Aufrufe
vor 3 Wochen

Jahresrückblick Bergisches Land -31.12.2018-

  • Text
  • Stadt
  • Wasser
  • Radevormwald
  • Unwetter
  • Bergischen
  • Realschule
  • Guildo
  • Dezember
  • Regen
  • Sommer

Jahresrückblick Bergisches Land

Jahresrückblick Bergisches Land RHEINISCHE POST BESONDERE EREIGNISSE IM JAHR 2018 IM ÜBERBLICK MONTAG, 31. DEZEMBER 2018 WETTER Unwetter bringen Sturm, Gewitter und Hagel Bis zu 90 Liter Regen pro Quadratmeter kamen im Bergischen herunter. Die heftigen Wetterkapriolen verursachten zahlreiche Schäden. (RP) Schwere Unwetter haben im vergangenen Sommer in vielen NRW-Städten für Überschwemmungen und Verkehrschaos auf den Straßen gesorgt. Besonders hart traf es unter anderem das Bergische Land. „Hier geht gerade die Welt unter“, sagte am 29. Mai eine städtische Mitarbeiterin aus Wuppertal. Enorme Regenmassen und Hagel hatten in kürzester Zeit große Teile der Innenstadt unter Wasser gesetzt. An einigen Stellen sollen die Fluten 70 Zentimeter hoch gewesen sein. Teilweise fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Wuppertal bis zu 90 Liter Regen pro Quadratmeter. An seiner Station am Düsseldorfer Flughafen hat der DWD Windstärke zehn gemessen. „Das entspricht schweren Sturmböen von 90 bis 95 Stundenkilometer“, sagte Malte Witt, Meteorologe beim DWD in Essen. In der Wuppertaler Innenstadt lief das Einkaufszentrum City-Arkaden voll Wasser. Auch im Rathaus stand das Wasser zentimeterhoch. An der Uni am Haspel stürzte ein rund 50 Quadratmeter großes Dach ein. Auch das Dach einer Tankstelle brach ein. Mehrere Fahrzeuge parkten unter dem Dach, als es zur Seite kippte und auf den Asphalt krachte. Ein Fahrer konnte sich gerade noch aus In den Wuppertaler „City-Arkaden“ drangen bei dem Unwetter große Wassermassen ein und fluteten die Gänge. Leichlingen räumte nach dem schweren Unwetter am 10. Juni auf, bei dem die Straßen überschwemmt waren FOTO: UWE MISERIUS Große Hagelkörner in Radevormwald. FOTO: FEUERWEHR RADE FOTO: MARCEL KUSCH/DPA Ein Zug der S-Bahn Linie 7 entgleiste in Remscheid. FOTO: ABELLIO seinem Auto retten.Wegen des Unwetters stellte die Deutsche Bahn im Raum Wuppertal den Bahnverkehr ein. Teilweise waren die Gleise vom Regen überspült worden. Auch die Schwebebahn fuhr nicht. Auf vielen Straßen wurden Gullydeckel hochgedrückt, was zu Autounfällen führte. Auf den überfluteten Straßen seien mehrere Autos vor die Deckel gefahren, sagte eine Polizeisprecherin. In einem Fall habe dadurch ein Airbag ausgelöst und den Fahrer im Gesicht verletzt. Hinzu kamen mehrere umgestürzte Bäume. Der Gedenkakt zum 25. Jahrestag des Brandanschlags in Solingen musste abgebrochen werden. Ein Wolkenbruch war während der Veranstaltung über den Platz der Feier niedergegangen. Hunderte Teilnehmer waren von den Veranstaltern in deutscher und türkischer Sprache zum Verlassen des Ortes aufgefordert worden. Während das Unwetter die Schloss-Stadt Hückeswagen verschonte, schlugen Starkregen, Gewitter und Hagel in den Nachbarstädten Radevormwald und Wipperfürth heftig zu. So meldete etwa Das Wasser hat 30 Zentimeter hoch in den Straßen gestanden. das Helios-Krankenhaus der Hansestadt teilweise schwere Schäden durch eindringendes Wasser. Glücklicherweise mussten keine Patienten evakuiert werden, und der Betrieb der Klinik konnte im normalen Umfang weiterlaufen. Im Juni verursachte ein heftiges Unwetter schwere Schäden in der Stadt Leichlingen. „Die braune Brühe schoss aus allen Ecken“, berichtete eine 60 Jahre alte Leichlingerin. Eine andere Anwohnerin sprach gar von einer Horrornacht: „An Schlaf war nicht zu denken, die Sirenen heulten, ständig war das Martinshorn zu hören. Das ging bis in den Morgen so.“ Das Wasser hätte 30 Zentimeter hoch in den Straßen gestanden und ein Gemisch aus Schlammwüste und Seenlandschaft hinterlassen, erzählt die Leichlingerin. Die Nachbarn machten sich mit Schneeschaufeln daran, dem Schlamm und Matsch Herr zu werden. Im Dorfkern wurde eine Brücke komplett zerstört, zwei weitere wurden beschädigt. Im gesamten Stadtgebiet liefen 300 Keller mit Wasser voll. 160 Rettungskräfte versuchten die Lage in den Griff zu bekommen. Jahrhundertsommer trocknet bergische Talsperren aus Noch nie war es zwischen Juli und Oktober im Bergischen so trocken wie in diesem Jahr. Das könnte Konsequenzen für die Region haben. (RP/heka) Der Sommer hatte in diesem Jahr seinen Namen redlich verdient. Bereits am 7. April stieg das Thermometer erstmals über 25 Grad und markierte damit den ersten Sommertag – mitten im Frühling. Allein bis Ende August folgten 82 weitere Sommertage, dazu regnete es so wenig wie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen nicht. Die Weizenfelder benötigten im Sommer dringend Regen, damit die Ernte keinen Schaden davonträgt. FOTO: JÜRGEN MOLL (ARCHIV) Blauer Himmel von Mitte April bis Mitte September, fünf Monate am Stück, das rechtfertigt jeden Superlativ, ob Jahrhundert- oder Jahrtausendsommer. Es war richtig heiß, wir haben oft geschwitzt und manchmal schlecht geschlafen. Wir mussten, sofern vorhanden, Blumen, Bäume und Rasen gießen. Wir haben die Kleider getragen, die sonst nur für den Urlaub gebügelt werden. Und wir haben pflichtschuldigst übers Wetter gemeckert, diesmal über Hitze und Trockenheit. Aber insgeheim, da haben wir jubiliert. Sonne satt, blauer Himmel, ein schier endloser Sommertraum. Selbstverständlich gab es Schattenseiten: Ernteausfälle, Waldbrände, Hitzekranke. Forscher vermuten in diesem Sommer zudem ein Indiz für den Klimawandel, wobei letztgültige Daten fehlen. Extreme Einzelereignisse reichen als wissenschaftlicher Beleg nicht aus. So wird weiter ausgewertet, verglichen, geprüft. Die Resultate mögen beunruhigen, und Manche Bereiche der Wupper-Talsperre waren schon fast ausgetrocknet. FOTO: BENJAMIN SCHÄFER/WUPPERVERBAND die heißen Monate könnten tatsächlich ein Vorgeschmack auf die Folgen der Erderwärmung sein. Der Wupperverband hat auf die Dürre des Sommers reagiert. Bei der Düsseldorfer Bezirksregierung hat der Verband den Antrag gestellt, künftig weniger Wasser aus der Wuppertalsperre an die Wupper abzugeben. So soll der Wasserspeicher geschont werden. Die Talsperren im Bergischen haben sich von der Trockenheit noch nicht erholt. Für den Wupperverband entscheiden die nächsten Monate, ob eine weitere Dürre gut zu bewältigen wäre: Die Niederschläge, die von November bis Februar in der Region fallen, sind besonders wichtig für den Pegelstand der Talsperren im Sommer. Da im Winter die Vegetation gesättigt und die Böden feucht sind, gelangt vergleichsweise viel Wasser in die Talsperren. Derzeit liegen die Füllstände aber immer noch etwa ein Drittel unter dem Soll. Zu wenig für einen weiteren heißen Sommer. Unsere Standorte: Dr. Marc d‘Avoine Oliver Teubler Dr. Peter Neu Dr. Christof Heußel Robin Schmahl Thorsten Kapitza Peter Mazzotti Büro Wuppertal Bembergstr. 2-4 42103 Wuppertal T: +49 2 02.24 50 70 Büro Remscheid Elberfelder Str. 39 42853 Remscheid T: +49 21 91.49 91 80 Ignacio Ordejón Zuckermaier Dennis Kreuzer Claas Thien Sebastian Haug Recht. Dynamisch. Das Team von ATN wünscht Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2018. Büro Solingen Kölner Str. 58 42651 Solingen T: +49 2 12.1 30 60 80 Büro Köln Im Zollhafen 22 50678 Köln T: +49 2 21.25 09 93 25 Büro Siegen Weidenauer Str. 196 57076 Siegen T: +49 2 71.31 41 00 10 Büro Düsseldorf Calor-Emag-Str. 2/Bahnstr. 51 40878 Ratingen T: +49 21 02.5 32 97 60 Büro Ennepetal Milsper Str. 8 58256 Ennepetal T: +49 23 33.60 96 53 Büro Bochum Wittener Str. 102 44789 Bochum T: +49 2 34.95 63 00 40 Büro Essen Im Teelbruch 55 45219 Essen T: +49 20 54.1 22 00 10 www.atn-ra.de Paul Michels Martina Majewski Anke Ortmann Susanna Ruß Anne Bölling Leah Ngabi Sebastian Thiel

Sonderveröffentlichungen