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Niederrheinische Blätter -12.10.2017 Süd-

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Für den Humoristen

Für den Humoristen Christian Pape hat die Heimat einen ganz besonderen Stellenwert - im Frühjahr macht er Zirkus. In rheinischen Sälen gefragt - doch in Beeck ist sein Paradies Christian Pape ist im rheinischen Karneval ein gern gesehener Gast und ein Stimmungsgarant. Foto: Archiv Rüdell „Wenn ich den Kirchturm von St. Vincentius Beeck sehe, fühle ich mich zu Hause“. Das ist nicht nur so dahingesagt, mit diesen Worten unterstreicht Humorist Christian Pape aus Wegberg-Beeck seine Liebe zur Heimat – und fügt hinzu: „Ich bin stolz, hier zu wohnen – wie in einem Paradies.“ Wenn er das sagt, hat das Gewicht, denn als gefragter Comedian spielt der 44-Jährige, der mit seiner Silvia verheiratet und Vater der elfjährigen Amelie ist, seit Jahren auf den großen Bühnen im Rheinland. Vor allem in der „fünften Jahreszeit“ ist Christian Pape eine „Karnevalsgröße“, wurde er doch bereits mit seiner ersten Bühnenschau 2003 in den „Stammtisch Kölner Karnevalisten“ aufgenommen – eine besondere Auszeichnung für den Nicht- Kölner. Und längst hat er die Zuschauer der närrischen Fernsehsitzungen von ARD und ZDF erobert. Doch Karneval ist nicht alles. Auch außerhalb der jecken Zeit unterstreicht Christian Pape seine Vielseitigkeit – sportlich als erfolgreicher Teilnehmer am Köln-Marathon und komödiantisch mit seinen abendfüllenden Solo-Programmen: Es begann 2008 mit „Schief gewickelt“, wobei er sich als junger Papa Pape in die Herzen seines Publikums spielte. Danach steigerte er sich mit „Nur der Liebe zählt“ und „Das riecht nach Heimat“. Und am Erfolg hat sein Freund „Dr. Bimmermann, der Mann im Pullunder“, großen Anteil: Die Beiden ergänzen sich auf der Bühne in unnachahmlicher Art. Gerade mit seinen Soloprogrammen zeigt der Beecker Comedian seine Liebe zur Heimat, denn er tritt nicht nur auf angesagten Bühnen in Düsseldorf, Köln oder Bonn auf, er begeistert sein Publikum auch in heimischen Pfarrsälen oder beim Kulturring in Wegberg. In der Heimat hat Christian Pape auch begonnen: Schon als Messdiener sorgte er für Stimmung, und aus den Beecker Jungschützen heraus bildete sich 1992 die Boygroup „Na sowas“ (Christian und Simon Pape, Stefan Bimmermann, Wolfgang Hülsen, Reiner Schmitz), die zehn Jahre lang die Säle im Rheinland stürmte. Dann war Schluss, Ausbildung und Studium standen im Vordergrund – und Christian wurde Jurist. Jetzt macht er Zirkus Dennoch blieb er seiner Berufung als Humorist treu. Und der Heimat. Legendär sind die Grill- Abende im Pape-Innenhof von Haus Beeck. Da erlebten bis zu 2000 Besucher u. a. die „Bläck Föss“, „Höhner“, „Brings“, „Räuber“ und erst jüngst die Pop- Ikone Nena. Und im nächsten Frühjahr heißt es „Pape macht Zirkus“: Daheim und nicht irgendwo lädt er prominente Künstler aus Varieté, Comedy und Karneval ein. Auch in dem Metier hat Christian Pape Erfahrung, war er doch an 24 Abenden Gastgeber der Dinner-Show im Zirkus Roncalli in Essen. Folkmar Pietsch INFO Christian Pape, An Haus Beeck 1, 41844 Wegberg, Kontakt: pape@jeckjoot.de; Internet: www.christian-pape.com. Die Räuber und Brings waren bei Pape zu Gast. Im Sommer hat Pape mit Nena gegrillt. Foto: Archiv Jansen Die Höhner gastierten 2015 in Wegberg. Christian Pape vor Haus Beeck. Fotos (3): Archiv Laaser 14 Niederrheinische Blätter — 4/2017

Vor gut 30 Jahren hat Jochen Butz die Kabarettgruppe „Krefelder Krähen“ gegründet, und er war „Paul und Billa“. Über sich selber lachen Die „Krefelder Krähen“ sind in der Seidenstadt ein Begriff. Seit mehr als 30 Jahren bringen sie jedes Jahr ein Stück auf die Bühne. Das Besondere: Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, der Reinerlös der Veranstaltungen wird gespendet. Rund 350.000 Euro sind im Laufe der Jahre zusammen gekommen. Die Idee, mit Kabarett Spenden zu sammeln, hatte der Krefelder Diplom- Kaufmann Jochen Butz. Heute ist der 73-Jährige, der auch das niederrheinische Ehepaar „Paul und Billa“ auf die Bühne gebracht hat und als Kolumnist bei „Welle Niederrhein“ und der Rheinischen Post aktiv ist, Ehrenpräsident der Krähen. Ausgestiegen ist der Gründer, weil er die Arbeit in junge Hände übergeben wollte. „Das hatte ich drei Jahre vorher angekündigt und ein intaktes, stark verjüngtes Team an meinen Nachfolger Stefan Erlenwein übergeben“, erzählt Butz, der sich freut, dass Erlenwein das Projekt mit Bravur fortführt. „Der Krähenstil wird beibehalten, und dennoch verfolgt man eine eigene Linie, die mir ausgezeichnet gefällt“, lobt der 73- Jährige, dessen eigene kabarettistische Vorbilder Loriot, Hüsch und Beikircher heißen. „Loriot, weil keiner es so perfekt geschafft hat, die Schrulligkeit der Menschen und die Grotesken des Lebens vorzuhalten“, findet Butz. Hanns Dieter Hüsch ist für den Krefelder „der Großmeister des niederrheinischen Kabaretts“, und mit Konrad Beikircher ist Butz persönlich verbunden. „Ich konnte ihn sogar als Schirmherrn des in Deutschland inzwischen arrivierten Kabarettpreises Krefelder Krähe gewinnen“, erzählt Butz. Keine Witze auf Kosten anderer Generell kann der Diplom-Kaufmann über feinsinnigen, hintergründigen Humor lachen, der nicht den groben Klotz oder Zoten braucht. „Vor allem liebe ich es, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, so dass sie über sich selbst lachen kann: Seht, so sind wir, und ich gehöre zu euch.“ Ganz schrecklich findet der 73- Jährige es, wenn vermeintlich intelligente Menschen sich über meist schwächere Menschen erheben oder amüsieren. „Auch ‚Humor‘ unter der Gürtellinie, Witze über Religion und allzu Makabres sind nicht mein Ding“, sagt Butz auf die Frage, wann ihm das Lachen vergehe. Im Laufe der Jahrzehnte, die Butz Kabarett macht und Kabarett beobachtet, habe sich der Humor verändert, sagt der Krefelder. „Die Fein- und Tiefsinnigkeit wird seltener. Es gibt so etwas wie eine Comedy-Inflation, die aber der Qualität des Humors nicht unbedingt zuträglich ist.“ Butz selber hat seine Ideen für Sketche und Stücke immer aus dem Alltag genommen. „Ich habe Menschen und Situationen scharf beobachtet, den Stoff von der Straße gepickt und daraus die Programme gestrickt, wobei ich beim Schreiben schon den Stoff den Ensemblemitgliedern auf den Leib geschrieben habe“, erzählt der Ehrenpräsident. Dabei habe er sich königlich gefreut, wenn er sich vorstellte, wer das zu spielen hatte. Jochen Butz verkörperte das niederrheinische Ehepaar Paul und Billa. Foto: Archiv Die Arbeit mit den Krähen habe ihm überhaupt immer viel Spaß gemacht und sei ein guter Ausgleich zu der Trockenheit des analytischen Berufes als betriebswirtschaftlicher Gutachter gewesen, resümiert der Ehrenpräsident. Stephanie Wickerath „Gepflegt“ im besten Sinne im Wohnstift St. Marien Wohnstift St. Marien in der Luxemburger Galerie Neustr. 3, 47623 Kevelaer Tel (0 28 32) 500 61-62 Fax (0 28 32) 79 95 87 www.deutscher-orden.de E-Mail: c.huels@deutscher-orden.de Mitten im bekannten Wallfahrtsort Kevelaer am Niederrhein bietet Ihnen das Senioren-Wohnstift St. Marien ein dreifach „gepflegtes“ Leben: ➜ mit einer hochwertigen schönen Wohnung ➜ mit Vollpension im angeschlossenen Hotel oder selbst Kochen nach Lust und Laune ➜ mit Pflege in Ihrer Wohnung Gepflegt ist auch das Ambiente in Kevelaer, das Einkaufen in der überdachten Galerie oder in der Fußgängerzone und das Angebot von Kunst, Konzerten und Vorträgen. Fordern Sie unseren Hausprospekt an. Frau Christiane Hüls freut sich auf Ihre Anfrage. 4/2017 — Niederrheinische Blätter 15

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