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Japan im Rheinland

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81,4 Mio. deutsche

81,4 Mio. deutsche Bevölkerung 126,9 Mio. japanische Bevölkerung 21 Prozent Ausländeranteil an der deutschen Bevölkerung 2 Prozent Ausländeranteil an der japanischen Bevölkerung Deutschland vs. Japan 234 Einwohner je km 2 in Deutschland 348 Einwohner je km 2 in Japan 78,6 Jahre werden deutsche Männer alt 83,2 Jahre werden deutsche Frauen alt 80,5 Jahre werden japanische Männer alt 86,8 Jahre werden japanische Frauen alt 643.702 km deutsches Straßenverkehrsnetz 339.038 km japanisches Straßenverkehrsnetz 47.681 Euro Sparguthaben hatte ein Deutscher 2015 83.888 Euro Sparguthaben hatte ein Japaner 2015 5,3 kg Reis essen die Deutschen pro Jahr 61,0 kg Reis essen die Japaner pro Jahr 115,8 Liter Bier trinken die Deutschen pro Jahr 51,3 Liter Bier trinken die Japaner pro Jahr 913 Patente werden pro Jahr je eine Million Deutsche angemeldet 2092 Patente werden pro Jahr je eine Million Japaner angemeldet 20 Urlaubstage hat ein Deutscher bei einer 5-Tage-Woche per Gesetz 10 Urlaubstage hat ein Japaner bei einer 5-Tage-Woche per Gesetz QUELLE: EIGENE RECHERCHE | GRAFIK: ZÖRNER

Vom Japan-Fan zur Japanologin Als Kind las Katharina Hülsmann Mangas, als Jugendliche schneiderte sie sich Anime-Kostüme. Ihre Begeisterung für die japanische Populärkultur hat die 30-Jährige zur wissenschaftlichen Forschung gebracht. VON SEMIHA ÜNLÜ Wenn Katharina Hülsmann sich mit Fans japanischer Mangas und Animes beschäftigt, erfährt die junge Frau immer auch ein wenig über sich selbst. Denn schon als Kind fühlte sich die Düsseldorferi n von Heldinnen wie „Sailor Moon“ angezogen: Während andere Kinder Abenteuer von Donald Duck oder Micky Maus verschlangen, las sie lieber japanische Manga-Comics, für die sie ihr Taschengeld aufsparte. Als Jugendliche schneiderte sich die Düsseldorferin dann sogar Kostüme, um bei Fan-Conventions wie die impulsive Anime-Heldin Seras Victoria (ein weiblicher Vampir) auszusehen. Zu dieser Zeit konnte Hülsmann auch schon etwas Japanisch, mit 13 Jahren hatte sie ihren ersten Sprachkursus besucht. Die Begeisterung für die japanische Populärkultur ist geblieben, inzwischen beschäftigt sich die 30-Jährige am Institut für Modernes Japan an der Heinrich-Heine-Universität aber vor allem wissenschaftlich damit. Einer ihrer Schwerpunkte ist nämlich die Fan-Forschung. „Wie reflektieren die Menschen die Populärkultur, was machen die Fans anders, wenn sie zum Beispiel ihre eigenen Mangas schreiben, zeichnen und veröffentlichen? Und ist das subversiv oder geht es nur um den Konsum? Das interessiert mich“, sagt die Japanologin. Doch im Studium gehe es natürlich noch um viel mehr. „In den ersten vier Semestern nehmen die Sprachkurse einen großen Raum ein“, sagt Hülsmann. Auf dem Studienplan stünden daneben Japans Geschichte, Gesellschaft, Religion, Kultur und Philosophie, etwa Shintoismus und Buddhismus, die Literatur am Kaiserhof und das japanische Sozial- und Bildungssystem. Während der Studien stelle man auch immer wieder Gemeinsamkeiten zwischen Japan und Deutschland fest, etwa das Thema alternde Gesellschaft. Katharina Hülsmann hat ihre Entscheidung für das Japan-Studium nie bereut. „Viele Menschen können sich meist erst einmal nicht vorstellen, was für berufliche Möglichkeiten man mit einem Japan-Abschluss hat“, sagt die 30-Jährige. So könnten Absolventen, teilweise auch schon Studenten, etwa im japanischen Generalkonsulat arbeiten, weil man dort Mitarbeiter brauche, die Deutsch und Japanisch sprechen. Gerade in Düsseldorf mit seinen vielen japanischen Veranstaltungen und Einrichtungen gebe es Möglichkeiten zum Beispiel im Eventmanagement. Gefragt seien zudem Übersetzer von Computerspielen. Die Düsseldorferin hat sich für eine Karriere in der Wissenschaft entschieden. Seit Ende ihres Master-Studiums promoviert sie im Fach Modernes Japan und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Modernes Japan. Derzeit feilt Hülsmann in Japan am deutschen Institut für Japanische Studien an ihrer Doktorarbeit. I N F O Foto: Anne Orthen Modernes Japan an der Uni Düsseldorf Bachelor-Studium Der Studiengang hat einen Numerus Clausus, ist als Ergänzungsfach aber zulassungsfrei. Das dreijährige Studium beginnt immer zum Wintersemester. Oberstufen-Schüler können schon vor ihrem Abitur Lehrveranstaltungen besuchen, die erworbenen Leistungsnachweise werden im späteren Studium angerechnet. Master-Studium Der viersemestrige Studiengang ist mit „Nachweis der besonderen Eignung“ (Bewerbung an der Heinrich-Heine-Universität) zulassungsfrei. Der Studienbeginn ist zum Sommerund zum Wintersemester möglich. S P O R T Anzeige Intelligente Mikrochips RENESAS – wie Chiptechnologie unseren Alltag erleichtert PORTRÄT Ob zu Hause, im Büro, im Betrieb oder im Auto, die Mikrochips von Renesas Electronics finden sich im Alltag sozusagen überall. Mit rund 500 Mitarbeitern in seiner Europazentrale in Düsseldorf ist Renesas als globaler Anbieter auf Mikrochips für die Automobilelektronik und Industrieanwendungen spezialisiert. Knappe Ressourcen, zunehmende Urbanisierung und eine alternde Gesellschaft stellen die Weichen für vier Megatrends, die Renesas mit seinen zukunftsweisenden und innovativen Lösungen adressiert: das Internet der Dinge, Industrie 4.0, künstliche Intelligenz sowie autonomes Fahren. In jedem Auto sind beispielsweise durchschnittlich acht Mikrocontroller von Renesas verbaut. Dies reicht vom elektrischen Fensterheber, den Airbags über die Bremssysteme bis hin zum Infotainmentsystem. Die internationale Bedeutung des Konzernstandortes in Düsseldorf unterstreicht auch das hier ansässige globale Kompetenzcenter für Fahrerassistenz-Systeme. Im Fokus stehen hierbei Mikrochips mit extrem hoher Rechenleistung und Softwarelösungen, die zum Beispiel intelligente Kamera- und Radar-Anwendungen unterstützen. Damit können immer mehr Entscheidungen vom Autofahrer auf moderne Assistenzsysteme abgegeben werden. Renesas bringt mit seinen Mikrochips die Vision vom autonomen Fahren der Realität Stück für Stück näher. Renesas Electronics Europe GmbH Arcadiastraße 10 40472 Düsseldorf www.renesas.com

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