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Hochzeitsfieber

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Hochzeitsfieber Den großen Tag planen Kleid, Ringe, Torte, Einladungskarten: Bei einer Hochzeit kommt einiges an Planung zusammen – und die Feier kann Unsummen an Geld verschlingen. Aber es gibt auch viele Sparmöglichkeiten. Tipps für die Planung, die die Nerven und den Geldbeutel schonen. arifoto UG Die Auswahl und die Preisunterschiede sind groß: Wer ein nicht so teures Hochzeitskleid sucht, kann auch nach gebrauchten Kleidern gucken - die sind häufig viel günstiger. Von Sabine Meuter Es soll ein ganz besonderer Tag werden, wenn ein Paar „Ja“ zueinander sagt. Damit die Kosten für die Hochzeit überschaubar bleiben, lohnt es sich, so früh wie möglich mit der Planung anzufangen. Dann hat das Paar genug Zeit, Angebote einzuholen und Preise zu vergleichen. Planung: „Mindestens ein Jahr, besser jedoch anderthalb Jahre vor dem Hochzeitstermin sollte das Paar mit der Planung beginnen“, sagt Sonja Schulz vom Hochzeitsportal24. Als erstes sollte man den Rahmen festlegen. „Hierfür kann es hilfreich sein, dass Paare andere erlebte Hochzeitsfeiern gedanklich durchgehen und festhalten, welche Elemente sie auch bei ihrem Fest dabei haben möchten“, erklärt Friederike Mauritz, 1. Vorsitzende des Bunds deutscher Hochzeitplaner. Zeitpunkt: Die Wahl des Wochentags, an dem geheiratet wird, kann erhebliche Auswirkungen auf die Kosten haben. „Die Preise für Räume oder Gaststätten sind unter der Woche mit Abstand günstiger als an den beliebten Tagen Freitag und Samstag“, erklärt Schulz. Der Ort: Wo die Feier am besten stattfindet, ist natürlich auch von der Jahreszeit abhängig. Im Frühjahr oder Sommer kann man im Garten feiern. „Ein paar Pavillons, Stühle und Tische kann man preiswert mieten“, erklärt Jens Thielen vom Portal Hochzeitsfinanzierung.de. Wichtig bei einem Gartenfest: Es muss einen Plan B geben, damit die Feier bei Regen nicht ins Wasser fällt – beispielsweise ein großes Zelt. Aber auch wetterunabhängige Vereinsheime oder Gemeindesäle bieten sich zum Feiern an. Wer eine bestimmte Location im Auge hat, sollte dort früh anfragen – sonst besteht die Gefahr, dass sie ausgerechnet an dem Tag ausgebucht ist. 8

Budget: „Eine Hochzeitsfeier kostet im Schnitt zwischen 10.000 und 13.000 Euro“, erklärt Schulz. Manche richten aber auch mit einem Budget von nur 3000 Euro ein Fest aus, ergänzt sie. Nach oben gibt es kostenmäßig keine Grenzen – alles eine Frage der Wünsche und des vorhandenen Geldes. Logisch: Je weniger Gäste das Paar einlädt, desto günstiger wird es. Einladungskarten und Deko: Sparen kann das Paar, wenn es Deko, Einladungen oder Menükarten selber gestaltet. Wer für so etwas kein Händchen hat, sollte Freunde fragen oder die Preise von mehreren professionellen Anbietern vergleichen. „Für eine Einladung besonders hübsch und im Porto preiswerter als ein Brief ist ein Foto des Brautpaares, das man als Postkarte verwenden kann“, erklärt Thielen. Brautkleid und Anzug: Brautkleider sind in vielen Preisklassen zu haben. Allerdings rät Schulz davon ab, ein Kleid über einen Onlineshop in Asien zu bestellen. Oft sei die Qualität des Stoffes und eine gute Verarbeitung nicht gewährleistet. „Günstige Brautkleider sind in Second-Hand-Geschäften zu haben“, erklärt Mauritz. Gleiches gilt auch für den Festtagsanzug. Allerdings, schränkt Mauritz ein, sei die Auswahl an Größen in Second-Hand-Läden oft nicht allzu groß. Musik: Ein DJ ist oft günstiger als eine Band. „Den kann man sich etwa über einen Studentenjobservice vermitteln lassen“, sagt Thielen. „Auch eine Stereoanlage kann völlig ausreichen.“ Essen: Die Verpflegung bei einer Hochzeitsfeier ist ein großer Kostenfaktor. Anstelle von Snacks bei einem Sektempfang bieten sich etwa Obstteller an – das können je nach Jahreszeit frische Erdbeeren oder geeiste Melonenstücke sein. Die Hochzeitstorte kann beim besten Konditor, aber auch bei Bäckereien geordert werden, die sich auf Torten spezialisiert haben – „das ist oft günstiger“, erklärt Thielen. Für das Abendessen bietet sich ein kalt-warmes Buffet an. Das Paar kann Angebote von Partyservices, aber auch von Metzgereien und Betriebskantinen einholen. Tipp: Selbst gekauftes Brot vom Bäcker kann günstiger sein, als wenn es der Caterer liefert. Getränke: Auch bei den Getränkekosten können Paare sparen. „Manche Caterer und Partyservices bieten eine Pauschale an“, sagt Schulz. Günstiger kann es sein, Getränke auf Kommission zu kaufen. Dann bezahlt man nur das, was konsumiert wird – der Rest geht zurück. Eine Überlegung ist es auf Spirituosen zu verzichten – die können ins Geld gehen. Buchtipps Raffael Schulz, Sonja Schulz: 100 Hochzeit- Checklisten: Das ultimative Buch für die stressfreie Hochzeitsplanung, Verlag Hochzeitsportal24, ISBN-10: 3000405690, 17,95 Euro Friederike Mauritz, Nikola Stiefelhagen: Der große Hochzeitsratgeber: So gelingt der schönste Tag. Stressfreie Organisation durch Checklisten und Zeitplanung, humboldt Schlütersche Verlagsgesellschaft, ISBN 978-3-86910- 022-7, 29,95 Euro 9

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