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Mein Kempen

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Mein Kempen Die unverzichtbaren Retter Von der Feuer- und Rettungswache Heinrich-Horten-Straße rückt jeden Tag Hilfe aus. VON BIANCA TREFFER Eine Adresse und zwei Partner für Hilfe, wenn Leben in Gefahr sind: Im Mai vor elf Jahren zogen die Feuerwehr und die Rettungswache der Stadt an die Heinrich-Horten-Straße 2 in den insgesamt 2700 Quadratmeter großen Neubau ein. Zu tun gibt es genug. Immerhin rückte die Gesamtwehr in Kempen im Jahr 2015 gleich 347 Mal aus. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Einsätze um weitere 30. „Es sind mehr Brandmeldeanlagen dazu gekommen. Desweiteren sind die inzwischen vorgeschriebenen Rauchmelder im Einsatz und wir verzeichneten mehr P-Tür- Fälle“, sagt Franz-Peter Jansen, Leiter der Feuerwehr. Hinter der Abkürzung verbirgt sich der Fall einer hilflosen Person hinter einer verschlossenen Tür. Daher gehört eine Türöffnungsausstattung mit zur Ausrüstung der Feuerwehr. „Dank vieler aufmerksamer Nachbarn, die die Kreisleitstelle alarmiert hatten, weil sie ältere Nachbarn nicht gesehen haben, Rollläden unten blieben oder ein Wimmern aus der Nachbarwohnung zu hören war, konnten wir einschreiten und Menschenleben retten“, berichtet Jansen. Den Rettern steht ein beachtlicher Fuhrpark zur Verfügung, der auf die unterschied- Ein Einsatz von vielen: Anrufer meldeten für den Stresemannplatz einen in Vollbrand stehenden Pkw. Bei Eintreffen der Feuerwehr brannten mehrere Pkw. FOTO: ARCHIV Tagtäglich im Einsatz, Retter in höchster Not: Rund 380 Mal rückte die Feuerwehr im letzten Jahr aus. lichsten Notfälle vorbereitet ist. Er umfasst drei Löschfahrzeuge, die Drehleiter, den Einsatzleitwagen des Kreises und einen Rüstwagen mit der Technik für schwere Hilfeleistung, ein Mehrzweckfahrzeug mit Hebebühne für die Rollcontainer, der Gerätewagen für Gefahrgut, zwei Mannschaftstransportwagen und ein Kleineinsatzfahrzeug. Zur Rettungswache gehören Notarztwagen, zwei Kranken- und drei Rettungstransportwagen sowie ein Reservefahrzeug, das sowohl für Krankenfahrten wie auch den Rettungsdienst genutzt werden kann. Der Löschzug Kempen der Freiwilligen Feuerwehr Kempen zählt 76 aktive Feuerwehrleute, darunter fünf Frauen, die allesamt ehrenamtlich in den Einsatz gehen. „Dazu kommen drei hauptamtliche Gerätewarte und ich als Leiter der Feuerwehr“, informiert Franz-Peter Jansen. In der Rettungswache sind hingegen 30 festangestellte Mitarbeiter in einem Dreischichtsystem anzutreffen, die von weiteren entsprechend qualifizierten Mitstreitern aus den Bereichen Rettungswesen und Feuerwehr unterstützt werden. Die Kempener Einrichtung ist dabei gleichzeitig eine Lehrrettungswache, in der sogenannte Praxisanleiter ausbilden. Insgesamt existieren vier Löschzüge. Neben Kempen selber sind dies St. Hubert, Tönisberg und Schmalbroich plus die Löschgruppe Unterweiden. Jede nennt ein eigenes Gerätehaus sein eigen, aber die Feuerwache an der Heinrich- Horten-Straße ist für alle das Mutterhaus. Die Gesamtwehr besteht aus 310 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten. 211 davon stehen im aktiven Dienst, 73 gehören der Ehrenabteilung an und 26 kommen aus der Jugendfeuerwehr mit 20 Jungs und sechs Mädels zwischen 12 und 17 Jahre. Neuerdings können FOTO: KAISER auch Jüngere der Jugendfeuerwehr beitreten. „Wir haben das Eintrittsalter auf zehn gesenkt. und arbeiten jetzt mit zwei Gruppen, da die Alterspanne sonst zu groß ist“, berichtet Jansen. Die Feuerwehr wird eine Gruppe für zehn- bis 13- Jährige anbieten und eine Gruppe für die Altersklasse 14 bis 17 Jahre. Insgesamt leisteten die Feuerwehrleute im vergangenen Jahr 30.000 Stunden ehrenamtlichen Dienst in Form von Einsätzen, Übungen und Ausbildung. Frauen und Männer ab 18 Jahren, die sich für die Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr Kempen interessieren, können sich an Wehrführer Franz-Heiner Jansen wenden: Telefon 02152/ 55565200, Mail: franz-heiner.jansen@kempen.de. Den Jugendlichen ab zehn Jahren steht die Jugendfeuerwehr offen.

Mein Kempen Verein Kempen Klassik wird 20 VON SILVIA RUF-STANLEY Das Kempener Kulturleben wäre ohne die Klosterkonzerte viel ärmer. Inzwischen locken die Konzerte auch Besucher aus dem weiten Umland an. Dass sich eine kleine Stadt solche Konzerte mit hochkarätigen Musikern leisten kann, ist dem Verein Kempen Klassik zu verdanken. Aus kleinen Anfängen ist inzwischen ein Verein mit rund 220 Mitgliedern geworden, die durch ehrenamtliche Mitarbeit und ihre Mitgliedsbeiträge einen großen Teil der Konzerte ermöglichen. In diesem Jahr feiert der Verein am Muttertagswochenende 12. – 14. Mai sein 20jähriges Bestehen und dies natürlich mit einem großen Musikfest. Es soll für alle Generationen und auch für verschiedenste Musikgeschmäcker etwas bieten. Das Ganze nennt sich dann „Musikalisches Stadtfest in vier Akten“. Im letzten Kulturausschuss stellten die Vorsitzende Doerte Schäfer und der künstlerische Leiter Peter Landmann schon einmal in groben Zügen das Programm vor. Zu Beginn gibt es eine „Schubertiade“ am Freitag, 12. Mai, ab 18.30 Uhr in der Paterskirche. Beim Abend rund um Franz Schubert sind Klavierund Kammermusik, Lieder so- wie Werke für Chor und Solisten des großen Komponisten zu hören. Unter anderem singt der WDR-Rundfunkchor. Das Konzert wird live mitgeschnitten, so dass diejenigen, die keine Karten mehr bekommen haben, es wenigstens auf WDR 3 hören können. Mit dabei ist ebenfalls ein hierzulande gern gesehener Gast, nämlich der Kempener Pianist Tobias Koch, Am Samstag belebt der Verein noch einmal die Idee der „Klingenden Altstadt“. Von 11.30 – 15 Uhr wird an neun unterschiedlichen Spielorten jede Menge ganz unterschiedlicher Musik aller möglichen Stilrichtungen zu hören sein. Am gleichen Tag beginnt um 16.30 Uhr das große Geburtstagsfest im Franziskanerkloster an der Burgstraße. In 30minütigem Abstand gibt es an fünf Spielorten im Kloster Wandelkonzerte. Zugesagt hat hier schon federführend das „Ensemble Ruhr“ mit dem in Kempen wohnenden Cellisten Emanuel Wehse. Abschluss des Feierwochenendes bildet noch einmal ein Familientag. Am Sonntag sind Menschen von 5 – 85 Jahren ab Singen auf der Schubertiade im Mai: Spranistin Katharina Konradi ... KARTEN Zu seinem 20-jährigen Bestehen erhält der Verein Kempen Klassik ein im wahrsten Sinne des Wortes großes Geburtstagsgeschenk. Der WDR- Rundfunkchor wird am Freitag, 12. Mai, ohne Honorar in der Stadt auftreten. Damit möchte der WDR die fast schon 30-jährige Zusammenarbeit mit dem Kempener Konzertleben anerkennen. In der Vergangenheit hat es hat immer wieder vielbeachtete gemeinsame Produktionen gegeben. Eine „Schubertiade“ bildet den Auftakt zum Jubiläum. Das Konzert wird auch live im Radio ausgestrahlt. Vorverkauf Karten für die Veranstaltungen des Festes gibt es jetzt schon an der Kartenkasse des Kulturforums. Der Eintrittspreis bei der Schubertiade entspricht denen der Reihe „Musica antica e viva“. Für das Geburtstagsfest am Samstag kosten die Karten einheitlich 30 Euro. Infos auch im Internet unter www.kempen.klassik.de ... und Tenor Jan Kobow. 15 Uhr eingeladen, sich gemeinsam auf einen Konzertbesuch der ungewöhnlichen Art einzulassen. Geschäftsführer Martin Klapheck verriet schon mal so viel, dass es um Mozarts Zauberflöte gehen wird. Das Fest belegt wieder einmal die ungeheure Leistungsfähigkeit des Vereins. So wurde in früheren Jahren mehrfach das Kempen Klassik Festival organisiert mit Konzerten an teilweise auch ungewöhnlichen Spielorten. Hier zeigt sich ein großes bürgerschaftliches Engagement. Hinzu kommt die gute Zusammenarbeit mit dem WDR. Und nicht zuletzt die Unterstützung der Stadtverwaltung, sei es durch die Bereitstellung der Räume im Kulturforum Franziskanerkloster, die logistische Hilfe alleine schon beim Kartenverkauf oder das Herrichten der Räume. Außerdem besteht ein Vertrag mit der Verwaltung über eine eventuelle Ausfallbürgschaft, falls die Konzerte nicht den gewünschten Ertrag bringen sollten. Diese wurde aber noch nie genutzt, da die Konzerte zu fast 100 Prozent ausverkauft waren. Dann wiederum teilen sich Verein und Stadt den Überschuss. Hinzu kommt die Unterstützung durch den Förderkreis Kultur und Wirtschaft. Das alles zusammen beschert den Kempenern nicht nur das Geburtstagsfest 2017, sondern auch ein umfangreiches Programm, das erstmals in einer rund 60 Seiten umfassenden Broschüre ausführlich dargestellt wird. Rege Kulturpflege an den Schulen Die Schüler haben zahlreiche Möglichkeiten, ihre musischen Fähigkeiten auszuprobieren. Eins von vielen Beispielen für das rege Kulturleben an den Schulen: Der Literaturkurs des Thomaeum führte im vergangenen Sommer „Der eingebildete Kranke“ auf. VON SILVIA RUF-STANLEY Es hat sich längst herum gesprochen, dass die Kempener weiterführenden Schulen immer wieder Kulturangebote haben, die große Beachtung finden. In den beiden Gymnasien gibt es für Schüler viele Möglichkeiten, ihre musischen Fähigkeiten auszuprobieren. Am Thomaeum ist das Theater fester Bestandteil des Schullebens mit vielen interessanten Vorstellungen von Klassikern genauso wie von modernem Theater. Lange hatte Brigitte Nienhaus die Leitung des Theaterbereichs inne. Nach ihrer Pensionierung hat dies David Nethen übernommen. Als nächstes gibt es im Februar den „Frosch mit der Maske“ nach Edgar Wallace zu sehen. Gerade erst hat die Schule die Anerkennung der Bezirksregierung als musisch-künstlerischer Schwerpunkt bekommen. Mit der Einrichtung eines solchen Schwerpunkts erklärt sich die Schule bereit, Musik, Kunst und Theater mit ihren Angeboten zu fördern zum Vorteil aller Beteiligten. Denn auch der Musikbereich wird vielfach gefördert. So gibt es Schulorchester, Chorklasse sowie eine Musical-AG. Im Musikbereich kooperiert die Schule mit den Niederrheinischen Symphonikern sowie mit der Kreismusikschule. Gerade eben wurde die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck aufgeführt. Hier arbeiteten Orchester, Chor und Mitglieder der Theater-AG zusammen. Immer wieder gibt es auch künstlerische Angebote in AGs mit dem Kempener Künstler Jürgen Hemkemeyer. Im Luise-von-Duesberg- Gymnasium bildet Musik einen großen Schwerpunkt. Gleich mehrere Big Bands von der fünften Klasse aufwärts spielen. Bei der „Jubi-Band“ und den „United Horns“ kann die Schule auf die Unterstützung des bekannten Dirigenten und Musikers Marks Türk zählen. Ebenso singen mehrere Chöre – die jüngeren Schüler, ein Mittelstufenchor und die „Voice Company“ der Oberstufe – unter Leitung von Susanna Corban und Stefan Lindner. Demnächst sei geplant, die Gruppen mehr zu mischen, sagt Corban, damit mit dem Weggang der Abiturienten nicht zeitgleich viele Stimmen wegfielen. Beim Kultursplitter am LvD zeigten Schüler, Lehrer und Eltern ihre künstlerische Vielfalt. Obwohl der Abend regelmäßig ein Erfolg war, wurde er 2016 beendet. Aber diesem Jahr soll es zum Jubiläum der Schule ein neues Format geben. Außerdem zeigen zum Schuljahresende die Schüler aller Jahrgänge ihre vielfältigen Talente. Musik, Tanz oder Theater sind zu sehen, ergänzt um eine witzige naturwissenschaftliche Bühnenshow der „Physikanten“. So verbindet sich die Kultur mit dem weiteren Schwerpunkt der Schule, den Naturwissenschaften. Infos unter www.thomaeum.de und www.lvd.de Porträt Fahrschule am Bärenbrunnen An zwei Standorten alles aus einer Hand Seit 10 Jahren Fahrschule am Bärenbrunnen: Mit Spaß und Verantwortungsgefühl zum Führerschein. Aus jungen Menschen werden verantwortungsbewusste, sichere und achtsame Autofahrer. Unter dieser Vorgabe leitet Fahrlehrer Tobias Klemm seit zehn Jahren die „Fahrschule am Bärenbrunnen“. Dabei setzt er auf eine „one stop“-Fahrschule: „Wir bieten Kontakt Interessenten können eine kostenlose Schnupperstunde für den Theorie-Unterricht buchen oder zur Probe bei einer praktischen Stunde mitfahren. Fahrschule am Bärenbrunnen, Ellenstraße 25, Kempen Lappstraße 11, 47647 Kerken Tel: 02152 / 52 603 Homepage www.fahrschule-ambaerenbrunnen.de unseren Kunden alles aus einer Hand – vom Erste Hilfe-Kurs über Passbilder und Sehtest bis zu den Vorbereitungen auf die Führerschein-Prüfungen vom Mofa und Traktor über Auto und Lkw bis zum Bus sowie alle Klassen der Boots-Führerscheine“, umreißt der Fahrschulleiter das Angebot. Schwerpunkt ist das Thema Mofa, Auto, Lkw, und dabei „ist mir wichtig, dass wir immer auf neuen Fahrzeugen mit dem aktuellen Stand der Technik schulen – derzeit auf dem Golf VII als Automatik- oder Schaltwagen“, sagt Klemm. Im theoretischen Bereich ist das zentrale Element ein großer Multimedia-Bildschirm im Kempener Schulungsraum. Hier werden knifflige Fahrsituation und die richtigen Lösungen dargestellt. Lange vorbei ist auch das Ankreuzen auf den Theorie-Bögen aus Papier – das geht jetzt in der Fahrschule 4.0 per App. So kann der Fahrlehrer jederzeit nachvollziehen, welchen Leistungsstand der Fahrschüler hat. Außerdem gibt es selbst aufgezeichnete Filmsequenzen zu 30 kniffligen Fahrsituationen in Kempen, mit denen sich die Fahrschüler vertraut machen können. Seit dem letzten Frühjahr steht in dem zweiten Kempener Schulungsraum ein Fahrsimulator. Hier lernen die Anfänger stressfrei anfahren, zurücksetzen oder die Bedienung des Fahrzeuges. „Das nimmt schon mal erste Ängste, wenn man nicht das Gefühl hat, von anderen Verkehrsteilnehmern kritisch beäugt zu werden“, sieht Klemm einen Vorteil. Grundsätzlich empfiehlt es sich aus Sicht des Fahrlehrers, den Theorie- und Praxisunterricht für alle Führerscheine möglichst in einem kompakten Zeitrahmen zu absolvieren, „dann prägt sich das Gelernte am besten ein“. Als besonderes System bietet die ANZEIGE Das Team der Fahrschule am Bärenbrunnen (v.l.): Stephanie Dammer, Tobias Dauksch, Tobias Klemm und André Hackbarth. Fahrschule einen Sieben- bis Zehntage-Kompaktkurs an – mit täglich morgens zwei Stunden Theorie, täglich zwei bis drei Stunden praktischem Unterricht sowie Theorie- und Praxisprüfung am Ende.

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