Aufrufe
vor 5 Monaten

Japan im Rheinland

  • Text
  • Japanische
  • Japan
  • Japanischen
  • Unternehmen
  • Japaner
  • Deutschland
  • Tokio
  • Frauen
  • Japans
  • Japanischer

S P O R T Shunya

S P O R T Shunya Hashimoto will künftig für Fortuna Düsseldorf Tore schießen. Foto: Horstmüller Dribbelnder Sport-Import aus Japan Japaner und die Bundesliga Der 21-jährige Shunya Hashimoto träumt von einer Profi-Karriere als Fußballer. Ganz bewusst hat er sich dafür Düsseldorf ausgesucht. VON MAXIMILIAN LONN Mit dem Ball kann Shunya Hashimoto immer noch sehr viel besser umgehen als mit der deutschen Sprache. Aber auch da macht der 21-Jährige Japaner aus Yokohama gewaltige Fortschritte. Denn er hat ein ehrgeiziges Ziel: eine Karriere als Profi-Fußballer, und zwar in Deutschland. Import Sein Wechsel zum 1. FC Köln war 1977 der erste Transfer eines Japaners in die 1. Bundesliga: Yasuhiko Okudera. Mit 234 Spielen, neben Köln auch für Hertha BSC und Werder Bremen, stellte Okudera einen Einsatzrekord auf, der erst im März 2017 von Makoto Hasebe (Eintracht Frankfurt) eingestellt wurde. Insgesamt spielten bisher 27 japanische Profis in der Bundesliga, darunter so bekannte Namen wie Naohiro Takahara, Gotoku Sakai, Shinji Okazaki und Shinji Kagawa. Export Umgekehrt spielten zahlreiche deutsche Profis zum Ende ihrer Karriere in der J-League. Zuletzt kündigte Lukas Podolski seinen Wechsel zum Club Vissel Kobe an. Er tritt damit in die Fußstapfen von Spielern wie Guido Buchwald oder Pierre Littbarski, die in Japan zu Stars wurden. I N F O Mit 18 spielte Hashimoto in der höchsten japanischen College-Liga und hatte gute Chancen auf einen Vertrag in der Profiklasse J-League. „Aber ich habe immer im Kopf gehabt, irgendwann mal ins Ausland zu gehen“, erzählt er. Also setzte er sich vor gut zwei Jahren an den Computer und stieß bei seinen Recherchen auf Deutschland. Zwar gilt für viele Japaner die englische Premier League als das Nonplusultra im Fußball, aber das war für Hashimoto nicht entscheidend. „Ich habe schnell gemerkt, dass es vom Charakter sowie der Mentalität der Menschen dort passen könnte“, erläutert er. „Außerdem leben gerade in Düsseldorf viele Japaner, was die Entscheidung erleichtert hat.“ Zufällig lernte „Shu“ über das Internet einen Landsmann kennen, der eine Juniorenmannschaft beim SC Düsseldorf-West trainiert. „Durch ihn bin ich nach Deutschland gekommen, habe auch direkt ein Probetraining vermittelt bekommen und bin dann sofort genommen worden“, erzählt er. Am Anfang, so gesteht er, sei das alles nicht einfach gewesen, besonders mit der Sprache. Hände und Füße wurden zu wichtigen Kommunikationsmitteln, die Taktiktafel in der Kabine zur visuellen Hilfestellung. „Ich habe zu Beginn überhaupt nichts verstanden“, sagt Hashimoto. Trotzdem gelang ihm die Integration erstaunlich schnell, was auch an der Stadt liegt. In Düsseldorf mit seiner großen japanischen Gemeinde fand er nicht nur einen Job in einem Nudelhaus, sondern auch neue Freunde, die das Heimweh milderten. Parallel dazu lief es auch auf dem Fußballplatz immer besser. „Beim SC West habe ich auf dem Platz viele Freiheiten bekommen“, erläutert er. „Zudem hat mich mein damaliger Trainer Marcus John immer spielen lassen, obwohl ich nicht immer gut gespielt habe.“ Das Vertrauen gab er mit Toren zurück. Zwölf Treffer in 30 Spielen schoss er für den Fünftligisten in nur zehn Monaten. Schnell wurden Klubs aus der Umgebung auf den 1,76 Meter großen Torjäger aufmerksam. Sein Trainer, der früher auch für die Jugendabteilungen von Borussia Mönchengladbach und Rot-Weiss Essen tätig war, nutzte seine Kontakte und empfahl seinen Schützling der Scouting-Abteilung von Fortuna Düsseldorf. Der Zweitligist war von den Leistungen des Stürmers so angetan, dass man ihn im Januar zum Probetraining bei der zweiten Mannschaft einlud. Am Ende hatte er einen Vertrag in der Tasche. Hashimoto ist seinem Ziel von einer großen Karriere ein Stückchen näher gekommen. Bleibt nur die Frage nach seinen Deutschkenntnissen. „Da hilft mir meine Freundin“, verrät er und fügt lächelnd hinzu: „Sie spricht sehr gut Deutsch, weil sie auch hier geboren ist, und schreibt mir auch öfters über Whatsapp etwas auf Deutsch, worauf ich dann versuche, zu antworten – meistens dann aber auf Japanisch.“ Es kann eben nicht alles so schnell gehen wie auf dem Fußballplatz.

Your trust, your future, our commitment MUFG, eine der international führenden Finanzgruppen, bietet ihren Kunden weltweit umfassende und maßgeschneiderte Finanzlösungen. Mit einer über 350-jährigen Geschichte, 2,6 Billionen USD an Vermögenswerten und Niederlassungen in rund 50 Ländern bleibt MUFG stets ihrem Grundsatz treu, sich langfristig und vertrauensvoll für Unternehmen und die Gesellschaft zu engagieren. Ihre Zukunft fest im Blick, arbeiten wir Tag für Tag daran, nur eines zu verdienen: Ihr Vertrauen. Unsere Präsenz in Deutschland: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ A member of MUFG, a global Financial group www.mufgemea.com 2017 Mitsubishi UFJ Financial Group. All rights reserved.

Sonderveröffentlichungen