Aufrufe
vor 8 Monaten

Hilfe im Trauerfall

  • Text
  • Friedhof
  • Menschen
  • Benrath
  • Trainer
  • Tvkw
  • Turu
  • Unterrath
  • Hilden
  • Gerresheim
  • Ratgeber

D-K17

D-K17 Hilfe im Trauerfall FRIEDHOFSGÄRTNER GEBEN TIPPS UND HELFEN BEI DER GRABPFLEGE RHEINISCHE POST DONNERSTAG, 13. APRIL 2017 B9 Frühjahrsblüher für den Friedhof Für eine Grabbepflanzung stehen viele Blumen und Pflanzen zur Verfügung: von Narzissen und Tulpen über Primeln bis hin zu Hyazinthen. (rps) „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, schreibt Hermann Hesse in seinem bekannten Gedicht „Stufen“. Darin weist er auf die blühende Schönheit, aber auch die Vergänglichkeit jeder einzelnen Lebensstufe hin. Die Schönheit des Frühlings, dem literarischen Beginn des Lebens, zeigt sich auch auf den Friedhöfen. Sobald der Frost den ersten warmen Sonnenstrahlen weicht, können Besucher emsiges Treiben beobachten. Vögel zwitschern um die Wette, die ersten Frühlingsboten ragen aus dem Boden hervor, und Friedhofsgärtner beginnen mit ihrer Arbeit. Pünktlich zum Osterfest in wenigen Tagen werden sie es geschafft haben: Prächtig und farbenfroh präsentieren sich dann die Gräber ihren Besuchern. Im Frühjahr grünt und blüht es auf dem Friedhof in einer reichen Farbenvielfalt. Dabei stehen für eine attraktive Grabbepflanzung viele verschiedene Blumen und Pflanzen zur INFO Pflanztipps für das Frühjahr Frühjahrsblüher Wer im Herbst keine Frühblüher gepflanzt hat, kann die Grabstelle jetzt noch mit blühenden Zwiebelblumen schmücken. Denn Narzissen, Tulpen, Traubenhyazinthen und Co. sind zu Beginn des Frühjahrs auch als Topfpflanzen erhältlich. Für eine gute Farbwirkung pflanzt man die farbenfrohen Frühlingsboten am besten in kleinen Gruppen Verfügung: von Narzissen und Tulpen über Primeln bis hin zu Hyazinthen. Der persönliche Geschmack des Kunden spielt bei der Auswahl eine ebenso große Rolle wie die Robustheit oder die Blühdauer der Pflanzen. „Dieses Jahr hat Vergissmeinnicht das Zeug zur Frühjahrstrendpflanze auf Gräbern, vor allem wegen der tiefgreifenden Bedeutung“, berichtet Manfred Freuken, Friedhofsgärtner in Duisburg und aktiv im Bund Deutscher Friedhofsgärtner im Zentralverband Gartenbau. „Vergissmeinnicht steht als Symbol für einen Abschied in Liebe. In seiner Ursprungsform blüht das Vergissmeinnicht blau, der Farbe der Treue, und wurde so auch zum Symbol dafür“, führt Freuken weiterhin dazu aus. Die Friedhofsgärtner sind ein Teil des Friedhofes und helfen mit ihren Leistungen vielen Menschen in einer der schwersten Phasen ihres Lebens. Ein schön und individuell gestaltetes Grab ist für viele auf die Grabstätte, wo sie mit ihren farbigen Blüten besonders gut zur Geltung kommen. Bodendecker Auch bei Bodendeckern stehen viele Varianten für die abwechslungsreiche Grabgestaltung zur Verfügung. Von der Zwergmispel über Mitchella bis hin zum robusten Efeu sind viele schöne Kombinationen möglich. Friedhofsgärtner pflegen Gräber, bepflanzen und bewässern diese. Für Hinterbliebene sind sie daher ein guter Ansprechpartner, wenn es um die Gestaltung eines Grabes geht. FOTO: BDF Angehörige eine wichtige Anlaufstelle im Trauerprozess. Die Friedhofsgärtner sind hier die richtigen Ansprechpartner, denn sie verfügen über das notwendige Geschick und das fachliche Know-how. In Absprache mit dem Auftraggeber pflegen die Profis auch auf Dauer die letzte Ruhestätte. Sei es die wechselnde Bepflanzung im Jahresverlauf, das regelmäßige Gießen oder das Entfernen von Unkraut: Friedhofsgärtnereien bieten diese und auch viele weitere Dienstleistungen an. Für die Grabbepflanzung stehen Pflanzen in vielen Farben zur Verfügung. FOTO: BDF Ratgeber: Was tun, wenn jemand stirbt? Das Buch der Verbraucherzentrale NRW enthält viele Informationen für Angehörige rund um die Bestattung. (rps) Was tun, wenn jemand stirbt? Nach dem Tod eines Angehörigen müssen Hinterbliebene trotz ihrer Trauer in kurzer Zeit viele Dinge regeln: Bestattung und Trauerfeier sind zu planen, Freunde und Verwandte zu benachrichtigen, Versicherungen zu informieren. Hilfreich ist es in dieser persönlichen Ausnahmesituation, wenn wichtige Fragen bereits vorab geklärt wurden. Viele Aufgaben lassen sich auch an ein Bestattungsunternehmen übertragen. Der Ratgeber „Was tun, wenn jemand stirbt?“ der Verbraucherzentrale NRW hilft dabei, Vorsorge für die Zeit nach dem eigenen Tod zu treffen und als Hinterbliebener den Überblick zu behalten. Der 192 starke Ratgeber kostet 12,90 Euro. FOTO: VZ NRW Das Buch informiert über die verschiedenen Formen der Bestattung und zeigt auf, mit welchen Kosten zu rechnen ist. So sind unter anderem die Friedhofsgebühren von 75 Städten enthalten. Weitere Themen sind Fristen und Formalien für Versicherungen und Steuer. Eine Entlastung für Angehörige bietet eine umfangreiche Checkliste, in der vom Bestattungswunsch über die Sozialversicherungs- und Bankdaten bis zu Passwörtern viele Informationen hinterlegt werden können, die nach einem Todesfall wichtig werden. Der Ratgeber hat 192 Seiten und kostet 12,90 Euro, als E- Book 9,99 Euro. Bestellmöglichkeiten: Online unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de, telefonisch unter 0211 3809555. Der Ratgeber ist auch in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen und im Buchhandel erhältlich.

Sonderveröffentlichungen