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Leseprobe Langenfeld-Monheim

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D-HI-02 10

D-HI-02 10 Leseprobe RHEINISCHE POST SAMSTAG, 17. JUNI 2017 Rhein Rock Open Air wird zum Familienfest Zum zehnjährigen Bestehen des Rockfestivals auf der Bürgerwiese werden nicht nur Kuttenträger und Metaljünger erwartet. In den vergangenen Jahren lockte das Musikfest zunehmend komplette Familien an – mit Kind im Buggy und dem Großvater mit dem Rollator. VON DANIELE FUNKE MONHEIM Für Franzi war der vergangene Stadtfestsonntag ein ganz besonderer Tag. „Wir haben hier heute unseren ersten Live-Gig, ich bin tierisch nervös“, erzählt die 22- jährige Sängerin der Punkrockband „Clean Slate“. Die Sonne knallt vom Himmel, es ist nahezu unerträglich heiß am Stand des Rhein Rockvereins Monheim. Franzi wischt sich die langen roten Haare aus der Stirn. Für uns ist dieser Auftritt so wichtig, weil wir als Opener auf dem „Wir sind stolz darauf, dass die Emil bulls unsere Headliner sind“ Jan van den Driesch Vorsitzender Rhein Rock Rhein Rockfestival spielen werden. Hier auf der Stadtfestbühne können wir schon mal antesten, wie wir beim Publikum ankommen.“ Nur noch wenige Wochen, dann mutiert die Bürgerwiese bereits zum zehnten Mal zur Open-Air- Spielstätte mit zehn Bands aus dem musikalisch etwas härteren Genre. Wir sind unheimlich stolz darauf, dass wir als Headliner die Münchener Metalband Emil bulls gewinnen konnten, eine echte Größe in der Szene“, schwärmt Jan von den Driesch, Vorsitzender vom Verein Rhein-Rock. Und tatsächlich: Die bayrischen Rockmusiker – laut Wikipedia von Sade bis Metaltrash beeinflusst –, sind etabliert, haben Jan von den Driesch, Christopher Blankenaufalland, Franziska Niemann, Sebastian Kanczok und Florian Löwe (v. li.) blicken euphorisch ihrem Open-Air-Festival auf der Bürgerwiese entgegen. RP-FOTO: RALPH MATZERATH Festivals wie Rock am Ring gespielt, sind erfolgreich durch Nordamerika getourt. „Genau darum geht es uns“, erklärt der Vereinsvorsitzende von den Driesch „mit namhaften Headlinern ziehen wir Besuchermassen an, die sonst nicht kommen würden. Dadurch werden unsere lokalen unbekannten Bands gesehen. Viele von denen die hier bei uns angefangen haben, konnten sich später in der Szene einen gewissen Namen machen.“ Singer und Songwriter Chris hat schon mehrfach beim Open Air die Bühne gerockt. „Ich kann nur sagen, die Stimmung hier ist immer ziemlich geil“, erzählt der 24-Jährige begeistert. Seine Band „The Clowns Projekt“ macht ebenfalls Metal, ist aber auch eine Meisterin des Improvisierens. „Wir machen das, was uns gerade Spaß macht, auch mal ’ne Ballade, damit haben wir überhaupt kein Problem, es geht auch mal leise.“ In diesem Jahr werden erstmalig 2000 Besucher auf die Bürgerwiese gelassen, bislang waren es nur 1000. „Ich bin mir sicher, dass wir die zusammenkriegen, wir haben uns hier als Open Air wirklich etabliert“, sagt Jan von den Driesch „und die Erfahrung zeigt uns, dass wir zunehmend als Familienfest verstanden werden. Da tanzen die Kleinkinder vor der Bühne und daneben stehen die Senioren mit Rollator. Einfach eine tolle Stimmung“. Damit das Festival jedes Jahr über die Bühne gehen kann, bedarf es vor allem Sponsoren und vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter. „Ich war bislang bei den vergangenen Open Airs im Backstagebereich für das Catering zuständig“, erzählt Sängerin Franzi, Sänger Chris hat mit seinem Know-how oft die Technik unterstützt. Von den rund 60 Vereinsmitgliedern sind es aber nur rund 15, die immer wieder aktiv mit anpacken in den verschiedenen Bereichen – vom Bandbooking und Line up über den Aufbau, die Bewirtung der Gäste, den Kartenverkauf bis zur Präsenz auf Stadtfesten am Vereinsstand. Jan von den Driesch zeigt sich ein wenig besorgt: „Wir haben derzeit wirklich einen Mangel an Mithelfern, was daran liegt, dass viele von uns jetzt in dem Alter sind, in dem wir studieren oder arbeiten und dadurch weniger Zeit haben. Wir brauchen dringend Nachwuchs, der uns Sänger Chris nickt. „Das sind ja auch Dinge, die echt Spaß machen“, findet der 24-Jährige. „Das Musikbusiness ist mein Leben. Ich habe das von meinem Papa, der hat mir das in die Wiege gelegt. Dafür bin ich ihm dankbar. Und seit er tot ist, nehme ich ihn deshalb auch tief in mir drin immer mit auf die Bühne. So wie wieder am 8.Juli beim Rhein Rock ehrenamtlich unter die Arme greift“. ist toll. Musik überhaupt Open Air“. INFO Rhein-Rock Open Air 2017 Wann Samstag, 8. Juli, 13 Uhr Wer Emil bulls, Metal aus München, Annisokay, Metalcore aus Halle, Gasmac Gilmore, Alternative Metal aus Wien, Hammerschmidt, Metal aus München, Replace, Rock-Indie aus Monheim, Averblack, Melodic Metal aus Troisdorf, Insidious, Metalcore aus Langenfeld, For all I care, Metalcore aus Langenfeld, Ulysseus Grand, Hard Rock aus Düsseldorf, Clean Slate, Punkrock aus Düsseldorf Stadtmuseum zeigt Goyas Meisterwerke Noch bis zum 13. August sind 60 Arbeiten des spanischen Künstlers in Langenfeld zu sehen. VON VIOLA GRÄFENSTEIN Langenfeld Wilde Stierkampfszenen, Esel, die auf dem Rücken von Menschen reiten, fratzenhafte Gestalten, aber auch Soldaten, die gnadenlos ihre Gewehre auf Frauen, Kinder und Männer richten und Leichenberge hinterlassen, bilden die Motive des druckgrafischen Werkes eines der wohl bekanntesten, spanischen Künstlers seiner Zeit, Francisco José de Goya y Lucientes, der von 1746 bis 1828 lebte. Das genaue Hinsehen muss man schon ertragen können, um sich dem realistischen Werk des spanischen Malers und Grafikers aus der Zeit der Aufklärung zu nähern, denn es handelt sich nicht um einfache, satirisch-humorvolle Szenen aus dem Leben des spanischen Volkes. Hier geht es um mehr: Der damaligen Gesellschaft um 1800 wird gnadenlos ein Spiegel vorgehalten. Goya greift ohne Furcht Themen wie Aberglaube, Bigotterie, Scheinheiligkeit, Eitelkeit, Geldgier, Unterdrückung, klerikale Autorität, Kindesmissbrauch oder Torheit auf und appelliert damit zugleich an den Gebrauch der Vernunft. „Kunst ohne Botschaft ist nett, aber nicht alles. Goya war ein Beobachter seiner Zeit und des Alltags, er war ein Sozialkommentator par excellence. Goya wollte immer mehr und hat sich als Aufklärer der Gesellschaft verstanden“, sagt die Museumsleiterin, Dr. Hella-Sabrina Lange. „Io lo ví“, ich habe es gesehen, ist deshalb auch ein Leitsatz des Malers gewesen. Goya gilt als Wegbereiter der Moderne, und er wagte selbst , die spanische Königsfamilie Karls des IV. ungeschönt und wenig schmeichelhaft auf riesengroße Leinwände zu bringen. Seine 80 Caprichos, die er von 1793 bis 1799 anfertigte, sind eine Mischung aus Aquatinta und traditioneller Radiertechnik und machten Goya als Künstler in ganz Europa bekannt. Der Zyklus erschien 1799 in einer Auflage von 270 Stück, wurde aber aus Furcht vor Repressalien zwei Tage nach dem Verkauf von nur 27 Stück aus dem Handel gezogen. Obwohl Goya sich schnell einen Namen machte und zum ersten Hofmaler der Könige, Karl III und Karl IV aufstieg, zeigte er ab 1797 in seinen Werken seine düstere Weltsicht über den Unabhängigkeitskrieg und die Gräueltaten während der napoleonischen Herrschaft. „Die Themen Goyas, die in der zweiten Ausstellung im Rahmen unseres diesjährigen Mottojahres Bienvenida Espana in unserer Stadt gezeigt werden, sind auch 190 Jahre nach dem Tod dieses hochkarätigen Malers noch aktuell“, sagt Bürgermeister Frank Schneider. Damit wird der Künstler der Aufklärung auch dem Titel der Ausstellung Hella-Sabriana Lange führt kundig durch die Goya-Ausstellung und erläutert die gesellschaftskritischen Ansätze des Künstlers. RP-FOTO: RALPH MATZERATH „Goya, ein Prophet der Moderne“, gerecht. Das Kunstmuseum zeigt bis zum 13. August die 60 Arbeiten aus den vier großen druckgrafischen Bilderserien des spanischen Hofmalers und Grafikers. „Die Tauromaquia sind die einzigen Bilder, die wirklich an eine breite Öffentlichkeit verkauft werden konnten. Obgleich Goya auch hier nicht die Manneskraft und Kampfeslust mit seinen Stierkampfbildern zeigen wollte, sondern eher den Stier als Allegorie darstellte, der gegen die Unterdrücker aufbegehrt“, sagt Lange. Ängste, Furcht, all das sei auch in der heutigen Zeit fehl am Platz. „Goya fordert dazu auf, bei Unrecht nicht wegzusehen, zu hinterfragen und zu handeln“, sagt Lange. „Die Bilder haben viel Tiefgang und zeigen leider, dass das Werk des Malers auch in der heutigen Zeit, in der es Kriege wie in Syrien gibt, noch aktuell ist“, sagt die Ausstellungsbesucherin Gisela Serres. INFO Museum zeigt 60 Arbeiten Goyas Was Die Ausstellung „Goya. Ein Prophet der Moderne“ ist ein Beitrag zum laufenden Spanien-Jahr in Langenfeld Wo Stadtmuseum Langenfeld im Freiherr-vom-Stein-Haus, Hauptstraße 83 Wann Bis zum 13. August Informationen www.stadtmuseum-langenfeld.de, Tel. 02173- 794-4410 Ritter und Gaukler feiern Burgfest auf Haus Graven Das Wiescheider Historien-Spektakel steigt am 24./25. Juni zum sechsten Mal. VON MARTIN MÖNIKES LANGENFELD Für Freunde historischer Spektakel lohnt sich in zwei Wochen der Weg in die Wasserburg Haus Graven. Denn der Innenhof des denkmalgeschützten Gemäuers in Wiescheid wird am 24. und 25. Juni einmal mehr den Rahmen für ein Burgfest mit mittelalterlichem Markt bieten. „Bereits zum sechsten Mal erhalten die Besucher dank 60 Aktiver und fast 40 Helfer hinter den Kulissen hautnah und authentisch einen Blick in das Leben der damaligen Zeit“, sagt Burkhard Worm vom Langenfelder Förderverein Wasserburg Haus Graven. Ritter und Gefolge von „Leones Pugnae“ – zu deutsch: Löwen der Schlacht – beginnen am Vorabend des Spektakels mit dem Aufbau ihrer sechs Zelte, in denen sie an den Tagen leben. „Wir hoffen auf interessierte und neugierige Besucher“, sagen die Hobby-Ritter, die bereits zum dritten Mal nach Haus Graven kommen, und den angenehm intimen Charakters des kleinen, familienfreundlichen mittelalterlichen Marktes loben. Gaukler zeigen an beiden Tagen Jonglagen und treiben Schabernack mit den Besuchern. Die Ritter unterhalten die Gäste mit Schwertkämpfen, und werden vermutlich auch dieses Jahr die Schlacht gegen die Kinder um die geraubte Schatzkiste verlieren. Der Nachwuchs wird nicht nur Holzschwerter erstehen, sondern auch mit Leder, Stein und Eisen basteln können. Für deftigen Gaumenschmaus ist gesorgt, und die Düfte werden Appetit machen. Erstmals ist die Langos-Kutsche im Einsatz, die mit einer ungarischen Spezialität aus Hefeteig aufwartet. In den Tavernen warten außerdem herzhafte und süße Spezialitäten auf die Besucher. Die Feldbäckerei backt vor Ort frisches Brot. Gezapftes Bier und natürlich auch Met, Wein, Säfte, Kirschbier und Holunderblütenschorle laben die Durstigen. Auch die Musik kommt nicht zu kurz. „Angerspiel“, zehn Musiker, werden das Fest in unterschiedlichen Formationen begleiten und abends in den Tavernen aufspielen. Wer sich über die wechselvolle Haus Gravens informieren, kann an beiden Tagen den Geschichtsraum im Turmzimmer besuchen. Samstag, 24. Juni, 13 bis 21 Uhr, Sonntag, 25. Juni, 11 bis 18 Uhr; Wasserburg, Haus Graven 1 in Wiescheid, Eintritt: 2,50 Euro, Kinder bis 16 Jahre frei. Parken am Segelflugplatz oder am Wanderparkplatz Schwanenmühle.

D-HI-03 RHEINISCHE POST SAMSTAG, 17. JUNI 2017 Leseprobe 11 Ausleihe in Bücherei läuft jetzt elektronisch Drei Selbstverbuchungs- und zwei Rückgabeterminals wurden offiziell in Betrieb genommen. Ohne Ausweis kann jetzt niemand mehr Medien ausleihen. Kosten des RFID-Projektes: 150.000 Euro. VON D. SCHMIDT-ELMENDORFF MONHEIM „Ich denke, ich tippe mal auf ,Ausleihe’“, sagt Ute Engelhardt, als sie mit zwei Büchern vor dem Selbstverbuchungs-Terminal steht. Auf Anweisung des Computers legt sie ihren Ausweis in den roten Strahl. Es piept. Sie legt ihre beiden Bücher auf die Readerplatte, so dass deren Transponder (mit Chip und Antenne) von dem Computer erfasst werden können. Grünes Licht. Jetzt noch die Quittung. „Ist ja ganz einfach“, sagt sie ein bisschen erleichtert. Alle zwei Wochen besucht sie die Bücherei, um sich gehobene Literatur und Reiseliteratur auszuleihen. „Sie wählen gut aus“, sagt sie anerkennend zu Martin Führer, dem Leiter der Monheimer Bücherei. Seit kurzem geht die Stadtbibliothek nun auch technisch mit der Zeit. Drei Terminals zur Selbstverbuchung und zwei Rückgabestellen – eine für die Rund-um-die-Uhr- Öffnung – wurden in Betrieb genommen. Für die Rückgabe muss man erst das Türchen öffnen und dann jeweils die Medien einzeln in das Gerät legen. Mit einem Förderband werden diese dann hinter den Bücherei-Kulissen weitertransportiert und nach Eltern-, Kinderliteratur und audiovisuellen Medien vorsortiert. „Um das RFID-Etikett mit dem Transponder aufzukleben, mussten wir jedes der 40.000 Medien einzeln anpacken“, sagt Führer. Neben dem Ausgang befindet sich ein hauseigener Trödel mit Büchern, die bei dieser zwangsweisen Inventur aussortiert wurden, darunter „Unter Geiern“ von Karl May und Bücher von Akif Pirincci. Das RFID-Projekt sei der erste Schritt zu einer anderen Kundenwahrnehmung, sagt Führer. Die Ausleihe spiele heute eine geringere Rolle als die Funktion der Bücherei als Aufenthaltsort. „Wir haben 45.000 Besucher im Jahr.“ Die größte Sorge der Kunden sei daher gewesen, dass die elektronische Selbstverbuchung als Vehikel benutzt werden könne, die Mitarbeiterzahl zu reduzieren. „Hier wird keine Stelle eingespart“, betont Führer. Die lange Theke soll aber in einen Infopoint umgewandelt werden. Tatsächlich mussten gestern noch einige Kunden die Gesichtskontrolle passieren, um Medien ausleihen zu können. Sie hatten ihren Leseausweise vergessen. „Ohne Ausweise läuft hier nichts mehr“, so der Bibliotheksleiter. Demnächst würden auch alle Nutzer neue, professioneller aussehende Ausweise erhalten. Über den Selbstverbuchungsterminal kann man auch Einblick in sein Nutzerkonto nehmen, nachgucken, wie viele Medien man bereits ausgeliehen hat, wann sie fällig sind, ob man schon seine Abgabefrist überschritten hat und Gebühren angefallen sind. Über einen Button kann man die ausgeliehenen Medien auf dem Konto verlängern. Insgesamt 150.000 Euro hat die Anschaffung der Terminals gekostet. Das Architektenkonzept, das die Lösung für einige Raum-Probleme, wie etwa die Hellhörigkeit des Schülerzentrums oder des Gaming-Bereichs liefern soll, liegt indessen noch nicht vor. Unabhängig davon, ob es am Ende auf einen anderen Standort hinausläuft: „Wir wollen im Umfeld des Berliner Viertels bleiben“, sagt Führer. Und immerhin seien ja die neuen Terminals mobil. Gestern wurde die Selbstverbuchungsanlage in der Bibliothek eröffnet: Lisa Frenzel (vorne) mit Stefani Frenzel und Martin Führer (hinten). RP-FOTO: RALPH MATZERATH INFO Termine im Juli in der Bibliothek Samstag, 1. Juli Anmeldebeginn für den Sommerleseclub, Ferienaktion bis September, für Kinder ab der 5. Klasse Dienstags Gaming in der Bibliothek – im Einsatz als Spieletester, Kinder von 8 bis 15 Jahren, 15 bis 18 Uhr Donnerstag, 6. Juli Vorlesezeit für Grundschüler, Kinder von sechs bis zehn Jahren, 16.15 bis 17 Uhr Auch das gehört zum Angebot der Bücherei: Dienstags können Kinder und Jugendliche von 8 bis 15 Jahren Spiele testen. RP-ARCHIVFOTO: MATZERATH Spiegelzelt wird wieder Bühne für Kultur Der Vorverkauf für die Musik- und Theatersaison 2017/18 bei Marke Monheim hat begonnen. VON PETRA CZYPEREK MONHEIM Die Festhalle in der ehemaligen Fass-Abfüllhalle an der Rheinpromenade wird voraussichtlich erst ab 2020 für die Auftritte der ganz großen Stars fertig umgebaut sein. Sebastian F. Bünten, Geschäftsführer von Marke Monheim, freut sich aber schon jetzt darauf, dass dort vielleicht bald Dieter Nuhr auf der Bühne steht. Voraussichtlich ab 2018 werde sein Team beginnen, entsprechende Engagements vorzubereiten. Doch noch ist es nicht soweit. Und in der Spielzeit 2017/18 werden die Auftritte an den bekannten Spielorten in der Aula, im Bürgerhaus oder im Schelmenturm stattfinden. Was nicht gegen die Qualität spricht. Im Gegenteil. So wurden die Sparten und der Service für die Besucher ausgebaut. Es gibt beispielsweise für die Stücke Das kalte Herz“ (9. Dezember) und Die Wanderhure“ (17. März 2018) vor Spielbeginn jeweils kostenlose Einführungsgespräche (18 Uhr) mit dem Dramaturgen. Das ist neu. „So bekommen die Besucher noch einen anderen Blick auf die Vorstellung“, wirbt Kulturmanagerin Lisa Micka für das Angebot. Ebenfalls ein Novum ist der Theatertreff am Sebastian Bünten (r.) mit Lisa Micka (l.) und Nadine Schüller stellen das neue Kulturprogramm in Monheim vor. RP-FOTO: RALPH MATZERATH 1. September im Familienhofcafé. Dort sprechen Lisa Micka und ihre Kollegin Nadine Schüller mit Interessenten über die neuen Stücke: „Wir geben eine Vorschau. Das ist auch für Lehrer und Erzieher interessant, die mit Kindern ins Theater gehen.“ Kinder und Jugendliche stehen in der kommenden Spielzeit nämlich ganz besonders im Fokus des Veranstalters. Damit das Interesse nach Märchenspielen und Puppentheater in der Pubertät nicht abreißt, gibt es in der Sparte „Junges Theater“ erstmals vier Stücke, die sich gezielt an jugendliche Zuschauer richten, sagt Bünten. Kurz vor der Bundestagswahl wird beispielsweise im Rheincafé eine interaktive Aktion mit dem Titel „Zivilcourage“ geboten, ein „Crash-Kurs in politischer Einmischung“, ergänzt Nadine Schüller. Bei den Gastspielen „Stones“, „Griff, der Unsichtbare“ und „Lost in the supermarket“ bietet Marke Monheim zusätzliche Schulveranstaltungen an. „Es gibt Unterrichtsmaterialien und die Möglichkeit zum Gespräch mit den Schauspielern oder dem Dramaturgen“, erläutert Schüller. INFO Abos sind ab sofort im Verkauf Abos Alle Abonnements können ab sofort bei Marke Monheim bestellt werden. Einzeltickets Sie sind ab 12. Juni 2017 bei Marke Monheim, Rathausplatz 20, telefonisch unter 02173 27 6444 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. www.marke-monheim.de Absoluter Höhepunkt: Vom 4. bis 13. Mai 2018 kehrt das Spiegelzelt nach sechs Jahren Pause in den Marienburgpark zurück. Gezeigt werden den jeweils bis zu 250 Zuschauern dort unter anderem Kabarett mit Konrad Beikircher „Passt schon!“, Theater mit Ingolf Lück „Seite Eins“, ein Jazzfrühschoppen (Klaus Osterloh Swing Quartett) oder ein Heinz-Erhardt-Abend mit Hans Joachim Heist. Insgesamt bietet Marke Monheim in der neuen Spielzeit 110 Veranstaltungen an und erreicht rund 20.000 Besucher.

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