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Hilfe im Trauerfall

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Hilfe im Trauerfall DIE GENERATION 60 PLUS NUTZT DAS INTERNET IMMER MEHR Auch den digitalen Nachlass regeln Was passiert nach dem Todesfall im Bereich des Internets mit Nutzerkonten von sozialen Netzwerken, Online-Guthaben und Mitgliedschaften? Bestatter bieten Möglichkeiten der digitalen Nachlassverwaltung an. (rps) Das durchschnittliche Sterbealter ist in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland fast unverändert geblieben: Bei Männern sind es 75,6 und bei Frauen 82,2 Jahre. Im gleichen Zeitraum ergab sich aber eine rasante Steigerung der Internetaktivität in der Altersgruppe 60 plus, die bei fast 400 Prozent liegt. Waren es 2005 noch etwa 3,5 Millionen Internetnutzer, waren es 2016 bereits zwölf Millionen aus dieser Altersschicht. Diese Entwicklung ist für den Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB) seit längerem Anlass, die Frage des digitalen Nachlasses im Auge zu behalten. Immer mehr Bestatter bieten daher auch für den Bereich des digitalen Nachlasses Möglichkeiten einer seriösen und unkomplizierten Abmeldung von Nutzerkonten, Mitgliedschaften und Guthaben bei Handelsplattformen, Dating- und Partnerportalen, Spieleplattformen, Wettanbietern oder Vereinsmitgliedschaften an. Auch andere elementare Abmeldungen, etwa von der Rentenversicherung, der Deaktivierung von Facebook-Konten, der Krankenversicherung oder von GEZ-Gebühren werden so über ein einfaches Portal möglich. Verbraucherschützer sind sich einig: Rechtzeitig und korrekt durchgeführte Abmeldungen und Vertragskündigungen verhindern für Angehörige unnötige Kosten. Auch können Der digitale Nachlass ist gesetzlich nicht geregelt, und viele Erben sind damit überfordert. Hilfe bietet da in vielen Fällen mittlerweile auch der beauftragte Bestatter an. FOTO: RAINER STURM/PIXELIO.DE weiterlaufende Kosten durch Verträge ermittelt und verhindert oder ermittelte Guthaben für die Angehörigen gesichert werden. Die im Todesfall bekannten Abmeldungen und Formalitäten können inzwischen längst komfortabel auf digitalem Wege erledigt werden. Nach Übertragung und Angabe der Daten des Verstorbenen nebst eingescannter Sterbeurkunde können einem unbegrenzten Empfängerkreis gegenüber vielfältige Abmeldungen angestoßen und generiert werden. Die Vertragsermittlungen und Auskünfte müssen grundsätzlich datenschutzkonform vorgenommen werden. Dabei legen die deutschen Bestatter insbesondere darauf Wert, dass die übermittelten Kundendaten ausschließlich zu Abmeldezwecken genutzt werden und kein Adresshandel vorgenommen wird, der zu aller Trauer die Angehörigen gar noch mit Werbepost belästigt. Das für diese Zwecke entworfene elektronische Abmeldeportal bietet den Angehörigen einen weiteren Vorteil: Mit einem eindeutigen und individuellen Zugangscode können sich diese auch selbst in das Formalitäten-Portal einwählen und selbstständig Abmeldungen durchführen, ferner auch sehen, welche Abmeldungen bereits durch den Bestatter angestoßen, vollzogen und vom Vertragspartner bestätigt wurden. Und nach der Trauerfeier fallen Angehörigen oft noch Mitgliedschaften ein, die sie dort ebenso komfortabel wie bequem abmelden können.

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