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Lhoist GmbH -08.02.2019-

Lhoist GmbH

HI-L4 D4 Lokale Kultur RHEINISCHE POST FREITAG, 8. FEBRUAR 2019 SERIE AB INS MUSEUM Warnung an Industrie und Verbraucher Das Museum Plagiarius zeigt rund 350 Originale und dreiste Fälschungen. Manche davon könnten dem Verbraucher sogar gefährlich werden. VON ALEXANDER RIEDEL Lhoist Auch Motorräder zählen zu den rund 350 Plagiaten der Dauerausstellung. SOLINGEN Mit einem schelmischen Lächeln scheint der schwarze Gartenzwerg mit dem hervorstechenden goldenen Riechkolben die Vitrinen um sich herum zu betrachten. Denn im Museum Plagiarius gibt es schließlich allerhand zu entdecken, womit sich Betrüger tatsächlich die sprichwörtliche „goldene Nase“ verdienen wollten: Sie in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und somit Politik und Verbraucher zu sensibilisieren war das Ziel, mit dem Industrie-Designer Rido Busse im Jahr 1977 den Negativ-Preis „Plagiarius“ ins Leben rief. Die zahlreichen „Gewinner“ aus diesen über vier Jahrzehnten, die von der nicht gerade schmeichelhaften Auszeichnung naturgemäß wenig wissen wollen, sind seit 2007 im Solinger Südpark zu bestaunen. Die über 350 Pärchen aus Originalen und Fälschungen bekommen demnächst Gesellschaft. Denn in diesem Monat wird die „Aktion Plagiarius“ auf der Frankfurter Konsumgütermesse „Ambiente“ die nächsten Preise für besonders dreiste Fälschungen verleihen. „Manche Plagiatoren reagieren überhaupt nicht. Andere bestreiten alles, manche suchen aber auch die Einigung“, erklärt Christine Lacroix, 2. Vorsitzende des Museums. In einigen Fällen, berichtet sie, habe die konsequente Verfolgung und Veröffentlichung von Plagiaten Betrüger sogar verschreckt. Deren Maschen und Angriffsflächen könnten unterschiedlicher kaum sein: Wie ein bunter Gemischtwarenladen erscheint dem Besucher das Museum im Südpark. In einer Vitrine etwa liegen die echten Zwilling-Messer neben Produkten von Markenfälschern, die das Logo des Solinger Herstellers in blasseren Farbtönen imitierten. Beim klassischen Plagiat wiederum verkauften Kriminelle ihre offensichtlichen Nachahmungen mit neuem Etikett als ihre eigenen Schöpfungen – so zum Beispiel im Fall eines innovativen Ventilators ohne Rotorblätter, dessen Fälschung ein wenig schriller klingt als das Original. Mag der Schaden hier in erster Linie den Urheber betroffen haben, der monatelange Arbeit und viel Geld in die Entwicklung investiert hatte, so zahlen in anderen Fällen auch die Verbraucher einen erschreckend hohen Preis. Beispiele dafür gibt es im Museum Plagiarius zuhauf. Da ist zum Beispiel die billig hergestellte Variante eines Schweizer Taschenmessers zu sehen, dessen Einzelmesser sich nicht mehr einklappen lassen. Oder das mit schädlichen Substanzen verarbeitete Kinderspielzeug mit gefährlich lockeren Kleinteilen. Oder die vermeintliche Sicherheitsbekleidung, Als Museumsmitarbeiter weiß Holger Sann viel über die Ausstellungsstücke zu erzählen. Originale und Plagiate werden direkt gegenübergestellt. INFO Museum beteiligt sich an Aktionen Adresse Museum Plagiarius, Bahnhofstraße 11, 42651 Solingen. Öffnungszeiten Freitags 9.30 Uhr bis 13 Uhr / 13.30 Uhr bis 17 Uhr; samstags / sonntags 13 bis 17 Uhr. Eintritt Erwachsene vier Euro (ermäßigt drei Euro); Kinder bis zehn Jahre frei; bei Gruppen ab zehn Personen drei Euro pro Person (bei ermäßigten Gruppen ab zehn Personen zwei Euro). Veranstaltungen Das Museum beteiligt sich an verschiedenen Aktionen sowie an Veranstaltungen im Südpark wie der Lichternacht oder der Vorlesenacht. Verein Der Verein Museum Plagiarius e.V. unterstützt den Betrieb des Museums. www.museum-plagiarius.de FOTOS: STEPHAN KÖHLEN die ihre „Feuerprobe“ nicht bestanden hat. Ein besonderer Blickfang in der Mitte des Raumes sind die Motorroller, die sich auf den ersten Blick gleichen – allerdings nur auf den allerersten: Denn bei genauerem Hinsehen fällt nämlich auf, dass das nachgeahmte Zweirad einen offenen Luftfilter hat, die Rückspiegel fehlen, Kabel frei liegen und der Blinker bereits abgebrochen ist. „Daran hätte der TÜV seine helle Freude“, kommentiert Christine Lacroix das abenteuerliche Gefährt – und führt direkt weiter zum nächsten Risikofaktor: Zu einer Motorsäge, die den Auslösehebel für die Kettenbremse bereits beim Transport verloren hatte. Im Obergeschoss des Museums im Kopfbau der Güterhallen stößt der Besucher auf kleinere, aber nicht minder gefährliche Fälschungen – zum Beispiel Medikamente mit unklarer Wirkstoffkonzentration und anderes, was der Zoll aus dem Verkehr zog. Auch außerhalb der Museumsräume wurde Zeichen gesetzt: Im Jahr 2015 etwa vernichteten Zollmitarbeiter auf dem Parkplatz vor dem Museum im Rahmen einer gemeinschaftlichen Aktion tausende gefälschte Parfum-Flacons. Auch als Seminarort hat das Museum oft Besucher angelockt. An der Wand neben dem großen Tisch im Obergeschoss verdeutlicht ein Poster am Beispiel eines Löffels, mit wie vielen verschiedenen Arbeitsschritten die Entwicklung eines Produktes einhergeht. Denn an diesem Punkt richtet Christine Lacroix auch mahnende Worte an die Verbraucher: „Der Erfolg der Plagiatoren hat oft auch mit mangelnder Wertschätzung für das Original zu tun. Die müssen wir wieder erhöhen.“ TIPPS & TERMINE HILDEN Ausstellung: „farbSTOFF“, Barbara Esser und Wolfgang Horn, Kunstraum Gewerbepark-Süd, Hofstraße 64, 14-18 Uhr. Probe Musik-Ensemble Rheinland, Josef-Kremer-Haus, Schulstraße 35, 18 Uhr. Spielenachmittag, Awo Robert-Gies- Haus, Clarenbachweg 7-9, 13.30-17 Uhr. HAAN Weltladen Gruiten, Bahnstraße 32, 9.30- 13 Uhr und 15-18.30 Uhr. Weltladen Haan, Kaiserstr. 40, 10-13 Uhr und 15-18 Uhr. KINO Chaos im Netz Lux Lichtspiele: 15, 17.15 Uhr. Weltspiegel-Theater: 15.45 Uhr. Creed 2: Rocky‘s Legacy Weltspiegel-Theater: 20.50, 23.45 Uhr. Der Junge muss an die frische Luft Lux Lichtspiele: 16.30, 19.45 Uhr. Weltspiegel-Theater: 18.45 Uhr. Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt Lux Lichtspiele: 14.45 Uhr. Weltspiegel-Theater: 15.30, 17.45 Uhr. Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt 3D Lux Lichtspiele: 17.15, 20.30 Uhr. Weltspiegel-Theater: 16.15, 20 Uhr. Glass Lux Lichtspiele: 19.45 Uhr. Maria Stuart, Königin von Schottland (OV) Weltspiegel-Theater: 18.15 Uhr. Plötzlich Familie Weltspiegel-Theater: 20.45, 23.30 Uhr. Sneak Preview Weltspiegel-Theater: 22.30 Uhr. The Lego Movie 2 Lux Lichtspiele: 14.30 Uhr. The Lego Movie 2 3D Lux Lichtspiele: 18.30 Uhr. Die Adressen: Lux Lichtspiele Hilden, Benrather Str. 20, Telefon: 02103 52206. Weltspiegel-Theater Mettmann, Düsseldorfer Str. 2, Telefon: 02104 97390. RAT & HILFE Hospiz-Bewegung, 10 - 12 Uhr und nach Vereinbarung, 02103 978558-0Hilden, Hummelsterstraße 1. Haaner Hospizverein, Tel: 02129 3475751, Trauertel: 02129 3766998 (täglich). Kontaktstunde Pfarrbüro St. Marien Hilden, Gerresheimer Straße, 221, 8.30 Uhr. Priester-Notruf, Katholische Pfarrgemeinde St. Jacobus, Telefon 0173 5444587. Telefonseelsorge, Telefon 0800 1110111. NOTDIENSTE Ärztlicher Notruf: Notrufnummer 116117. Apotheken: Rosen-Apotheke, Schubertstr. 14, 40699 Erkrath, Tel.: 0211/245500, Fr 9 – Sa 9 Uhr. Weitere Apotheken unter www.aponet.de oder www.aknr.de Zahnärztlicher Notdienst: Tel. 0180 5 98 67 00 , 14 Cent/Min aus dem Festnetz, Mobilfunk: 42 Cent/Min. max. Kinderärztlicher Notdienst: Städt. Klinikum Solingen, Gotenstr. 1, Tel. 0212 5470, Mi. + Fr. 17 - 20, Sa., So. + Feiertag 9 - 13 + 17 - 20 Uhr ANZEIGE „Wir bilden aus – bewirb dich jetzt!“ Lhoist bildet deutschlandweit rund 100 Auszubildende in acht verschiedenen Berufen aus. Lhoist ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Kalk- und Dolomitindustrie. Das Familienunternehmen mit Sitz in Belgien beschäftigt ca. 6.000 Mitarbeiter an Produktionsstandorten in West- und Osteuropa, den USA, Brasilien, Russland und Malaysia. Die Kunden kommen aus den Bereichen Eisen und Stahl, Umweltschutz, Chemie, Land- und Forstwirtschaft, Hoch- und Tiefbau sowie der Zellstoff- und Papierindustrie. Lhoist Germany wird in Deutschland durch die Rheinkalk GmbH vertreten und beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter. Die Hauptverwaltung befindet sich in Wülfrath bei Düsseldorf. In Wülfrath befindet sich außerdem auch das größte Kalkwerk der Lhoist Gruppe. Das Werk Flandersbach ist zugleich das größte Kalkwerk Europas. Um die Erfolgsgeschichte von Lhoist fortzusetzen, setzt das Unternehmen auf engagierte Menschen mit fundiertem Fachwissen. Junge Nachwuchskräfte rekrutiert Lhoist am liebsten aus den eigenen Reihen, weil sie das Unternehmen schon während ihrer Ausbildung oder ihrem dualen Ingenieursstudium kennengelernt haben. Lhoist investiert deshalb gerne in die umfassende Aus- und Weiterbildung der jungen Kollegen. Lhoist Germany blickt auf eine fast 60-jährige Ausbildungs-Tradition zurück. Heute bildet das Unternehmen deutschlandweit rund 100 Auszubildende in acht verschiedenen Berufen aus, mehr als die Hälfte davon am Standort Wülfrath. Hier befindet sich auch das Training Center mit eigenen Ausbildungswerkstätten. Zusätzlich kooperiert Lhoist im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung mit Firmen aus der Region und bildet deren Auszubildende mit aus. Rund 20 Ausbilder und weitere Ausbildungsbetreuer engagieren sich bei Lhoist Germany für die professionelle Entwicklung der Berufseinsteiger. Diese Arbeit ist im Jahr 2018 zum zweiten Mal in Folge mit dem Siegel „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ ausgezeichnet worden. Rheinkalk GmbH Am Kalkstein 1, 42489 Wülfrath www.lhoist.com/ausbildung Ausbildungsplätze in Wülfrath sichern! Am Standort Wülfrath bietet Lhoist Ausbildungsplätze an als – Industriekaufmann/-frau – KIA-Student E-Technik / Maschinenbau – Elektroniker/-in für Betriebstechnik – Industriemechaniker/-in – Kfz-Mechatroniker/-in Nutzfahrzeugtechnik Interessenten können die Berufe auch erst einmal in einem Praktikum kennenlernen. Einfach Bewerbung senden an ausbildung@lhoist.com

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