarf gibt Ratschläge, wie ein guter Abschied gelingen kann. (rps) Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Abschied? Liegt ein Mensch im Sterben, ist dies nur sehr schwer zu sagen. Denn oft ist Abschied eher ein Prozess als ein Moment. „Der Mensch ist für das Leben gemacht, und ein schwerkranker oder alter Mensch lässt häufig erst sehr spät los. Wichtig ist es in dieser Zeit, einfach da zu sein, mit ihm zu sprechen, etwas Tröstendes zu erzählen und dem Sterbenden die Gewissheit zu geben, dass er nicht allein ist“, sagt Jürgen Stahl, Vorsitzender des Bundesverbandes Bestattungsbedarf. Selbstmitleid, heftiges Weinen und die Bitte, noch nicht zu gehen, seien hingegen weniger hilfreich. Ist der Tod nicht mehr abwendbar, gehe es vielmehr darum, loszulassen und dem Sterbenden den Abschied zu erleichtern. Ist der geliebte Mensch schließlich für immer gegangen, könne man zum Beispiel seine Hand halten und ihm einen Kuss auf die Stirn geben. „Auch letzte Worte kommen noch beim soeben Verstorbe- nen an. Nachdem das Herz aufgehört hat zu schlagen, ist das Bewusstsein noch einige Zeit aufnahmefähig“, so Stahl. Wer nicht die Gelegenheit hat, die letzten Momente mit dem Sterbenden teilen zu können – etwa, weil der Angehörige durch einen Unfall ums Leben kam oder plötzlich ver- Verabschieden und loslassen fällt oft schwer. FOTO: FOTOLIA/KZENON storben ist –, kann sich beispielsweise im Krankenhaus, im Hospiz oder beim Bestattungsunternehmen verabschieden und ihm vielleicht auch ein Erinnerungsstück, eine Blume oder einen Brief mit auf die letzte Reise geben. „Ein letzter Abschied am Sarg hilft, das Geschehene buchstäblich zu begreifen“, so Stahl. Die Form des Sarges assoziiert die menschliche Körperform. Seine schützende Hülle hat eine tröstliche Wirkung auf Hinterbliebene. „Nach Wochen, Monaten, manchmal Jahren mischen sich unter die schmerzhaften Erinnerungen immer mehr die positiven und glücklichen Erinnerungen an die gemeinsam verbrachte Zeit“, so Stahl. Aber nicht nur Gedanken, auch aktives Tun könne den Abschied erleichtern – sei es der Besuch gemeinsamer Erinnerungsorte, das Stöbern in alten Fotoalben, das Betrachten alter Familienfilme oder ein Ausflug zum Elternhaus und zum Friedhof. Letztendlich aber müsse jeder Mensch seinen Weg durch diese traurige Zeit selbst gehen und einen Umgang mit der Trauer entwickeln und entdecken. „Da im heutigen Umfeld mit seinem hektischen Alltag in den wenigsten Fällen Raum ist für einen länger andauernden oder bewusst gelebten Trauerprozess, empfinden viele Trauernde den Austausch mit Menschen, die ebenfalls einen Verlust erlitten haben, als besonders tröstlich“, weiß Stahl. Besonders in Städten gebe es ein breites Angebot von Trauercafés über kirchliche Seelsorge bis hin zu Selbsthilfegruppen – sogar exklusiv für Männer, Kinder oder trauernde Eltern.

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