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Immobilienfonds - Alternative zu Nullzins

Immobilienfonds - Alternative zu

Mein Vermögen RHEINISCHE POST FREITAG, 28. APRIL 2017 GA-SV11 E11 NIEDRIGZINSEN Ein Universum gegen die Frustrationsstarre Keine Zinsen für Geldanlagen, Risiken bei anderen Investments – viele Anleger reagieren wie das Kaninchen vor der Schlange und tun nichts. Genau die falsche Strategie, sagen Anlageexperten. Und verweisen auf ein Anlageuniversum als Alternative. VON JÜRGEN GROSCHE Wenn sich Dirk Günthör, Direktor Regionalmarkt der Stadtsparkasse Düsseldorf, die aktuelle Lage anschaut, spricht er gerne von der „Realzinsfalle 2.0“. Seit geraumer Zeit leben wir in einer Welt ohne Zinsen, doch blieb das Vermögen erhalten, solange auch die Inflationsrate quasi bei Null verharrte. Doch nun ziehen die Preise an, die Steigerungsrate könnte in diesem Jahr etwa 1,5 Prozent erreichen, prognostizieren Marktbeobachter. Damit wird das Thema Zinsfalle wieder akut, warnt Günthör: „Selbst bei einer solch geringen Inflationsrate droht Anlegern eine schleichende Vermögenserosion, wenn die Zinsen auf nahezu Null verharren.“ Dass sich daran etwas ändert, ist nicht abzusehen. Die Europäische Zentralbank, die mit ihren Maßnahmen das Zinsniveau beeinflusst, hält wohl mindestens bis Jahresende an der ultralockeren Geldpolitik fest. Eine Zinswende halten viele Marktstrategen vor 2018/19 kaum für wahrscheinlich. Selbst wenn sie käme, würden die Zinsen aber nur langsam steigen. Viele Anleger hat dies nach Beobachtung des Anlageexperten der Stadtsparkasse Düsseldorf in eine Niedrigzins und steigende Inflation haben viele Anleger in eine „Frustrationsstarre“ versetzt. Anlegern steht ein Universum an Investitionsmöglichkeiten zur Verfügung – Anlagen, die mehr bringen als Magerzinsen. Um aus diesem Universum die richtigen und passenden Lösungen zu finden, empfehlen Experten eine solide Beratung. FOTO: THINKSTOCK/DIGITAL VISION „Frustrationsstarre“ versetzt. Ihr Geld legen sie nach wie vor lieber auf Tages-, Festgeldoder Sparkonten an und akzeptieren damit quasi eine Null-Verzinsung. Auf der anderen Seite fürchten sie Engagements in Aktien – die Risiken der Kursschwankung sind ihnen zu hoch. Dabei gebe es ein „Anlageuniversum dazwischen“, betont Günthör, „man kann Renditen oberhalb der Inflationsrate erwirtschaften, ohne zu hohe Risiken einzugehen“. Bevor der Experte verrät, was alles in diesem Universum zu finden ist, betont er die Notwendigkeit, sich zunächst die eigene Situation bewusst zu machen – am besten in einer guten und umfassenden Beratung. Denn Anleger müssen erst einmal einen Überblick über Lage und Möglichkeiten bekommen. „Anlageerfolg resultiert aus verschiedenen Faktoren“, gibt Günthör zu bedenken. Immer geht es um eine Mischung, eine Verteilung von Risiken und Anlagen gemäß unterschiedlicher Ziele. Dazu gehört eine Analyse der Vermögenssituation, den Lebensumständen (Alter, Beruf, Familie) und den Anlagezielen, dann auch der eigenen Risikobereitschaft. Eine diesen Rahmenbedingungen angepasste Anlagestrategie berücksichtigt auch unterschiedliche Zeithorizonte – längerfristige Anlagen für den Vermögensaufbau und die Vorsorge, Investments mit kurzen Laufzeiten für Unvorhergesehenes oder kurzfristige Ausgabepläne. Zudem gilt es, eine „Mischung aus den richtigen und für den Anleger passenden Anlageklassen“ zu finden. Und hier kommt das Anlageuniversum ins Spiel. Einen Teil des Vermögens sollte man für die genannten Kurzfrist- Notwendigkeiten und zur Basisabsicherung liquide anlegen, also möglichst schnell verfügbar haben (zum Beispiel Tagesgeldkonto). „Für den Vermögensaufbau empfiehlt sich dann ein Sparplan“, rät der Ex- Dirk Günthör, Direktor Regionalmarkt der Stadtsparkasse Düsseldorf. FOTO: HEIKE KATTHAGEN perte. Denn mit regelmäßigen, zeitlich verteilten Einstiegen in die Investments verringert man Käufe zu hohen Preisen, kauft aber mehr, wenn die Kurse niedriger sind. „Jeder Anleger kann auf diese Weise sein Vermögen bewusst weiter ausbauen und damit auch gezielt weitere Altersvorsorge betreiben“, so Günthör. Bei den Anlageklassen könne man mit Zertifikaten und gut gemanagten aktiven Fonds über der Inflationsrate liegende Renditen bei begrenzten Risiken erwirtschaften. Günthör nennt als Beispiel ein Express- Zertifikat auf den europäischen Aktienindex EuroStoxx mit einem Sicherheitspuffer von 65 Prozent und einer jährlichen Verzinsung von gut zwei Prozent bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Sicherheitspuffer bedeutet, dass der Index bis zu einer Schwelle von 65 Prozent fallen kann, ohne dass der Anleger Verluste macht. Wer zu höherem Risiko bereit ist, kann bei einem Puffer von 50 Prozent aktuell über drei Prozent Rendite erwirtschaften. Bei Aktienfonds rät Günthör zu solchen, die auf Unternehmen mit guten Dividenden, also Gewinnauszahlungen, setzen. Bei Fonds sorgt die breite Streuung auf viele Aktien für eine Verteilung der Risiken. Ein weiterer wichtiger Baustein sei die Immobilie, sagt der Anlagespezialist, sowohl die eigengenutzte Immobilie als auch die Immobilie als Geldanlage. „Hier bieten offene Immobilienfonds eine gute Anlagemöglichkeit bei begrenztem Risiko, jedoch auch Einschränkung bei der Veräußerung“, sagt Günthör. Risikobewusste und erfahrene Anleger können auch eine Anlage in Einzelaktien tätigen. Hier rät der Anlageexperte zu einem längeren Anlagehorizont und zu soliden Einzelwerten. Ganz wichtig sei, angesichts der globalen Verunsicherungen „keine nervösen Schnellhandlungen“ zu machen, warnt Günthör. Panik sei kein guter Ratgeber. Aber „das Schlimmste ist, gar nichts zu tun. Denn dann verliert man definitiv“, so der Experte. Wirtschaft: China vermehrt im Fokus (rps) Der in den USA aufkommende Protektionismus könnte die Handelsbeziehung zwischen Deutschland und China weiter intensivieren: Manager deutscher Unternehmen in China erwarten, dass die beiden Länder in Zukunft näher zusammenrücken. Zwei Drittel von ihnen gehen von einer Verstärkung der deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen aus, von einer Antwort der chinesischen Regierung im Sinne eines „China first“ hingegen nur 13 Prozent. Das zeigt das aktuelle ZEW-PwC-Wirtschaftsbarometer China, für das das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC einmal im Quartal Manager deutscher Unternehmen in China befragen. „Der Regierungswechsel im Weißen Haus und die befürchtete Tendenz zur stärkeren Abschottung der USA lässt viele Manager auf einen intensiveren Handel mit China hoffen. Dieser könnte die möglichen negativen Folgen einer solchen Politik für den Welthandel zumindest teilweise kompensieren“, sagt Thomas Heck, Leiter der China Business Group Deutschland und Europa bei PwC. Insgesamt bewerten die befragten Manager die konjunkturelle Situation Chinas in der aktuellen März-Umfrage deutlich besser als im Vorquartal: Der Wert des Indikators steigt von minus 8,1 auf plus 5,8 Punkte. Von diesem Umfeld werden auch positive Effekte für die deutschen Unternehmen erwartet: 59 Prozent der Befragten rechnen mit einer Steigerung der Produktion im Lauf der nächsten sechs Monate. Bei den konjunkturellen Aussichten für die kommenden zwölf Monate ist die Stimmung hingegen eher verhalten: Die Einschätzung sinkt von plus 1,6 auf minus 3,5 Punkte. „Die Konjunkturerwartungen für die nächsten zwölf Monate zeugen von einer gewissen Unsicherheit“, sagt Michael Schröder, Projektleiter und Senior Researcher des ZEW-Forschungsbereichs Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement. ImmobilienfondsAlternative zu Nullzins ANZEIGE So können Anleger nachhaltige Renditen erwirtschaften Auszahlungen von vier bis fünf Prozent pro Jahr in Nullzins-Zeiten? Das ist durchaus möglich – mit Investments in gut durchdachte Immobilienfonds. Sie bieten zudem einige Vorteile gegenüber dem Eigenerwerb von Immobilien. Die Zinsen verharren auf niedrigem Niveau, Aktienmärkte können schwanken. „Eine gute Alternative, die viele Anleger erkennen, ist die Immobilie“, sagt Andreas Heibrock. Das Interesse daran ist groß, stellt der Geschäftsführer der PATRIZIA GrundInvest fest. Die Tochter der börsennotierten PATRIZIA Immobilien AG bietet auch Immobilienfonds für Privatanleger an. Diese Fonds haben einige Vorteile gegenüber dem Direktkauf einer Immobilie: Vor allem ermöglichen sie eine Beteiligung an mehreren Immobilien zu Summen, für die Käufer nicht mal eine einzige Wohnung oder ein Haus bekommen. Damit streuen sie Risiken, die Anleger beim Erwerb von Einzelobjekten eingehen müssen: Sie kaufen Wohnungen und Häuser häufig nur im eigenen Wirtschaftsraum und sind damit von dessen Wohl und Wehe abhängig. Die Käufer müssen zudem den Verwaltungsaufwand selbst erledigen und sich womöglich mit Mietern, die ihre Miete nicht zahlen, auseinandersetzen. „Bei einem Immobilienfonds muss man sich um all diese Themen nicht kümmern“, sagt Heibrock. „Und man kann breit streuen.“ Statt zum Beispiel 120.000 Euro Eigenkapital in eine Immobilie zu stecken und dazu noch einen Kredit aufzunehmen, könne man den gleichen Betrag beispielsweise auch in zehn Immobilienfonds investieren, die in verschiedene Nutzungsarten wie beispielsweise Wohnen, Einzelhandel, Hotel oder Büro investieren und deren Privatanleger können in dieses Objekt in Kopenhagener Top-Lage investieren. Das Ensemble bietet 127 Wohnungen. Objekte sich in unterschiedlichen Märkten und Ländern befinden, die viele Mieter haben, die somit die Risiken gut verteilen. „Damit fährt man besser und sicherer“, ist Heibrock überzeugt. Er verweist auf große Investoren wie zum Beispiel Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen, die schon lange diese Vorteile über speziell für sie konzipierte Fonds nutzen. Allein bei PA- TRIZIA investieren über 200 solcher institutionellen Investoren europaweit in Immobilien, darunter mehr als 100 Sparkassen. „Sie haben die gleichen Motive wie Privatanleger“, betont Heibrock: „Sie wollen stabile jährliche Auszahlungen erzielen und Risiken überschaubar halten.“ Unter den Immobilienfonds für Privatanleger finden sich derzeit einige spannende Objekte, zum Beispiel eine Anlage mit 127 Wohnungen in direkter Wasserlage in Kopenhagen, die bereits jetzt, in der Platzierungsphase, ihr Potenzial offenbart. PATRIZIA hatte das Projekt vor Baubeginn erworben. „Die Prognosen über die Vermietbarkeit wurden bis heute bereits übertroffen“, sagt Heibrock, „und dadurch erhalten die Anleger für die ersten beiden Jahre statt der geplanten Auszahlung von vier Prozent nun 4,5 Prozent“. Das ist ein Grundprinzip der Arbeitsweise bei PATRIZIA: „Wir kalkulieren vorsichtig, wollen nachhaltige Erträge sichern und so dem Vertrauen, das die Investoren in die PA- TRIZIA als Immobilien-Assetmanager setzen, gerecht werden“, betont Heibrock. Entsprechend sind auch die jährlichen Auszahlungen, also das, was die Anleger bekommen sollen, mit Bedacht prognostiziert. Geplant sind bei PATRI- ZIA durchschnittlich vier bis fünf Prozent pro Jahr. Nachhaltigkeit soll auch durch die gezielte Auswahl der Standorte gesichert werden: „Wir realisieren beispielsweise Wohnprojekte nur dort, wo die Bevölkerung stetig wächst“, sagt der Immobilienexperte. Zu solchen Standorten zählen zum Beispiel Den Haag und Kopenhagen. Zurzeit können sich Anleger an insgesamt drei Fonds beteiligen: Ein modernes Bürogebäude in der Münchener Leopoldstraße, ein Projekt in Den Haag mit 84 Wohneinheiten und ein Fonds mit 127 Wohneinheiten in Kopenhagen. In Kürze plant PATRI- ZIA, einen weiteren Fonds in Mainz mit einer gemischt genutzten Immobilie direkt am Rhein aufzulegen, ebenfalls in sehr guter Lage. Andreas Heibrock, Geschäftsführer der PATRIZIA GrundInvest Info: PATRIZIA Die PATRIZIA Immobilien AG zählt mit einem betreuten Immobilienvermögen von über 19 Milliarden Euro zu den führenden Immobilien-Investmenthäusern in Europa. Informationen über die PATRIZIA GrundInvest (Fuggerstraße 26, 86150 Augsburg) im Internet: www.immobilien.patrizia.ag, Telefon: 0821 50910 444, E- Mail: grundinvest@patrizia.ag

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