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Japan im Rheinland

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A U F B A U

A U F B A U Japans Baseball-Nationalteam könnte in Fukushima-Stadt das Auftaktspiel der Olympischen Spiele 2020 bestreiten. Olympia soll Hoffnung nach Fukushima bringen Fotos: AFP, imago Einige Wettbewerbe der Sommerspiele 2020 werden in der Region stattfinden, die vor sechs Jahren von Tsunami und Atom-Unfall schwer getroffen wurde. VON SONJA BLASCHKE In Tokio stehen alle Zeichen auf Sport. Überall hängen Poster: „Willkommen in Tokio, der Gastgeberin der Olympischen Sommerspiele 2020.“ Es ist schon das zweite Mal nach 1964, dass die japanische Hauptstadt die Spiele ausrichten wird. Einige Wettkämpfe sollen aber auch 250 Kilometer nördlich von Tokio stattfinden, in der Provinz Fukushima. Diese erlangte 2011 weltweit traurige Die Folgen der Reaktor-Katastrophe Berühmtheit, als ein starkes Erdbeben und ein verheerender Tsunami eine schwere Havarie im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi auslösten. Mehr als 18.000 Menschen kamen damals in der Region Tohoku ums Leben, die Mehrzahl in den Tsunami-Fluten. „Zur Unterstützung des Wiederaufbaus in der Region“ wurde im März beschlossen, einen Teil der Baseball- und Softball- Wettbewerbe in Fukushima- Stadt abzuhalten, 70 Kilometer Umwelt Als am 11. März 2011 nach einem starken Seebeben eine rund 15 Meter hohe Tsunami-Welle das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi überflutete, kam es dort zu einem folgenschweren Stromausfall und der schlimmsten Atomkatastrophe seit Tschernobyl 1986. Noch heute ist die Strahlung in der unmittelbaren Nähe der Reaktoren so hoch, dass sie Menschen töten würde. Ein weiteres Problem stellen die großen Mengen an Grundwasser dar, die in die Anlage eindringen und dadurch kontaminiert werden. Der Versuch, dies durch eine unterirdische Eiswand rund um das AKW zu verhindern, schlug zunächst fehl. Politik Ein japanisches Bezirksgericht urteilte vor Kurzem, dass die Regierung und die Betreiberfirma Tepco des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi für das Desaster verantwortlich seien, weil sie keine vorbeugenden Maßnahmen gegen einen von einem starken Seebeben ausgelösten Tsunami getroffen hatten. Nach jüngsten Schätzungen geht die Regierung davon aus, dass sich die Kosten der Bewältigung des AKW-Unfalls (Beseitigung der Umweltschäden, Abriss der Anlage und Entschädigung der Opfer) auf rund 193 Milliarden Euro belaufen werden. Der unter dem Eindruck der Katastrophe 2012 zunächst beschlossene schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis spätestens 2040 wurde nach Protesten seitens der Wirtschaft aber wieder eingeschränkt. I N F O vom zerstörten AKW entfernt. Darunter könnte auch das Eröffnungsspiel sein. Die Idee, Wettbewerbe in Fukushima abzuhalten, soll erstmals im Oktober bei einem Treffen zwischen Premierminister Shinzo Abe und IOC-Präsident Thomas Bach diskutiert worden sein. Zunächst lehnte das IOC diesen Vorschlag jedoch ab. Nun sollen die Wettkämpfe in einem Stadion stattfinden, das 2011 für eine Weile als Notunterkunft für Erbebenopfer diente. Eine Frau betet in einer Sperrzone in der Präfektur Fukushima für die Opfer, die das Erdbeben und der Tsunami 2011 gefordert haben. Mit der Entscheidung für Fukushima wollen die Organisatoren ein Versprechen einlösen: „Wettkämpfe in der Tohoku-Region sind ein weiterer Beweis für die Selbstverpflichtung der Tokio-Spiele 2020, Sportveranstaltungen in die sich von der Katastrophe erholenden Gebiete zu bringen sowie die Kraft des Sportes zu demonstrieren“, so das japanische Organisationskomitee. Dessen Chef, Yoshiro Mori, sprach von einer „wundervollen Chance“. Kritiker halten den Fukushima-Plan dagegen für den zynischen Versuch der Regierung, die Welt davon zu überzeugen, dass die Atom- Krise vorbei sei. Riccardo Fraccari, Präsident des Baseball-Weltverbands, sagte bei seinem Japan-Besuch Ende 2016, es bestehe keine Gesundheitsgefahr für Athleten und Zuschauer. Selbst Atomkraftgegner gestehen zu, dass ein vorübergehender Aufenthalt ohne Risiko sei. Sie fürchten aber, dass die Regierung die Spiele in Fukushima dazu benutzen könnte, Druck auf die noch immer etwa 100.000 Evakuierten auszuüben, damit diese in ihre Dörfer in der Nähe des AKW zurückkehren.

Im Schuss liegt die Ruhe Kyudo, das traditionelle japanische Bogenschießen, ist nichts für Ungeduldige. VON SABINE MAGUIRE Mal eben den Bogen nehmen, und schon trifft der Pfeil sein Ziel? Und im Handumdrehen stellt sich die versprochene Gelassenheit ein? Da kann Reinhard Kollotzek nur schmunzeln: „Ich mache das jetzt schon seit 30 Jahren, und erst im letzten Jahr kam das Gefühl, dass ich es so langsam kann.“ Dabei ist er mit seinem Bogen längst ebenso vertraut wie mit den acht Stufen, die zum klassischen Bewegungsablauf beim traditionellen japanischen Bogenschießen Kyudo dazugehören. Hört man dem Vorsitzenden des Vereins „Kyudo Neandertal“ aufmerksam zu, so wird eines recht schnell klar: Wer einfach nur vom Hauch des Exotischen fasziniert ist und möglichst schnell ins Schwarze treffen möchte, ist beim japanischen Bogenschießen falsch. Kyudo ist mehr als ein bloßer Kampfsport, bei dem es am Ende einen Gewinner gibt. Verlieren kann man wohl am ehesten gegen sich selbst und die eigene Ungeduld. „Kyudo ist ein Handwerk. Vor allem anderen kommt, sich in der Technik zu schulen“, weiß Reinhard Kollotzek. Er ist einer von etwa 30 Schützen in Deutschland, die den fünften Dan führen. Seine Schüler lehrt er, dass japanisches Bogenschießen ein Wechsel aus Können und Wollen ist. Die Bewegungsabläufe sind beim Kyudo genau festgelegt. Diese Rituale sind es, die irgendwann den flirrenden Geist beruhigen können. „Es gibt einen Moment, der sich anfühlt, als würde der Geist den Körper verlassen“, spricht Kollotzek über spirituelle Erfahrungen. Nach dem Schuss werde noch für einige Sekunden innegehalten, um dem Geist die Gelegenheit zu geben, in den Körper zurückzukehren. Beim Kyudo gehe es vor allem darum, das richtige Körpergefühl zu entwickeln. In der Art, wie jemand mit Pfeil und Bogen umgeht, lässt sich erkennen, wie er sich zum Leben stellt. Ungeduld, Aggressivität, Zaghaftigkeit: Lässt man diese negativen Einflüsse zu lange und immer wieder auf sich wirken, wird man auf den gelungenen Schuss lange warten müssen. T R A D I T I O N Reinhard Kollotzek beim Kyudo INFO Der Kyudo-Verein Neandertal hat sich zum Ziel gesetzt, Kyudo gemäß der Überlieferung zu vermitteln. Die korrekte Weitergabe der Lehre wird vom japanischen Dachverband (Zen Nippon Kyudo Renmei – All Nippon Kyudo Federation) überwacht. Unter Aufsicht japanischer Meister werden regelmäßig Lehrgänge durchgeführt und Prüfungen abgenommen. Foto: Mikko Schümellfeder 安 心 の 日 本 語 で 人 間 ドックを 受 けよう! Düsseldorf・Werstenの 西 独 糖 尿 病 ・ 健 康 センター(WDGZ)に Japan Desk 開 設 WDGZ_2017_002_SH,05/2017 ( 変 更 やミス・プリントの 可 能 性 があります。) 写 真 はデモンストレーションのために 撮 られました。 写 真 家 :フランク・エルシュナー、ミヒャエル・ゾマー、VKKD 日 本 語 が 分 かるスタッフで 安 心 午 前 中 で 検 査 終 了 日 本 語 で 診 断 レポート 作 成 プライベート・ 公 的 保 険 どちらも 対 応 可 能 WDGZが 属 する 病 院 グループ(VKKD)は 他 に 33の 専 門 クリニックがあり 、 何 らかの 異 常 が 見 つかった 場 合 、 他 の 専 門 クリニックと 連 携 し 患 者 様 をサポートします 。 時 間 のロスなしにすぐ 紹 介 ・ 予 約 が 可 能 ! 西 独 糖 尿 病 ・ 健 康 センター Westdeutsches Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ) 住 所 : Hohensandweg 37, 40591 Düsseldorf 電 話 : (0211) 56 60 360-66( 日 本 語 を 話 せるスタッフ 直 通 ) メール: Barbara.Conrady-Takenaka@vkkd-kliniken.de 診 察 時 間 : 月 曜 日 ~ 金 曜 日 8:00~12:00( 人 間 ドックは 水 曜 日 を 除 く) | 無 料 駐 車 場 あり 西 独 糖 尿 病 ・ 健 康 センター(WDGZ)は、デュッセルドルフ・カトリック 病 院 連 合 (VKKD)に 属 しています 。 www.vkkd-kliniken.de

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