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Klassik & Theater -14.10.2017-

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Klassik & Theater BESTE UNTERHALTUNG IN DER (VOR-)WEIHNACHTSZEIT Im Apollo Varieté weihnachtet es sehr Die schillernde Wintershow „Crazy X-Mas“ ist mit glänzender Artistik und Entertainment ein Lichtblick in der dunklen Jahreszeit. Mila Roujilo ist die einzige Frau der Welt, die mit acht Bällen jongliert. 2003 begann sie ihre Solo-Karriere und kreierte zur Jonglage ihren Hula-Hoop Act. FOTOS: APOLLO VARIETÉ (rps) Der Sänger und Gitarrist Max Buskohl stand bereits mit Bob Geldof und Bono auf der Bühne. Dem Apollo Publikum ist er auch deshalb nicht unbekannt, weil er schon in der Show „Route 66“ auf der Bühne stand. Mit weiteren hervorragenden Musikern bildet er bei der neuen Show die Crazy-X- Mas-Band. So erlebt das Publikum Akrobatik zu mitreißender Live-Musik. Eine Prise exzentrisch-verrückte Comedy gehört außerdem zur neuen Show. Zur festlich-fetzigen Mischung in der (Vor-)Weihnachtszeit gehören außerdem folgende Künstler: WallStreet Theatre: Andreas Wiegels und Christian Klömpken präsentieren eine explosive Mischung aus trockenem englischen Humor, exzentrischem Mimenspiel und einer Prise Artistik. Rasant und höchst skurril verfeinern sie ihre Performance im ganz eigenen Stil mit aufregenden circensischen Praktiken. Ihre perfekte Balance zwischen Artistik und Comedy machen ihre Auftritte zu einem unvergesslichen Erlebnis. Kalashnyk Brothers: Sobald die beiden Ausnahme-Artisten auftreten, hat die Schwerkraft nichts mehr zu sagen. Alles schwebt, wenn die Hand-auf- Hand-Akrobaten in atemberaubender Symbiose die Bühne in einen surrealen Traum- Raum verwandeln. Ihre erstaunliche, einzigartige Darbietung basiert auf Vertrauen, Kraft und Konzentration. Andrei & Aliaksandr: Andrei Sizonenka und Aliaksandr Yurkavets stammen aus Weißrussland und starteten als Sportgymnasten bereits im Alter von vier Jahren. Im Jahr 2009 begannen sie in einem Circus in Korea und im „Hippodrome“ in England zu arbeiten und präsentierten 2011 erstmalig ihre gemeinsame Darbietung im Staatscircus von Weißrussland. Sie zeigen eine atemberaubende, technisch brillante Recknummer, die Höchstleistungsathletik und ausgefeilte Artistik kombiniert. Wie sie im Wechsel schwingen, sich drehen und spektakulär aneinander vorbeifliegen, lässt dem Publikum den Atem stocken. Mila Roujilo Sie ist eine Ausnahmeerscheinung in der Welt der Artistik, insbesondere in der der Jonglage: weibliche Anmut und Eleganz, gepaart mit sinnlicher Ausstrahlung, gewürzt mit einem Hauch Exotik und basierend auf herausragendem Talent. Mila Roujilo ist die einzige Frau der Welt, die mit acht Bällen jongliert. In eine russische Künstlerfamilie hineingeboren, studierte sie bereits im Alter von 14 Jahren mit ihrem Bruder eine Jonglage-Nummer ein. Sie traten beim Circus-Festival in Budapest, dann in den USA und bald weltweit auf. 2003 begann sie ihre Solo-Karriere und kreierte zur Jonglage ihren Hula-Hoop Act. Adrian & Emily Für Adrian Paul, der die Show inszeniert hat und als Gitarrist der Band auf der Bühne steht, kommt in dieser Show wirklich keine Langeweile auf: Mit Emily Kinch, Tänzerin und Luftartistin, hat er sich etwas ganz Besonderes ausgedacht und eine furiose Rollschuhnummer eingeübt. Termine: 26. Oktober bis 14. Januar, Karten unter Telefon 0211 274000 oder www.westticket.de Ein Winter auf Mallorca Das Publikum geht für einen Abend auf die berühmte Mallorca-Reise von Frédéric Chopin, bei der viele seiner schönsten Kompositionen entstanden. Eine Hochzeit mit Hindernissen (rps) Eine Komödie gespickt mit viel Humor und Situationskomik läuft derzeit in der Komödie in der Steinstraße. In „Ein Traum von Hochzeit“ geht es für den Bräutigam drunter und drüber: Bill erwacht am Morgen seiner Hochzeit nach seinem Junggesellenabschied mit einem unglaublichen Kater. Neben ihm liegt eine schöne Unbekannte. Diese erklärt ihm, sie hätten sich am Vorabend in der Bar getroffen, seien nach oben gegangen und hätten eine wunderbare Nacht zusammen verbracht. Bill gerät in Panik, denn sie befinden sich in der Hochzeitssuite, in der gleich Rachel, seine Braut, eintreffen wird. Nun steht er da – offensichtlich fremdgegan- Poetische Landschaftsbeschreibungen der Insel gepaart mit Chopins schönsten Melodien – das ist „Ein Winter auf Mallorca“. FOTO: VERANSTALTER (rps) Ein stimmungsvolles Konzertereignis, entlang am roten Faden der Lebens- und Landschaftsbeschreibungen der Insel im Winter 1838/39, einfühlsam niedergeschrieben von Chopins Lebensgefährtin und Schriftstellerin George Sand, erwartet den Besucher. Ein geschwächter Gesundheitszustand veranlasste Chopin, George Sand und ihre Kinder zu einem Aufenthalt auf Mallorca, wo sie in dem Kloster zu Valldemossa Aufnahme fanden. Vielleicht nicht zuletzt die Melancholie des Ortes inspirierte ihn zu seinen berühmtesten Werken wie Préludes op.28 mit dem berühmten „Regentropfenprélude“, die Polonaisen op.40, die Mazurken op. 41 und das Scherzo No.3 op.39. Den musikalischen Part übernimmt der russische Pianist und Chopin-Spezialist Vladimir Mogilevsky, die Erzählungen die bekannte Diseuse Stefania Adomeit. Dazu gen, verkatert und obendrein mit einem absoluten „Filmriss“. Bill bittet seinen besten Freund und Trauzeugen Tom um Hilfe. In der Not überredet er ihn, sich als Freund der Unbekannten auszugeben. Bill und Tom versuchen erfolglos, die Situation wieder in Griff zu bekommen. Das Chaos nimmt seinen Lauf, die Missverständnisse und Katastrophen häufen sich und werden von weiteren Besuchern der Hochzeitssuite immer mehr beschleunigt. Termine bis 16. November, Karten unter 0211 133707 und 0211 325151 oder online unter www.komoedie-steinstrasse.de oder www.westticket.de erscheinen die Orte und Landschaften, die als Inspiration zu den Werken dienten, auf einer Großleinwand. So entsteht ein poetischer, audiovisueller Gesamtgenuss. Vladimir Mogilevsky ist Preisträger zahlreicher internationaler Festivals und Wettbewerbe, etwa des internationalen Klavierwettbewerbs in Porto und des Liszt-Klavierfestivals. Seit 1993 ist er selbst eng mit dem Chopin-Museum auf Mallorca verbunden. Termin: 24. Januar, Tonhalle, Karten unter www.westticket.de Mit einem Filmriss und gleich zwei Bräuten wacht Bill (Stefan Bockelmann) am Morgen seiner Hochzeit auf. FOTO: PETER BOCKLAGE

Klassik & Theater BLECHBLÄSER UND BALLETT Mit Musik ins neue Jahr Neujahrskonzerte der etwas anderen und besonderen Art finden unter der Kuppel der Tonhalle statt. VON ISABELLE DE BORTOLI Blechschaden Sie nennen sich auch die Fremdenlegion der Münchner Philharmoniker, die elf Blechbläser und der Schlagzeuger aus sechs verschiedenen Ländern – allesamt Vollblutmusiker auf höchstem Niveau. Virtuosen sind sie, zu jeder musikalischen Schandtat bereit und fähig, Kabinettstückchen wie nebenbei abzuliefern. Was sie in Angriff nehmen, bewältigen sie mit unnachahmlicher Perfektion. Jazz und Klassik, Elitäres und Populäres, Show und Spielkultur befruchten sich gegenseitig. Blechschaden: Das ist die Mischung aus Last Night of the Proms und Wiener Neujahrskonzert. Und: Das ist natürlich und in erster Linie der Erfinder, Dirigent, Entertainer, Moderator und Spezialist für Schottenwitze: Bob Ross. Der umtriebige Schotte leitet Blechschaden seit seiner Gründung 1984, aber sein Repertoire an Witzen und neuen Ideen scheint unerschöpflich. Termin: 4. Januar, 20 Uhr, Tonhalle Anna Maria Kaufmann Ein besonderes Neujahrskonzert gibt es am 8. Januar in der Düsseldorfer Tonhalle: Die bekannte Sopranistin Anna Maria Kaufmann wird dann bekannte Songs aus Filmen und Musicals vortragen. Darunter sind Film-Melodien aus großen Kino-Erfolgen wie „My Heart Will Go On“ aus Titanic, „Time of my Life“ aus Dirty Dancing oder „I See You“ aus Avatar. Und auch die großen Musik- Themen aus den Kino und TV- Filmen wie „Cinema Paradiso“, „Das andere Leben“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ haben die Herzen von Millionen Zuschauern gewonnen. Und natürlich singt Anna Maria Kaufmann, der mit ihrer einzigartigen Interpretation Blechschaden sind die Blechbläser und der Schlagzeuger der Münchener Symphoniker. Unter der Leitung von Bob Ross spielen sie ein witziges Neujahrskonzert, bei dem auch herzlich gelacht werden darf. FOTO: VERANSTALTER Anna Maria Kaufmann singt Hits aus Musical und Film. FOTO: MANFRED ESSER Tschaikowski trifft Streetdance der „Christine“ im Musical- Klassiker Das Phantom der Oper an der Seite von Peter Hofmann 1990 der Durchbruch gelang, bei diesem Konzert zum Jahresstart auch die bekanntesten Highlights aus den Andrew Lloyd Webber- Musicals wie Evita oder Das Phantom der Oper. Auf die Bühne kommen außerdem beliebte Disney-Songs aus Der König der Löwen, Aladdin oder Der Glöckner von Notre Dame. Der kanadisch-deutsche Musical-Star Anna Maria Kaufmann gehört seit über zwei Jahrzehnten zu den großen Stimmen unserer Zeit. Sie konzertierte weltweit auf den bedeutendsten Bühnen und begeisterte mit ihrer klaren und unvergleichlich einfühlsamen Stimme ein Millionenpublikum. Seit ihrem Durchbruch mit Das Phantom der Oper überzeugt die Künstlerin mit einem breitgefächerten Repertoire aus Musical, Film, Oper und Operette. Begleitet wird Kaufmann beim Neujahrskonzert von der Russischen Kammer-Philharmonie St. Petersburg unter Leitung des renommierten Dirigenten Juri Gilbo. Sie gehört zu den internationalen Spitzenorchestern. Aus der Verbindung der legendären russischen Streicherschule mit den westeuropäischen Bläsertraditionen formte Juri Gilbo den Fredrik Rydman‘s „The Nutcracker Reloaded“ zeigt das klassische Ballett als modernes Märchen. bekannten, unverwechselbaren Orchester-Klang. Tourneen führten das Orchester in alle europäischen Metropolen. 8. Januar, 20 Uhr, Tonhalle Franz Lamprecht Seit über 35 Jahren gehört das Neujahrskonzert mit Franz Lamprecht in der Tonhalle zum festen Bestandteil des Düsseldorfer Kulturlebens. Am Pult seiner Staatsphilharmonie aus dem rumänischen Satu Mare dirigiert er einen bunten Strauß bekannter und weniger bekannter Werke der Wiener Walzerkönige wie von Franz Lehár und natürlich der Strauß-Familie. Franz Lamprecht wird aber auch als Moderator durch den Abend führen. Und wer den Chefdirigenten und sein Orchester kennt, weiß, dass es immer die eine oder andere Überraschung geben wird. Michael Siemon wird berühmte Arien wie „Heute hab ich meinen schönsten Tag“ (Der Zarewitsch), „Ich knüpfte manche zarte Bande“ (Der Bettelstudent) oder „Freunde, das Leben ist lebenswert“ (Giuditta) singen. Der Tenor ist seit dem Jahr 2012 an den Bühnen Krefeld-Mönchengladbach engagiert. 2015 erhielt er den Publikumspreis der Rheinischen Post als bester Sänger. Sein Repertoire umfasst die großen Kompositionen der Konzertliteratur, aber auch seltener aufgeführte Werke. Termin: 1. Januar, 16 und 19.30 Uhr, Tonhalle Düsseldorf Karten für alle hier genannten Konzerte unter Telefon 0211 274000 oder www.westticket.de Klassisches Ballett trifft Streetdance: The Nutcracker Reloaded ist ein Tanzspektakel für die ganze Familie. FOTO: DANIEL OHLSSON (rps) Es ist eine märchenhafte Geschichte mit fantastischer Musik: Tschaikowskis Ballett Der Nussknacker. Was passiert, wenn man daraus ein Remake mit internationaler Tänzerbesetzung macht? Ein Europäischer Breakdance-Champion, außergewöhnlichen Bühnendarsteller und Tänzer sind Teil der Show, die aus einem musikalischen Mix aus R’n’B von Danny Saucedo, Tschaikowski-Klassik, Electronic Dance Music und Pop-Songs besteht. Der schwedische Star-Choreograf Fredrik Rydman, ehemaliges Bounce-Mitglied und Choreograf des internationalen Bühnenerfolgs Swan Lake Reloaded, bringt den Nussknacker neu interpretiert auf die Bühne. The Nutcracker Reloaded ist eine Streetdance-Version des klassischen Balletts und führt junges und altes Publikum zusammen – mit Tschaikowskis Meisterwerken und neuen Songs. Die Neuinszenierung bringt dem Publikum einen schönen Prinzen, den Nussknacker als amerikanischen R’n’B-Sänger, schmutzige Ratten, verwöhnte Candyfiguren als gelangweilte Blogger mit Instagram-Berühmtheit, und einen kriminellen Organhändler im Smoking, in dessen Einfluss die kleine Clara gerät. Sowohl klassische als auch moderne Bösewichte und Helden spielen eine Rolle: Dracula, Super Mario und Darth Vader haben ihre besonderen Auftritte. Das kleine Mädchen Clara ist alleine und auf sich selbst gestellt – sie lebt auf einer Müllhalde, während ihre Eltern in einem weit entfernten reichen Land auf den Straßen betteln gehen. In der Hoffnung ihre Eltern wiederzufinden, gerät Clara an einen gut gekleideten Mann, der entgegen dem äußeren Anschein Organhändler ist – auf der Pirsch Spektakuläre Tanzszenen warten auf die Zuschauer. nach einem jungen, gesunden Herz, das er auf dem Schwarzmarkt einer reichen, kranken Frau mit seltener Blutgruppe verkaufen will. Der Nussknacker, der Prinz, ist gebrochen und hat seinen früheren Glanz verloren. Während des ganzen Stücks gibt es einen Erzähler, der uns informiert über alles, was wir (gewollt oder ungewollt) über die Show wissen müssen. Breakdance, Hip Hop und Ballett vermischen sich mit atemberaubenden visuellen Effekten und Zügen von Tschaikowskis beliebtesten Teilen der Partitur zu einer verrückten Geschichte, die unserer heutigen Realität erschreckend ähnelt. „Was wirklich gut ist am Nussknacker: Die Geschichte wird erst wirklich interessant, wenn man seinen eigenen Sinn einbringt. Das hat mir die Möglichkeit eröffnet, die Geschichte von obdachlosen Kindern in Europa auf eine Weise zu erzählen, die gleichzeitig einfallsreich, beängstigend, lustig und verrückt ist. Ein modernes Märchen“, sagt Fredrik Rydman. „Diese Show dreht sich um die Sehnsucht eines Kindes, wieder bei seinen Eltern zu sein – etwas, was ich als Vater von drei Kindern sehr gut verstehen kann. Ich wollte etwas erschaffen, das wir durch die Augen eines Kindes sehen, da in ihrer Welt alles möglich ist. Als Erwachsene neigen wir dazu, uns selbst einzuschränken. Und mit dem Entwicklungsprozess im Stück möchte ich das Gefühl erwecken, dass es keinerlei Einschränkungen gebe“, sagt Fredrik Rydman. The Nutcracker Reloaded ist ein familiäres Tanzspektakel für jedes Alter, das spielerisch, innovativ, zeitgenössisch und energiegeladen ist. Die schillernde Bühneninszenierung wird von einem Video-Design mit 3-D-Projektionen untermalt. Mit viel Humor und absurden Situationen überrascht es immer wieder, garantiert Lacher und berührt das Publikum wie bei einer rasanten Achterbahnfahrt. Die klassischen Tschaikowski-Parts wurden vom Tschechischen National Symphony Orchestra eingespielt. Künstler wie Danny Saucedo, Anna Ternheim, Fredrik Wentzel oder auch Mario Perez Amigo kreierten eigene Songs für The Nutcracker Reloaded. Termine: 16. bis 21. Januar, Capitol Theater Düsseldorf, Karten unter www.westticket.de

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