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Niederrheinische Blätter -12.10.2017 Nord-

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Die Hauswirtschaftsmeisterin Yvonne Willicks aus Kamp-Lintfort ist Botschafterin der Landesgartenschau 2020. Dat und wat ist Programm Am Kloster Kamp in Kamp-Lintfort wurde Yvonne Willicks zur LAGA-Botschafterin ernannt. Foto: Archiv Dieker Folgende Beschreibungen treffen auf Yvonne Willicks nicht zu: Sie ist kein perfektes Heimchen am Herd, sie ist keine Helikopter- Mutter, sie ist kein Putzteufel, sie liebt es, die Böden zu wischen. Aber all dies trifft hundertprozentig auf die 46- jährige Wahl-Hamburgerin zu: Sie ist examinierte Hauswirtschaftsmeisterin und von berufswegen in ihrer Profession perfekt, sie hat drei mittlerweile erwachsene Kinder gemeinsam mit ihrem Mann souverän großgezogen, sie putzt effizient, und zwar dann, wenn zum Beispiel die Fenster schmutzig sind, und nicht dann, wenn sie laut Kalender „dran“ sind. Yvonne Willicks, bekannt aus dem WDR-Haushaltscheck und dem ARD-Morgenmagazin, hasst es, die Böden zu wischen und empfindet es als Sisyphos-Arbeit, in der Wohnung in der Kölner Innenstadt Staub zu wischen. Bei Dreharbeiten auf dem Gelderner Bauernmarkt für eine Sendung über Schnittblumen hat sie gesagt: „Mein Herz schlägt für den Niederrhein.“ „Ja, genau, das stimmt. Ich mag die typisch niederrheinische Landschaft, den Pragmatismus der Leute, die nach kurzer Trauerphase nach der Zechenschließung den Strukturwandel aktiv und erfolgreich in die Hand genommen haben,“ erzählt die in Kamp-Lintfort geborene und aufgewachsene Yvonne Willicks. Ob sie sich denn nach über 20 Jahren in Hamburg eingelebt habe, kommt die prompte Antwort: „Nö“. Typisch Yvonne Willicks, sie spricht so, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Und gerade das ist es, was sie so sympathisch macht und lustig rüber kommen lässt, sei es nun im Fernsehen oder auch in ihren beiden Büchern mit 111 und mehr Haushaltstipps. „Ich bin authentisch, ich kann mit einer Krankenschwester genauso fach- Die Haushaltsexpertin testet auch Pfannen. Foto: Archiv Kress simpeln wie mit einem Bischof, dem Professor oder dem Müllmann“. Aufgewachsene ist die im Dezember 1970 geborene Yvonne Willicks in einer Arbeiterfamilie, die in einer Zechenkolonie wohnte. Geprägt haben sie die Jugendarbeit in St. Marien und die Klassenkameraden unterschiedlichster Nationalität in der Grundschule. „Mit denen konnte man verdammt gut spielen und immer war jemand da,“ erinnert sie sich. Sie fühlt sich als echte Niederrheinerin mit einem gesunden Halbwissen. „Schließlich kann ich zu allem etwas sagen“, grinst sie. Aber auch das, was so leicht-locker und lustig im Fernsehen rüberkommt, ist sorgfältig recherchiert und untermauert mit fundiertem Fachwissen. Wissensübermittlung In der Erwachsenenbildung beim früheren Hausfrauenbund hat sie gelernt, dass es einfacher ist Wissen mit Humor zu vermitteln. „Derjenige Zuhörer, der eh alles weiß, fühlt sich von mir gut unterhalten, und der Unwissende schätzt die freundliche Wissenübermittlung.“ Die Fernsehmoderatorin, die nur im TV auf die Maske zurückgreift, managt sonst bei Aktionen in Geldern, Straelen oder Kamp-Lintfort Frisur und Make-up selber. (“Dann sieht dat auch authentisch aus, wenn ich am Marktstand stehe“). Apropos Kamp-Lintfort: Yvonne Willicks ist nicht nur zu Familienbesuchen und - festen in ihrer alten Heimat, sie hat dort flugs ihre Silberhochzeit mit 200 Leuten geplant, organisiert, gemanagt („Aber dat hab ich ja auch gelernt“), sondern ist auch Botschafterin der Landesgartenschau 2020. „Da freu’ ich mich echt drauf“. Einen ihrer 111 Haushaltstipps hat sie für die Leser der Niederrheinischen Blätter parat: „Bei einem verstopften Abfluss helfen zwei Esslöffel Waschsoda und Essigessenz. Das brodelt und gluckert zehn Minuten ordentlich. Dann heißes Wasser nachschütten, und der Abfluss ist frei, versprochen. Klappt.“ Eine letzte Frage: „Haben Sie einen Thermo- Mix?“ „Ja, er ist ein guter Zuarbeiter. Aber als Statussymbol brauche ich den ganz bestimmt nicht.“ Margit Leuchtenberg INFO Yvonne Willicks, Meine 111 besten Haushaltstipps Taschenbuch, Edition Essentials GmbH und Co. KG, Taschenbuch, 9,90 Euro. Auf dem Gelderner Wochenmarkt hat sie Schnittblumen auf Frische untersucht. Foto: Archiv Zehrfeld 10 Niederrheinische Blätter — 4/2017

Anzeige Geschäftsführer Klaus Rennings liefert in drei Küchenstudios Inspirationen zur eigenen Traumküche. mali, immer eine Idee mehr Das dritte Mali-Küchenstudio in Alpen-Menzelen an der Xantener Straße 132 steht kurz vor der Eröffnung. Gut beraten bedeutet manchmal auch, Träume der Kunden relativieren zu müssen. Denn nicht alles, was ausgezeichnet aussieht, ist später alltagstauglich. „Die Küche ist häufig der vorrangige Familientreffpunkt. Der Raum, in dem man gemeinsam aktiv ist“, weiß Klaus Rennings. „Also muss dieser Raum stimmig und auf die Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten sein.“ Bislang in zwei, zukünftig in drei Mali Küchenstudios hinterfragt er daher jedes Detail, bis es wirklich passt. Dabei werden Nachhaltigkeit und Ergonomie ebenso berücksichtigt wie Design und moderne Techniken, beispielsweise die Geräte-Steuerung per App. Was vermeintlich nicht zusammen passen will, wird mit kreativen Lösungen für das jeweilige Umfeld passend gemacht, wie der einfallsreiche Küchenplaner schmunzelnd verrät. Seit fast 30 Jahren findet der begeisterte Hobbytänzer Lösungen für Küchenkonzepte aller Art. Das müssen nicht immer neue Küchen sein. Auch Umbauten oder Modernisierungen nimmt das Mali-Team vor. „Auf Wunsch kümmern wir uns bei einem Küchenumbau um alle Gewerke.“ Das wissen längst nicht nur Kunden am Niederrhein zu schätzen. „Unsere Auftraggeber kommen meist durch Mund-zu- Mund-Propaganda zu uns“, erzählt Klaus Rennings. Als sein Lehrbetrieb in Geldern verkauft wurde, übernahm der damals 23- Jährige 1988 das Geschäft. Das Geschäft lief so gut an, dass er 1991 den Betrieb in Geldern erweiterte und 2011 ein weiteres Küchenstudio in Kamp Lintfort eröffnete. Zwischenzeitlich war er auch noch in anderen Bereichen tätig, „Aber ohne Küchen geht es nicht“, erinnert sich der 52-Jährige lächelnd. „Ich kann mir auch kaum einen anderen kreativen Job vorstellen, in dem man etwas so Wichtiges plant, wie den Ort, an dem die ganze Familie zusammenkommt.“ Bei seinen Kundengesprächen liegt oftmals ein dicker Ordner neben der Tastatur. Der beinhaltet Erklärungen zu Elektrogeräten, Planskizzen oder auch Erläuterungen zu Schränken und Bauweisen. Mittels dieses Ordners seien Dinge für die Käufer viel leichter verständlich, beispielsweise durch bildliche Darstellungen. Anfang November wird das dritte Mali Küchenstudio in Menzelen- West eröffnet. „Ich habe ein weiteres Objekt gesucht und wurde in Alpen/ Menzelen fündig“, erzählt der „Xantener“. „Das Gebäude wurde 1913 gebaut und 2014 komplett saniert.“ In den Anfängen sei dort eine Bäckerei und bis 1997 ein Edeka-Supermarkt untergebracht gewesen, dann eine Schlecker-Filiale. Zukünftig werden in dem markanten Gebäude an der Xantener Straße 132 Inspirationen zur eigenen Traumküche vermittelt. Doch Klaus Rennings plant dort viel mehr, als nur das Kreieren von exklusiven Küchenlandschaften. „Wir möchten an diesem Standort auch Kochvorführungen veranstalten, um mit den Kunden zusammen die Geräte in der Praxis zu erleben. Darauf freue ich mich ganz besonders“, erzählt der Inhaber. Auch die interaktive Vorführung neuer Geräte und Techniken wie beispielsweise des Muldenlüfters oder des Dialog-Garers seien geplant. „Das sollen keine Verkaufsveranstaltungen werden, sondern gemütliche Abende“, erklärt er. Nur eine von vielen Ideen, die der Geschäftsmann in Menzelen-West umsetzen möchte, auch wenn noch nicht alle spruchreif sind. Klaus Rennings. Fotos (2): Privat INFO Mali Küchen in: Geldern, Zeppelinstr. 4, Tel.: 0 28 31 22 31, Kamp-Lintfort, Friedrich-Heine-Allee 188, Tel.: 0 28 42 4 20 26, Alpen-Menzelen, Xantener Straße 132, Tel.: 0 28 028 08 33 50. Seit 40 Jahren für Sie da! Lieferzeiten ab 10 Tage! Geldern • Zeppelinstr. 4 Fon: 02831/2231 Kamp-Lintfort • Friedrich-Heinrich-Allee 188 Fon: 02842/420 26 Alpen-Menzelen • Xantener Straße 132 Fon: 02802/808 3350 4/2017 — Niederrheinische Blätter 11

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