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Leseprobe Hilden-Haan

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D-HI-02 8

D-HI-02 8 Leseprobe RHEINISCHE POST SAMSTAG, 17. JUNI 2017 VfB erhält neuen Kunstrasen – sofort Sanierung wird um ein Jahr vorgezogen. CDU setzt sich mit ihrem Antrag durch – mit Hilfe der SPD. Bürgerverein feiert mit Cocktails und Musik am Kalstert VON CHRISTOPH SCHMIDT HILDEN Der Sportplatz Hoffeldstraße soll schon in diesem Jahr einen neuen Kunstrasen erhalten. Die beiden größten Fraktionen CDU und SPD haben in einer Sondersitzung mit ihrer Mehrheit das dafür nötige Geld freigegeben. Sportdezernent Sönke Eichner hatte gewarnt, diese Entscheidung sei mit einer Reihe von Risiken verbunden. Er hätte eine Kunstrasen-Erneuerung in 2018 vorgezogen. Der Sportplatz braucht einen neuen Belag. Darin sind sich alle einig. Gestritten wurde über den Zeitpunkt: noch in 2017 oder erst in 2018. Die Verwaltung wird den Auftrag (Wert: rund 230.000 Euro) jetzt sofort ausschreiben. Und hofft, dass in vier Wochen ausreichend attraktive Angebote vorliegen. Denn der Zeitplan ist ziemlich eng: In den Sommerferien soll der neue Kunstrasen eingebaut werden. Wenn alles klappt, könnte der Platz bereits Mitte September wieder für den Spielbetrieb freigegeben werden. So stellt sich das die CDU-Fraktion vor, die mit ihrem Antrag Druck gemacht hatte. Den Auftrag kann nur eine Fachfirma übernehmen. Und deren Auftragsbücher sind gut gefüllt, berichtet Eichner: „Wir wollten Ende März/Anfang April die Linien auf dem Platz nacharbeiten lassen. Angefragte Firmen haben abgewinkt. Begründung: Wir schaffen das nicht, weil wir total überlastet sind.“ Deshalb kann es gut sein, dass sich entweder keine Fachfirma um den Auftrag bewirbt, oder nur wenige Angebote zu deutlich höheren Preisen als erwartet eingehen. „Wir werden also gar keine Firma finden, die den Auftrag übernimmt?“, fragte Susanne Brandenburg, Zweite Vorsitzende des Stadtsportverbandes, ziemlich entgeistert. „Wir müssen die Ausschreibung abwarten“, meinte der Sportdezernent: „Dann müssen sich die Unternehmen verlässlich äußern.“ Auch das Wetter kann der Sanierung noch einen Strich durch die Rechnung machen. Was ist, wenn der sehr optimistische Zeitplan platzt? „Die VfB- Führung ist eingebunden“, so Eichner: Der Verein wird dann ausweichen.“ Bürgeraktion und Grüne sprachen sich dafür aus, den Auftrag jetzt schon auszuschreiben, den Platz aber erst im kommenden Jahr zu sanieren. „Dann können wir in Ruhe die Angebote ver- Wolfgang Scholl, Platzwart des VfB-Platzes Hoffeldstraße zeigt eine defekte Stelle im Kunstrasenbelag. RP-ARCHIVFOTO: STEPHAN KÖHLEN gleichen“, meinte Sabine Kittel (BA). „Der alte Kunstrasen ist noch bespielbar“, argumentierte Klaus- Dieter Bartel (Grüne): „Bei der Erneuerung in diesem Jahr müssen wir mit einem kleinen Bieterkreis und hohen Kosten rechnen. Deshalb sollten wir den Kunstrasen erst 2018 austauschen.“ Für ein Vorziehen der Sanierung reiche die Planungszeit nicht, hatte Christoph Bosbach im Februar noch Bedenken. Deshalb schlug er vor, der VfB weicht – wenn es gar nicht anders geht – auf andere Kunstrasenplätze aus. Jetzt waren die Bedenken der SPD offenbar verflogen. Sie stimmte mit der CDU für Kunstrasen-Sanierung noch in diesem Jahr. Richtig ist: Der VfB 03 stellt die beiden höchstklassigen Fußballmannschaften in Hilden. „Regelmäßig beschweren sich Gastmannschaften über den Zustand des Kunstrasenplatzes“, hatte Norbert Schreier (CDU) berichtet. Sportdezernent Sönke Eichner weiß davon nichts: „Anmerkungen bei der Platzabnahme durch den Verband oder in den Spielberichten über eingeschränkte INFO Sanierung geht nur in den Sommerferien Die Stadt hat sechs Kunstrasenplätze. Der älteste ist der Sportplatz Furtwänglerstraße. Er ist mittlerweile 16 Jahre alt und muss erneuert werden. Andere auch. Deshalb hat die Verwaltung auf Antrag der CDU einen Plan gemacht. 2018 sollte der Kunstrasen an der Hoffeldstraße erneuert werden – weil der es am nötigsten habe. 2019 soll dann das Stadion Furtwänglerstraße einen neuen Belag erhalten. Nutzungsmöglichkeiten sind nicht bekannt. Die Faserhöhe und Füllhöhe des Granulats beträgt 18 Millimeter und sind entsprechend ausreichend, um die Sicherheit und die Spielfähigkeit des Platzes zu gewährleisten.“ Der VfB könnte auch auf anderen Kunstrasenplätzen in Hilden spielen. Davon halte der Verein nichts, meint Schreier: „Dann hat man weniger Zuschauer und damit auch weniger Umsatz.“ HILDEN (arue) Der Bürgerverein Hilden-Ost lädt für Sonntag, 18. Juni, zum Bürgerfest ein. Auf dem Schulgelände der GGS Kalstert erwartet die Gäste ein vielseitiges Programm. Mit dem Fassanstich um 11 Uhr beginnt das Fest. Neben Leckereien vom Grill gibt es die traditionelle Erbsensuppe und Bier vom Fass. Zum Kaffee gibt es leckere selbst gebackene Kuchen der Mitglieder. Und wer möchte, kann am Cocktailstand Urlaubsgefühle aufkommen lassen. Für Musik und Tanz sorgt DJ Andi. Ab 15 Uhr gibt es Überraschungen bei „Manege frei“. Bei verschiedenen Aktionen wie Treckerfahren, Darten, Wurfbude, Nagelbalken oder Mitmachzirkus können Kleine und Große ihr Geschick testen. Mitglieder des SV-Hilden-Ost jonglieren. Die Leseratten unter den Besuchern können beim „Book Crossing“, einem Büchertausch, mitmachen. Zum Bestaunen gibt es wieder Kramms Modelleisenbahn. Es darf auch wieder getrödelt werden. Für den Familien- Trödelmarkt (nicht gewerblich) gehen Anmeldungen an Claudia Ulf, Telefon 02103 23701 (ab 18 Uhr). Die Roboter prägen ihre Schulzeit Julius Kahle und sein Kollege Philip Neill kehren nach dem Abitur am Gymnasium Haan auch der Roboter AG den Rücken. Mit ihr verbinden sie zahlreiche Erfolge. VON ALEXANDER RIEDEL Philip Neill (l.) und Julius Kahle arbeiten an ihren Robotern, mit denen sich schon mehrere Preise gewonnen haben. RP-FOTO: OLAF STASCHIK meisterschaft belegte Kahles’ Team den sechsten Platz in der landesweiten Endausscheidung. Beachtliche Erfolge feiern die Bohlebots seit vielen Jahren auch in der „First Lego League“: Bei den Europameisterschaften in Heidelberg im Jahr 2013 etwa heimsten die Haaner Gymnasiasten den „Lego Creativity Award“ ein. Das ist ein Sonderpreis, der besonderen Ideenreichtum und Phantasie von Jugendlichen bei der Gestaltung der Roboter würdigt. Vor zwei Jahren gelangte auch Philip Neill zur AG. Technikbegeis- HAAN Es ist wohl unmöglich, die Stunden zu zählen, die Julius Kahle im Nebengebäude der Firma Bohle an der Dieselstraße verbrachte. Dass es viele waren, ist jedoch klar: Im letzten Monat vor einem Wettbewerb sind es sicherlich fünf Tage pro Woche“, verrät das Mitglied der Roboter AG am Gymnasium Haan, die in Anlehnung an den Hauptsponsor – die Firma Bohle – auch „Bohlebots“ genannt wird. Eine in der Nähe gelegene Pizzeria, so erzählt der 18-Jährige schmunzelnd, habe wohl ein gutes Geschäft gemacht. Und sein gleichaltriger Kollege Philip Neill ergänzt: „Hier ist man manchmal bis weit in den Abend hinein.“ Die Arbeit an den Robotern schweißte die jungen Männer zusammen. Nun sind die Abiturprüfungen geschafft – und die gemeinsamen Pläne reichen über die Schulzeit hinaus: In Aachen wollen Kahle und Neill Informatik studieren und eine Wohngemeinschaft gründen. Begonnen hatte Kahles „Roboter- Laufbahn“ bereits in der fünften Klasse, nach dem Sprung auf das Haaner Gymnasium. „Ich habe damals in der Schwerpunktreihe das Fach Technik gewählt“, erinnert sich Julius Kahle. Damals arbeiteten die Schüler an Lego-Robotern der ersten Generation. Die Teilnahme an der von Informatiklehrer Roland Stiebel ins Leben gerufenen Roboter AG war damals erst ab Jahrgangsstufe sieben möglich – und seitdem ist Kahle auch dabei. „2012 war mein erster Wettbewerb“, erzählt er. Den hatte die nordrhein-westfälische Gemeinschaftsinitiative ZDI („Zukunft durch Innovation“) ausgerichtet. Nach Platz eins bei der Regionaltert war der 18-Jährige aber schon immer gewesen: „Ich habe mir zuhause vieles selbst beigebracht.“ Anfang Mai bestritten Kahle und Neill gemeinsam mit einem weiteren Kollegen ihren letzten Wettbewerb für die „Bohlebots“: Die Deutschen Meisterschaften im Robocup Soccer fielen genau in die Zeit zwischen den ersten beiden schriftlichen Abiturprüfungen. „Wir haben am Mittwoch Mathe geschrieben und fuhren am Donnerstag zum Wettbewerb nach Magdeburg“, erinnert sich Kahle. Nach der Heimkehr habe er dann noch zwei Tage Zeit gehabt, um sich auf die Klausur für seinen zweiten Leistungskurs im Fach Physik vorzubereiten. Mit nach Hause brachten die Schüler jedoch schon einen hervorragenden zweiten Platz beim Magdeburger Wettbewerb. Unter die Arbeit in der Roboter AG zieht Kahle trotz des guten persönlichen Kontakts zu Roland Stiebel einen Schlussstrich: „Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt, da muss man auch mal loslassen können.“ Den Robotern werden die beiden künftigen Studenten aber natürlich trotzdem weiterhin treu bleiben, wie Philip Neill betont: Schließlich gebe es ja die technisch noch anspruchsvollere „Major League“, in der Universitätsmannschaften gegeneinander antreten. INFO Fakten zu den Bohlebots Start Informatik-Lehrer Roland Stiebel gründete die Roboter AG am Gymnasium Haan im Jahr 2001. Mitglieder Die Arbeitsgemeinschaft hat Inzwischen 52 Mitglieder aus allen Jahrgangsstufen. Quartier Seit 2009 beherbergt die Bohle AG an der Dieselstraße die Roboter-Freunde, die sie auch finanziell fördert. Unterstützung erhalten die „Bohlebots“ auch von vielen anderen Unternehmen. Stadt Hilden will i-Dötze besser verteilen In den nächsten fünf Jahren wird kein Standort geschlossen, aber werden alle effektiver ausgelastet. HILDEN (cis) Eltern können die Grundschule für ihre Kinder frei wählen. Das führt dazu, dass in Hilden einige Schulen stärker gefragt sind als andere. Die Stadt hat bislang immer reagiert, sprich den Raumbedarf den wechselnden Schülerzahlen angepasst. Das soll sich jetzt ändern. Die Kommune will die Grundschüler ab 2018 nach dem vorhandenen Schulraum besser verteilen, erläuterte Schuldezernent Sönke Eichner im gestern tagenden Schulausschuss. „In Hilden steht genug Schulraum zur Verfügung. Wir wollen ihn durch Steuerung effektiver nutzen. Wir garantieren jedem Hildener Kind eine wohnortnahe Beschulung.“ „Wir hebeln das Elternwahlrecht nicht aus“, betont Ulrich Brakemeier, stellvertretender Leiter des Amts für Schule, Jugend und Sport: „Wir schränken es nur ein.“ Rechtlich sei man damit auf der sicheren Seite. Hintergrund: Die Zahl der Schüler steigt in den nächsten Jahren an. Die klamme Kommune muss für Schulgebäude und Ausstattung sorgen. Das erfordert in den nächsten Jahren Investitionen allein im Grundschul-Bereich von 6,2 Millionen Euro, hat Ralf Scheib, Leiter des Gebäudemanagements, ermittelt. Und das ist längst noch nicht alles. Auch für den Bildungscampus Holterhöfchen (Helmholtz-Gymnasium und Marie-Colinet-Sekundarschule) sowie für den Kita-Bereich (dort fehlen 120 Plätze) werden weitere Millionen gebraucht. „Wir werden an allen Schul- und Teilstandorten in den nächsten fünf Jahren festhalten“, sagt Dezernent Sönke Eichner: „Allein weil wir auf Schulraum nicht verzichten können. Aber wenn wir die Schüler besser verteilen, können wir die Unterhalts- und Investitionskosten senken.“ Die Wilhelm-Hüls-Schule ist dafür ein besonders eindrucksvolles Beispiel. Jetzt ist die Schule dreizügig und nimmt im nächsten Schuljahr 78 Schüler auf. Werden nur Kinder aus der Nähe aufgenommen, duziert werden. Das wären laut Prognose ab Schuljahr 2018/19 etwa nicht in einem neuen Anbau untergebracht knapp eine Million Euro. Das sei aber kein Sparmodell für den angespannten städtischen Haushalt, betont Eichner. Was bei der Wilhelmkönne, müsse an anderer Stelle investiert ein Sonderfall, weil sie neben der Adolf-Kolping-Schule eine von zwei katholischen Grundschulen in Hilden ist. Diese Bekenntnisschulen Die beiden katholischen Grundschulen sindjeweils zweizügig, können damit maximal jeweils 56 Schüler aufnehmen. Die Verbundschule Beethovenstraße könnte die Plätze nach Elternwunsch vergeben, erläutert Bernd Eichmann vom Schulverwaltungsamt. Schule (heute 2,5 zügig) müsste sich ab 2018 an die vorgegebene 2-Zügigkeit halten: „Neben den 33 katholischen Kindern aus der Umgebung könnten dann noch maximal 23 andere Schüler aufgenommen Die Steuerung der Grundschüler hat auch Auswirkungen auf das Betreuungssystem der Offenen Ganztagsschule (OGS). 90 Prozent der Hildener Grundschüler werden inzwischen nach der offiziellen Schule betreut. Die Stadt will die Zahl der OGS-Gruppen auf den Status quo (45 Gruppen) begrenzen, erläutert Verteilung der Grundschüler möglich – hat aber auch einen finanziellen Hintergrund. Die Kommune wendet für die Betreuung der 1150 Grundschüler bereits heute rund könnte die Zahl der Züge auf 2,5 re- 60 Schüler. Folge: Die Mensa müsste werden. Einsparungen: Hüls-Schule eingespart werden werden. Die Astrid-Lindgren-Schule ist müssen vorrangig katholische Schüler aufnehmen. Die Lindgren- werden.“ Eichner. Das ist durch die bessere zwei Millionen Euro auf – aus eigener Tasche.

RHEINISCHE POST SAMSTAG, 17. JUNI 2017 D-HI-03 Leseprobe 9 Hier gibt es „Trimm dich“ nicht nur für Senioren Die „Generationenpark“-Geräte neuen Typs sind meist aus Edelstahl statt aus Holz und Eisen wie ihre Vorgänger aus den 1970er Jahren. VON THOMAS GUTMANN UND OLIVER WIEGAND LANGENFELD/WÜLFRATH Anne-Dore Horstmann-Stiehler hat in ihrer Jugend gerudert. Doch auf Rhein oder Ruhr wagt sich die Langenfelderin, die am Sonntag 78 wird, längst nicht mehr. Dafür war sie gestern im Freizeitpark Langfort mit „Rudern“ beschäftigt. So nennt sich eine der Übungen, die man im „Generationengarten“ des Parks machen kann. Die weißhaarige Dame steht zwischen zwei schrägen Querbalken und tut, was die Anleitung auf dem Schild nebenan vorgibt: „Griffe mit gestreckten Armen fassen“, „Körper gestreckt“ und „Arme beugen und zurückziehen“. Die Vorsitzende der örtlichen SPD-Senioren-AG 60plus mag diese Übung besonders, nicht nur wegen ihrer Jugend: „Sie tut gut und lockert die Muskeln.“ 14 Stationen umfasst der Langenfelder Generationengarten, von kreisrunden Dreh-Elementen zur Stärkung der Arm- und Schultermuskulatur über Noppenrollen für die Rückenmassage bis hin zur Situp-Bank. Es sind die Trimm-dich- Geräte einer neuen Generation – nur dass sie anders als ihre Vorgänger aus den 1970ern meist aus Edelstahl statt aus Holz und Eisen sind und sich an einem Ort befinden und nicht einzeln nacheinander im Wald zu erlaufen sind. Solche Generationengärten oder auch „Senioren-Spielplätze“ gibt es in immer mehr Städten (siehe Info). So wie Horstmann-Stiehler begibt sich auch ihr AG-60plus-Kollege Otto Schaefer gelegentlich an die Geräte, diesmal an den Beintrainer, eine Art Schiffsschaukel für die unteren Extremitäten. „Trainiert Koordination und Gleichgewicht“ steht – unter anderem – auf dem Schild nebenan. „Die Anleitung ist brauchbar“, findet der 77-Jährige, der zweibis dreimal pro Woche Tennis spielt. Anne-Dore Horstmann-Stiehler pflichtet ihm bei. Anfangs sei sie skeptisch gewesen, ob die Geräte Drei von 14 Stationen im Generationengarten des Langforter Freizeitparks in Langenfeld: (v.l.) Iris Kuhrig bewegt sich auf dem Rückentrainer, Otto Schaefer auf dem Beintrainer, und Anne-Dore Horstmann-Stiehler stärkt beim „Rudern“ unter anderem ihre Armmuskulatur. RP-FOTOS: THOMAS GUTMANN ohne Anleitung durch Fachleute sinnvoll seien. „Aber viele Senioren wissen ja inzwischen einigermaßen Bescheid, weil sie ins Fitnessstudio gehen oder Reha-Sport machen.“ Ein paar Stationen weiter sitzt eine Frau in sportlichem Outfit auf dem Drehstuhl des „Rückentrainers“ und dreht Hüfte und aufgesetzte Beine nach links und rechts. Iris Kuhrig (44) kommt regelmäßig hier her, „mal vor der Arbeit, mal danach“. Sie habe es ein bisschen an der Bandscheibe und am Rücken. „Da helfen solche Übungen. Außerdem mag ich die frische Luft und dass man hier Leute trifft.“ Einen Crosstrainer ähnlich wie den dort, sagt die Richratherin und zeigt auf das Skilanglauf-Gerät, habe sie zwar auch daheim im Keller stehen. „Aber hier ist es einfach schöner.“ Inzwischen hat eine Gruppe Grundschüler einige Stationen erobert. Luisa (7) hängt kopfüber wie ein Äffchen am „Ruder“-Gerät. „Huhu“, jauchzt das Mädchen. Die Senioren freut’s. „Auch für Kinder ist das hier eine super Sache“, sagt Anne-Dore Horstmann-Stiehler, pflückt sich eine der Kirschen vom nahen Kirschbaum uns sagt: „Lecker, die schmecken schon.“ In Wülfrath ist voriges Jahr auf der ehemaligen Hundewiese im Herzen der Kalkstadt ebenfalls ein großer Park mit interessanten Spielgeräten entstanden. Jung und Alt können sich dort gemeinsam aufhalten. Doch die Zeiten, in denen Eltern und Großeltern nur ihre Kinder und Enkel beaufsichtigen sind vorbei. Die Erwachsenen können auch etwas für ihre Fitness tun. Im Generationenpark gibt es ein Trimmrad, einen Double-Walker sowie Twister und Stepper. Auch auf einen Crosstrainer brauchen die Erwachsenen nicht zu verzichten. Wer keine Lust hat, alleine zu trainieren: Für Frauen und Männer der Generation 50 plus bietet der Kreissportbund (KSB) Mettmann, der Turnerbund Wülfrath (TBW) und der Seniorenrat der Stadt regelmäßig Sport im Park an. Trainerin Katharina Zador INFO Bewegungsparcours in der Region Langenfeld Freizeitpark Langfort, Langforter Straße (der Generationengarten liegt in der Nähe vom Eingang Einkaufszentrum Langfort, Sepp-Herber-Straße) Monheim Rheinbogen-Spielplatz, Am Vogelort Bürgerpark Baumberg, zwischen Humboldt- und Geschwister- Scholl-Straße Düsseldorf Freizeitpark Ulenbergstraße, Bilk (am Aachener Platz) Wülfrath Generationenpark In den Banden, ehemalige Hundewiese Köln Generationenpark Escher Straße, Stadtteil Nippes Solingen Bewegungspark, Cronenberger Straße Neuss Bewegungsparcours besonders für gehörlose Sportler, Ludwig- Wolker-Anlage, Jean-Pullen-Weg (TBW) wird noch bis zum 29. Juni donnerstags von 10 bis 11 Uhr zu Übungen ermuntern. Das Herz- Kreislauf-System wird aktiviert, die Muskulatur gestärkt und die Beweglichkeit und Koordination trainiert. „Die Teilnehmer müssen keinen Sport betrieben haben, jeder kann einfach vorbeikommen“, betont Simon Tsotsalas vom Kreissportbund. Nur wer sich seit vielen Jahren nicht bewegt hat, sollte vorher den Arzt fragen. Bis zu 30 Leute können gleichzeitig mitmachen. MELDUNGEN Vorlesepatin liest für Kinder in der Bücherei Pater Pan erobert die Freilichtbühne Ratingen Nacht-Express-Angebot vor Feiertag erweitert Lebenshilfe lädt zu Sportfest ein In Hilden sind am 24. Juni Athleten mit und ohne Behinderung willkommen. LANGENFELD (gut) In der Langenfelder Stadtbibliothek liest Eva-Maria Farin am kommenden Samstag um 1 Uhr für Kinder ab vier Jahren. Um 2 Uhr trägt die Vorlesepatin etwas für Kinder ab sechs Jahren vor. Der Eintritt ist frei. Die Vorlesestunde findet regelmäßig jeden Samstag statt, außer in den Sommerferien. Adresse: Stadtbibliothek Langenfeld, Hauptstraße 131. Auskünfte unter Telefon 02173 794-4211; www.stadtbibliothek-langenfeld.de KREIS METTMANN (jün) Auf der Naturbühne Blauer See in Ratingen steht als Familien-Erlebnis in dieser Saison das Stück „Peter Pan“ auf dem Programm. Die nächsten Vorführungen sind am Samstag, 10., und Sonntag, 11. Juni, jeweils ab 15.30 Uhr. Die Naturbühne Blauer See hat 1200 überdachte Sitzplätze, so dass die Vorstellungen bei jedem Wetter stattfinden können. Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen. KREIS METTMANN (-dts) Vor Fronleichnam sind Busse und Bahnen länger unterwegs: In der Nacht auf Donnerstag, 15. Juni, ist die Stadtbahn-Linie U71 bis gegen 3 Uhr im Einsatz und die Linie U72 verbindet Düsseldorf und Ratingen bis gegen 2 Uhr. Im Umland sorgen die DiscoLinien für Mobilität: Die DL1 in Ratingen sowie die DL4 in Erkrath und Hilden fahren bis gegen 4 Uhr, die DL5 in Haan und Hilden bis 2 Uhr und die DL6 in Mettmann bis 3 Uhr. HILDEN/MONHEIM (jste) Ein Sportfest für Menschen mit und ohne Behinderung steigt am Samstag, 24. Juni, 9.30 bis 17 Uhr, auf der Bezirkssportanlage am Bandsbusch, Breddert 2 in Hilden. Beteiligt sind das Heilpädagogische Heimnetz Ost des Landschaftsverbands Rheinland, die Lebenshilfe Kreisvereinigung Mettmann, das LVR- Berufskolleg, die SG Monheim und der Heilpädagogische Verbund der Graf-Recke-Stiftung. „Alle können sich in den Disziplinen Dreikampf – bestehend aus 200-Meter-Lauf, Werfen und Weitsprung – und dem Rollstuhl-Parcours ausprobieren; auch verschiedene Mitmach-Spiele werden angeboten“, kündigt Jakob Dreesmann, Leiter der Lebenshilfe-Sportabteilung im Kreis Mettmann, an. Zudem werde ein Fußballturnier ausgetragen. „Wir sind gespannt, wer dieses Jahr den Wanderpokal nach Hause holt, den sich zuletzt die Lebenshilfe erkämpft hat“, sagt Dreesmann. Freude an der Bewegung stehe bei diesem Sportfest im Mittelpunkt. Deshalb sei auch jeder herzlich willkommen, der nur eine einzige Disziplin mitmachen könne. Das Sportfest startet am Samstag, 24. Juni, um 10 Uhr. Nachmeldung bis spätestens 9.30 Uhr. Der Teilnahmebeitrag beträgt zwei Euro. Für Getränke und Mittagessen (Grillwurst mit Brötchen) ist laut Veranstalter gesorgt.

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