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Neuss blüht auf + Neuss elektrisch

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Neuss blüht auf + Neuss

GV-L6 C6 Korschenbroich ngz SAMSTAG, 6. MAI 2017 Stadt will einen Kultur-Coupon einführen KORSCHENBROICH (-wi) Um noch mehr Lust auf Kultur zu machen, will die Stadt einen sogenannten Kultur-Coupon einführen. Die Idee, die in einigen Nachbarstädten bereits erfolgreich praktiziert wird, stellte jetzt Kulturamtsleiterin Michaele Messmann dem Fachausschuss vor. Einstimmig folgten die Mitglieder dem Beschlussvorschlag. Gedacht ist dieser Coupon als Geschenk-Gutschein. „Er soll für alle Kulturveranstaltungen im Korschenbroicher Stadtgebiet eingelöst werden können“, erklärte Messmann und sagte weiter: „Der Coupon ist in beliebiger Höhe ausstellbar und kann für eine oder mehrere Veranstaltungen eingelöst werden. Die Höhe des Gutscheins bestimmt der Käufer und wird erst beim Kauf eingetragen.“ Vorgesehen ist, dass der Kartenverkauf über das Kulturamt im Technische Rathaus abgewickelt wird. Damit der Coupon auch optisch etwas hermacht, soll ein Korschenbroicher Künstler die Vorderseite gestalten. „Auf diese Weise kann die Marke ,Korschenbroicher Kultur’ weiter etabliert werden“, sprach die Amtsleiterin Veranstaltungsangebote wie das Jazz-Café, die Klassikreihe, die Orgelwoche ebenso an wie den Kulturrucksack und den Kunstfrühling. VON RUDOLF BARNHOLT „Im Fotoclub herrscht das Leistungsprinzip. Das spornt uns an“ Winfried Seppelt Vereinsvorsitzender LIEDBERG Im „Fotoclub 69“ herrscht das, was anderswo mittlerweile verpönt ist: das Leistungsprinzip. Die Ausstellung im Liedberger Sandbauernhof machte das wieder deutlich. Mehr als 400 Besucher waren gekommen, um die Werke der Hobby-Fotografen zu sehen. Clubchef Winfried Seppelt war begeistert von der starken Resonanz. Gezeigt wurden Fotografien, die vom Plenum als besonders gelungen bewertet wurden. Und je mehr hervorragende Bilder ein Mitglied gemacht hatte, desto mehr durfte es ausstellen. „Ein bestimmtes Thema für die Ausstellung war nicht vorgegeben worden“, sagt Clubleiter Winfried Seppelt. Der 69-Jährige hatte Vögel in Szene gesetzt wie den Alpenstrandläufer, der ihm auf Texel besonders aufgefallen war. Seine Herausforderung: „Ich wollte, dass auf Wenn Fotografie keine Grenzen kennt Mehr als 400 Besucher waren in den Sandbauernhof gekommen, um die Ausstellung des „Fotoclub 69“ zu sehen. Olaf Hennig (links) und Werner Pieloth beschäftigen sich intensiv mit den jeweiligen Fotomotiven. jeden Fall das Gefieder mit den feinen Schattierungen sichtbar bleibt.“ Später, bei der Bearbeitung am Computer, sei es darum gegangen, auf eine übertriebene Schärfung zu verzichten. „Das Gefieder FOTO: DETLEF ILGNER könnte so schnell leicht scherenschnittartig wirken.“ Manfred Bremer gehört zu den Spitzen-Leuten des „Fotoclub 69“. Der 68 Jahre alte pensionierte Telekom-Beamte hat keine Lieblingsmotive. Sein Credo ist die Konzentration auf das Wesentliche. Außerdem arbeitet er gerne mit langen Belichtungszeiten. So kommt es, dass seine Brücken frei von Autoverkehr sind. Wolfgang Holzenbecher ist ebenfalls ein Leistungsträger im Verein und feiert in zwei Jahren sein 50-jähriges Jubiläum. Er ist bekannt für seine Vogel- und Insektenfotos, die voller Finessen sind. Norbert Frank ist 79 Jahre alt. Ans Aufhören denkt er nicht. Der Senior hat sich erst unlängst eine neue Kameraausrüstung zugelegt. Ihn begeistern Details wie das Filigrane der laubfreien Bäume in der kalten Jahreszeit. Georgi Ekimov (49) hat unter anderem die Ruinen einer mehr als 1000 Jahre alten Kirche in Bulgarien fotografiert. Dazu war er früh aufgestanden, um den Moment kurz vor Sonnenaufgang zu erwischen, bei dem das noch schwache Tageslicht und die künstliche Nachtbeleuchtung aufeinandertreffen – eine Kombination, die eine spezifische Atmosphäre zaubert. Der Mensch als Motiv kommt in der Ausstellung selten vor. Erwin Suhre hatte sich an eine schwierige Aufgabe gewagt und diese Herausforderung mit Bravour gemeistert: Trotz der schwierigen Lichtverhältnisse in einem irischen Pub, kommen die Gäste ebenso gut zur Geltung wie das Ambiente. Was auffiel: Viele der 21 Mitglieder hatten die völlige Freiheit bei der Auswahl der Motive genutzt. Die Innenstadt feiert NEUSS BLÜHT AUF & NEUSS ELEKTRISCH Neuss blüht an zwei Tagen auf Heute und morgen locken der Neusser Einzelhandel und zahlreiche Aktionen die Besucher in die Quirinusstadt. Bei „Neuss blüht auf“ wird Stelzen-Künstler Ludger Hollmann (I.) als „Imanuel Immergrün“ die Besucher unterhalten. Das Programm des zweitägigen Stadtfestes stellten jetzt Thomas Werz, Citymanager von Neuss Marketing, und Christian Stronczyk (r.), Projektleiter der Veranstaltungsagentur Orion, vor. FOTOS: LUDGER HOLLMANN/ MERLIN BARTEL Übergroße gelbe Gummistiefel, eine riesige Schubkarre und jede Menge Blumen – so präsentiert sich „Imanuel Immergrün“ alias Ludger Hollmann an diesem Wochenende den Besuchern der Neusser Innenstadt. Der Stelzen-Walk- Act passt gut zum Thema des Stadtfestes „Neuss blüht auf“, zu dem die Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss (ZIN) heute und morgen gemeinsam mit der Veranstaltungsagentur Orion einlädt. „In diesem Jahr bieten wir die bislang größte Vielfalt an“, sagt Christian Stronczyk, Projektleiter der Veranstaltungsfirma Orion. „Das Stadtfest ist vom kleinen Pflänzchen zu einem Großevent gewachsen.“ „Neuss blüht auf“ erstreckt sich vom Hamtorwall bis zur Zollstraße, bezieht den Markt und den Freithof mit ein – und erstmals am morgigen Sonntag auch den Münsterplatz (siehe Bericht zu „Neuss elektrisch“). Zahlreiche Einzelhändler halten besondere Angebote für die Kunden bereit oder präsentieren sich mit eigenen Ständen vor ihren Geschäften. Zudem gibt es an rund 65 Ständen entlang des Hauptstraßenzuges Schmuck, Dekorationen, Pflanzen sowie Speisen und Getränke. Und bunt wird’s in der Quirinusstadt: 260 Vasen im Straßenzug der Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss werden mit Windspielen dekoriert. Zudem dürfen sich die Besucher an beiden Tagen auf 1000 Topfblümchen freuen, die ZIN verschenkt. Darüber hinaus werden die zum Fest angebrachten hundert Geranien- und Petunien-Kästen an den Laternen der Fußgängerzone und die zwanzig großen Geranientröge an der Hafenpromenade erblühen. Einen Vorgeschmack auf den Grand Départ bietet Neuss Marketing: An einem Stand können Besucher auf Rennradtrainern mit einer Virtual- Reality-Brille die erste Etappe der Tour de France, die im Juli im Kreisgebiet zu Gast ist, erfahren. Und auch den jüngeren Besucher wird einiges geboten: Am Freithof warten ein Bungy- Trampolin und Wasserlaufbälle darauf, ausprobiert zu werden. Am Markt dreht sich ein Kinderkarussell und am Konvent locken Spieltische und eine Hüpfburg. Der elektrische Rodeo-Bulle am Markt katapultiert auch gerne den einen oder anderen Erwachsenen in sein Gummi-Kissen. Eine Ecke für Genießer und Freunde der italienischen Lebensart wird es zum dritten Mal vor der Freithof-Treppe geben. Unter dem Motto „Il Sapore Giusto“ (Der gute Geschmack) wird dort ein kleiner italienischer Markt mit kulinarischen Genüssen aus verschiedenen Regionen Italiens aufgebaut. Wie gewohnt findet der Wochenmarkt heute auf dem Münsterplatz statt. Am Sonntag steht der Platz dann erstmalig ganz im Zeichen der E- Mobilität. Die Neusser Einzelhändler laden anlässlich des Stadtfestes nicht nur heute zum Shoppen ein, sondern öffnet auch morgen von 13 bis 18 Uhr ihre Geschäfte. Das Stadtfest „Neuss blüht auf“ Samstag, 6. Mai, von 11 bis 18.30 Uhr sowie Sonntag, 7. Mai, von 11 bis 18.30 Uhr Aktiver Einzelhandel Die Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss (ZIN) verfolgt unter anderem die Ziele, die City zu stärken und die Besucherfrequenz zu steigern. Auf die Service- und Beratungsangebote in der Innenstadt wird zudem hingewiesen.

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