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Hospiztag -13.10.2017-

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Hospiztag am 14. Oktober IM KREIS METTMANN UND IM UMLAND GIBT ES ZAHLREICHE INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN Hier gibt es Infostände und mehr Die Hospizbewegungen nutzen den 14. Oktober bestmöglich: Das sind die Veranstaltungen in der Region. VON DANIELE FUNKE Der Hospiztag am 14. Oktober wird weltweit gefeiert. Bundesweit steht er unter dem Motto: Für eine bedarfsgerechte Hospiz- und Palliativversorgung“. Er wird zum 25. Mal begangen. Im Kreis Mettmann und im Umland gibt es zahlreiche Veranstaltungen. Haan Am 14. Oktober gibt es einen Tag der offenen Tür von 10 bis 14 Uhr in den Räumen der Christlichen Hospiz- und Trauerbegleitung Haan, Dieker Straße 10. Gegen 11 Uhr wird Bürgermeisterin Dr. Bettina Warnecke erwartet. www.hospiz-haan.de Hilden Am 14. Oktober steht die Hospizbewegung Hilden von 10 bis 4 Uhr mit einem Infostand Jeder Moment ist Leben In Leichlingen betreut das ambulante ökumeische Hospiz mit zwei estangestellten und 37 hrenamtlern Menschen in ihrer letzten Lebensphase. VON DANIELE FUNKE am Alten Markt. www.hospizbewegunghilden.de Leichlingen Das Ambulante Ökumenische Hospiz veranstaltet einen Abend der offenen Tür am 14. Oktober von 18.30 bis 20.30 Uhr. Veranstaltungsort ist das Evangelische Gemeindehaus. Dort erwartet die Besucher eine Mischung aus Musik, Lesung, Unterhaltung und Projektarbeiten. www.hospiz-leichlingen.de Solingen Das Palliative Hospiz Solingen veranstaltet am 14. Oktober einen Tag der offenen Tür in seiner Geschäftsstelle Gotenstraße 1, Haus R. Dort stellt der Verein seine Arbeit vor und informiert über Patientenverfügungen. www.hospiz-solingen.de In Hilden gibt es wieder einen Infostand am Alten Markt. Langenfeld Der Tag der offenen Tür findet wegen Umzugs in neue Räumlichkeiten erst am 20. Oktober von 10 bis 17 Uhr in der Klosterstraße 34 statt. Früher hatte Ute Schmidt einen privaten Pflegedienst und stellte zunehmend fest: Das, was schwerstkranke Menschen brauchen, ist mehr als die reine Pflege- und Medikamentengabe. Und so gründete sie gemeinsam mit anderen im Jahre 2000 das ambulante ökumenische Hospiz Leichlingen. Mittlerweile kümmern sich fast vierzig ausgebildete Sterbebegleiter um die individuellen Bedürfnisse der zu betreuenden Person und ihrer Angehörigen. „Jedes Sterben ist anders“, weiß Ute Schmidt, „manchmal reicht es, zuzuhören, manchmal, eine Hand zu halten. Vielleicht geht es um die Erfüllung eines letzten großen Wunsches, oder die Angehörigen müssen schlichtweg entlastet werden.“ Christine Schwung und Inka Stirl koordinieren die Arbeit. Sie werden von Ärzten, umliegenden Krankenhäusern, Pflegediensten oder Heimen informiert, wenn Hospizhilfe benötigt wird. Um betroffene Personen bestmöglich zu unterstützen, aber auch die Mitarbeiter vor psychischer Überbelastung schützen zu können, nehmen die Sterbebegleiter an regelmäßigen Fortbildungen teil. Demnächst zieht das Büro des ambulanten Hospizes von einem kleinen Hinterhof aus ins Zentrum von Leichlingen. „Wir wollen präsent sein“, sagt Christine Schwung, „denn es ist wichtig, dass die Menschen ihre Schwellenängste verlieren, dass Angehörige zu uns finden, die einen geliebten Menschen zu Hause pflegen und dringend Unterstützung in dieser schweren Zeit brauchen.“ www.hospizbewegunglangenfeld.de FOTO:PRIVAT Ratingen Am 14. Oktober ist von 10 bis 14 Uhr auf der Bechemer Stra- ße 1 in der Fußgängerzone eine Infoveranstaltung. Am 19. Oktober um 18 Uhr wird die Patientenverfügung thematisiert: im Büro der Hospizbewegung, Bechemer Straße 1. www.hospizbewegungratingen.de Velbert Der Tag der offenen Tür findet am 14. Oktober von 13 bis 17.30 Uhr in der Poststraße 193 in Velbert statt. Gezeigt wird auch das Theaterstück „Zweimal-eins“. www.hospiz-velbert.de Wülfrath Am 14. Oktober ist ab 13 Uhr eine Infoveranstaltung im Niederbergischen Museum Wülfrath, Bergstraße 22, geplant. Dazu gibt es ein moderiertes Rahmenprogramm mit Musik und Unterhaltung. www.hospiz-wuelfrath.de Der Mensch soll in Würde sterben können In Wülfrath sind 26 Sterbebegleiter im Einsatz. (dafu)Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden Menschen in ihrer allerletzten Lebensphase mit Medikamenten versorgt und ansonsten alleingelassen. „Unsere Hospizarbeit soll dabei helfen, dem Menschen wieder Kraft zu geben, damit er in Würde sterben kann“, erklärt Beate Krüger, Koordinatorin der Hospizgruppe Wülfrath. 26 ehrenamtliche Sterbebegleiter sind da, wenn sie gebraucht werden, entweder von dem betroffenen Menschen selbst oder auch seinen Angehörigen. Die Gruppe investiert viel in die Aus- und Fortbildung ihrer Sterbe- und Trauerbegleiter. „Es ist ganz wichtig, dass die Begleiter psychisch stabil sind und vor allem zur Selbstreflektion bereit. Eine solche Aufgabe erfordert viel Achtsamkeit und Professionalität.“ Warum entscheidet sich ein Mensch zu einem Ehrenamt am Sterbebett? Beate Krüger lächelt: „In diesen Augenblicken findet man als Begleiter auch ganz viel Ruhe. Es macht glücklich, einen Menschen in solch schweren Stunden ein Stück weit zu begleiten.“ Letzte Lebensstation Bisher gibt es im Kreis Mettmann nur ein stationäres Hospiz: das Franziskus Hospiz Hochdahl in Erkrath. (dafu) Nichts erinnert auf den ersten Blick an das schwere Thema Sterben: Das barrierefreie Hospizgebäude wirkt hell, modern, lichtdurchflutet. Die Zimmer sind wohnlich eingerichtet in frischen Farben, das Atrium im Innenhof bietet einen Blick ins Grüne und viel Platz, um Zeit im Freien zu verbringen, ein Brunnen plätschert und unterstützt so die friedliche Atmosphäre. Acht Palliativpatienten werden hier seit 1995 bestmöglich physisch und psychisch betreut – je nach ihren individuellen Bedürfnissen. Und auch die Angehörigen oder andere nahestehende Personen sollen sich in dieser schweren Zeit nicht alleingelassen fühlen und auch Zeit zum Krafttanken finden: Im Gemeinschafstraum, dem „Caféchen“, findet reger Austausch statt, und die „Hospiz- Kultur-Kneipe“ lädt einmal im Monat zu Vorträgen, Konzerten oder anderen geselligen Abenden ein, eine große Chance für Menschen, die Berührungsängste abbauen möchten. Eine Hospizclownin möchte den Sterbenden (und ihren Angehörigen) auf Wunsch gerne noch einige heitere Momente schenken, ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und – wenn es der Zustand eines Patienten zulässt – werden auch gerne noch letzte große Wünsche erfüllt. Neben der stationären Unterbringung bietet das Hospiz ambulante Betreuung und ambulante Hospizberatung. Derzeit wird der stationäre Bereich um zwei Betten erweitert. Für Hospizleiter Robert Bosch ist das eine große Entlastung. „Wir haben stets mehr Bedarf, als wir Betten zur Verfügung stellen konnten.“

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