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Niederrheinische Blätter -12.10.2017 Nord-

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Das Duo Thekentratsch

Das Duo Thekentratsch ist Dinslakens Kulturexport. Heike Becker und Kerstin Saddeler-Sierp schenken sich nichts. Trotzt des Alters sind sie der Jugend dicht auf den Fersen Kerstin Saddeler-Sierp (links) und Heike Becker stürmen die Bühnen in der Region. Foto: Archiv Fischer Gleich und Gleich gesellt sich gern, oder Gegensätze ziehen sich an, sagt der Volksmund oder heißen Frau Sierp und die Becker. Schon die konträre Optik bestätigt, zwischen den beiden liegen Welten. Die eine lang, gekleidet in Rock und Bluse, die andere klein, eher schrill in kanarienfarbigem Outfit und der Jugend dicht auf den Fersen. Der Geburtsort des schrägen Duos Thekentratsch ist das Weinlokal Alte Apotheke in Dinslaken, wo Kerstin Saddeler-Sierp und Heike Becker zur Unterhaltung des Publikums zwischen Hauptgang und Nachtisch für gute Laune sorgten. Die Resonanz auf diesen kabarettistischen Zwischengang als Tratschtanten war enorm und schlug Wellen. Heimspiel im besten Sinne. Mittlerweile touren sie nicht nur durch Deutschland. Der Dinslakener Kulturexport erobert die Welt. „Wir haben einen Radius bis zum Pol“, sagt Frau Sierp, botanischer Beiname Trockengewächs vom Niederrhein. Die Becker, auch als Dotterblume vom Kohlenpott bekannt, ergänzt: „Wir waren mit der Aida schon in Grönland und der Karibik. Überall werden wir gefeiert“, sagen sie in ihrer unverwechselbaren Art. Zusammen sind sie das Unkraut im Garten der Lüste. Auch das Schmidttheater in Hamburg belieferten sie mit ihrem Humor. „Sauerländer und Westfalen sind ein charmantes Publikum. Wir hängen zu sehr in Klischees“, witzelt Frau Sierp. Deine Gene braucht keiner Das aktuelle Programm „Deine Gene braucht kein Mensch“ feierte Premiere im Oberhausener Ebertbad und macht derzeit Furore. Es ist der schnelle verbale Schlagabtausch inklusive entsprechender Mimik, den sich die Becker und Frau Sierp liefern. Ein Wort gibt das andere zu den Fragen des Lebens und darüber hinaus. Gesucht, gefunden und beibehalten, so lässt sich ihre Zusammenarbeit beschreiben, und das seit 2001. Jede agiert auf der Bühne im ureigenen Mikrokosmos. Frau Sierp als frühpensionierte Lehrerin mit Kinderphobie ganz betont korrekt, die Becker eher im lässigen Ruhrpottslang. Als Teilzeitsingle ist sie auf der Suche nach einem Schatz, am liebsten ein belastbarer Handwerker, der beim „Rennevieren“ hilft. „Wir sind einfach nah beim Publikum und ihren Geschichten, die unsere Geschichten sind. Sie finden sich bei uns wieder. Das Publikum trägt uns. Wir sind einfach total Mensch“, sagt Frau Sierp. Der Alltagswahnsinn wird beim Thekentratsch augenzwinkernd auf die Schippe genommen und neu sortiert. Und dann singen sie dazu Lieder für Langzeitverheiratete oder klingeln in E-Moll den Säuferopus. Die Becker und Sierp musizieren auch. Frau Sierp spielt Gitarre und Klavier, die Becker zwitschert dazu oder meditiert musikalisch mit der Kodderschnauze vorneweg. Die Komikerinnen haben sogar einen Fanclub mit Sitz in Datteln, sicheres Zeichen für eine Punktlandung. Alle zwei Jahre kommt ein neues Programm auf den Markt, und das wäre dann frühestens 2018. Highlights in ihrem Fulltime-Job? Antwort: Die tollen Kollegen, die sie in den wunderbaren Theatern und auf den Bühnen der Welt treffen. „Die Highlights sind eigentlich wir“, konstatieren sie. Sabine Hannemann Hier fing alles an für Becker und Sierp. Foto: Archiv Büttner INFO Die Becker und Frau Sierp touren. Hier einige Termine, wo das Duo Thekentratsch zu erleben ist. Silvestergala in der Walsumer Stadthalle, 31. Dezember; Dorsten, 1. Februar; Essen, Zeche Carl, 16. Februar; Wesel, 14. März; alte Dorfschule Rumeln, 15. April und Gladbeck, 26. April sowie in Oberhausen, Ebertbad, 2. Juni. Alle Infos unter www.thekentratsch.de. 18 Niederrheinische Blätter — 4/2017

Comedian, Schauspielerin und Sängerin Mirja Boes begeistert im TV und live auf der Bühne. Mama, du bist immer so albern! In etwas weniger als acht Stunden wird Mirja Boes in Nettetal-Lobberich über die Bühne wirbeln und dort gemeinsam mit der Band „Honkey Donkeys“ ihr aktuelles Programm „Für Geld tun wir alles!“ präsentieren. Aber noch steht die Comedian, Schauspielerin und Sängerin ganz entspannt am Bügelbrett zuhause in Köln und flickt eine zerfetzte Jeans. „Die will ich heute Abend anziehen“, erzählt die 46-Jährige. „Denn in Lobberich habe ich vor ziemlich genau zehn Jahren mein allererstes Bühnenprogramm aufgeführt – und zwar in dieser Hose!“ Zu Nettetal hat die sympathische Blondine ein ganz besonderes Verhältnis. „Ganz in der Nähe bin ich aufgewachsen und in Dülken zur Schule gegangen.“ „Natürlich gehe ich in der Viersener Ecke mit besonderem Herzblut auf die Bühne“, sagt die Künstlerin. „Ich bin da immer noch regelmäßig und gerne. Aber inzwischen ist Köln meine zweite Heimat.“ Dort lebt die Comedian mit ihrem Lebensgefährten und ihren beiden Söhnen. „Die Dülkener sind ein lustiges Völkchen, das gerne feiert, freundlich, fröhlich und offen ist.“ Eigenschaften, die auch die preisgekrönte Comedian geprägt haben. „Meiner Meinung nach sind das gute Voraussetzungen, um als Komiker erfolgreich zu sein.“ Ebenso die Fähigkeit, Menschen und Situationen erst einmal zu beobachten und dann „richtig einen rauszuhauen“. „Das ist für mich typisch Niederrhein! – Und natürlich die Kunst, über sich selbst lachen zu können und sich nicht so ernst zu nehmen.“ Bekannt wurde Mirja Boes als Mitglied der „Fabulösen Thekenschlampen“ und später mit diversen Ballermann-Auftritten. Als „Möhre“ begeisterte sie auf Mallorca die Urlauber mit derbem Humor, ihrer markanten Stimme und mit Partykrachern wie „20 Zentimeter“. Dass es Richtung Bühne gehen würde, war schon früh klar. Während ihres Musical-Studiums in Leipzig bescheinigte man ihr im Zeugnis: „Das blonde Energiebündel aus NRW sollte sein komisches Talent nicht unterdrücken.“ Auch abseits der Bühne beschreibt sich Mirja Boes als „laut, lebhaft und fröhlich – ich bin einfach sehr lebensfroh“. Ihre Söhne sagten sogar manchmal: „Mama, jetzt sei nicht wieder so albern!“ Verena Bretz INFO Im kommenden Jahr startet bei RTL die Sitcom „Beste Schwestern“ mit Mirja Boes in der Hauptrolle. In der Serie erwarte die Zuschauer „Irrsinn und jede Menge Spaß“, verspricht die Schauspielerin. Aktuell sind Mirja Boes und die Honkey Donkeys mit dem Comedy- Impro-Programm „Für Geld tun wir alles“ auf Tour in Deutschland. www.mirja-boes.de. ANZEIGE PORTRÄT Fliesen Zwanziger Ein neues Zeitalter beginnt Im Oktober will Fliesen Hüning seinen neuen Standort in Goch eröffnen. Seit Ende August läuft der Komplettumbau von Fliesen Zwanziger auch Hochtouren. Die Partnerschaft bringt viele Vorteile für die Kunden. W er in den vergangenen Wochen über die Borsigstraße durch das Gocher Gewerbegebiet West gefahren ist, dem wird das geschäftige Treiben bei Fliesen Zwanziger nicht entgangen „Der richtige Partner, um den steigenden Kundenansprüchen an Qualität, Auswahl, Service und Leistung gerecht zu werden.“ Jürgen Zwanziger sein. Seit Ende August läuft der Komplettumbau auf Hochtouren, vieles ist bereits fertig. „Nichts bleibt beim alten, die Ausstellung ist von Grund auf neu“, berichtet Jürgen Zwanziger, der sein allseits bekanntes Fliesenfachgeschäft für die Zukunft rüsten will. Aus einer Vielzahl interessanter Ideen und Konzepte entschied er sich für die Kooperation mit einem starken Partner, Fliesen Hüning aus dem nahen Bocholt. „Mit Fliesen Hüning habe ich den Partner gefunden, der es mir ermöglicht, den steigenden Kundenansprüchen an Qualität, Auswahl, Service und Leistung jetzt und in Zukunft gerecht werden zu können“, resümiert Jürgen Zwanziger seine Entscheidung. Und tatsächlich erfüllt Fliesen Hüning die hoch Seit 50 Jahren erfolgreich am Markt: Hier das Fliesen Hüning Stammhaus in Bocholt mit großem Logistikzentrum. gesteckten Anforderungen des Gocher Fliesenspezialisten in fast idealer Weise. Vom Stammsitz Bocholt aus steuert Jürgen Zwanziger (rechts) mit Lichtexperte Dirk Elskamp bei der Planung der neuen Verkaufsraumbeleuchtung. Fliesen Hüning erfolgreich seine modernen Ausstellungen in Düsseldorf, Mülheim und Bocholt. Seit über 50 Jahren am Markt, hat Hüning sich einen hervorragenden Ruf als Partner zahlloser Endverbraucher, Fliesenleger, Bauträger sowie Architektenbüros gemacht. „Wir freuen uns, vom neuen Standort Goch aus unseren zahlreichen Kunden vom linken Niederrhein noch näher zu kommen“, strahlt Roland Hüning, Geschäftsführer des Bocholter Traditionsunternehmens. „Und mit Jürgen Zwanziger konnten wir einen versierten Fliesen- Fachmann gewinnen, der unsere Unternehmensphilosophie optimal umsetzt und aus zahlreichen Kunden echte Hüning- Fans macht.“ Läuft alles nach Plan, kann Jürgen Zwanziger mit seinem Team schon Anfang Oktober das neu gestaltete Fliesenhaus eröffnen. Dann zwar unter dem neuem Namen Fliesen Hüning, aber mit altbewährtem Elan, Einsatz und Engagement. Kontakt Fliesen Hüning OHG Dinxperloer Straße 331 46399 Bocholt Spork Telefon: 02871/27820 Ab Oktober auch: Borsigstraße 20-22, 47574 Goch Telefon: 02823 3794 info@fliesen-huening.de www.fliesen-huening.de

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