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Kunst, Antiquitäten und Ausstellungen -14.09.2018-

Kunst, Antiquitäten und Ausstellungen

Kunst, Antiquitäten und Ausstellungen ANZEIGE Frivole Erotik und fantasievolle Seemonster Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf präsentiert zum Auftakt der Herbstsaison vom 20. bis 22. September rund 2500 erlesene Objekte. Für die Kunstauktion hat Hargesheimer zahlreiche Sammlerstücke aus privaten Sammlungen akquiriert, um die Herzen der Kunstliebhaber höher schlagen zu lassen. So besticht der Bereich der Alten Meister mit Gegensätzen der christlichen Passion und galanten Szenen. Beispielsweise wird von Frans Francken dem Jüneren (1581-1642) ein Gemäle mit dem Passionsweg Chrisi angeboten. Neben den überwiegend kleinformatigen Kabinettstücken mit religiösen, mythologischen oder allegorischen Themen fertigte der bekannteste Vertreter der flämischen Malerfamilie Francken ebenso einige große Altargemälde. Einen frivolen Kontrast zu Franckens Gemälde bildet die Darstellung einer galanten Szene von Louis-Michel van Loo (1707-1771). Nachdem der Maler des Rokokos als Hofmaler in Spanien tätig war, arbeitete er neben dem Hofmaler François Boucher, welchen er bereits in den 1720er Jahren kennengelernt hatte, für den französischen Hof. Die erotische Szene des angebotenen Gemäldes erinnert dabei stark an die lasziv-mythologischen Gemälde Bouchers. In dem angebotenen Gemälde macht ein galant kniender Herr einer Dame den Hof, während ein kleiner Amor der Dame drängend die Korsage öffnet. Die Ein Ausschnitt aus Louis-Michel van Loos galanter Szene, die aus einer süddeutschen Privatsammlung stammt. Ein prunkvoller Silberpokal in Form eines Schiffes – um 1570 Ein Bodhisattva Maitreya der Qing-Dynastie Szenerie wird im Hintergrund von einem Mann in einem Baum versteckt beobachtet. Unter den Gemälden des 19. Jahrhunderts sticht ein Gemälde Heinrich Hermanns (1862- 1942) hervor. Der Künstler der Düsseldorfer Schule hatte eine Vorliebe für Landschaften der Niederlande, wohin er Studienreisen unternommen hatte. Das Gemälde einer rheinischen Privatsammlung zeigt eine stimmungsvolle Darstellung des Fischmarktes in Dordrecht. Das Kunsthandwerk beeindruckt mit maritimen Themen. Ein seltener Becher mit Unterschale aus dem Brühl’schen Schwanenservice zeigt das namengebende reliefierte Schwanenpaar rhythmisch umspielt von Wellen, Muscheln, Schilf und zwei Reihern. Eingerahmt wird die zart weiße Reliefdarstellung von feiner indischer Blumenmalerei, dem Allianzwappen des Grafen Heinrich von Brühl sowie einer üppigen Goldkante. Johann Joachim Kaendler, Johann Friedrich Eberlein und Johann Gottlieb Ehder schufen nach mehrjährigen Probearbeiten zwischen 1737 und 1742 mit dem Service das größte Meisterwerk barocker Porzellankunst. Neben dem in aller Ruhe treibenden Schwanenpaar zeigt sich ein prunkvoller Silberpokal in Form eines Schiffes eher wie auf wilder See segelnd. Das in Ulm um 1570 gefertigte Prunkstück hat einen eleganten Schaft mit einem Delfin zwischen stilisierten Wellen. Der Korpus des Schiffes, gleichzeitig die Trinkschale, ist dekoriert mit Wellen und fantasievollen Seemonstern. Ge-fäße in Schiffsform waren bis ins 19. Jahrhundert beliebt. Höhepunkt im Bereich der Asiatischen Kunst ist unter anderem ein Bodhisattva Maitreya der Qing-Dynastie. Der Buddha der Zukunft wurde aus vergoldeter Bronze gefertigt und trägt im Boden eine Marke in Form eines Vishva-Vajra. Die Figur sitzt mit leicht geneigtem Kopf im Lotossitz auf einem doppelten Lotosthron. Das Gesicht ziert ein friedliches Lächeln. Die schmalen Hände zeigen Dharmacakra- Mudra vor der Brust. Einfacher zeigt sich die Grundform einer seltenen Teeschale Jianzha aus der Song-Dynastie. Die Schale überzeugt jedoch mit schwarz-brauner Glasur, die eine typische Betonung mit raffinierten Effekten zeigt. Während der Song-Dynastie erfuhren diese Keramiken ein hohes Prestige. So ist diese Schale mit einer Gongyu-Marke versehen, die zeigt, dass sie dem kaiserlichen Hof angeboten wurde. www.kunstauktionen-duesseldorf.de. Selten: Becher mit Unterschale aus dem Brühl’schen Schwanenservice Vom Taler zum Dollar Seit einem halben Jahrhundert „geprägte Geschichte“ bei der Münzhandlung Ritter in Düsseldorf Erste Großsilbermünze für den Fernhandel Die Einführung einer Großsilbermünze, zunächst noch Guldengroschen oder Guldiner genannt, durch Erzherzog Sigismund den Münzreichen von Tirol (1439-1496), geschah in der Absicht, eine gegenüber dem (goldenen) rheinischen Gulden gleichwertige Silbermünze zu schaffen. Der wirtschaftliche Aufschwung seit der Mitte des 15. Jahrhunderts und der erhöhte Metallbedarf der Geldwirtschaft stellte die Wirtschaft vor Probleme, denn das Gold war knapp und bremste die Entwicklung. Andererseits erlebte der Silberbergbau durch die Einführung der Silberwährung einen ungewöhnlichen Aufschwung. Zahlreiche Landesherren in Süddeutschland und der Schweiz ahmten den Guldiner nach. Von Joachimstal nach Amerika Auch in Sachsen und Böhmen wurden Großsilbermünzen geprägt. Die Silbervorkommen im böhmischen Joachimstal waren so bedeutend, daß die araus geprägten sogenannten Joachimstaler wegen ihrer Häufigkeit allen deutschen Silbermünzen dieses Gewichts den Namen „Taler“ gaben. Vom Taler zum Dollar So trat der Taler seinen Siegeszug durch die Geldwirtschaft der damaligen Zeit an und sein Name lebt unter anderem noch im heutigen Dollar. Nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, auch im politischen und geistigen Bereich traten bedeutende Wandlungen ein. Kolumbus entdeckte Amerika, Luther schlug seine Thesen in Wittenberg an. Der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit brachte eine weitere Stärkung der Territorialstaaten im Gebiet des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Ein Spiegel der Geschichte Alle diese Strömungen und Ereignisse finden wir auf den Talern wieder. Sie begleiten eine lange wechselvolle Geschichte, die sich in künstlerisch wie numismatisch wertvollen Stücken dokumentiert. Der Taler hatte eine wirtschaftliche Bedeutung wie keine Münze vor oder nach ihm. Der wohl bekannteste Taler, der ab 1780 geprägte Maria-Theresia-Taler, spielte lange Zeit im Orient- Handel eine überragende Rolle, obwohl er in Österreich selber nicht mehr als gültige Währung geprägt wurde. Die Talerzeit fand ihr Ende mit der Einführung der einheitlichen Reichswährung im Jahre 1871. Die Teilstaaten, Städte und Länder gaben ihre eigenständige Münzpolitik auf und einigten sich auf die Währungs- Grundlage von 100 Pfennigen auf 1 Reichsmark. Der erste Dollar Aus den legendären Silberfunden in Südamerika prägten die Spanier ihre großen 8-Reales-Münzen, den „Taler“ Amerikas, Vorbild des US-Dollars. Die Rückseiten zeigen das spanische Wappen zwischen zwei Säulen – Sinnbild der Meerenge von Gibraltar (in der Antike die Säulen des Herakles), durch das die spanischen Schiffe auf ihrem Weg nach Amerika segelten. Die Abkürzung des Dollars ($) stammt von diesem Bild. Der berühmte Morgan-Dollar der USA wurde von 1878 bis 1921 geprägt und ist nach dem Graveur George T. Morgan benannt, der die Münze schuf. Weltgeschichte zum Anfassen, „Begreifen“ und Sammeln Das Sammeln historischer Münzen bietet „Weltgeschichte zum Anfassen“. Der Taler wurde zu einem der beliebtesten Sammelobjekte der Numismatik. Neben den Prägungen vom „Taler bis zum Dollar“ hat das Düsseldorfer Traditionsunternehmen zahlreiche Sammlermünzen von der klassischen Antike, über das Mittelalter, der frühen Neuzeit, bis zum letzten Gold-Euro im Angebot. Alle Münzen werden von der Fachhandlung mit ihren öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen mit einem detaillierten Foto- Echtheitszertifikat geliefert. Ein ständig aktualisiertes Angebot von mehr als 10.000 Sammler- und Anlagemünzen von der Antike bis zur Gegenwart findet man auf den Seiten der Münzhandlung Ritter, die dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, unter www.muenzen-ritter.de . SEIT 1707 Beratungstage Übernahme zur Auktion Düsseldorf 12., 18., 19. September Düsseldorf, 0211-210 77-47, www.dorotheum.com Ernst Wilhelm Nay, Einklang, 1953, € 200.000 – 300.000 Auktion Zeitgenössische Kunst, November 2018 Seit mehr als 5 Jahren kauft Frank Nies Pelze an – seit 2013 auch in Düsseldorf an der Corneliusstraße 3. Pelzankauf ist Vertrauenssache Faire Preise, unkomplizierte Abwicklung Vor 45 Jahren wurde Pelzankauf NRW in Oberhausen gegründet. Ein Familienbetrieb, der sich gewandelt hat, denn heute steht die Verwendung bestehender Ressourcen für die Exportnachfrage im Vordergrund. Dadurch wird vor allem bestehendes genutzt und nur sehr wenig an neuen Rohfellen herbeigezogen. Inhaber Frank Nies: „Wir haben uns bereits vor 15 Jahren dem Ankauf verschrieben und sind seit dem Jahr 2013 auch in Düsseldorf mit eigenem Ladenlokal für die Düsseldorfer und Kunden aus dem Umland an der Corneliusstraße 3 präsent.“ Ein Anlaufpunkt, der als Fachadresse kostenlose Beratung bietet und Risiken ausschließt, so Nies weiter: „Prävention und Datenschutz werden in unserem Betrieb groß geschrieben, nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit den Kriminal- und Zollbehörden.“ Übrigens: Pelzmäntel und Jacken, die nicht mehr handelbar sind, werden als Spende an karitative Verbände weitergegeben. www.pelzankauf-nrw.de AUKTION K unst Antiquitäten 20.-22. September 2018, 10.00 Uhr Vorbesichtigung: 12.-18. September 2018 Mo - Do 10.00-18.30 Uhr Sa + So 10.00-17.00 Uhr Friedrich-Ebert-Straße 11+12 | 40210 Düsseldorf Tel.: 0211/ 30 200 10 | Fax: 0211/ 30 200 119 info@kunstauktionen-duesseldorf.de www.kunstauktionen-duesseldorf.de HEINRICH HERMANNS (1862- 1942), Fischmarkt in Dordrecht

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