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Mein Kempen

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Mein Kempen Mehr als nur eine Briefmarke Kinder und Jugendliche für die Philatelie begeistern, das hat sich Klaus Wollersheim auf die Fahnen geschrieben. Seit Jahrzehnten ist der Sammler in der Jugendarbeit aktiv. KONTAKT Philatelie-Infos Wer die Philatelie- Jugendarbeit von Klaus Wollersheim unterstützen möchte, kann sich direkt an den Sammler wenden. Briefmarkenkollegen, die in anderen Städten und Gemeinden eine AG an Schulen gründen möchten, steht der Kempener mit Rat und Tat zur Seite. Telefon: 02152/3160, Mail: klaus.wollersheim2@ freenet.de Die KG „Echte Fründe“, gegründet am 11.11.2011, wollen den Kempener Karnevalshit 2017 ermitteln. Der Mitsingabend ist schon fast ausverkauft; einige Karten gibt es noch an der Abendkasse. Mitsingen wie in Kölle Klaus Wollersheim vermittelt mit Begeisterung dem Nachwuchs sein Wissen rund um die Briefmarken. VON BIANCA TREFFER Im Wohnzimmer von Klaus Wollersheim steht Ordner neben Ordner. In ihnen dreht sich alles um die Briemarken, allerdings zu einem besonderen Thema. Es geht allesamt um die Jugend in der Philatelie, wie der Fachbegriff für die Briefmarkenkunde lautet. „In diesen Ordnen finden sich die von mir aufgestellten Konzepte für die Kinder- und Jugendarbeit sowie Sammlungen von diesen jungen Briefmarkenliebhabern“, informiert Wollersheim. Seit Jahrzehnten kümmert sich der Kempener um die Jugend im Bereich der Briefmarken. Von 1980 bis 2005 war er beim Philatelisten-Verein Kempen Jugendgruppenleiter. Ich habe das Amt damals abgegeben, weil ich eigentlich etwas mehr Zeit für mich und meine Briefmarken haben wollte“, erinnert sich Wollersheim. Aber irgendwie war es schwierig, einen Nachfolger zu finden. Begeisterte junge Sammler klingelten beim Senior an und fragten nach, ob er sie nicht weiterhin betreuen könnte. Das Hobby Briefmarken beinhaltet nämlich weit mehr als nur einfach das Sammeln und Tauschen. Fachwissen ist gefragt. Wollersheim, der selber seit über 40 Jahren in der Philatelie aktiv ist, konnte angesichts so viel Begeisterung nicht nein sagen und gründete wieder eine kleine Gruppe, die „Jungen Briefmarkenfreunde Kempen“. Wobei die eigenständige Jugendgruppe dem Landesring NRW der jungen Briefmarkenfreunde angeschlossen ist, der wiederum der Deutschen Philatelisten Jugend angehört. „Auf diesem Weg kann ich neben eigenen Konzepten auch auf verschiedene Materialien im Bereich der Jugendarbeit zurückgreifen. Zudem erhalte ich die Zeitschrift für die jungen Briefmarkenfreunde“, informiert Wollersheim, der zugleich Regionalvertreter für die Region Linker Niederrhein im Bereich der Jugendarbeit ist. Jeden dritten Donnerstag im Monat lädt Wollersheim von 17 bis 18.45 Uhr seine Jugendgruppe sowie alle interessierten Kinder und Jugendlichen zwischen acht und 18 Jahren zum Treffen in das Kempener Kolpinghaus ein. Der Kempener bereitet jedes Treffen akribisch vor und stellt immer wieder neue Aspekte des Hobbys vor. Der 79-Jährige betreut aber nicht nur diese Gruppe. Der begeisterte Sammler leitet an der Astrid-Lindgren-Grundschule eine Briefmarken AG. Einmal in der Woche ist er vor Ort und vermittelt Philatelie- Wissen auf kindgerechte Art und Weise. „Wobei es mir besonders wichtig ist, dass die In- halte der AG zum Lehrstoff passen. Ich lege auf Anknüpfungspunkte zum Unterricht großen Wert“, betont Wollersheim. So hat er zum Beispiel passend zum Thema gesundes Frühstück und Obst genau das Thema Obstsorten auf Briefmarken aufgegriffen und dementsprechende Arbeitsblätter entwickelt, bei denen die Kinder unter anderem eigene Briefmarken aus Früchten kreierten. In der AG geht es genau wie bei den jungen Briefmarkenfreunden nicht einfach nur rein ums Sammeln und Tauschen. Die Kinder lernen die Briefmarken und deren Aufbau sowie das Postwesen an sich kennen, erfahren viel Geschichtliches, erlernen den Umgang mit Katalogen, machen erste Schritte mit dem Computer zwecks Erstellung von Minisammlungen und arbeiten praktisch, wenn es nämlich darum geht Marken fachgerecht abzulösen. Und so manch einer stellt erstaunt fest, wie spannend der Umgang mit den Briefmarken ist. Schließlich spiegeln sie ein stückweit die Geschichte eines Landes wieder. Die KG Echte Fründe ist noch sehr jung: Sie wurde 2011 gegründet. VON ULRIKE GERARDS Ein würdigeres Gründungsdatum kann es für eine Karnevalsgesellschaft wohl kaum geben: Am 11.11.11 um 11:11 Uhr riefen 11 Gründungsmitglieder die KG Echte Fründe Kempen ins Leben – die jüngste Karnevalsgesellschaft der Thomasstadt. Die „Fründe“ heißen nicht nur so, sondern sind es auch. Teilweise haben sich die Freundschaften noch aus der Schulzeit gehalten. Im Vordergrund steht für die über 30 Mitglieder die Pflege des Brauchtums. Die erste große öffentliche Aktion war die Teilnahme am Rosenmontagszug 2013. Damals hatten sie zum „Affentanz“ geladen. Und natürlich sind die „Fründe“ auch an diesem Rosenmontag dabei. Dann heißt es „Echte Raupen ston zesamme!“ Stadtbekannt ist die KG mit ihrem ersten Vorsitzenden Tobias Strohmeier und Vertreterin Ellen van Aerde aber spätestens, seit sie ein neues Event auf die Beine stellten, das den Kempener Karneval um einen besonderen Abend bereichert. Unter dem Motto „Sing doch ene mit“ sind alle Narren in dieser Session zum dritten Mitsing- und Partyabend eingeladen. Die Premiere 2015 in der Gaststätte „Zum Bergwirt“ war so erfolgreich, dass sich die Truppe entschied, in das größere „The Whistle Irish Pub“ im Haus Berg umzuziehen. Dort wird nun auch am 10. Februar wieder gefeiert. Ganz nach dem Vorbild aus Köln und den dortigen Mitmachkonzerten, stimmen auch in Kempen die Narren die Karnevalslieder an und feiern anschließend ausgelassen. Mit musikalischer Begleitung von Kölner Live-Musikern und mit Hilfe von Liedheften wird zusammen gesungen und später abgestimmt, welches Lied der „Kempsche Karnevalshit 2017“ werden soll. Das Konzept kommt so gut an, dass beim Start des Kartenvorverkaufs am 11.11. in wenigen Stunden die Tickets vergriffen waren. „Wir haben noch wenige Karten an der Abendkasse. Der Verkauf beginnt dann um 19 Uhr“, erklärt Organisatorin Kathrin Eichler. Auch 2017 soll es wieder eine bunte Mischung aus Klassikern und neuen Karnevalshits geben. Mit dabei sind natürlich die beiden Sieger der Vorjahre: „Du bes die Stadt“ und „Echte Fründe“, aber auch moderne Töne wie „Nie mehr Fastelovend“ oder „Stääne“ . Übrigens ist Verkleidung an dem Abend willkommen, aber keine Pflicht. Es wird wieder Turmgeist verkauft und für eine Verlosung hat der Hauptsponsor, die Stadtwerke Kempen, den ersten Preis gespendet. „Wir haben uns nicht nur die Brauchtumspflege, sondern auch soziales Engagement auf die Fahne geschrieben“, erklärt Kathrin Eichler. Daher geht wie in den vergangenen Jahren beim Mitsingabend ein Spenden-Trömmelchen herum. Gesammelt wurde schon für ein Trommelprojekt und für das Kinderheim Annenhof, in diesem Jahr nun für die Senioren-Initiative Altenhilfe. „Wir wollen mit unserer Spende dafür sorgen, dass die Preise für den Besuchs- und Fahrdienst trotz steigender Kosten stabil bleiben können.“

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