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Hilfe im Trauerfall -10.10.2017-

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Hilfe im Trauerfall

DU-L4 C4 Stadtpost RHEINISCHE POST DIENSTAG, 10. OKTOBER 2017 Immer noch keine Baugenehmigung für Gut Böckum HUCKINGEN (szam) Wie geht’s weiter mit Gut Böckum? Diese Frage war erneut Thema bei der Bezirksvertretung. Seit 2013 gibt es Pläne, das denkmalgeschützte Gelände am Alten Angerbach neu zu bebauen. Doch „bis zum heutigen Tag können wir keine Aktivitäten feststellen und der Verfall des Baudenkmals schreitet leider weiter voran“, hieß es vonseiten der CDU. Seit Anfang des Jahres liegt der Stadt ein Bauvorantrag des Berliner Investors „S+P real estate“ vor. Insgesamt sollen sieben Luxus-Wohnungen in der alten Wasserburg entstehen. In den Ställen soll eine Garage gebaut werden, sagte Bezirksmanager Friedhelm Klein. Er sprach sich dabei auch für den Umbau aus: „Wir gehen davon aus, dass das Projekt weiterverfolgt wird und damit der Erhalt des Gut Böckum sichergestellt ist, es also nicht zusammenstürzt.“ Wann die Genehmigung aber erteilt werden könne, sei noch nicht klar. In Absprache mit der Unteren Denkmalbehörde müsse immer noch geprüft werden, wie sich die Bebauungspläne für die Burganlage genau umsetzen lassen. „Das sind umfangreiche Untersuchungen, die nicht so schnell erledigt werden können“, betonte ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage der Redaktion. „Wir stehen aber in sehr gutem Kontakt mit dem Investor und die Gespräche laufen.“ Seit 1991 steht der ehemalige Adelssitz unter Denkmalschutz. Den Erhalt findet vor allem die Interessengemeinschaft um das Gut Böckum wichtig. Etwa 15 Anwohner engagieren sich in dem Verbund. 60 Sehnsuchtsorte in einer Kirche Ausstellung in der Auferstehungsgemeinde. Künstlerin Eva-Maria Hagemann zeigt viele Motive ihrer Reisen, aber ebenso den heimischen Blumengarten. VON JULIA SCHINDLER UNGELSHEIM Wenn einem die Decke auf den Kopf fällt und wenn der Chef mit der Arbeit mal wieder nicht zufrieden war – dann sehnt man sich so manches Mal an einen anderen Ort, danach einfach mal alles hinter sich zu lassen. Zumindest für einen Moment. Eva-Maria Hagemann hat solche Sehnsuchtsorte mit Pinsel und Farbe zu Papier gebracht. Rund 60 Werke zeigt sie in der Auferstehungskirche. Am Sonntag lud sie zur Ausstellungseröffnung. „Sehnsuchtsorte sind für mich Orte, die ich bereist habe, der Platz vor meiner Staffelei, ein Blumengarten, mein Zuhause aber auch, nach einem anstrengendem Tag, meine Badewanne“, erzählt Eva-Marie Hagemann. Die Künstlerin hat schon an vielen Orten dieser Welt gelebt, in Singapur, Brasilien und Spanien zum Beispiel. Ihre Auslandsaufenthalte haben sie inspiriert: „Die Reisen haben meine Kunst beeinflusst. Dadurch sind einige Bilder entstanden – auch eines meiner Lieblingswerke. Es zeigt Menschen verschiedener Kulturen und Religionen, die friedlich miteinander leben. Ich habe es vor 20 Jahren gemalt, und heute ist es wieder aktuell.“ Das große, farbenfrohe Bild hängt neben dem Altar. Andere Gemälde schmücken die langen, hohen Kirchenwände, das Foyer, das Gemeindezentrum und die Kinderecke. Roswitha Kukuk betrachtet eines der schwarz-weißen Bilder. Zu sehen ist die Ruhraue. „Die Ausstellung gefällt mir gut. Besonders die Bilder mit den dezenten Farben. Einige Bilder sind aber auch für meinen Geschmack zu kitschig“, sagt Kukuk. Sie meint die farbintensiven Bilder, auf denen Obst zu sehen ist, oder Blumen. Für die Künstlerin zählen gerade diese Motive zu ihren Lieblingsbildern. Sie malt nicht nur mit Aquarellfarben und Acryl, sondern auch mit Kasein. Letzteres ist eine Technik aus dem Mittelalter. „Ich nenne es auch Malen mit Quark. Das Bild wirkt dadurch kreidig und hält hunderte von Jahre“, so Hagemann, die hauptberuflich Architektin ist. „Ein Grund, warum viele Kirchengemälde mit dieser Maltechnik entstanden sind“, weiß Pfarrer Rainer Kaspers. Er freut sich über die Ausstellung in seiner Kirche, hat auch bereits ein Exemplar von Hagemann in den eigenen vier Wänden hängen. Für ihn ist ein Sehnsuchtsort kein konkreter Ort. „Der Ort spielt keine Rolle. Hauptsache geliebte Menschen sind um mich herum“, erzählt er. INFO Ausstellung bis zum 19. November Eva-Maria Hagemann, Architektin von Beruf, mal in ihrer Freizeit. Nun zeigt sie ihre Bilder in der Evangelischen Auferstehungskirche. FOTO: EICKERSHOFF Die Ausstellung „Sehnsuchtsorte“ läuft bis Sonntag, 19. November. Eva-Maria Hagemanns Bilder können an Werktagen von 8 bis 16 Uhr angeschaut und teils auch gekauft werden. In die Kirche kommt man in dieser Zeit über den Eingang des Familienzentrums, Blankenburger Straße 103A. MELDUNGEN Verkehr angehalten, um Uhren zu verkaufen WANHEIM (RP) Am vergangenen Freitag haben Zeugen gegen 21.45 Uhr beobachtet, dass zwei Männer auf der Düsseldorfer Landstraße den fließenden Verkehr anhielten, um Uhren zu verkaufen. Sie riefen die Polizei. Vor Ort trafen die Beamten die beiden in einem Pkw an. Sie stellten zwei wertvoll aussehende Uhren sicher. Das Duo ist bereits wegen ähnlicher Delikte bekannt. Es erwartet nun ein Verfahren wegen Betruges. Politische Texte von Kurt Tucholsky RAHM (RPN) „Tucholsky politisch“ heißt ein Kurs des Evangelischen Familienbildungswerk Duisburg am Mittwoch, 11. Oktober, im Gemeindehaus Am Böller. Heute seien viele seiner politischen Texte wieder aktuell, findet Christa Bröcher. Von 17 bis 18.30 Uhr will die Lehrerin deshalb über Tucholsky sprechen. Kim Merz und Jupp Götz auf der Bühne GROSSENBAUM (RPN) Kim Merz und Jupp Götz sind am heutigen Dienstag, 10. Oktober, um 20 Uhr im „Gleis drei“, dem Bistro im früheren Bahnhof Großenbaum an der Angermunder Straße 2, zu hören. Die beiden Sänger kommen aus dem Duisburger Süden. Sie haben als Duo noch nie zusammengespielt, auch wenn beide in vielen Bandprojekten gemeinsam auf der Bühne standen. Hilfe im Trauerfall MUSIKALISCHE UNTERMALUNG Der richtige Ton bei der Trauerfeier Eine Trauerfeier ganz ohne Musik ist kaum vorstellbar. Doch die passende Musik auszusuchen und sie richtig einzuplanen, ist oft gar nicht so einfach. Trauermusik mit einem echten Instrument gespielt werden oder die Musik von einem Tonträger erklingen soll. „Eine Orgel, ein Harmonium oder ein Keyboard findet sich für gewöhnlich in jeder Kirche und in den meisten Trauerhallen. Aber auch andere Instrumente (rps) „Die musikalische Untermalung einer Trauerfeier sollte immer zur Persönlichkeit des Verstorbenen passen. Für den älteren Klassikliebhaber eignet sich Popmusik genauso wenig wie Wagner oder Beethoven für die rockbegeisterte Tochter – und auch auf den Zeitpunkt der musikalischen Darbietung während der Feier muss geachtet werden“, sagt Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer des Bundesverbandes Bestattungsbedarf. Musik bei der Trauerfeier beruhigt, lässt die Gedanken schweifen und schafft eine intensive Verbindung der Trauergemeinde untereinander und zum Verstorbenen. Umso wichtiger ist es, dass die Musik ein Stück weit das Leben des Verstorbenen widerspiegelt. „Das kann leichte, melodiöse Musik genauso sein wie ergreifende, besinnliche Musik – Klänge können den Menschen berühren und ihm Hoffnung geben“, so Klaas. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für welche Musik? „Dafür lässt sich eine einfache Regel aufstellen: Ein Instrumentalstück ist am besten geeignet für die Einleitung der Trauerfeier, für das Ende einer Ansprache und für den Auszug aus der Trauerhalle oder dem Gotteshaus. Ein Lied hingegen sollte gespielt und gesungen werden, wenn es im Kontext einer Ansprache um die Person des Verstorbenen geht“, erklärt Klaas. Dabei sei es von positiver Wirkung, wenn der Text des Liedes in irgendeiner Form die Live gespielte Musik bei einer Trauerfeier hat eine lange Tradition. FOTO: THINKSTOCK Art oder das Leben des Familienmitglieds oder Freundes widerspiegele. „Auch kann es ein Lied sein, das von der Trauergemeinde gemeinsam gesungen wird, um des Verstorbenen zu gedenken“, so der Verbandsgeschäftsführer. Eine weitere Frage ist ebenfalls im Vorfeld der Trauerfeier zu klären – und zwar, ob die „Musik kann den Menschen berühren und ihm Hoffnung geben“ Dirk-Uwe Klaas Bundesverband Bestattungsbedarf können zum Einsatz kommen. Live gespielte Musik bei einer Trauerfeier hat eine lange Tradition“, bekräftigt Dirk-Uwe Klaas. Doch auch für das Abspielen von Musik aus einer Anlage könne es gute Gründe geben. Dies gelte zum Beispiel dann, wenn ein epochales Werk mit großem Orchester oder die Musik einer Band dargeboten werden oder wenn ein Lieblingslied des Verstorbenen – sei es nun ein internationaler Hit oder ein deutschsprachiger Popsong – die Trauerfeier individuell prägen soll.

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