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Neusser Bürger-Schützenfest -ET 25.08.2017-

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12 NEUSSER

12 NEUSSER BÜRGER-SCHÜTZENFEST ngz FREITAG, 25. AUGUST 2017 Aus dem Fotoalbum des Präsidenten Für den Bürger-Schützen-Verein geht eine Ära zu Ende, aber für den Präsidenten auch. 16 Jahre hat Thomas Nickel an der Spitze gestanden, für die Schützen Politik gemacht, ihre Interessen vertreten und – natürlich in Frack und Zylinder – jedes Jahr auf dem Markt die Schützen selbst und ihre vielen tausend Zuschauer begrüßt. Wenn er auch morgen diese Aufgabe wieder übernimmt, dann sicher mit einem Tränchen im Auge. Denn definitiv, so hat der Neusser, der am Schützenfest-Montag 70 Jahre alt wird, schon vor einem Jahr verkündet, wird er 2017 aufhören. So gibt es für ihn bei diesem Schützenfest viele „letzte Male“: das „Präsidenten-Frühstück“ am Dienstag im Foyer der Stadthalle, die Verkündung des neuen Schützenkönigs, der „Wackelzug“ in der Kutsche des Neuen und, und, und. In so vielen Jahren sind viele Fotos mit Thomas Nickel und seiner Frau Ruth gemacht worden, die das Paar gesammelt hat. Für die NGZ hat es seine Alben zu Hause geöffnet – wir zeigen eine Auswahl. TEXT: HELGA BITTNER/FOTOS: EHEPAAR NICKEL Als Joachim Kardinal Meisner Ehrengast 1991 Neuss war, bekleidete Thomas Nickel das Amt des Diözesanratsvorsitzenden. „Wir haben uns verstanden“, sagt Nickel heute, „wenn er allein war, konnte man sehr gut mit ihm reden.“ Mit dem Königsjahr fing alles an. „90 Prozent des Schützenwesens habe ich erst kennengelernt, als ich 1990 König wurde“, sagt Thomas Nickel lachend. Aber danach war auch klar: Er will sich engagieren. Hier kocht der Präsident – Thomas Nickel und Christoph Buchbender haben sichtlich viel Spaß bei der gemeinsamen Kocherei für das und mit dem Komitee. 1987 hatte sich Nickels Zug „Sportfreunde“ gegründet, „aber eigentlich wollten wir nur einmal mitmarschieren“, sagt er. Doch es gefiel allen so gut, dass sie dabeiblieben. 1989/90 wollte Nickel das este Mal König werden, hatte aber das Nachsehen gegenüber Horst Eskens. „Mit dem 72. Schuss hatte er gewonnen“, sagt Ruth Nickel, „das vergesse ich nie.“ Ein Jahr später konnte sie ihrem Mann auf der Wiese den Siegerkuss geben. Jedes Jahr macht das Komitee einen Ausflug. 2014 ging es in die Epenerheide, wo Thomas Nickel von einer Schafherde „eingekreist“ wurde. Sie können nicht nur Schützenfest, sondern auch Karneval: Die Nickels bei einem der letzten Nüsser Ovende. Nicht nur in Neuss haben sie all die Jahre mit den Narrenl gefeiert. Auch im Kölner Gürzenich war das Paar gern Gast der „Großen Kölner“. Der Freitagabend vor der offiziellen Eröffnung des Schützenfestes gehört der Kirmes. „Es hat bei uns Tradition, dass wir einen Runggang machen“, sagen die beiden. Mit Fahrt – natürlich im Riesenrad.

ngz FREITAG, 25. AUGUST 2017 NEUSSER BÜRGER-SCHÜTZENFEST 13 Was es kostet, Schütze zu sein Wer beim Schützenfest mitmachen will, muss zahlen. Nicht nur Runden für die Schützenbrüder, sondern auch für eine Grundausstattung 2,- bis 3,- Korpsnadel Mitgliedsbeitrag 40,- bis 250,- Karten 3,- bis 50,- 40 Euro pro Jahr und pro Mitglied werden an den Bürger-Schützen-Verein gezahlt. Dazu kommen noch Beiträge fürs eigene Korps und den eigenen Zug, was sich schnell auf 250 Euro summieren kann. Tribünenkarten für die Liebsten kosten zwischen drei und 30 Euro (je nach Anlass wie Rückzug des Regiments am Montag und Königsparade auf dem Markt). Die Dauerkarte für alle Schützentage kostet 50 Euro. etwa 35,- Blumen Asparagus für den Zylinder, Blumensträußchen für Gewehr und Revers etwa 140,- Frack (ohne Zylinder und Zubehör) etwa 25,- Gewehr 6,- bis 10,- Handschuhe etwa 150,- Zylinder neu, klassische Form, aus strapazierfähigem Material etwa 5,- Fliege 25,- bis 30,- weißes Hemd 25,- Kummerbund bis 50,- Zugnadel Je nach Material ab 1,50 Pechfackel 3,- Parkhausgebühren Schützenfesttarif: für alle Parkhäuser der City Parkhaus GmbH 25,- bis 30,- Fußpflege etwa 100,- für kleinigkeiten Fackelkinder etwa 50,- bis zu 350,- für teilnahme & Karten Fackelkinder, die die Zugfackel beim Fackelzug ziehen/schieben, bekommen einen Obolus. Ein Beispiel: Schöttelplacks (Grenadiere) zahlen 50 Euro 30,- bis 60,- Hose Oder etwa 40,- Uniform leihen (ohne Hose und Zylinder) bis zu 480,- für eine eigene Uniform QUELLEN: NGZ, BÜRGER-SCHÜTZEN-VEREIN | GRAFIK: THINKSTOCK, ZÖRNER Manche greifen noch tiefer in die Tasche Schützenkönig 25.000,- bis 50.000,- Musik 500.000,- 500,- bis 600,- Zu rechnen ist mit etwa 25.000 Euro für Orden, Geschenke, Kleidung der Königin. Wahrscheinlich ist der Betrag noch höher, aber darüber wird offiziell nicht gern geredet. Hartnäckig halten sich die rund 50.000 Euro, wenn „man es krachen lässt”. Der Bürger-Schützen-Verein rechnet pro Jahr mit 500.000 Euro für die Musikkapellen. Die Korps’ haben zudem noch Zusatzkosten für Musikgruppen bei den eigenen Veranstaltungen. Blumenhorner Die Kosten trägt in der Regel der Schützenzug des Höness‘. Den gibt es nur im Jäger– und im Hubertuskorps. 15,- Kasten Schützenbräu Oder 6,- six-pack Schützenbräu 0,15 € Pfand pro Flasche, 1,50 € Pfand für den Kasten vom Bürger-Schützen-Verein 35,- bis 100,- wildpinkeln Zumindest ist ein Verwarnungsgeld in Höhe von 35 Euro fällig. Zeigt sich der Übeltäter uneinsichtig, kann der Kontrolleur gegen ihn auch ein Bußgeld verhängen. Das kann dann bis zu 100 Euro teuer werden. unbekannt für die Feier 1,5 Mio. Euro sparen Neusser auf Sonderkonten der Sparkasse für das Schützenfest an.

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