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Mein Kempen 27.02.2019-

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Mein Kempen

Mein Kempen EINE STADT UND IHRE GESCHICHTEN RHEINISCHE POST IN ST. HUBERT dles mit Feingefühl gebrannt Die Herstellung von Bränden ist eine Wissenschaft für sich. Peter Day hat sich in der früheren Wackertapp-Mühle darauf spezialisiert. Peter Day destilliert in der ehemaligen Wackertapp-Mühle edle Obst- und Getreidebrände sowie Whisky und Gin. VON BIANCA TREFFER Die 120 Liter großen blauen Fässer sehen unscheinbar aus. Doch der Inhalt hat es in sich. Das eine ist etwas über die Hälfte mit Rosenblüten gefüllt, im anderen ist ein Gemisch aus Orangen- und Zitronenschalen sowie Cranberries. „Die Fässer werden im Anschluss mazeriert, das heißt mit Alkohol versetzt“, erklärt Peter Day. Rund 36 Stunden erhält der Alkohol die Zeit, um die Aromen auszulaugen und selber aufzunehmen, danach geht das Mazerat in die Destillation. Das Endergebnis wird ein aromatischer Gin sein. Jetzt sei die Zeit für seine Herstellung, fügt der Inhaber der Manufaktur für edle Destillate, die „mühle4“ in St. Hubert, an. Die Vormonate gehörten noch den edlen Obstbränden. Das Obst des Spätherbstes musste verarbeitet werden. Aus 100 Kilogramm Obst entstehen dabei drei bis vier Liter Alkohol. „Das ist wenig, wenn man den immensen Aufwand betrachtet“, sagt Peter Day. Nach der Anlieferung am großen Holztor des ehemaligen Mehllagers in der Wackertapp-Mühle kommt das Obst zu allererstes an den großen Waschtisch. Frisch gewaschen wandert es in den Muser, der alle Früchte problemlos zerkleinert. Selbst die harten Quitten finden hier ihren Meister. Danach ist die Passiermaschine mit den unterschiedlichen Siebeinsätzen gefragt. Nur das weiche Material der Früchte geht durch. Kerne und Schalen bleiben zurück. Mit diesem feinen Obstbrei sowie der entsprechenden Reinzuchthefe füllt Peter Day die Kunststofffässer für die Gärung. Obenauf kommen die Gärrörchen. Vier bis sechs Wochen muss die Masse vorsichtig vergoren werden, die Temperatur spielt dabei eine große Rolle. Es darf nicht zu heiß, aber auch nicht zu kalt sein. „Bei 20 Grad kann sich die Hefe gut entwickeln“, informiert Peter Day. Ganz wichtig: Die Gärung darf nicht zu heftig verlaufen, damit sich nicht das Aroma verliert. Hat sich der Alkohol nach Ablauf der Zeit entwickelt, kommt die Destillationsanlage zum Einsatz. „80 Prozent eines guten Obstbrandes hängt allein von der Qualität des Obstes ab. Es muss brillant sein, damit der Brand gut und interessant wird. Aroma und Geschmack müssen den Brand beherrschen, nicht der Alkohol“, betont Peter Day. Derzeit stehen die Gin- und Getreidebrände-Herstellung im Mittelpunkt. Das Getreide muss einen hohen Stärkeanteil aufweisen. Nur so können gute Ergebnisse erzielt werden. Die Stärkeketten müssen mittels Enzyme aufgespalten und zu Glukose umgebaut werden. Erst dann wird das Ganze vergoren. Getreidebrände brauchen dabei verschiedene Temperaturstufen und viel Zeit. „Sie machen viel Arbeit. Obstbrände sind indes am schwersten herzustellen, da diese immense Abhängigkeit bezogen auf die Qualität der Früchte besteht. Bei einem Gin hingegen ist es wichtig, dass man ihn wiedererkennt. Gin muss ein Gesicht haben“, sagt der St. Huberter, der seine Arbeit als eine Handwerkskunst beschreibt. Jede Charge ist immer ein klein wenig anders, weil es nun einmal Handarbeit ist. In der ehemaligen Wackertapp-Mühle stellt Peter Day auch Whisky her. Wenn ein Getreidebrand nämlich drei Jahre fassgelagert ist, wird er zu Whisky. Ein Schmankerl sind die Brände mit der leicht malzigen Note eines Bieres, hergestellt aus Craft Beer. Doch egal, was gerade destilliert wird. Der Kupferkessel der Destillieranlage, in denen die verschiedenen Gemenge durchmischt werden, zieht bei jedem Brand die Blicke auf sich. INFO Gin galt früher als Medizin Vielseitig Es gibt über 5000 verschiedene Gin-Sorten. Ausgangsprodukt ist in der Regel ein Wacholdergeist. In der EU ist ein Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Volumenprozent vorgeschrieben. Bei der Aromatisierung werden die Gewürze in Rohalkohol eingelegt und mit diesem destilliert, oder die Alkoholdämpfe werden direkt über die Gewürze geleitet. Geschichte Der Wacholderschnaps hat eine Geschichte bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts. Zunächst galt er als Medizin. Das große Glasbullauge der Destillieranlage gewährt einen Blick ins Innere, und das ist immer etwas Besonderes. Beim Brand kommt es nicht nur auf den Geschmack an, Peter Day prüft ihn auch mit der Nase. FOTOS (2): PETER DAY Das Kempener Lichtspielhaus wird 100 Jahre alt. Kinobetreiber in fünfter Generation Aus dem Angebot von 700 Filmen im Jahr schaffen es rund 120 Streifen auf die Kempener Leinwand. Kinobetreiber mit Familientradition: (v.l.) Lennard, Henning, Johannes und Frank Janssen. FOTO: PRIVAT FOTO: WOLFGANG KAISER KEMPEN (UG) So ein Super-Sommer wie 2018 ist für die deutsche Kino-Landschaft nicht einfach. Da zieht es viele Menschen doch eher ins Eiscafé oder in den Biergarten als in den Kino-Saal. Doch Frank Janssen will gar nicht zu sehr klagen. Dafür lief das Jahresendgeschäft bei den Kempener Lichtspielen dann richtig gut. Auch dank des Überraschungshit „Der Junge muss an die frische Luft“ über die Kindheit von Komiker Hape Kerkeling. Kino-Chef Janssen freut sich, wenn deutsche Filme, die viele vorher nicht so auf dem Schirm hatten, ein Erfolg werden. Jedes Jahr kann Frank Janssen aus rund 700 Filmen der Verleihe auswählen. Rund 120 davon schaffen es in Kempen auf die Leinwand. Weniger ist mehr, ist bei der Filmauswahl die Devise. „Ein Kinobesuch wird heute gut geplant. Darum ist es wichtig, dass sich ein Film entwickeln kann“, hat er festgestellt. Zu viele Wechsel verwirren da eher. Daher laufen die Filme bei ihm auch gerne etwas länger. Jüngere Kinogänger seien lieber in den größeren Städten unterwegs, berichtet er. Werden sie dann älter, schätzten sie wieder die eigene Heimatstadt. Dem will Janssen mit einer Auswahl von wertigen Filmen gerecht werden. „Wir versuchen immer eine Mischung zu finden.“ Angebote wie „Kaffee und Kuchen“-Kino am Donnerstagnachmittag und die Filmauslese immer mittwochs haben sich bewährt und locken mit besonderen Filmen auch an den sonst schwächeren Kino-Tagen Zuschauer vor die große Leinwand. Das Kempener Erfolgskonzept Kaffee und Kuchen-Kino wird nun auch in Geldern ausprobiert. Kino hat Familientradition. Neben den Kempener Lichtspielen, die seit 100 Jahren in der Hand der Familie sind, gehören seit 1980 das Herzog-Theater Geldern, seit 2000 Tichelpark Cinemas in Kleve sowie seit 2016 das Comet Cine Center in Mönchengladbach dazu. Mit den Söhnen steht mittlerweile die fünfte Generation in den Startlöchern. Investiert ins Kino wird ständig, um auf dem neuesten Stand der Technik zu sein. Wichtig sind dabei Themen wie Energieeinsparung und Müllvermeidung. „Auf Strohhalme verzichten wir schon. Nun arbeiten wir daran, auch bei den Nachos Plastikverpackung einzusparen“, so Janssen. Für dieses Jahr freut sich Janssen schon auf zwei Filme – und wie schon zuletzt bei Bohemian Rhapsody wird es musikalisch. Ende Mai kommt „Rocket Man“ und erzählt das Leben von Elton John. Ab Juni ist „Yesterday“ in den deutschen Kinos zu sehen. Nach einem mysteriösen Stromausfall kann sich plötzlich niemand auf der Welt mehr an die Musik der Beatles erinnern – nur Jack, ein bisher eher erfolgloser Musiker, der mit den Beatles-Hits zum Mega-Popstar wird. Der Trailer ist für Frank Janssen schon vielversprechend. Für solche Geschichten mit viel Fantasie seien Kinos da, ist er überzeugt. Den einen oder anderen Film schaut er sich schon mal vorab im leeren Kino an. „Aber schöner ist es zusammen mit dem Publikum“, sagt der Kino-Chef. Das Gemeinschaftser- lebnis, zusammen Lachen, Mitfühlen oder sich Gruseln – das ist doch das, was Kino ausmacht. Deutschlands größter Abholmarkt für Heckenpflanzen Unglaubliche Auswahl in allen Größen und Sorten. Beste Baumschulenqualität und unglaublich günstig. Ansehen und mitnehmen oder liefern lassen. Hier nur einige Beispiele aus unserem Sortiment: Thuja Brabant 80–400 cm z. B. 160 cm hoch nur € 9,50 200 cm hoch nur € 16,50 Thuja Smaragd 80–300 cm z. B. 130 cm hoch nur € 9,00 160 cm hoch nur € 16,00 Kirschlorbeer 80–250 cm z. B. 150 cm hoch nur € 17,50 175 cm hoch nur € 25,00 Eiben (Taxus) 60–300 cm z. B. 100 cm hoch nur € 9,00 140 cm hoch nur € 17,50 Sonderaktion im Frühjahr: Weitere 15 % Rabatt (auch auf Aktionsware) möglich!!! Auch im Sortiment: Hainbuchen/Rotbuchen/Blutbuchen/Liguster/Ilex/Bodendecker z. B. Liguster (wintergrün) ca. 120 cm hoch – viele Triebe – nur € 0,99 z. B. 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