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Niederrheinische Blätter -12.10.2017 Nord-

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Das Bühnenprogramm von

Das Bühnenprogramm von Markus Kock heißt „Late Night“. Die Ideen dazu holt er sich aus der Tageszeitung. Von der Bütt zu Dirty Harry Der 44-Jährige Markus Kock hat seine kabarettistischen Wurzeln im Karneval. Sein Vorbild ist „Dirty Harry“. Markus Kock aus Kleve ist fasziniert vom König der Später-Abend-Unterhaltung. In Anlehnung an Harald Schmidt nennt Kock sein Bühnenprogramm auch „Late Night“, und damit hat er in den vergangenen Jahren immer den Nerv des Publikums getroffen. Die kabarettistischen Wurzeln des 44-Jährigen liegen im Karneval. Mit 16 kulturbuero-niederrhein.de Paul Panzer 15.10. Wesel Hart an der Grenze 29.10. Goch / Kessel Viller Mühle Ulrike Folkerts liest Die Blechtrommel 10.11. Kleve Springmaus 10.11. Geldern Wilfried Schmickler 17.11. Rees Guido Cantz 24.11. Kamp-Lintfort 08.12. Goch Der Dennis 30.11. Kamp-Lintfort 14.12. Geldern René Steinberg 01.12. Kranenburg Abdel Karim 13.12. Kleve Stefan Verhasselt 19.01.2018 Rees Tickethotline: 02821 - 24 16 1 Das Hutfachgeschäft seit 1811 47533 Kleve •Große Str. 30 Tel.: 02821/2 8121 www.hut-online-shop.de Foto: Archiv van Offern hat er zum ersten Mal gemeinsam mit einem Schulfreund eine Sitzung der Gesellschaft Germania Materborn besucht. Seitdem hat ihn der Karneval nicht mehr losgelassen. Der Sparkassenangestellte stieg später als klassischer Büttenredner ein. 1997 kam ihm der Gedanke, mal etwas anderes machen zu wollen. „Ich wollte weg von der Bütt hin zu einem neuen Format“, sagt Kock rückblickend. Wie sein Vorbild Harald Schmidt nahm sich Kock vor, das Zeitgeschehen mit spitzer Zunge auf die Schippe zu nehmen. Der Fokus liegt für ihn aber nicht auf der großen Politik, sondern lokalen Themen. So kam es, dass die Karnevalssitzungen von Germania fortan etwas anders ausfielen: Zwischen Showtanz, Gesang und Bütt gab es plötzlich auch „Late Night“. Late Night mit Playmobil Zu Beginn beschränkte sich Kock noch auf reine Wortbeiträge. Dann kam er auf die Idee, die „Late Night“ mit Bildern zu unterstützen. Mit Playmobilfiguren stellte er das lokale Geschehen und so manche örtliche Prominenz nach. „Besonders beliebt war immer die Figur unseres Ex-Bürgermeisters Theo Brauer mit einem breiten Grinsen im Gesicht“, sagt Kock. Seinen ersten großen Bühnenerfolg feiert der Klever im Jahr 2004 beim damals von RP und Antenne Niederrhein präsentierten Wettbewerb „Comedy Star“ in Emmerich. Dort setzte er sich gegen zwei Mitbewerber durch und holte den Titel. Das ebnete ihm den Weg zum aus dem TV bekannten Format „Waschsalon“ mit Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser. „Da war ich der Eisbrecher“, erinnert sich Kock. „Ich hatte mir im Vorfeld schon überlegt, dass man da mit lokalen Themen nicht weit kommt“, sagt der 44-Jährige. Also versuchte er es mit den großen Themen – mit überschaubarem Erfolg. „Ich bin nicht wieder eingeladen worden“, sagt Kock mit einem Schmunzeln. Schlimm findet er das nicht. „Ich bin ja auch kein Profi, Comedy ist nur mein Hobby“, sagt er. Also konzentrierte er sich auf Auftritte in seiner Heimatstadt. Außer auf Karnevalssitzungen kann man Kock regelmäßig bei Stadtfesten oder beim Jahresrückblick „Made in Kleve“ erleben. Sehr gerne leitet er auch die Stadtführung „Die komischen Seiten von Kleve“. Sechs Mal hat er das schon gemacht, jedes Mal war die Stadtführung ausgebucht. Seine Inspiration holt sich Kock meist beim Zeitungslesen. „Wenn ich eine Idee für mein Programm habe, notiere ich sie mir sofort auf meinem Smartphone“, sagt der 44- Jährige. Die Klever hoffen, dass er weiter eifrig Zeitung liest, damit sie noch in den Genuss möglichst vieler Auftritte kommen. INFO Marc Cattelaens Spätestens in der kommenden Karnevalssession, die am 11.11.17 beginnt, und beim Jahresrückblick ist Markus Kock wieder auf den Bühnen im Kleverland vertreten. 14 Niederrheinische Blätter — 4/2017

Bruno Schmitz ist Klever Kultur-Unternehmer. 34 Jahre Stunk Bruno Schmitz zählt inzwischen wahrlich zu den vielzitierten „Alten Hasen“ seines Fachs. Die Anfänge in Kultur, Comedy, Kleinkunst startete der gebürtige Klever mit der Gruppe „Laut und Lästig“. Im Fokus: Der Protest gegen den Bau des Schnellen Brüters in Kalkar. „Ich war damals Lehrer auf Lebenszeit und hatte parallel meine Auftritte. Irgendwann waren wir bundesweit unterwegs, und ich konnte die Aufgaben Schule und Bühne nicht länger parallel leben. Ich entschied mich für die Bühne. Das könntest du schaffen, habe ich mir gesagt, und – aus heutiger Sicht die richtige Entscheidung getroffen“, resümiert der 70-jährige Klever. Spaßprojekt in Köln Das Gründungsmitglied der Kölner Stunksitzung sieht selbst nach 34 Jahren diese Form der politischgesellschaftlich-alternativen Karnevalssitzung in der Alaaf-Hochburg immer noch als „Spaßprojekt“. „Es macht mir weiterhin Spaß beim Brainstorming für die Themen dabei zu sein. Nach dem Motto: Wen nehmen wir uns vor? Dann das Blödeln, die Phasen der Ernsthaftigkeit. Die Selbstkritik: Warum funktioniert das nicht, wie wir uns das überlegt haben, und wo ist jetzt der Gag?“, zählt er die Wochen vor der ersten Sitzung auf. „Mit Köbes Underground sind wir das größte Kabarett-Ensemble in Deutschland“, stellt Bruno Schmitz klar. Ein einzigartiges Format, mit dem sie an 50 Abenden im stets ausverkauften E- Werk vor 1300 Fans spielen. Und dann kommen wieder diese Momente, das Lampenfieber zum Auftakt der Session, in denen er sich fragt: „Warum mache ich das eigentlich? Nach einigen Abenden kommt aber die Textsicherheit, die Routine, Freude, ja Bock am Spiel auf der Bühne“, beschreibt Schmitz diese Zeit bis Aschermittwoch. Er spiele mal den Protagonisten, Kirchenmann, Politiker oder Banker. Er entscheide von Jahr zu Jahr neu, ob er dabeibleiben will. Bis heute will er. Denn mit seinem zweiten Standbein, dem Kulturbüro in Kleve, bedient er erfolgreich seit 25 Jahren als „Kultur-Unternehmer“ die Kleinkunst-Sparte am linken Niederrhein. Für ihn und seine zwei Mitarbeiterinnen bedeutet dies, etwa 50 Großveranstaltungen sowie 20 kleine in Städten wie Geldern, Kevelaer, Goch, Kalkar, Kleve, Wesel organisatorisch zu stemmen. So ganz nebenbei hob Bruno Schmitz den Kleinkunstverein Cinque 1989 in Kleve ins Leben. Sein jüngstes Projekt: Gemeinsam mit anderen Investoren will der Kulturmanager den Klever Aussichtsturm, mit 106 Metern das höchste Gebäude der Kreisstadt, wieder mit Leben füllen. „Ich bin waschechter Klever, auf der Merowinger Straße geboren, mit Blick auf diesen Aussichtsturm“, gibt sich Schmitz heimatverbunden, bodenständig. Monika Kriegel INFO Auf der Homepage kulturbuero-niederrhein.de präsentiert Bruno Schmitz das anstehende Programm am Niederrhein. Eine feste Größe bildet die Reihe „Kabarett unter’m Dach“ in Kevelaer. Termine: 10. November „Springmaus“ in Geldern, 2. Dezember „Michael Krebs & die Pommesgabeln des Teufels“ in Goch. Sonntags ist unsere Küche durchgehend geöffnet Gänse und Wildgerichte in verschiedenen Variationen Termine für unsere Gänse-Wild-Buffets finden Sie auf www.landschaenke.de Eyller Straße 75 · 47506 Neukirchen-VIuyn (Rayen) · TEL 028 45/93793 Mo., Di. Ruhetag, Mi.–Fr. ab 16.00 Uhr, Sa. + So. ab 12.00 Uhr So. durchgehend Küche 4/2017 — Niederrheinische Blätter 15

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