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Leben & Genießen -13.10.2017-

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Foto: Jonathan van

Foto: Jonathan van Alteren AUS DEM INHALT Allrounder auf dem Teller Seite 2 Zu Tisch! – An der Tafel Seite 4 Lokal, saisonal und traditionell einfach Seite 6 Bitte schnell und perfekt! Seite 8 Schmankerl mit rustikalem Charme Seite 10 Feine Füllung für süße Kartoffeln Seite 11 Ein altes Obst erobert die Küche Seite 12 Das Dressing macht‘s Seite 14 Lecker, aber oft zum Weinen Seite 15 IMPRESSUM EXTRA LEBEN & GENIEßEN Verlag Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Geschäftsführer: Dr. Karl Hans Arnold, Patrick Ludwig, Hans Peter Bork, Johannes Werle, Tom Bender (verantwortl. Anzeigen) Druck Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf Anzeigen Kontakt: Marita Voß, 02161/244 221, E-Mail: marita.voss@rheinische-post.de Redaktion Rheinland Presse Service GmbH, Zülpicher Straße 10, 40196 Düsseldorf, José Macias (verantwortlich), Wilhelm Plum Kontakt: 02431/945 4330, E-Mail: plum@rheinland-presse.de Redaktionelle Mitarbeit: Jürgen Laaser, Garnet Manecke, Markus Peggen, Bianca Treffer Layout Pre-Press-Services GmbH, Düsseldorf Uwe Seemann Titelfoto Fotolia – Michael Röhrich Allrounder auf dem Teller Aus Asiens Küchen sind sie kaum wegzudenken, hierzulande denkt man eher an glitschige Haufen am Strand. Dabei sind Algen reich an Mineralien und vielfältig in der Zubereitung. Von Jan-Nikolas Picker Sie heißen Wakame, Ulva oder Hijiki, können mehrere Meter lang werden und sind fast überall auf der Welt zu finden: Algen. Viele Arten sind essbar. In Deutschland schwappte der Trend jedoch erst vor Kurzem an. Seitdem guckt das Gegenüber nicht mehr ganz so irritiert, wenn sich jemand einen giftgrünen Wakame-Salat zum Sushi bestellt. „Die Nachfrage ist in den letzten Jahren gestiegen“, sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Nicht zuletzt die Veggie-Bewegung hat dafür gesorgt, dass die Meerespflanzen langsam auch in deutschen Geschäften zu finden sind. Algen gehören zu den ältesten pflanzlichen Organismen der Erde, erklärt Antje Gahl. „Es gibt eine wahnsinnig große Artenvielfalt.“ Nicht alle Sorten sind allerdings essbar. Die meisten Algen sind Braun- und Rotalgen, die als Meeresalgen im Salzwasser leben, oder Grünalgen, die im Süßwasser zu finden sind. Was auf dem Teller landet, wurde in der Regel in speziellen Anlagen kultiviert und geerntet. Die gibt es mittlerweile auch in Deutschland, wie der Vegetarierbund (VEBU) auf seiner Website erklärt. Algen absorbieren Nährstoffe wie ein Schwamm direkt aus dem Wasser. Manche Sorten sind daher für einen hohen Eiweißgehalt, viel Kalzium, Vitamin C, Eisen oder auch Omega-3-Fettsäuren bekannt. Das nächste Superfood also? Antje Gahl Fotos: Andrea Warnecke (2)

3 INFO Wer im Supermarkt nach Algen sucht, die aussehen wie am Strand, wird eher nicht fündig. Die meisten Sorten erhält man nämlich getrocknet. „Bevor sie in der Küche Verwendung finden, müssen sie zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden eingeweicht werden“, erklärt Kochbuchautorin Lisette Kreischer. Die Niederländerin kocht seit mehreren Jahren mit Algen und nutzt sie in den verschiedensten Gerichten, auch in ihrem Restaurant. schränkt ein: „Es kommt immer auf die Verzehrmengen an.“ Die sind bei Algen niedrig, die Portionen meist klein. Sie werden generell nur als Ergänzung des normalen Speiseplans gesehen. Andere Lebensmittel sind für die Versorgung mit Nährstoffen relevanter: etwa Obst, Gemüse und Milchprodukte. Ein regelrechter Algen-Fan ist die niederländische Kochbuchautorin Lisette Kreischer. Ihre klare Favoritin ist dabei die Kombu-Alge, aus der sie etwa Brühe oder auch Pesto macht. Auch Reis und Bohnen kocht sie mit Algen, das verleihe ihnen einen besonderen Geschmack. Es geht Foto: Lisette Kreischer aber auch exotischer: Kreischer backt Algentorte und Seemannsbrot, rührt Meeresaioli an oder serviert Wildreis-Salat mit Hijiki. Aus gerösteten Algen werden Meersalatund Dulse-Chips aus dem Backofen. Die Veganerin weiß, wie schwierig es ist, Menschen zum Essen von Algen zu bewegen. „Wie kann man Algen westlicher machen?“, fragte sie sich vor sieben Jahren, als sie ihre Mission startete, Algen als Ernährungszugabe populärer zu machen. Der ausschlaggebende Punkt dafür sei die Frage gewesen, wie man die wachsende Zahl der Menschen auf der Erde in Zukunft ernähren möchte. Am Besten natürlich auf eine möglichst gesunde und umweltfreundliche Art und Weise. Algen könnten Kreischer zufolge zumindest ein Teil der Lösung sein. Wie bei Vorgängertrends mit Chiasamen oder Gojibeeren sagt sie aber auch: „Man muss realistisch bleiben. Algen sind nicht der Retter in der Ernährungsfrage.“ Die Gewächse eigneten sich als Ergänzung. „Eine ganze Schale nur mit Algen kann man nicht essen.“ Normal seien etwa fünf bis acht Gramm getrocknete Algen pro Gericht. Bei Algensalaten kann es auch schon mal ein bisschen mehr sein. Gasthof Hülser Ein kulinarisches Juwel ANZEIGE Wenn die Haxen wieder auf der Speisekarte im Gasthof Hülser stehen, dann hat sich der Sommer verabschiedet und die ersten Herbstvorboten sind da. Kulinarisch gehört die Haxe, ganz klassisch mit Sauerkraut und Kartoffelpüree serviert, zu den typischen Gerichten in dieser Zeit bei Inhaber und Küchenchef Sebastian Appenzeller. Allerdings gibt es das kulinarische Schmankerl nur donnerstags und auch nur auf Vorbestellung. Das gilt für die restliche Speisekarte natürlich nicht. „Wir bieten dabei einen Mix an. Es gibt die Klassiker, die einfach dazugehören und die alle vier bis sechs Wochen wechselnde Hauptspeisekarte, die sich saisonal und regional anpasst“, informiert Sebastian Appenzeller. Auf der Karte sind unter anderem Wildgerichte zu finden, und die Muscheln fehlen aktuell ebenfalls nicht. Mit St. Martin stößt die Gans dazu, wobei hier Keulen und Brust mit Maronen, Bratapfel, Rotkraut und Klößen zubereitet werden. Zu den Klassikern zählen das rosa gebratene Roastbeef mit Bratkartoffeln, die Kalbsleber mit Schalotten, Äpfeln und Röstzwiebeln, das Schnitzel vom Kalb in süßem Senf und Meerrettich mariniert sowie der Zander unter einer Kartoffelkruste als auch die geschmorten Schweinebäckchen mit Blattspinat und Kartoffelkrapfen. Doch egal, für welches kulinarische Angebot sich der Gast entscheidet – Sebastian Appenzeller bereitet alles frisch zu. „Bei uns ist alles hausgemacht, einschließlich der Dips und Saucen“, betont er. Das Ambiente im Gasthof kommt urig gemütlich daher. Sebastian Appenzeller und sein Vater Bernd Appenzeller haben das Gasthaus vor fünf Jahren bei der Übernahme von der Familie Hülser detailgetreu renoviert. So langsam rücken die Weihnachtsaktivitäten schon ins Blickfeld. Die ersten Anfragen für Weihnachtsfeiern liegen bereits vor. „Wir können Feiern bis zu 80 Personen im Gasthof ausrichten“, sagt Sebastian Appenzeller. Am ersten und am zweiten Weihnachtsfeiertag hat der Gasthof Hülser ab 12 Uhr geöffnet. Reservierungen nimmt das Team ab sofort an. Adresse: Gasthof Hülser, Brunnenstraße 4 in Viersen-Helenabrunn Telefon: 02162/9186388 E-Mail: info@gasthof-huelser.de Öffnungszeiten: mittwochs bis sonntags ab 17 Uhr

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